Ihr habt sieben Konzerte zur Auswahl:

Diary of Dreams, Beauty of Gemina, FAQ, 31.10.2012, Christuskirche, Bochum

Diary of Dreams, Amphi 2013

Diary of Dreams, In strict Confidence, 09.04.2014, Zeche, Bochum

Diary of Dreams, A spell inside, 16.12.2014, Kulttempel, Oberhausen

Diary of Dreams, Beauty of Gemina, 17.11.2015, Zeche, Bochum

Diary of Dreams, Amphi 2017

Diary of Dreams, 13.10.2017, KuFa, Krefeld


foto (c) bat: Gesamtbild Diary of Dreams   Diary of Dreams, Beauty of Gemina, FAQ, 31.10.2012, Christuskirche, Bochum  

Die Christuskirche ist immer eine ganz besondere Location für acoustic-Konzerte. Diesmal von Diary of Dreams, die ich als Hauptact bisher erst einmal gesehen hab (in Duisburg im Pulp und davor als Vorband von Clan of Xymox '98, siehe dort....damals lag mein Fokus klar auf der Hauptband ;-)). Hier außerdem noch mit Vorband Beauty of Gemina aus der Schweiz, deren Platten mir sehr gut gefallen und FAQ, ebenfalls aus der Schweiz und ehemals Carpe Diem, die mir zunächst mal nicht bekannt vorkamen. Hörte sich doch nett an, also hin.

Start um 19:30 h mit FAQ. Die Band wurde bereits 1994 gegründet (als Carpe Diem) und hat schon mit diversen - auch mir bekannten - Leuten wie Clan of Xymox, Apoptygma Berzerk, De/Vision und Deine Lakaien auf der Bühne gestanden, ich könnte sie also schonmal gesehen haben, erinnern kann ich mich allerdings nicht. Recherchen in den Konzertberichten ergaben, dass ich '99 natürlich auf einem Lakaien-Konzert gewesen bin, die Vorband aber irgendwie blöd fand und der Name auch nicht überliefert ist. Waren sie bestimmt nicht ;-). Hmm. Wie sie erzählten, waren die beiden nicht in voller Besetzung da, Pille (Gitarre) und Gründungsmitglied Philip Noirjean (Gesang und Keyboards /Rhythmus-Instrumente), der mich irgendwie ein bisschen an den Sänger von Placebo erinnert hat. Sie hatten leider nur eine halbe Stunde, haben ca. 6 Songs gespielt, uns gut und witzig unterhalten und neben einem Refrain in Schweizerdeutsch (!) auch ein Placebo-Cover gespielt ;-) (Every you, every me). Doch, ein unterhaltsamer Einstieg.

Um 20:10 h ging es weiter mit The Beauty of Gemina, ebenfalls aus der Schweiz (Michael Sele, Gesang und Gitarre, Mac Vinzens, Drums, David Vetsch, Bass und sehr genial, Dennis Mungo als Live-Gitarrist). Leider ebenfalls nur eine halbe Stunde ca. 7 songs, u.a. Dark Rain und zum Schluss Last night home. Zugabe wäre schön gewesen, fand die Menge auch, aber um 20:40 h war Schluss. Wirklich schön, insbesondere der Live-Gitarrist war der Hammer! Die Songs selber waren vielleicht akustisch ein bisschen... langweilig, gleichartig? Die Platten haben irgendwie mehr Pepp. War halt anders. Hat mir aber gut gefallen, gerne wieder, auch akustisch.

