Vier Konzerte sind im Angebot:

Clan of Xymox, 08.10.1997

Clan of Xymox, 15.04.1998

Clan of Xymox, 17.05.1999

Clan of Xymox, 22.09.2000

Clan of Xymox, 12.05.2017


 sich drehendes Xymox-LogoClan of Xymox in der Zeche in Bochum am 08.10.1997 

Der Clan versprach eine History-Tour und eine Menge Material der ersten Platten - die Platten, die sie unter 'Xymox' veröffentlicht hatten - zumindest die letzten beiden Metamorphosis und Headclowds, beide Zok-Records - , sollten so schnell wie möglich wieder vergessen werden, die neuen Sachen sollten an die alten anschließen. Nur aus diesem Grunde bin ich hingegangen, weil ich die 'Clan of Xymox' und die 'Medusa' wirklich sehr mag und mit der 'Phoenix', die ich mit dummerweise gekauft hatte, ohne vorher reinzuhören, gar nicht mehr so viel anfangen kann. Und die danach hab ich mir erst gar nicht mehr angehört...;-)

Das Konzert war angekündigt für 20:00 h. Um etwa 20 nach acht begann dann die Vorgruppe 'Testify', fünf Knaben in Tarnanzügen, die wild auf Gitarren herumschreddelten und auf Trommeln einschlugen und sehr viel besser als Vorgruppe für die Girls under Glass am heutigen Tage geeignet gewesen wären. Das Publikum sah das wohl ähnlich. War eine wirklich undankbare Aufgabe. Einer der zwei Gitarristen sagte, sie seien Überraschungs- gäste und ein Besucher neben mir meinte: 'Na, die Überraschung ist euch wirklich gelungen'! Die Musik kann ich nur als Heavy einordnen, mit Xymox nicht die geringste Übereinstimmung. Hat mich zum Teil ein wenig an Rammstein erinnert, nur heftiger. Dirk Neveling, DJ, meinte dann, sie seien ja auch Follower der Schule von 'Fair Sex'. Die Texte waren, soweit man das Geschrei des Sängers verstehen konnte, englisch... Mit dem richtigen Headliner wäre es sicher nicht schlecht gewesen, aber hier fand ich die Zusammenstellung doch nicht ganz so gelungen. Die Band hatte auch ein Einsehen und hörte um 20 vor 9 wieder auf - ohne daß jemand noch um eine Zugabe gebeten hätte.

Clan of Xymox begannen um 21:45 h. Die Zeche war gut gefüllt, oben, unten, die Treppen, für diejenigen, die die Halle kennen. Ich habe nachträglich erfahren, daß das Konzert ausverkauft war, es war also wirklich voll ;-). Ronny, der Sänger, freute sich, nach 6 Jahren mal wieder hier zu sein. Das 'mal wieder' bezog sich aber sicherlich nur auf ihn selbst, die anderen Clan-Mitglieder sind wohl vor sechs Jahren noch nicht dabei gewesen. Der Clan besteht heute neben Ronny aus vier weiteren Leuten: einem Gitarristen, einem Drummer, einer Keyboarderin und einer Bassistin, die mit Vornamen Mojca heißt und die neue Freundin von Ronny ist. Die anderen Namen weiß ich leider nicht... Pieter Nooten und Anke Wolbert, die anfangs mit Sänger Ronny Moorings den Clan of Xymox bildeten, verließen 1991 die Band, Pieter Nooten hat wohl einige Maxis unter dem Namen 'Cyberia' veröffentlicht und ein Solo-album mit dem Namen 'Sleeps with the fishes'bei 4AD herausgebracht. Frank Weyzig, der auch einige Zeit zum Clan gehörte oder ihn zumindest live unterstützt hat, ist heute der Kopf der Band'Born for Bliss'

