Zwei zur Auswahl:

Diorama 08.03.2013, Bochum

Diorama 31.03.2018, Oberhausen

Diorama und Slave Republic, Bochum, Matrix, 08.03.2013 

Die Tube in der Matrix hat neue Video-Leinwände hinter der Bühne, zwei davon, um genau zu sein. Bin nicht sicher, ob sie das jetzt immer anbieten oder ob das eine extra-Installation für Diorama war. Werde ich beim nächsten Konzert dann wohl rausfinden ;-). Slave Republic, die Vorband (Alec Fu und Alex J. Alice) haben die Wände auch genutzt, aber eigentlich nur für ihr sich drehendes Herz-Logo, das sie sich auch auf ihre weißen T-shirts haben drucken lassen. Slave Republic haben nach ihrem Debut-Album Electric One im Februar dieses Jahres ihr zweites Album, Quest for Love, herausgebracht (produziert von Daniel Myer, u.a. Haujobb), vielleicht erklärt der Name auch das leicht angenagte Herz auf T-Shirts und Leinwand.... Start um 20:00 h bis ca. 20:40 h. 9 Songs, habe nicht alle mitbekommen, Nr. 2 war jedenfalls Walking Ghost, Nr. 4 war Emptiness - hier gab es dann eine Fotosession auf der Bühne mit einer netten Fotografin und sehr eifrigen Jungs ;-), weiter ging es mit The Driver (von der ersten CD). Im Anschluss haben die Jungs sich für den "höflichen Applaus" bedankt... es war auch leider nicht mehr, da hatten sie recht. Danach kam irgendwas mit "less of me", den Titel weiß ich leider nicht. Lied Nr. 7 war Lover's suicide, Lied Nr. 8 vermutlich Primärreiz (zumindest haben sie was Deutsches gesungen, nämlich "bin gefangen in Dir"). Wenn es Primärreiz war, ist es ein Song "feat. Torben Wendt." Lied Nr. 9 hieß Never let me go. Bei Nr. 1 und 3 bin ich leider völlig ahnungslos. Die Tube war noch recht leer, gefüllt vielleicht bis zum in der Mitte platzierten Mischpult... hatte schon Angst, dass auch Diorama vor so kleinem Publikum würden spielen müssen (war dann aber doch nicht so, nicht ausverkauft aber ganz gut gefüllt war's). Slave Republic haben ganz nette Songs gemacht, synthie-pop eben. Nichts, was irgendwie hängen geblieben wäre, aber nette Unterhaltung zur Einstimmung. Habe allerdings nicht das Verlangen, jetzt dringend mal in die CDs reinhören zu müssen. Wie anders dagegen bei Diorama...!

Ab 21:40 h dann Diorama, zunächst auf der Bühne Felix Marc, Keyboard, Marquess, Drums und Sash Fiddler, Gitarre, etwas später dann gestenreich Torben Wendt, erst nur Gesang, später bei einigen Songs auch Keys. Hätte gar nicht gedacht, dass er so viel zappelt auf der Bühne.. bei Diary of Dreams war er so... ruhig ;-). Die Jungs, allen voran Torben, hatten eine Menge Spaß auf der Bühne und die Stimmung ist auf das Publikum übergesprungen, echt nett. Die beiden Leinwände wurden hier nicht in allen, aber in einigen Fällen als Leinwände für Videos genutzt, immer mit unterschiedlichen Szenen auf beiden Hälften. Besonders nett eines, in dem ein Paternoster auf der einen Seite hoch, auf der anderen Seite herunterfährt mit immer anderen Dingen in den Kabinen. Toll gemacht. Oder auch "Was bin ich" mit Torben als Kandidat eingeblendet in 70er Jahre-Outfits und Frisuren (Child of Entertainment) oder bei der ersten Zugabe (Why) zusammen mit dem Dank an das Publikum für die Unterstützung in den letzten Jahren die Zusammenstellung von alten Fotos der Band. Doch, alles in allem echt liebevoll gemacht. Die Stimme von Torben hat mich total an Heppner erinnert, eine wirklich schöne Stimme. Die Songs waren aber zum Glück längst nicht so langweilig oder nach Schema F gestrickt wie bei Heppner. In erster Linie gab es Lieder zu hören vom neuen - achten (!) Studioalbum "Even the devil doesn't care", aber auch ältere Sachen waren dabei, die auch direkt die erwarteten Begeisterungsstürme ausgelöst haben. Da ich alles irgendwie nicht so recht kannte, hatte ich keine Präferenzen für bestimmte Songs oder Platten und mir hat's in Summe richtig gut gefallen, eine runde Sache (bis auf....die deutschen Songs..;-) ).