Dann also Diary. Start um 21:05 h. Erst kam der Drummer (Dejan), setzte sich, fing an zu spielen. Danach der Bassist (Gaun:A). In der Folge der Keyboarder und Gast Torben Wendt. Danach der Gitarrist (Felix Gerlach) und zum Schluss Adrian Hates, Gesang. Netter Start, überhaupt sehr netter Auftritt, viel Gerede und Geflaxe mit den Fans (Kirche war übrigens rappelvoll, auf der Empore waren Leute, es standen Leute hinter den Bankreihen, nicht schlecht!). Ansonsten andächtiges Schweigen, damit nichts die songs stört, wirklich eine sehr schöne Atmosphäre und tolle Lieder - so anders, dass auch langjährige Fans der bereits 1989 gegründeten Band erstmal eine Weile grübeln müssen, bis ihnen der Name des Songs einfällt. Start mit Kindrom, ich muss sagen, sehr sehr nett. Tolle Stimme, tolles Licht und ich mag diese Location einfach. Wir haben so gesessen, dass wir gut sehen konnten, daher auch eher mehr als weniger Bilder.. ;-). Und diese Stimme erinnert mich einfach an Veljanov, wenigstens, wenn sie akustisch spielen. Bei einem Song später im Konzertverlauf wurde das noch deutlicher. Weiter zunächst mal mit Butterfly: Dance und dann diesem Schlager Immerda (Vergissmeinnicht) (ist einfach nicht meins, erinnert mich irgendwie an Unheilig und .. Schlager eben ;-) ). Egal, weiter mit einer Geschichte. Sie hatten wohl auf ihrer Homepage die Fans aufgefordert, allerlei Zeugs mitzubringen um die Bühne zu dekorieren - einiges, wie auch eine goldene Schallplatte, wie Adrian stolz berichtete, war schon angekommen und jetzt war es Zeit, die Bühne weiter zu dekorieren. Also: Geschenke! War doch noch gar nicht Weihnachten ;-). Nette Idee. Weiter dann mit The Curse. Das nächste wurde angekündigt als ein Song, der nicht unbedingt danach schreien würde, ihn akustisch zu spielen und es sei auch gar nicht so einfach gewesen: Amok. Sehr genial, nur Adrian und Torben und ich fühlte mich doch sehr an die Lakaien akustisch erinnert!! Wahnsinn! Gilt auch für das nächste, das sie in gleicher Besetzung gespielt haben: Tears of laughter, wohl eher selten live gespielt. Gegen Ende des Songs kamen die anderen Bandmitglieder wieder zurück und stiegen in den Song ein (E-Cello und E-Bass, schick anzusehen!). Danach O' brother sleep und Chemicals. Adrian flachste rum, dass das nächste Lied auf jeden Fall sehr gut in diese Location passen würde: Rumours about Angels, sehr genial! Weiter mit Malice, Chrysalis und She. Das nächste würde nicht so gut passen: Giftraum, auch wow. Danach musste Roadie Peter auf die Bühne, der auch schon als Peter vorgestellt wurde ("man kennt ihn nach dieser Tour besser als uns!"), der vorher die Geschenke verstauen und den Leuten Getränke bringen durfte (Torben beschwerte sich, dass er die Herren in der hinteren Reihe immer vergessen würde - geht ja auch gar nicht! ;-) ). Peter jedenfalls kündigte an, dass das nächste Lied das letzte sei. Laute Buhrufe und ein unschuldiger Adrian, der ja schließlich nichts dafür könne, er hätte das nicht gesagt... jaja. Letzter Song - vor der Pause - war jedenfalls Colorblind. 22:25 h, Hauptset vorbei. Wildes Gejohle, standing ovations, wie das so ist. Erstes Zugabenset: The colors of grey, She and her darkness ("hab ich erwähnt, dass wir unsere neue CD Anatomy of Silence dabei haben"? - ist übrigens wirklich sehr schön!!) und zum Schluss das Lied, das sie wohl immer spielen (müssen) und das ich auf dem letzten Konzert schon nicht ganz so erforderlich fand ;-): Traumtänzer, wieder aus der Schlagerecke. Naja, war aber gar nicht so schlimm, vielleicht muss man es nur häufiger hören. Das Publikum hat jedenfalls sehr schön gesungen. Wieder Ende, wieder standing ovations und Gejohle, damit sie auch ja nochmal wiederkommen. Haben sie auch gemacht, jedenfalls Adrian, Torben und Felix und es gab zunächst mal eine Geschichte von Felix, der, nachdem sie das Lied erstmalig live gespielt haben, beschlossen hat, dass er das nicht die ganze Tour überleben würde... sehr anstrengende Sache mit zwei Fingern, die permanent auf der Gitarre liegen müssen und irgendwann einen Krampf bekommen. Er hat sich aber irgendwas technisches ausgedacht, das es weniger anstrengend aber dennoch schön anzuhören macht, Glück gehabt, denn das Lied, Flood of tears, gesungen von Adrian und Torben, war echt der Knaller. Schluss um 22:50 h. Ein wirklich tolles, gelungenes Konzert, alle Bands haben mir gut gefallen, aber Diary war natürlich schon mit Abstand am spannendsten! Gerne wieder.