Das Konzert war wirklich toll. Von den zwölf regulären Songs, die sie gespielt haben, waren nur drei neu und die fügten sich ganz gut ins Gesamtbild, vielleicht ein wenig schneller als die Sachen von der 'Medusa', aber durchaus anzuschließen an 'Going Round' von 1987, das auch in der Originalversion und nicht im '97er Remix mit verzerrter Stimme präsentiert wurde. Zugaben gab es auch, einmal drei und einmal eine, das Konzert endete um 23:20 h; die Fans gingen nur sehr widerwillig ;-) Mal sehen, ob ich die Lieder noch zusammenbekomme: Gestartet haben sie mit 'Stranger' vom 'Clan of Xymox'-Album, was sofort eine gute Stimmung aufkommen ließ. Danach kamen noch drei alte Songs und erst dann kam das erste neue Stück. Die Reihenfolge bekomme ich nicht mehr zusammen, aber gespielt wurden 'A day', 'Michelle', Louise', 'Back door', 'Obsession', 'Craving', 'The Shore' als letzte Zugabe (neu?); 'Going round', 'Sing a song', ebenfalls neu und ebenfalls Zugabe, 'Muscoviet Musquito', 'The story ends' (neu); 'Out of the rain'(die neue Single), 'Cry in the wind und, wenn ich mich nicht täusche, 'Evelyn'. Während des ersten Zugabendurchgangs durfte auch die Bassistin mal ans Mikro. Das Lied ist neu, heißt 'Hypocrite' und ist ebenfalls auf dem neuen Album 'Hidden Faces', das am 17. Oktober bei Tess Records erschienen ist, enthalten. Mojca hat eine überraschend tiefe Stimme, sie hatte bei all dem Rauch in der Halle und der fehlenden Möglichkeit, sich vorher ein wenig warm zu singen, anfangs jedoch arge Probleme, sich gegen die Musik durchzusetzen. Das wurde zwar gegen Ende besser, doch leider war ihr Einsatz da schon wieder vorbei. Aber ich war von der CD-Fassung ehrlich enttäuscht: die schöne, tiefe Stimme wird elektronisch verzerrt... ;-(

Alles in allem waren die Songs neben den vier bis fünf (bei einem weiß ich eben nicht, ob es neu war oder nicht; Ronny nannte nur den Titel) nur von den ersten drei Alben 'Clan of Xymox','Medusa' und 'Twist of Shadows', zuzüglich 'Muscoviet Musquito` als B-Side, wobei die Songs der 'Medusa' noch den meisten Beifall erhalten haben. Dieses Album ist auch mein ganz persönlicher Favorit und die neuen Songs, obwohl wirklich gut, können daran nicht anschließen. Man muß jedoch jedem zugestehen, daß er sich weiterentwickelt und eine permanente Wiederholung der Songs der 'Medusa' nur mit anderem Namen würde auch langweilig.

Allen, die den Clan damals toll fanden, sei geraten, sich dieses Konzert anzusehen!!! Tourtermine findet ihr auf der Homepage - der Link befindet sich oben unter dem Xymox-Logo ;-). Dort gibt es auch eine Biographie, eine Discographie sowie Bilder und Texte.

(c) bat 1997



sich drehendes xymox-logoClan of Xymox, Zeche Carl, Essen, 15.04.1998 

Ich wunderte mich zwar, als ich obiges las, weil das letzte Konzert in Bochum doch noch gar nicht so lange her war und sie in der Zeche Carl zuletzt am 6. Dezember waren, aber was soll's. Das letzte Konzert hatte mir ausnehmend gut gefallen, zwischenzeitlich hatte ich ja auch die neue CD 'Hidden Faces' häufiger gehört und mich auch noch mal den anderen Clan of Xymox-Platten gewidmet (wichtig!! Die Xymox-Platten hab ich weiterhin ausgelassen ;-) ) und so hätte ich also nichts mehr dagegen gehabt, wenn das Konzert ein anderes geworden wäre als das in Bochum, ruhig mit etwas mehr von den neuen Titeln..

Einlaß war um 20:00 h, die Vorgruppe Diary of Dreamsbegann - wie angegeben - um 21:00 h und wir stellten mal wieder fest, daß der Sound der Zeche Carl einfach zu laut ist. Immer. Egal ob Disco - vor allem bei der Gothic-Industrial- Disco am ersten Samstag im Monat - oder Konzert: es ist zu laut! Also: Ohrstöpsel nicht vergessen!!!

Die Band selbst bestand aus zwei Gitarristen, einem Keyboarder, einem Sänger und einem Drumcomputer. Sie machte netten Gothic-Rock, die Stimme des Sängers erinnerte an eine Mischung aus Girls under Glass und Merry Thoughts, die Stücke selbst waren sich alle sehr ähnlich und irgendwie meinte man, sie alle schon mal gehört zu haben, bei irgendjemand anderem.. ich weiß nicht, ich könnte jetzt schreiben, sie erinnerten mich an Blessing in Disguise, dann könnte ich aber auch schreiben, sie erinnerten mich an Home of the Hitman, die mich nämlich auch schon an erstere erinnert haben, zumal der Sänger der letzteren auch lange, blonde Haare hat ;-) Die etwas heftigeren Songs könnte man auch mit Secret Discovery vergleichen... Kurz zusammengefaßt, nett, gleich, und irgendwie nichts Besonderes, sondern Musik, wie sie eben von 10 anderen Bands auch schon gemacht worden ist. Ist vielleicht ein bißchen ungerecht, weil sich songs von Bands, die man gar nicht kennt, häufig sehr ähnlich anhören für den Nicht-Fan. Fragt man einen 'Eingehörten', sieht dieser das sicher anders. Zumindest kann ich aber sagen, daß Diary of Dreams sehr viel besser zu Clan of Xymox paßten als Testify in Bochum!!! Und das ist doch auch schon mal was ;-) Nach etwa 50 Minuten Konzert waren Diary of Dreams um 21:50 h fertig, nach der Umbaupause begannen Clan of Xymox um 22:20 h mit ihrem Set.

