Darkhaus und Hell Boulevard, Kulttempel Oberhausen, 23.10.2016

Im Kulttempel in Oberhausen waren Darkhaus angekündigt. Beim Reinhören ganz interessant, Mischung aus Dark Rock, Metal und ein bisschen Wave. Sehr schöne Stimme, nette Melodien. Die Songs mit dem Metal-Einfluss haben mir nicht so gut gefallen vorab aber die ohne waren schön und in der Mehrheit. Live war's eher andersrum, war aber gar nicht mal schlimm ;-). Vorband war Hell Boulevard, was gar nicht so leicht rauszufinden war, denn die Bühne war schon mit "Darkhaus" befahnt und so richtig lesen konnte man den Schriftzug auf den Merch-T-Shirts und auf dem Rücken des Sängers nicht. Egal. Start um 20:00 h. Herkunft konnte man nicht so richtig sagen, nicht deutsch und nicht englisch, so viel war schnell klar, das war's aber auch schon. Sänger mit Wollmütze, hat mich ein bisschen an den von End of Green erinnert, Gitarrist mit Hut, haben sich als Fotomotive ganz gut geeignet, siehe unten ;-). Die Musik war, tja, goth-rock mit etwas härteren Einflüssen, ein bisschen Theatralik war auch dabei und die Stimme war wirklich großartig, dunkel und deutlich, hat mir ganz gut gefallen. Die Lieder sehr treibend, zum Mittanzen. Durften eine Dreiviertelstunde spielen, wurden bei Lied Nr. 6 von Gary von Darkhaus unterstützt, sehr nett. Die Band selber kommt aus der Schweiz, Sänger ist Matteo vDiva Fabbiani (vorher Lost Area, kein Schweizer, scheinbar Italiener). Von Marengo ist der Gitarrist (ebenfalls Lost Area, die übrigens mit Lord of the Lost zusammen auf Tour waren). Dee Dammers spielt Bass und die Drums haut A.Ve. Gegründet erst 2014. Ich muss sagen, die Musik war gut, die Stimme war toll und vor allem waren sie was zum Hingucken. Habe selten von Vorbands mehr Fotos gemacht als vom Hauptact ;-). Sehr nett: zum letzten Lied musste auch noch der Soundmann mit auf die Bühne und durfe mitsingen ;-).

Songs gab es natürlich auch, 10 an der Zahl:

1 Love is dead
2 Bad boys like me
3 5678 (fuck sex heaven hate)
4 a beautiful ending
5 love me
6 Living dead lover - mit Gary
7 a lesson in pain
8 freak parade
9 all I've lost
10 Hangover from hell

Hier gibt's nette Fotos und weitere Infos, auch vom Gig in Oberhausen. Hab aber jetzt mal den in der Moritzbastei verlinkt.

Darkhaus starteten um 21:08 h. 5 Jungs, vermutlich aus Schottland - zumindest Sänger Ken Hanlon stammt von dort, was man beim Erzählen auch deutlich hören konnte ;-). Bassist ist Gary Meskil - beide sind Gründungsmitglieder (2011). Lead Gitarre Rupert Keplinger, weitere Gitarre und Gesang durch Marshall Stephens und Paul Keller hat die Drums hingebungsvoll bearbeitet. Die Tour war dem neuen Album "When sparks ignite" gewidmet. Hat mir in Summe ganz gut gefallen, herrlich unaufgeregte, unaffektierte Jungs, die abgerockt haben. Habe nur nicht verstanden, warum man sie in einen Goth-Club stellt, sie hätten genauso gut mit Rise Against oder ähnlichen Menschen Konzerte geben können, hätte auch gepasst -und die Leute wären definitiv mehr abgegangen. Man hat bei beiden Bands brav mitgetanzt, aber grade noch vor ein paar Wochen hab ich mit einem Bekannten darüber gesprochen, dass er keinen Bock auf Indie-Konzerte hat, weil die Leute da immer nur an einer Stelle stehen und nicht vernünftig tanzen. Mit anderem Publikum hätte es hier sicherlich mosh pits und wildes Gehopse gegeben, die Songs haben es definitiv bei beiden Bands hergegeben! Und was ich nicht so richtig verstehe: wenn ich ohnehin schon nett aussehe, vielleicht ein bisschen wie Schwiegermamas Liebling, aber Goth-Rock-Metal mache, warum lass ich mir dann auch noch (durchaus schön gestaltete) Blümchen auf meinen Oberarm tätowieren??? ;-)).

In jedem Fall haben sie gerockt bis 22:11 h (15 songs) und haben dann nochmal 2 Zugaben gespielt (22:25 h).

Beide schreien auf jeden Fall nach Wiederholung, wobei mir Darkhaus einen Tick besser gefallen haben!

Hier noch die Darkhaus-Songs und ein paar Fotos (siehe aber auch obige Homepage, Darkhaus wird dort natürlich auch erwähnt).

1 all is nothing
2 after the heartache
3 Great Divine
4 Devil's Spawn
5 Side effect
6 Second Chance
7 Providence
8 Break down the walls
9 Ghost
10 Hour of need
11 Bye bye blue skies
12 life worth living
13 Oceans
14 Drive
15 Breaking the Silence
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16 The last Goodbye
17 Don't close your eyes

Alles in allem ein sehr schöner Abend vor max. 200 - 250 Leuten. Haben beide Bands echt nicht verdient. Ich allerdings fand's super, ich mag kleine Club-Konzerte ;-).

cu

(c) bat 11/16