(c) bat 10/12

Hier noch ein paar Fotos ;-).

Foto (c) bat: F.A.Q. foto (c) bat: Beauty of Gemina

foto (c) bat: Gaun(A), grüner Hintergrund
foto (c) bat: Felix Gerlach, blauer Hintergrund
foto (c) bat: Dejan und Gaun:A, blauer Hintergrund foto (c) bat: Torben Wendt, blauer Hintergrund
foto (c) bat: Adrian, blauer Hintergrund foto (c) bat: Diary komplett, grüner Hintergrund


foto (c) bat: Gesamtbild Diary of Dreams   Diary of Dreams, In Strict Confidence, 09.04.2014, Zeche, Bochum  

Endlich mal wieder ein Konzert in der Zeche in Bochum! Diary of Dreams hab ich hier auch das erste Mal gesehen, als Vorband von Clan of Xymox,1998. Also schon richtig lange her.

Vorband war In Strict Confidence, electro, gegründet 1990. Sänger Dennis Ostermann, Keyboarder Jörg Schelte, beide von Anfang an dabei, ergänzt um Haydee Sparks an der E-Gitarre und ab Lied zwei einer zweiten Dame, Nina de Lianin, die auch sehr bejubelt wurde, war auch wirklich nett anzusehen in ihrem schwarzen langen Gummi/Lederkleid. Dabei ist sie seit 2009… Sehr hübsch anzusehen, leider aber nur anzusehen. Sie sang wie Minni-Maus um es freundlich zu formulieren - oder wie ich in einer weiteren Kritik (hier ist der zugehörige link) gelesen habe: "wie Sandra aus den 1980ern". Gefällt mir auch gut, der Vergleich ;-). Im Duett mit dem Sänger, wenn sie sich ein wenig zurückgenommen hat, war das noch ok, alleine in den höheren Tönen ging leider gar nicht. Start um 20:00 h mit Videoleinwand im Hintergrund, My Despair; hier gesanglich erstmal nur Dennis unterwegs, ab Lied zwei - The promised land - dann Begleitung durch die Maus. Gespielt haben sie bis ca. 20:45 h mit insgesamt 9 Liedern. Als Vorband ganz nett, eigentlich auch schöne Melodien, die Stimme des Sängers tief und angenehm, gerne auch ergänzt um eine weibliche Note, aber vielleicht kann man da ja nochmal nachbessern... Und die deutschen Texte haben es mir auch nicht wirklich angetan... Zauberschloss, das letzte der gesungenen Stücke, war schon sehr hart an der Grenze zu diesem ganzen Schlagerschmonz, auf deren Welle auch andere wie der Graf reiten, wirklich gruselig. Aber es ist älter, das muss man ihnen zu Gute halten. Was sagte Dennis: das darf seit 14 (!) Jahren auf keinem Konzert fehlen. Na gut. Und das davor - Engelsstaub - war auch nur um Nuancen besser ;-). Aber hier bot sich wenigstens was fürs Auge: die beiden Damen mit Flügeln und Beg... ähm, Ausdruckstanz auf der Bühne und damit alle was davon haben, haben sie zwischendrin auch mal die Seiten gewechselt oder haben hintereinander getanzt, sah ganz ehrlich sehr fantastisch aus, wenn der Text nicht gewesen wäre ;-). Fotos sind mir nicht gelungen, ich bin aber guter Dinge, dass ihr welche auf www.sparklingphotos.de finden werdet, link am Ende des Texts. Sorry an alle Fans: ich war mir sicher, dass ich ISC von früher kenne und hab mich echt gefreut, ich bin mir aber immer noch sicher, dass früher nur Dennis gesungen hat. Der übrigens versuchte sich zu erinnern, wann er denn das erste Mal in der Zeche aufgetreten ist. Vermutete etwas von 1997 oder 1998. Ich hab daraufhin m al meine Konzertberichte aus dieser Zeit durchwühlt, scheine sie aber - auch als Vorband - noch nie live gesehen zu haben. Wie auch immer. Als Vorband hier echt gut und auch passend, allerdings für mich persönlich dann doch mit der kleinen Einschränkung, dass das Lied möglichst einen englischen Text haben möge und nicht ganz so viel "gesangliche" Unterstützung durch Nina - optisch ja durchaus eine Bereicherung ;-). Hier ist die Setlist, soweit ich es herausfinden konnte:

My Despair
The promised land
Tiefer
Seven lives
Forbidden fruit
Set me free (Deutsch/Englisch)
Morpheus (Deutsch, Kitsch)
Engelsstaub
Zauberschloss

Start von Diary of Dreams um 21:15 h. Sehr entspannte Jungs (Adrian Hates, Gaun:A, Felix Gerlach, Dejan, Julius Trautvetter (als Gastmusiker an den Keys - siehe auch auf seiner Homepage) – diesmal war Torben Wendt nicht mit dabei), schöne Stimmung auf der Bühne und davor, sehr nett fand ich, dass Adrian sowohl mit Gaun:A als auch mit Felix "Auge in Auge" gesungen hat, dass auch Gaun:A und Felix zwischendrin mal die Seiten gewechselt haben, war alles sehr entspannt. Die Setlist enthielt viele songs des grade neu erschienenen Albums Elegies of Darkness, die auch sehr gut in die Gesamtsetlist passten ohne dass man sich groß an sie gewöhnen muss. Auch die deutschen, bei denen ich ja immer eher etwas skeptisch bin, gefallen mir auf der Platte gut und waren auch live wirklich klasse (Daemon, Stummkult, Malum, Gassen der Stadt), nur das unvermeidliche Traumtänzer war textlich wieder kurz vor Zauberschloss, aber naja, manchmal ist etwas halt kitschig, aber trotzdem Kult und darf deshalb nicht fehlen – obwohl ich wirklich gut drauf verzichten könnte – der Chor der Stimmen – hautpsächlich weiblich – widerspricht mir aber ;-). Schön fand ich auch – wie schon in der Christuskirche – den Einsatz von Kontrabass (Gaun:A) und Violincello (Felix). Ein Bild von Felix ist mir auch gelungen, Gaun:A war zu weit weg und das Licht zu schwach. Sparklingphotos wird das hoffentlich besser geschafft haben. Hier vorsichtshalber mal der Link: www.sparklingphotos.de

Start mit Malum von der neuen Platte, danach Psycho-Logic, danach Kingdrom, Rumours about angels. Dann wieder zurück zur neuen Platte mit O‘ Brother Sleep. Danach Verdict und – wild bejubelt – Chemicals. Sehr gut gefallen hat mir dann wieder eines von der neuen Platte, A Dark Embrace. Adrian erzählte dann, dass sie tatsächlich noch ein Lied gefunden hätten, das sie noch nie live gespielt haben, nämlich Haus der Stille, wirklich gut (von der Menschfeind-EP). Im Anschluss dann, dass es Lieder gäbe, die man live einfach nicht spielt oder sich nicht traut zu spielen, weil sie zu lang sind. Egal, sie würden sich trauen: Babylon. Dann half er uns, uns von unseren Dämonen zu befreien: Daemon, wieder von der neuen Platte, genau wie das folgende Stummkult, richtig genial. Und weil wir grade mal dabei sind, weiter mit dem sehr schönen Dogs of war. Im Anschluss Lebenslang und wieder ein neues: the Luxury of Insanity, gefolgt von Undividable. Schluss mit lustig um 22:50 h. Aber zum Glück gibt es Zugaben. Adrian fragte höflich, ob es auch was ruhiger sein dürfte, sehr ok – a day in december.

Weiter mit King of nowhere und – ja! The Curse. Danach um 23:09 h nochmal Pause und Wiederkehr mit Die Gassen der Stadt (neu, gut und das obwohl deutsch ;-)) und dem unvermeidlichen Traumtänzer (immerhin aber diesmal nix von Vergissmeinnicht im Wind, ist ja auch schon was ;-) ).

Schluss eines sehr schönen Konzerts um 23:20 h, immerhin beachtliche 2 h!! Das macht heutzutage längst nicht mehr jeder! Zudem war die Setlist toll, die neuen Sachen fügten sich super ein in die alten, tolle Arrangements und danke für Kontrabass und Violincello, mag ich sehr gerne! Großes Lob an die Jungs und bis hoffentlich bald.