Es gab schnelle, treibende Songs, ruhigere Songs, Sachen, die mich von der Melodieführung an die Lakaien erinnert haben aber auch an Blessing in Disguise (auch die Stimme von Torben ist der Stimme von ... ziemlich ähnlich, fällt mir aber erst jetzt auf, wo beim Tippen im Hintergrund Maison du Tigre läuft, live war sie eher wie die von Peter Heppner) oder natürlich northern lite oder VNV Nation und doch sind sie was ganz Eigenes. Es war abwechselungsreich und wirklich gut, wobei mir alle Songs - bis auf die beiden deutschen, die ich aber nicht so schlimm fand wie die von Diary of Dreams ;-) - richtig gut gefallen haben. Insbesondere genial fand ich natürlich die 4 Zugaben, aber das ist glaub ich immer so, denn spätestens dann ist das Publikum mit dem Konzert warm geworden und es könnte noch stundenlang so weitergehen. Die beiden deutschen Songs - Weiß und Anthrazit und Das Meer - waren mir dann doch ein bisschen zu viel Heppner, wenn auch die Melodien noch immer etwas spannender waren... Vielleicht mal ein Duett? ;-). Bestimmt hätten sie mir auf englisch super-gut gefallen, auf deutsch ist das immer irgendwie so ganz knapp vor Kitsch und Schlager, ich weiß auch nicht. Vielleicht muss ich sie aber auch nur noch häufiger hören.

Insgesamt hat mir das Ganze sehr gut gefallen, hab die Jungs ja noch nie live gesehen und die Musik wenn überhaupt dann nur am Rande mal mitbekommen, aber das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich mir die Band live angesehen habe und in die Platten werde ich bestimmt auch noch mal intensiver reinhören, in die letzte allemale, die Songs haben mir wirklich ausgesprochen gut gefallen.

So, jetzt noch die Setlist:

Start: 21:10 h

Maison du tigre
The Expatriate
Exit the grey
When we meet again in hell
Erase me
Ignite
Weiß und Anthrazit
("jetzt kommt so ein matrixumsetzungsgedöns in akustisch"):
Das Meer
(jetzt machen wir wie jeden Abend eine Reise vom Meer zum Gipfel... passende Berge, computeranimierte natürlich, wurden eingeblendet)
Summit
Someone dies
The Scale
Child of Entertainment

Hope (wow!)
Over (auch!)

---22:38 h ---

Why (hier waren die Fotos)
Advance
The long way home from the party
---23:00 h---

Synthesize me!

Schluss um 23:05 h

PS: Adrian Hates gehörte auch zu den Gästen, hat sich aber zum Singen nicht überreden lassen.

PPS: Fotos gibt's von mir diesmal nicht, dafür aber hoffentlich bald sehr viele schöne hier

(c) bat, 03/2013


Diorama, Oberhausen, Kulttempel, 31.03.2018 

Diorama waren außer der Reihe in Oberhausen im Kulttempel zu Besuch, dort war’s gut gefüllt, aber nicht ausverkauft, also ideal.