Nach einem Intro ohne Leute nur mit viel Nebel ging's dann los mit Stranger. Diesmal sind die Songs sogar in der richtigen Reihenfolge, ich hatte zwar keinen Block mit in der Halle, aber ich hatte einen im Auto ;-))) Die Zeche war gut gefüllt, ich kann schlecht schätzen, 400 Leute waren es sicherlich, aber ich glaube nicht, daß sie ausverkauft war. Lag vielleicht auch an dem Fußballspiel, wer weiß? Zumindest hatten sie vorn im Cafe eine riesige Leinwand aufgebaut, die selbiges übertrug. Nach Stranger kam dann Cry in the wind, gefolgt von Moscovite Musquito und den beiden neuen Stücken This world und Out of the rain, die sich nahtlos anschlossen, obwohl gut 10 Jahre jünger. Weil aus dem Publikum sowieso ständig jemand 'Louise' schrie und Ronnie sich vielleicht gedacht hat: Bring ich es hinter mich, dann hört wenigstens das Geschrei auf' kam dann entsprechend Louise von der 'Medusa'. Dann noch ein älteres, nämlich Craving, gefolgt von einem der neuen Stücke: The story ends. Zum Schluß des regulären Sets spielte der Clan noch zwei alte Stücke, Backdoor und A day. Nach einer Stunde war Schicht, was doch etwas erstaunte. Die Fans auch. 'Wie, das war's schon???'

Das erste Zugabenset bestand aus Michelle und Going round, letzters in neuer Version. Kamen beide sehr gut an. Das nächste Zugabenset bestand aus Agonized by love, und zwar akustisch nur mit Ronnie und seiner Gitarre! Absolut klasse! 'I think they finished smoking by now' sagte er danach und die Band kam zurück. Weiter ging's mit dem neuen Sing a song und dem ebenfalls neuen Hypocrite, bei dem Bassistin Mojka singt. Leider nicht so gut wie Anke Wolbert und nicht warmgesungen irgendwie noch schlechter. War nicht so der Brüller. Meine Begleitung schaute etwas arg entsetzt ;-) Da sie aber nett anzusehen ist, hat sie dennoch eine Menge Applaus eingeheimst... Die Band verschwand, die Leute nicht - na ja, ein paar haben aufgegeben, aber die Hälfte war sicherlich noch da - und der Clan kam nochmal. Ronnie sagte irgendwas von 'Isn't there some Gothic Party you should go to?'und dann spielten sie Obsession und ein Lied, dessen Titel mir nicht einfallen will: 'When will you come to me?'. Sie verschwanden erneut. Die Zeche machte kein Licht und auch kein CD-Player ertönte, für den deutschen Fan, der an sich sehr gut erzogen ist, das ultimative Schlußzeichen und daher auch Schluß- signal für die Forderung von Zugaben. Aber wie gesagt, nicht hier, daher auch nicht Schluß. Es waren noch etwa ein Drittel der Leute da und das Warten lohnte sich: der Clan kam nochmal. Ronnie meinte 'How can we relax down there with you guys making such terrible noise???' ;-))), spielte Blind Hearts, ging wieder und wurde nochmal hochgeholt. 'This is the last song and I hope the CD-Player is installed by then'. Ronnie meinte, sie hätten keine songs mehr zu spielen und überhaupt würden sie noch eins spielen, was auf uns passen würde: Going round! Echt nett. Insgesamt dauerte das Ganze bis 00:10 h. Sie spielten also 10 reguläre songs und 9 Zugaben, das reguläre Konzert dauerte genau 1 Stunde, der Zugabenteil nochmal 50 Minuten ;-))) Was fehlendes Licht und ein nicht einsatzbereiter CD-Player doch so alles bewirken können ;-)))

Ich fand's nett, auch wenn das Set in etwa dem in Bochum entsprach. War halt eine Zeitreise, was auch neben mir einige Leute meinten. Einer meinte nach 'Going round': och, war das im Original auch von denen?? Ich dachte immer, das sei von Depeche Mode oder so ' ;-))

(c) bat, 1998


sich drehendes xymox-LogoClan of Xymox, Zeche Carl, Essen, 17.05.1999 

Man war sich nicht einig, wann es denn nun losgehen sollte. Schön, endlich wieder Normalität, endlich war ich wieder auf einem Konzert, so wie ich sie kenne, gestern das Element-of-Crime-Konzert war mir auch irgendwie unheimlich... Bands, die pünktlich anfangen, sind mir einfach suspekt ;-)

Genauso uneins war man sich mit der Vorband. Der coolibri sagte Garden of Delight. Die gibt's aber angeblich nicht mehr. Die Karte sagte: Diary of Dreams. Die waren aber um 20:00 h noch nicht da und angeblich ebenso aufgelöst. Wie auch immer, Xymox spielten allein.