Songs:

Malum
Psycho-Logic
Kingdrom
Rumours about angels
O brother sleep
Verdict
Chemicals
A dark embrace
Haus der Stille
Babylon
Daemon
StummKult
Dogs of War
Lebenslang
The luxury of insanity
Undividable

--

A day in december
King of nowhere
The curse

--

Die Gassen der Stadt
Traumtänzer

Immerhin 9 neue Songs von insgesamt 21 und damit 9 von 15 live gespielt. Gute Quote würde ich sagen.

Hier der link auf die Fotos, meine taugen grade mal für die Überschrift, denn der Beleuchter mochte rotes Licht und rotes Licht + Nebel ergibt nichts, was ihr wirklich sehen wollt: www.sparklingphotos.de


foto (c) bat: Gesamtbild Diary of Dreams   Diary of Dreams, A spell inside, 16.12.2014, Kulttempel, Oberhausen  

So, das gleiche nochmal, aber doch ganz anders! Irre, wie man die gleichen Songs komplett anders interpretieren und auf die Bühne zaubern kann. Ein sehr geniales Konzert, hat mir sehr, sehr gut gefallen, obwohl ich sagen muss, dass der Hauptakteur, der das Konzert so deutlich anders gemacht hat als das in Bochum im April, Apple hieß und einen Mann dabei hatte, der Knöfchen drücken konnte... deutlich lieber wäre mir da Herr Wendt gewesen ;-).

Start um 20:00 h mit A spell inside. Der Sänger erzählte, dass er sehr froh sei, nach langer Pause mal wieder auf einer Bühne zu stehen. Das mit der langen Zeit hat man leider gemerkt, zumindest am Gesang. Wobei ich natürlich keine Vergleichsmöglichkeit hab, aber irgendwie war das mit dem Gesang nicht wirklich gelungen. Zumindest bei den überwiegend deutschen Liedern nicht. Die drei englischen fand ich ganz nett, vielleicht aber einfach, weil da die doch etwas phrasenhaften Texte nicht ganz so ins Gewicht gefallen sind - einfach, weil sie nicht aufgefallen sind... die Musik selber, elektronisch, mitreißend, hat mir eigentlich ganz gut gefallen, aber der Rest vom Lied halt dann doch nicht so wirklich. Auch nicht wirklich gelungen war es, ein Lied von Windstärke 10 und Segeln und Segelschiffen zu spielen und im Hintergrund dann ein Video von einem, keine Ahnung, Tanker oder Kreuzfahrtschiff zu zeigen, auf jeden Fall was Großes und definitiv ohne Segel. Egal, hab schon Schlimmeres gesehen, musste auch nicht raus, aber habe nicht das Bedürfnis näher in die Songs oder die Band einzusteigen, hoffe, ihr könnt es mir vergeben.

Setlist:

1 (hab ich leider nicht zugehört, die anderen wurden nett angesagt)
2 Kampfbereit
3 China (englisch)
4 Ewig
5 Frei sein
6 Thorn (wieder englisch, wohl das einzige auf der neuen Platte)
7 Stärke 10 (das mit dem Segelschiff)
8 One Way (englisch, wohl schon aus dem Jahre 2000)

Ende um 20:38 h. Der Applaus war spärlich, aber immerhin wurde auch nicht gebuht oder gepfiffen.