Das Ganze sollte erst spät losgehen, vielleicht weil es ein Samstag war und danach noch getanzt werden sollte, Start der Vorband jedenfalls erst um 21:00 h.

Selbige hieß Code Canary (hatte vorher nicht groß nachgelesen und hab zunächst Cold Canary verstanden und dachte noch, das ist aber ein seltsamer Bandname ;-) ). Die Band besteht eigentlich wohl aus 4 Leuten, einer musste aber am Merch Sachen verkaufen (Gitarre) und der Drummer hatte sich das Schlüsselbein gebrochen und war auch nicht dabei. Merkte man den beiden verbliebenen Musikern schon ein bisschen an, dass sie es nicht gewohnt sind, alleine auf der Bühne zu sein und mit viel technischem Schnick und Schnack die beiden anderen auszutauschen. Warum man die Gitarre nicht auf die Bühne gelassen hat, ist mir allerdings ein Rätsel geblieben, sooo klein ist die Bühne nun auch nicht, Diorama waren auch mit 4 Leuten gut verteilt.

Was kann ich sagen über Code Canary außer den Facts, die ihr auch im Netz findet? Gegründet wohl 2014 als Code Canary (vorher schon unter anderem Namen aktiv), stammen aus Nürnberg. Gesang David Gabelaia, Alexander Schalja am Bass, nicht dabei waren dann wohl Rodney Perez, Gitarre (obwohl ich meine verstanden zu haben, dass ja Alex am Merch sei, ich kann mich aber auch verhört haben) und David Meister an den Drums. Die songs hab ich leider nicht wirklich mitgeschrieben, es waren 6 plus ein neues, "das nicht auf der EP ist". Selbige heißt Wolves. Haben bis 21:38 h gespielt und hatten viel Freude beim Auftreten. Die songs 4 und 5 fand ich ganz gut, hörten sich ein bisschen so an wie Psyche, auch der Tanzstil von David hat mich ein bisschen an Darrin erinnert ;-). Zu Beginn war ich eher erschrocken, weil der Gesang zumindest von Lied eins und zwei sehr hoch war, was optisch so gar nicht zu vermuten war. Wurde dann tiefer und damit für mich und meine Ohren besser.

Start Diorama um Punkt 22:00 h mit einem kleinen Intro. Auf der Bühne dieses Mal alle außer dem Gitarristen, der wohl irgendwie verhindert war, näheres wurde nicht verraten.

Vielleicht noch ein paar Worte zum Publikum: es waren auch einige Engländer (?) dabei, die tapfer schon vor dem Konzert und zwischendrin und für die Zugaben sowieso eine bestimmte Tonfolge, ein bisschen wie eine Sirene, gesungen haben, angelehnt natürlich an eines der Lieder von Diorama. Und was soll ich sagen? Sie hatten Erfolg, tatsächlich wurde noch eine zweite Zugabe rausgeholt und natürlich dann mit diesem Lied. Fand ich super. Hatte erst den bösen Verdacht, dass das Freudengeheul ist, weil Dortmund leider so hoch gegen die Bayern verloren hat an diesem Abend, aber hab's dann etwas später doch als Melodie erkannt ;-).

Hinter der Bühne gab's übrigens noch eine Leinwand, die Fotos und Videoschnipsel eingespielt hat, manchmal auch den Songtitel angezeigt hat, ganz unterhaltsam. Nett insbesondere eine Art Quizsendung im Look der 70er (oder gar der 50er) Jahre, bei der die Band beim Dreh scheinbar eine Menge Spaß hatte. Und beim allerletzten Stück (Why) schöne Bilder aus den letzten Jahren Diorama, meine Güte, hatten die Jungs zwischendrin Frisuren ;-)).