Begonnen hat aber alles damit, daß ich vor einer Kamera geflüchtet bin. Einslive-TV oder sonstwer wuselte durch die Menge, die sich im Vorraum versammelt hatte und machte Interviews, nachher beim Konzert haben sie nur nochmal kurz die Leute gefilmt, die Band und das Konzert irgendwie nicht mehr. Seltsam. Hat jemand vielleicht gesehen, was sie daraus gemacht haben?

Genug des Vorgeplänkels.

Clan of Xymox begannen mit viel Nebel um 21:30 h mit This world von ihrer letzten Platte Hidden Faces. Danach folgte der erste Song ihrer neuen CD Creatures Jasmine and Rose. Die CD hört sich im übrigen an, als hätten sie ein wenig zu häufig den Sisters of Mercy gelauscht, auch Ronny Moorings' Stimme hat ein wenig was von Eldritch. Schade an sich. Insgesamt ist die Platte nicht schlecht, aber die letzte gefiel mir besser. Dies ist irgendwie nicht Xymox. Ich mag die Sisters, aber ich mochte auch die alten Xymox... und wenn ich mir die Sisters anhören will, dann mach ich das, oder nehme wahlweise noch die Merry Thoughts. Da brauche ich nicht noch einen Klon, der außerdem vorher ja gute Musik machen konnte, das klonen eigentlich also gar nicht nötig hätte. So extrem wie bei Jasmine and Rose ist der Rest der Platte nicht geklaut, aber in die Richtung läuft es imho schon. Schade an den 'neuen' Xymox finde ich vor allem auch, daß die schönen langen instrumentalen Intros der Stücke verschwunden sind und 'normalen' Songs - vom Aufbau her - gewichen sind. Zurück zum Konzert.
Live war der song nicht ganz so geklaut wie auf der CD, war schon ganz schön, vor allem, weil es direkt danach ziemlich alt mit A day weiterging. Positiv hervorzuheben übrigens, daß Ronny den etwa 200 Leuten in der Zeche die Titel der Songs mitteilte. Ob das alles das Fernsehen macht?
Danach, freiwillig und schon recht früh im Konzertgeschehen das geniale Louise, gefolgt von Creatures von der gleichnamigen CD und Cry in the wind, ebenso wie A day von der Clan of Xymox. Es blieb alt mit Backdoor, ebenso wie Louise von meiner Lieblingsplatte Medusa. Ronny Moorings hat mal in einem Interview gesagt, er sei CoX, ebensosehr wie Robert Smith Cure sei und irgendwie hat er Recht...der Rest ist austauschbar, zumindest in der jetzigen Besetzung.

Nach Back Door kam Out of the Rain, erste Single des letzten Albums Hidden Faces. Nach noch einem neuen Song, Taste of Medecine, schloß Ronny den offiziellen Konzertteil mit Going round, allerdings in der 98er Version.

Tja, das sollte es nach einer Stunde Konzert also gewesen sein. Aber wie immer kamen die Herrschaften wieder und wie immer (zumindest wie bei den letzten beiden Konzerten, die ich gesehen habe) war das Zugabenset genauso lang wie der Hauptteil. Xymox spielten zusammen also etwa zwei Stunden.

Den Zugabenreigen eröffnete Obsession, nach Ronny's Kommentar von der etwas seltsamen Twist of Shadows. Dann wurde es noch älter mit Moscovite Musquito von der Subsequent Pleasures (Erstrelease 1984, damals bestand Xymox nur aus Ronny und Anke Wolbert, deren Stimme doch manchmal ziemlich fehlt...). Weiter dann mit dem Klassiker Michelle, wie all die alten Sachen heftigst bejubelt. Dann noch einmal die Twist of Shadows: Craving.
Im übrigen sollte ich vielleicht noch die beiden Herren vor mir erwähnen, einer mit Kappi, einer ohne, beide mit viel Bier und in einer Tour dabei, sich die Geschehnisse der letzten drei Jahre zu erzählen. Grausig, wie auf einem Kaffeekränzchen ;-( Zwischenzeitlich nickten sie sich mal anerkennend zu und fanden den Rest des songs dann so toll, daß sie mal zwei Minuten am Stück schwiegen. Wirklich übel. Aber ich bin ja selber schuld, ich hätte mich ja anderswo hinstellen können. Nur bei einem Song waren sie ruhig und zwar bei demjenigen, bei dem Mojca mal ans Mikro durfte, aber dazu komm ich noch.