Dann die Herren von Diary: Adrian Hates, GaunA, Felix Gerlach, Dejan, kein Keyboarder sondern ein Mann mit einem Kapuzenpulli an diversen Apple-Rechnern. Hat er aber schön gemacht; ähnliche Lieder wie in Bochum, ganz, ganz anderes Konzert. Riesige Stimmung, obwohl der Laden weder groß noch ausverkauft war, ein gut gelaunter Adrian voller Power, die aufs Publikum übergesprungen ist, wirklich beeindruckend. Wieder Wechsel von GaunA und Felix, wieder Gesang von Adrian als würde er GaunA grade eine Gute-Nacht-Geschichte erzählen oder ihn dringend von irgendeinem wichtige Thema überzeugen müssen. Sehr nett. Start um 21:05 h mit House of Odds, danach schon das erste deutsche: Nekrolog 43. Normalerweise bin ich nicht gar so ein großer Fan der deutschen Diary-Songs, aber dieses Mal haben sie mir erstaunlich gut gefallen, nicht kitschig und irgendwie passend. Mag auch daran liegen, dass ich die drei deutschen der neuen Platte auch gern mag - und man mich dieses Mal von Vergissmeinnicht im Wind und funkelnden Augen (oder so) verschont hat - sorry, mich hat's gefreut ;-). Weiter direkt mit dem nächsten deutschen: Malum, gefolgt von Haus der Stille. Das nächste war Grey the Blue (glaube ich ziemlich sicher) und dann schon wieder ein deutsches mit Mein-Eid. Die Ego:X - die es übrigens auch zu kaufen gab, recht prominent angerichtet, war also durchaus prominent vertreten. Danach noch ein deutsches, Stummkult, auch live sehr gut. Das nächste war Psycho-logic und dann wurde es schon wieder deutsch mit Daemon, auch auf der letzten Platte vertreten. Überhaupt waren die neuen Lieder richtig, richtig gut, egal ob sie in eher elektronischer Form wie hier oder in eher gitarren- und streichinstrumentlastiger Version wie in Bochum präsentiert werden. Aber aktuell würde ich fast sagen, dass sie mir in dieser Version noch besser gefallen haben, ein wirklich gelungener Abend! Dann etwas älteres: Killers, wie Haus der Stille von der Menschfeind (2005). Dann kamen für mich drei Höhepunktsongs des Abends (zumindest des Hauptsets) mit Dogs of war, Butterfly: Dance und King of nowhere, sehr sehr gut. Danach erklärte Adrian, dass das Rheinland und der Ruhrpott ja unzertrennlich zueinander gehören würden, nicht wahr Schätzelein? Ist klar: Undividable. Dann als letztes Stück des Hauptsets, das um 22:28 h endete, noch a dark embrace.

Die Herren kamen wieder, netterweise auch sehr schnell, und spielten das geniale Luxury of Insanity sowie das ebenfalls geniale Kingdrom, verschwanden um 22:42 h wieder, kamen nochmal, lieO brother sleep sowie a day in December hinreiRequiem 4.21 - und schlossen damit nach fast 2 Stunden um Punkt 23:00 h einen genialen Abend. Gerne wieder. Auch der Veranstaltungsort - wenn man ihn erstmal gefunden hat - hat mir ausgesprochen gut gefallen, nette Gr

Danke also, auch an den Mann an den Apple-Rechnern, echt sehr gelungen! Und das trotz sehr viel deutsch.

Setlist:

1 House of Odds
2 Nekrolog 43
3 Malum
4 Haus der Stille
5 Grey the Blue
6 Mein:eid
7 Stummkult
8 Psycho-logic
9 Daemon
10 Killers
11 Dogs of war
12 Butterfly: Dance
13 King of Nowhere
14 Undividable
15 A dark embrace

--

16 The Luxury of insanity
17 Kingdrom

---

18 O brother sleep
19 A day in December

--

20 Requiem 4.21


  Diary of Dreams, Beauty of Gemina, 17.11.2015, Zeche, Bochum  

Vor einer Weile schon hatten wir Karten gekauft für Diary of Dreams und Beauty of Gemina in der Zeche. Jetzt war es so weit und auf dem Weg dorthin, kurz vor Ankunft, hat man das Freundschaftsspiel Deutschland - Niederlande in Hannover abgesagt vor dem Hintergrund der Attentate in Paris vergangenen Freitag. Ich muss zugeben, dass mir das irgendwie im Kopf rumgespukt hat eine Weile, dass ich auch zum Start der Vorband The Beauty of Gemina, überlegt habe, wohin ich mich wohl stelle, damit im Falle des Falles - hab mich über mich selber geärgert und dann beschlossen, diese Spinner nicht in meinen Kopf zu lassen. Hat aber doch die Hälfte der Vorband gebraucht. Ärgerlich!

Beauty of Gemina aus der Schweiz sind - neue Besetzung - Michael Sele, Gesang und Gitarre, Mac Vinzens, Drums, Andi Zuber, Bass und Simon Ambühl, Gitarre. Start um Punkt 20:00 h mit dem wohl bekanntesten Song, suicide landscape. Der Auftritt hat mir sehr gut gefallen, die Songs waren dieses Mal durchaus unterschiedlich, nicht so gleichartig, wie sie mir schon das eine oder andere Mal erschienen sind (nach dem 3. Song ungefähr ähnelte sich irgendwie alles; nicht schlecht, aber eben irgendwie gleichartig). Dieses Mal nicht. Schöne Songauswahl, nette Bühnenshow (von Michael). Sogar sowas wie gothic blues war dabei mit acoustic Gitarre: In the yellow haze of a burning sky. Nur diese Nummer, die er immer erzählt, dass er im Schweizer Radio nicht gespielt wird, weil man dort Angst hat, dass sich die Leute umbringen, weil ihre Musik selbstmordgefährdend sei, fand ich dieses Mal irgendwie... komisch. Sie spielten 9 songs, habe leider nicht wirklich alle herausfinden können. In der Setlist findet ihr daher zum einen Songs und zum anderen Textfetzen. Wer was damit anstellen kann, möge sich gerne melden ;-).