So, jetzt aber. Start mit Erase me gefolgt von Howland Road. Schon hier hat Torben die Band vorgestellt: Felix Marc am Keyboard (gesungen hat er auch), Markus Halter an den Drums, und noch jemand (ich hab Helge gehört?) an der restlichen Elektronik. Ohne Gitarre. Und Torben Wendt natürlich mit Gesang und Klavier. Weiter im Songreigen ging es mit Amnesia Club und Comfort Zone. Dann nahm Torben am Keyboard/Klavier Platz und es gab ein langsames Stück: Belle?. Und er kam ins Philosophieren: man wird ja irgendwie älter, hat Ideen hat davon, was das Leben so bringt und dass es Entscheidungen einfordert und man sowas am liebsten überdenkt, wenn man spät nachts von einer Party nach Hause torkelt – davon handelt das nächste Lied: The Long way home from the party. Dann her liquid arms gefolgt von – Times galore. Dann Beta und Ignite. Und dann gab's The Girls. Hier stürmte ein glatzköpfiger Mann mit schwarzem Kapuzenpulli auf die Bühne, schnappte sich ein Mikro und sang dann mal fleißig mit: to think is not the way, to feel is not the way, to choke is not the way... ok. War wohl wer Bekanntes, die beiden Fotografen wurden ganz wuschig. Ich hab keine Ahnung, Torben bedankte sich später bei irgendeinem Boris oder so (hat auch einen Nachnamen genannt, den ich nicht verstanden hab) und sprach vom Prominenten im Sack. Jau, für mich ist er auch irgendwie nicht rausgekommen aus dem Sack, ich hab auch mit Suchen noch immer nicht rausgefunden, wer das gewesen sein könnte. Was bestimmt total ignorant und ahnungslost ist. Kann ich aber grade nicht ändern ;-). Wird sich bestimmt noch aufklären. Ok, mittlerweile bin ich dank Jens, der einen sehr schönen insidder-Bericht auf konzertspion.de geschrieben hat, deutlich weiter: war tatsächlich ein Boris und zwar Boris May von Klangstabil. Beruhigt mich, die Band sagt mir nämlich nix ;-). Dort gibt's auch tolle Bilder von Daniela.

Er verschwand nach dem Gastauftritt wieder und weiter ging's mit child of entertainment. Zum Schluss dann noch Hope, sehr großartig. Fanden übrigens auch die beiden Code Canary Kollegen, die kurz vor dem Eingang zum Backstage-Bereich das Konzert mit genossen haben. Schluss um 23:27 h mit dem Hauptset. Sie kamen natürlich wieder und es startete ganz leise mit Torben am Klavier: Das Meer. Bisschen kitschig, hab bei diesen deutschen Liedern immer ein bisschen Angst, dass es zu schlimm wird (denke da an Traumtänzer oder Immerdar von Diary of Dreams oder gerne genommen auch Mein Weg von Veljanov, huh. Und dabei mag ich die Künstler wirklich sehr gerne, aber bei diesen Liedern....Vielleicht wäre es nicht so kitschig, wenn es nicht deutsch wäre? Ich weiß es nicht. Ist vielleicht auch einfach nur mein Problem ;-)). War aber nur ein bisschen kitschig.Weiter dann mit stay undecided, Synthesize me. Zum Schluss um 23:56 h dann Friends we used to know. Und dann setzte das Geheul der englischen Gäste wieder ein, diesmal von allen im Publikum und nach längerer Diskussion und ein bisschen Faxen machen (man hat sich halt gekonnt geziert und es war fast glaubwürdig, dass diese Zugabe nicht mehr geplant war – bis dann die Fotos über die Leinwand flackerten ;-) ) gab es dann noch Why. Ende eines wirklich gelungenen Konzerts um 00:08 h. Wow, da wurde auch zeitlich echt was geboten fürs Geld. Richtig schön. Gerne wieder, irgendwie machen sich die Herrschaften eher rar, tauchen höchstens mal auf Festivals auf. Ich finde aber komplette Konzerte immer netter, weil länger. Also, bis hoffentlich bald!

Code Canary
Der Prominente im Sack

(c) bat 04/18


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