Danach war erstmal wieder Schaffenspause, aber sie kamen nochmal wieder:

Weiter ging's jedenfalls mit Consolation, von der Creatures. Ebenfalls ganz nett, aber ich weiß nicht, die neue CD hat einfach keine Höhepunkte. Ich hab sie noch nicht soo häufig gehört, die Sachen paßten live auch ganz gut ins Gesamtbild, aber umgehauen haben sie mich nicht, wie gesagt, zu wenig Xymox, zu viel Sisters - und viel zu wenig lange Instrumentalteile. Beim ersten Song der neuen CD hab ich übrigens mehrere Leute drumherum diesen Vergleich ziehen hören - auch bei der Beurteilung der CD.

Danach dann The Story ends und eine höchst ungewöhnliche Sache von Ronny, er übersetzte den Titel ins deutsche. Erstaunlich! Und wurde ausgiebig beklatscht, hatte ich den Eindruck ;-)

Nach dem erneuten Break kam Ronny allein zurück, mit Acoustic-Gitarre und meinte, er würde jetzt eine akustische Version von Agonized by love spielen. Schon klasse!! Hat auch viel Applaus geerntet. Danach war dann die Band erstmal eine Weile gefordert: eine geniale Version von Stranger (Clan of Xymox und Clan of Xymox Demos), endlich mal ein langes schönes Intro ;-)

Der Sound war übrigens klasse (wenn auch etwas laut, Zeche Carl eben), ebenso das Licht, es wurde viel mit Echos gearbeitet, wie für die alten Sache erforderlich. Ronny kramte auch irgendwann eine Melodica heraus, irre ;-)

Tja und dann kam Mojca. Hypocrite. Von der Hidden Faces. Die Jungs waren hin und weg, die Mädels, in dieser Beziehung etwas weniger von ihrem Aussehen geblendet, verschwanden auf die Toilette ;-)

Hier fehlt Anke dann besonders. Nie wieder Sachen wie 7th wave oder Masquerade, das würde Mojca nicht hinbekommen fürchte ich. Mojca kann Baß spielen, sie ist optisch sicher auch eine Bereichung, aber singen ist nicht unbedingt von ihr erfunden worden. Gegen Ende ging's. Wie auch schon beim letzten Mal wurde ihre Stimme gegen Ende hin lauter und besser zu verstehen. Aber mich haut dieses Lied einfach nicht aus den Socken. Ich bin schon froh, daß sie sich und uns den Gefallen tut und nicht die Songs singt, die früher Anke gesungen hat, wäre wirklich nicht gut.

Den Schluß machte dann When will you come (?Kenn ich, kann ich aber immer noch nicht zuordnen...).

Insgesamt ein schönes Konzert, nichts, was einen umhaut, aber schön. Gute Mischung, sehr viel mehr ältere songs als neue, vor allem von der neuen CD haben wir gerade mal vier Songs zu hören bekommen, was eigentlich bei einer Tour zu einer neuen CD doch eher verwunderlich ist. Aber ich glaube Clan of Xymox wissen einfach, was die Leute hören wollen und das sind nun mal die songs von den ersten drei (bis vier) Alben, besonders diejenigen von der Medusa.
Beim letzten mal haben sie exakt die gleichen Songs gespielt, zusätzlich Sing a song und Blind hearts (und going round zweimal), hier stattdessen die vier neuen songs, ansonsten alles genauso, nur eine andere Reihenfolge. Selbst Agonized by love war im April 1998 ebenso akustisch wie hier. Interessant... warum mach ich eine neue CD und eine Tour, wenn ich im Endeffekt fast das gleiche spiele wie ein Jahr zuvor? Seltsam. Aber mir hat's gefallen, weil ich eben die alten Sachen sehr viel lieber mag... und Xymox brauchen dazu noch nichtmal ein Revival.

In jedem Fall sehen sie mich das nächste Mal wieder, wenn sie so weitermachen und durch die Zeit reisen. Irgendwie schön. Wenn man nicht drüber nachdenkt, wie alt die songs teilweise schon sind... ;-)

(c) bat, 1999


 sich drehendes Xymox-LogoClan of Xymox in der Matrix, Bochum am 22.09.2000 

Clan of Xymox waren mal wieder in der Gegend und da schon wieder fast ein Jahr vorbei war, mußte ich natürlich mal wieder hin. Ich erwarte von der Band nichts großartig Neues, aber ihre Konzerte machen eigentlich immer Spaß, die Musik ist klasse und meist stimmt auch das Verhältnis Preis - Spieldauer. Ich sage meist, warum werdet Ihr noch lesen...