Suicide Landscape
a way to... this is a song... fierce competition
this time
Kingdoms of cancer
I believe all the...
rumours
and all the time you..
In the yellow haze of a burning sky
Last night home

Um 21:11 h starteten dann Diary of Dreams - mit einem Drummer hinter einem Vorhang - der sich dann irgendwann, als auch die anderen Bandmitglieder auftauchten, senkte und den Blick auf einen Käfig freigab, in dem der arme Dejan für den Rest des Konzerts bleiben musste. Insgesamt waren es für meinen Geschmack deutlich zu viele deutsche Songs, was sich aber aufgrund des hohen Anteils deutscher Texte auf der neuen Platte Grau im Licht schon erahnen ließ. Hat mir trotzdem ganz gut gefallen, nur die letzte Zugabe ging nicht, aber das ist meine Meinung vermutlich ganz alleine - zumindest wenn ich irgendwelche Rückschlüsse ziehe aus dem weiblichen Begleitchor, der dieses fürchterlich kitschige Lied begleitet hat ;-).

Start mit dem ersten song der neuen Platte (der mir so richtig gut gefällt): Sinferno. Gefolgt vom ersten deutschen: Malum. Weiter mit Menschfeind und psycho:logic. Dann etwas, von dem ich erst dachte, es sei Grau im Licht, war es aber nicht: Krank. Weiter mit Butterfly dance und - die Bühne getaucht in grünes Licht - Giftraum. Danach Soul stripper und zwei weitere songs von der neuen Platte: Ikarus und Schuldig! Dessen Text ich ziemlich schlimm finde ("in Deinem Blick ein Tier erfriert" uah!). Hurra, dann wieder was englisches mit choir hotel und mythology of violence. Danach kam ein Klavier (oder sowas ähnliches). Adrian nahm Platz, spielte The colours of Grey. Das Klavier mitsamt Stuhl wurden wieder abtransportiert - Adrian: "der Stuhl kann bleiben", der Stuhl wurde wieder zurück gebracht... aber dann doch wieder entfernt und er musste weiter im Stehen singen ;-): Dogs of war, super. Dann der Titeltrack der neuen Platte, Grau im Licht. Weiter mit a dark embrace (sehr schön!), endless nights und undividable. Ende Hauptset um 22:54 h. Zugaben gab es natürlich auch wieder mit The Plague, King of nowhere und Kindrom. 23:12 h. Dann gab es nochmal eine Klavierumbaupause (diesmal nur Adrian und Flex) und dann ein Lied, von dem Adrian sagte, dass er es eigentlich niee wieder spielen wollte - hätte er sein Versprechen mal gehalten: Traumtänzer, was sonst? Ende um 23:22 h.

War schön, aber es gab auch schon schönere Konzerte muss ich sagen. Kann an meiner allgemeinen Stimmung gelegen haben, vielleicht war es auch eine Mischung aus meiner Stimmung und der Songauswahl. Die Jungs waren gut und nett wie immer, an ihnen hat es definitiv nicht gelegen ;-).

Also, bis zum nächsten Mal. Und dann steh ich wieder da, wo ich immer stehe in der Zeche Bochum!