Die Vorband war diesmal Behind the Scenes, die mir gut gefallen haben. Sie haben wenn ich nicht irre mittlerweile zwei CDs, von denen mir die erste empfohlen wurde, die zweite sollte ich lieber meiden. Gekommen bin ich bislang weder zur ersten noch zur zweiten. Die Band hat ca. eine Stunde gespielt. von 20:35 - 21:25. Der Stil paßte recht gut zu Xymox, allerdings waren für den Nicht-Eingehörten die songs verhältnismäßig ähnlich - ich muß allerdings dazusagen, daß ich nicht konzentriert zugehört, sondern gequatscht habe... ;-)

Xymox begannen um 21:50 und begannen nach dem Intro direkt mit Stranger, das sonst immer sehr viel später kommt, ähnlich wie die anderen alten Kultsongs, was mir schon merkwürdig vorkam, aber gut. Vielleicht wollen sie es hinter sich bringen, damit niemand dauernd Michelle oder Louise schreit, wer weiß. Man ist ja manchmal naiv - oder versucht warnende Vorzeichen zu ignorieren. Nach Stranger ging's neu weiter mit Doubts und Jasmine and Rose von der letzten CD Creatures (die, wo sie meinen, sich anhören zu müssen wie die Sisters, aber live war's gar nicht so schlecht - in Kombination mit ihrem typischen Sound). Und danach schon wieder was altes: A day und Louise. Mittlerweile wurde ich echt stutzig, weil das klassische Zugaben-songs sind. Out of the rain von der Hidden Faces folgte, danach Taste of Medicine (Creatures). Dann wieder alte Songs, Mosquovite Mosquito, Michelle, Round and Round. Und das war's dann auch schon regulär nach etwa einer Stunde. Nun gut, sonst endet das reguläre Set ja auch nach einer Stunde. Aber komisch war schon, daß die ganzen Klassiker im Grunde schon verbraucht waren, daß auch nicht tiefer auf die Hidden Faces oder die anderen CDs eingegangen wurde. Außerdem hatte ich den Eindruck, daß sie unter Zeitnot standen, Ronnie war nicht gerade gesprächig. Was mir allerdings auffiel, war, daß er sich auf Deutsch bedankte. Das war neu, nett ;-)

Nun gut, die Zugabe kam. Die erste, wie ich dachte. Aber es kamen nur drei Songs: Craving, Obsession und The story ends. Und das tat sie wirklich nach nur einer Stunde und 20 Minuten. Sie kamen nicht wieder.

Fand ich übel, diesmal war das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht okay. Und wer sonst Xymox kennt, weiß, dass das mehr als ungewöhnlich war. Nicht mal Mojca durfte singen. Was ich allerdings nicht wirklich bedauert habe ;-) Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wer schuld ist, der Clan oder die Matrix?

Allerdings: die Songs waren klasse, alles was ich besonders mag, war dabei und das ist ja auch was ;-) Und da sie in der Vergangenheit immer klasse Konzerte gegeben haben, können wir alle nur auf das nächste Mal hoffen.

(c) bat 10/00

PS: Ein Bekannter hat fürs Essener Gothic-Radio noch ein Interview mit Ronnie und Band gemacht und dabei kam sehr klar heraus, daß die Matrix sie nicht länger gelassen hat, weil sie noch umbauen wollten für die Disco ;-( Man hätte ja mal überlegen können, ob man nicht eher anfängt oder die Vorband nicht ganz solange spielen läßt, immerhin waren die Bands nun mal nicht als gleichwertig angekündigt, aber Behind the Scenes haben fast so lange Zeit gehabt wie Xymox. Organisatorisch echt Mist, liebe Matrix-Macher, zumal von 11 bis 12 in den Heiligen Hallen zwar umgebaut waren, aber echt noch tote Hose war.

Falls Ihr mal wieder in die Matrix zu einem Konzert wollt: seht zu, daß es nicht an Tagen ist, an denen im Anschluss Disco ist!


sich drehendes xymox-LogoClan of Xymox, The Arch, Kulttempel, Oberhausen, 12.05.2017 