Hier nochmal die Songs:

Intro
Sinferno
Malum
Menschfeind
Psycho:logic
Krank
Butterfly:dance
Giftraum
Soul stripper
Ikarus
Schuldig!
Choir Hotel
Mythology of violence
the colors of grey
dogs of war
Grau im Licht

a dark embrace
Endless nights
Undividable
---
The plague
King of nowhere
Kindrom
--
Traumtänzer

(c) bat 11/15


  Diary of Dreams, 13.10.2017, KuFa, Krefeld  

Mit neuem Album in der Tasche war Adrian Hates mit seinen Mannen am 13.10. in der KuFa in Krefeld zu Gast. Vorher noch eine Vorband – zum Glück dieses Mal nur eine – Slave Republic. Leicht verstörend fand ich schon den Anblick: einer der beiden auf der Bühne stand an einer Art DJ-Pult mit Goldfolienjacke. Oha. Wir hatten die Band schon mal gesehen als Vorband zu Diorama (2013), war mir aber weiter nicht im Gedächtnis geblieben. Wie auch schon damals vermerkt: Snynthie-Pop, teilweise nette Melodien, nichts, was man nicht irgendwie und irgendwo von anderen schon mal gehört hat. Der Gesang war insgesamt aber leider nicht meins, haben nach 3 -4 Liedern aufgegeben und im Café auf das Ende gewartet. Gespielt haben sie ab 20:02, ca. 45 Minuten. Die ersten songs? walking ghost, welcome (to the slave republic), sinner, God speak (?).

Start Diary of Dreams um 21:02 h. Leider dieses Mal ohne Gaun:A, beim Amphi hatten wir ja noch das Glück, dass er zumindest einen Gasauftritt hingelegt hat, hier aber nicht. Der ganze Aufbau sah sehr elektro-lastig aus, Diary machen ja ihre Shows immer irgendwie anders, ein Lied hört sich live nie gleich an. Dieses Mal die eher härtere, elektronische Variante der Songs, hätte man beim gründlichen Hören des neuen Albums Hell in Eden auch vorher schon vermuten können. Lichtbatterien hinter der Bühne, die die Leute angestrahlt haben und die Band von hinten. Gerne in Blau oder in Grün oder in Rot, manchmal nur weiß, manchmal gemischt mit der jeweilig verwendeten Hauptfarbe, viel zu viel grelle Scheinwerfer direkt ins Publikum gerichtet, Stroboskoplicht direkt beim ersten Song. Adrian hat das Reden oder das Kommentieren oder Nennen der Titel erstmal gelassen und hat seine ersten 4-5 Lieder einfach mal so hintereinander weg gesungen. Hmm. Hab ihn schon besser gelaunt gesehen. Eigentlich bislang immer. Auf einen Zwischenruf aus dem Publikum nach Gaun:A hat er aber sehr nett geantwortet, dass dieser 16 Jahre seines Lebens der Band gewidmet habe, jetzt einfach eine längere Leine brauche, weil er sich in der Kunst, der bildenden, austoben wolle und der Platz auf der Bühne jederzeit für ihn frei sei. Hat Adrian 'ne Menge Applaus eingebracht.

Mir jedenfalls ist aufgefallen, dass die anderen Jungs ja ganz nett sind und Gitarre und Bass auch brav auf den Bühnenrand geklettert sind, um zwischendrin mal ein bisschen Show zu machen, aber diejenigen, die auf der Bühne wirkliche Präsenz ausstrahlen, sind nun mal Adrian und Gaun:A, und letzterer fehlte schon. Gesanglich, optisch, zum Show machen. War auf jeden Fall mehr Arbeit für Adrian. Der aber nach einer Weile auch auftaute, etwas mehr lachte, erzählte und gegen Ende, als es dann doch noch 2 Zugaben wurden, auch wieder Spaß an der Arbeit hatte („manchmal braucht ein Lied eine Pause…“). Komisch, hab ich so noch nicht erlebt. War ein gutes Konzert, aber keines der besseren oder der richtig guten. Die neuen Lieder sind auch noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig, war aber jetzt nichts, was sich grundlegend anders anhört als die restlichen Platten, vielleicht ein bisschen elektronischer, aber durchaus erkennbar, dass es sich um DoD handelt . Daran hat’s also nicht gelegen.

Songs:

1 Made in shame
2 Epicon
3 Kingdrom
4 The Wedding
5 Charma Sleeper (?)
6 Hiding rivers
7 Echo in me
8 Malum
9 Giftraum
10 Hell in Eden
11 Amok
12 Decipher me
13 Sister sin
14 Traumtänzer
15 Endless nights
16 The luxury of insanity
17 Undividable
---22:35 h---
18 Grau im Licht
19 The Curse
---22:49---
20 Butterfly:dance

Schluss dann letztendlich um 22:47 h. War gut, aber eben nicht super. Muss vielleicht auch mal genug sein ;-).

(c) bat 10/17


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