Hab immer mal wieder versucht, Clan of Xymox nochmal zu sehen, aber entweder war ich nicht da, wenn sie hier aufgetreten sind oder sie tourten wer weiß wo in der Welt herum, jetzt hat's endlich mal wieder geklappt. Und das Schlimmste: das erste Mal drüber geschrieben hab ich vor 20 Jahren!!! Und das letzte Mal gesehen hab ich sie vor 17! War ein bisschen froh, dass fast alle anderen auf dem Konzert das wohl ähnlich sagen würden, wenn sie denn mal nachrechnen würden... ;-) Erstaunlich gut gehalten hat sich Ronny Moorings, der Sänger, gleiche Frisur, gleiche Figur, durchaus gut gealtert. Aber eigentlich gab es ja zwei weitere Bands an dem Abend. Die erste ist kurzfristig krankheitsbedingt leider ausgefallen, weshalb die zweite und auch CoX etwas mehr Zeit eingeräumt bekommen haben. Das Ganze fand übrigens statt in einem nicht gar so großen Laden, der aber rappelvoll war - zum Glück nicht vorne, da war genug Platz zum Tanzen. Also gut. Ausflug in die Vergangenheit mit The Arch, von denen ich bewusst natürlich nur "das eine Lied" Babsi ist tot kannte. Das damals im Zwischenfall rauf und runter gespielt wurde. Mehr kannte ich nicht, hab mich überraschen lassen. Und es war gut, hat durchaus Spaß gemacht, ich hatte allerdings irgendwann dann irgendwie genug davon, obwohl ich nicht genau sagen kann warum. Vielleicht, weil alles doch eher ähnlich war, auch wenn sie Altes und Neues gemischt haben, also alles richtig gemacht. Waren aber nicht soo viele neue Ideen dabei und wenn dann alles irgendwie ähnlich ist und der geneigte Zuhörer die Songs irgendwie sowieso (fast) alle nicht kennt, keine Ahnung. Vielleicht hatte ich auch einfach nur platte Füße ;-). Und das mit den neuen Ideen? Haben Xymox auch nicht. War auch nicht der Abend für neue Ideen, sondern eher für das "ist ja wie Damals" Gefühl - das morgen dann in der Turbinenhalle nebenan bei den New Wave Days mit Cassandra Complex, Chameleons (Vox) und The Mission seine Fortsetzung finden wird. Ist auch mal schön und dafür war's auf jeden Fall gelungen ;-).

Also. The Arch. Die Wand hinter dem Kulttempel hat eine Leinwand, auf die dann die Bandlogos oder Fotos oder was auch immer gebeamt werden können. Während des Konzerts gab's hier das Logo von The Arch zu sehen. Anfangs aber beim Suchen des richtigen Bildes eines von kleinen Kätzchen. Hatte schon Angst :-). Das Logo übrigens sehr nett, erinnert ein bisschen an das alte Another-Tale-Logo.

Die Band stammt aus Belgien, ist seit Mitte der 80er unterwegs, ob's zwischendrin Pausen gab oder ob sie nicht mehr oder doch noch oder wieder in Originalbesetzung unterwegs waren, weiß ich leider nicht, weil ich, wie gesagt, gefühlt ein Lied kannte. Zwei Gitarren, ein Sänger, eine Background-Sängerin, ein Keyboard. Das, was sie ansonsten noch gespielt haben, war ähnlich, bisschen Elektro, bisschen Gitarre, alles in allem netter Indie-Wave-Elektro-Pop, auch sehr passend zum Rest des Abends. Ich hatte Spaß. Die Band startete um 20:45 h und hatte natürlich auch ein neues Album im Gepäck: Fates. Der erste Song war ein deutscher, hat mich irgendwie zunächst mal verblüfft, weil ich englisches erwartet hätte. Immerzu, vom neuen Album. Danach was mit wake up und anger. Bin sehr unzufrieden, weil ich die songs nicht kannte. Normalerweise bekommt man durch Textschnipsel aber die Songs durchaus identifiziert. Hier nicht. Warum? Liebe The Arch Fans, meldet euch, damit ich weiß, wie denn die Titel für diese Textschnipsel sind! :-) Leider geht es damit also weiter mit Lied Nr. 3. Hat der Sänger mit der Glatze und dem Mini-Zöpfchen am Hinterkopf netterweise auch angesagt - könnte Fates gewesen sein, der Titelsong der 2016 erschienenen letzten Platte. Oder auch Wait? Weiter dann mit Body in Hatred. Angels haben im Text auch noch eine Rolle gespielt. Dann das einzige mir bekannte Lied, das oben schon genannte Babsi ist tot. Dann was mit All you have to be und Companion. Das nächste haben sie zusammen mit Ronny aufgenommen - hilft mir beim Titel aber auch nicht weiter. War was mit Faster than the eye. Das nächste dann was mit too beautiful tonight und danach das war wieder neu und wurde auch angesagt: Spear of Destiny. Alles sehr tanzbar - musste aufpassen, nicht schon bei der Vorband platte Füße zu bekommen ;-). Ich weiß nicht, ob's dem Sänger auch so ging, jedenfalls ging er zwischendrin mal an den Rand der Bühne, wo die Treppe mitsamt Geländer in Richtung Tanzfläche und Tür zum Backstage-Bereich führt und lehnte sich erstmal gemütlich ans Geländer, ließ seine Bandkollegen arbeiten oder sang auch mal von dort aus weiter. Sehr nett, alles so schön nah dran. Weiter ging's mit dem ebenfalls neuen Eyes wide open und dann einem, das von einer good deed erzählte. Zum Schluss noch Song Nr. 13, Sky saw you, misery, passing, want to touch you. Oder so. Bis 21:45 h, leider ohne Zugabe.

Dann der Clan of Xymox. Gitarre Mario Usai, Keyboard und Rechner Sean Göbel und Gesang Ronny Moorings. Mojca war nicht dabei, schade eigentlich. Fand ich damals erstaunlicherweise gar nicht mal so schlecht, den Kontrast mit der Frauenstimme. War aber auch ohne schön. In der Pause übrigens zum warm werden erstmal Dead Can Dance und anderes, was gut in die Zeit passte. Trotzdem erfreulich, als es dann endlich los ging. Die Leinwand diesmal mit verschiedenen Bildern oder Textbruchstücken oder einfach nur dem Logo oder dem Titel, hat mir sehr gut gefallen optisch, siehe auch unten. Start um 22:15 h mit einem Intro, zu dem die Herren auf die Bühne kamen. Dann mit einem Song von der neuen Platte Days of Black : Your Kiss. Ich muss sagen, dass die Platte mich ein bisschen enttäuscht hat, ich find sie ein bisschen langweilig und nicht wirklich neu. War deshalb auch nicht sicher, was ich von diesem Konzert halten sollte im Vorfeld. Aber es war schön, wie früher eben. Man muss sich nur darüber klar werden, was man erwartet. Weiter mit She ist falling in love vom 2014er Album Matters of Mind, Body and Soul. Auch eher weniger gehört. Die letzten hab ich eher wegen der Vollständigkeit gekauft. Ronny sprach deutsch, freute sich in Oberhausen zu sein und spielte ansonsten aber lieber Musik als groß zu reden. Von der neuen Platte dann auch direkt die beiden nächsten Stücke: Loneliness und Leave me be. Machen live und gemischt mit alten Sachen einen durchaus besseren Eindruck. A propos alt: was für mich: Louise von meiner absoluten Lieblingsplatte vom Clan, Medusa - sie rangiert auch bei den Platten querbeet über alles recht weit oben. Und es ist immer noch sooo schön ;-). Weiter mit noch fast neuen Songs: Hail Mary, Emily und In love we trust von der gleichnamigen Platte aus 2009. Es ist halt schon alles Ronny, kann man nicht verleugnen. ähnlicher Gesang, eingängige Melodien, häufig recht einfache Keyboard-Arrangements mit Ohrwurmcharakter, die sogar ich an der einen oder anderen Stelle nachspielen könnte, macht aber ein rundes Gesamtbild ohne besonders aufregend zu sein. Man kriegt, was man erwartet (wenn man diese merkwürdige Phase, die mit der Phoenix ihren Anfang nahm, mal freundlich ignoriert ;-)). Punkt. Aber in schön. Danach Jasmine and Rose von der Creatures (1999). Danach dann zwei wieder wie für mich gemacht: A Day (Clan of Xymox, 1985) und Back Door (Medusa, 1986). Leider schon Schluss um 23:16 h. Aber sie kamen freundlicherweise nochmal wieder, Ronny hatte Spaß, weil man ausgerechnet Sean eine Whisky-Flasche "zur Aufbewahrung" anvertraut hatte, damit sie backstage nicht unter die Räder kommt.. sah mir eher nach einem Fehler aus, aber ich hab nicht erkennen können, was es denn für ein Whisky war... er hätte ruhig mal teilen können :-). Nun dann, die Zugaben. Start mit einem neuen song: Vixen in Disguise. Danach hatte er wieder ein Einsehen mit den alten Leuten im Publikum: Moscovite Musquito (Subsequent Pleasures, 1984), yes! Dann noch Obsession von der Twist of Shadow (1989). Sie verschwanden um 22:23 h wieder, ließen sich aber nochmal locken und spielten nochmal drei songs: Farewell (vom gleichnamigen Album aus 2003, das ich tatsächlich nicht habe), Love's on Diet (Matters of Mind, Body and Soul, 2014) und Cry in the wind von der 1985er Clan of Xymox, die ich auch sehr mag. Schluss um 23:51 h. Hat mir gut gefallen, nette Mischung. Vermisst hab ich nur Michelle und Going round, aber das kann man auch nicht immer spielen, alles gut, gerne wieder. Nur nicht dauernd, dafür sind mir die Sachen dann noch zu ähnlich und immer noch gleich. Man muss Lust drauf haben, dann ist es richtig, richtig klasse. So wie dieses Mal ;-).

Anbei noch ein paar Bilder, hab einen ganz guten Platz gehabt.

(c) bat 05/17