Editors, Palladium, Köln, 12.11.2009

Editors, Stahlwerk, Düsseldorf, 23.04.2010

Editors, FZW, Dortmund, 05.10.2013

Editors, E-Werk, Köln, 03.11.2013

Editors, Palladium, Köln, 02.11.2015


Editors, Palladium, Köln, 12.11.2009

Die Editors sollten im E-Werk spielen, waren dann aber wohl doch schon zu berühmt und durften ins Palladium umziehen. Sie durften, wir mussten. Nicht schön die Halle. Immer noch nicht. Naja. Dafür konnten sie dann das E-Werk an die Fans von Europe und Gotthard verkaufen und die Parkplätze auch "fremdvergeben". Interessante Gegend, so 3 km rund um die Schanzenstraße... kann daher zu Vorband Nr. 1 - Wintersleep - gar nichts sagen. Vorband Nr. 2, die Maccabees hatten Mützen auf und Muscle-shirts an, ging gar nicht. Die Musik war aber ganz ok. Näheres siehe unten im verlinkten Bericht.

Die Editors, also Tom Smith (Gesang), Chris Urbanowicz (Gitarre), Russell Leetch (Bass) und Ed Lay (Drums), starteten um 21:35 h mit erstaunlich viel Licht und Show - zumindest im Vergleich zu den Bands, die ich sonst im Palladium zu sehen bekomme. Eine LED-Wand im Hintergrund mit Lichteffekten, die man aber auch transparent machen konnte und von hinten mit verschiedenfarbigen Scheinwerfern anstrahlen konnte. Ganz schick. Ansonsten viel rot und weiss und ganz, ganz viele Lichtblitze. Sound allerdings so naja - teilweise ließ sich nur erahnen, was er denn da wohl singt...Start mit in this light and on this evening, dieses Lied schreit geradezu danach, der Opener für ein Konzert zu sein. Und diese Stimme! Wenn Tom Smith anfängt zu singen, schmelze ich geradezu dahin ;-). Sehr sehr schön. Weiter ging's mit an end has a start, gefolgt von bullets von der back room. Die Jungs haben echt abgerockt, kommt man nicht wirklich drauf, wenn man nur die CDs kennt und ich muss sagen, dass sich die songs der letzten CD, der ich durchaus eher skeptisch gegenüberstand, sehr gut in das Gesamtbild mit den anderen Liedern eingefügt haben, hat mir gut gefallen und das obwohl die songs der ersten beiden CDs eher gitarrenlastig und die Songs der letzten CD eher keyboardlastig sind - was man auch am Klavier bzw. den Keyboards auf der Bühne deutlich erkennen konnte. Die Mischung aber macht's echt und die neue CD In this light and on this evening gewinnt mit mehrfachem Hören, insbesondere auch nach diesem grandiosen Konzert. Die Back Room bleibt dabei allerdings trotzdem ungeschlagen ;-). Live auf jeden Fall sind die songs aller CDs ein wirklicher Knaller. Weiter ging's mit You don't know love und bones. Danach the racing rats und the boxer. Dann mal wieder ein älteres: all sparks, sehr gelungen. Weiter ging's mit escape the nest, like treasure, the big exit und dann mit eat raw meat = blood drool. Hier wurden die Worte des Refrains dann auf der LED-Wand eingeblendet (you, him, her). Danach wieder ein Ausflug zur Back Room mit Open your arms, wow. Das nächste kannte ich nicht, musste erst zuhause forschen gehen: You are fading. Weiter ging's mit einem weiteren älteren Song: Smokers outside the hospital doors. Zum Schluss des Hauptsets gab's noch ein Stück der neuen CD, bricks and mortar.

Zugaben gab es natürlich auch und was für welche: Walk the fleet road, Munich (genial), dann Papillon, bei dem die Halle bebte und zum Schluss noch ein weiteres von der Back Door: Fingers in the factories. Wirklich, eine sehr gelungene Mischung und eine geniale Show. Manchmal allerdings hatte mir der Gesang ein kleines bisschen zu viel Hall, aber das waren Details. Schluss war um 23:10 h, die Jungs haben echt gearbeitet für ihr Geld.

Gerne wieder.

Hier noch ein sehr gelungener Bericht, der sich auch mit den Vorbands beschäftigt:

Link

(c) bat 11/09


Editors, Stahlwerk, Düsseldorf, 23.04.2010

Editors diesmal im Stahlwerk in Düsseldorf. Ganz nette Halle und ich muss sagen, der Sound war diesmal echt gelungen, um Längen besser als im Palladium, wo man nur ahnen konnte, was Tom da grade wohl singt. Echt klasse, auch wenn ich nichts gesehen habe, aber so gar nichts. Die Halle geht echt gar nicht, die Bühne viel zu niedrig und alles viel zu voll - aber: immerhin hat es sich gut angehört ;-). Die Lichtshow diesmal fast nur schwarz-weiss - außer bei Papillon, da war sie pink mit grün ;-). Die Vorbands Airfield und I love trains hab ich dank Stau auf der A3 leider verpasst - hab von der zweiten Band grade mal noch die letzten 2 songs mitbekommen. Von draußen hat es sich so angehört, als hätten die Editors schon angefangen ;-). Hab aber nochmal Glück gehabt und das Konzert der Jungs in voller Länge sehen können - Start war auch erst um 21:40 h. Vorher hatte ich das Vergnügen, ein Gespräch zwischen zwei Ehegatten mitzubekommen, die erst hinter mir, dann vor mir standen und nicht wirklich dazu beigetragen haben, dass ich besser gesehen hätte ;-). Schlimmer qaber noch als das nicht-sehen (denn auch er hätte es nicht wirklich besser machen können, die Halle ist einfach nicht geschaffen für kleine Leute...) war aber das, was er seiner Frau die ganze Zeit eingeredet hat, sowas strubbeliges hab ich selten gehört: "das Konzert kann Dir nicht gefallen, Schatz, Du kennst ja die CD nicht." Ok... da hätte ich aber die eine oder andere Band, die als Empfehlung auf meiner Musikseite steht, auch ganz und gar nicht gut finden dürfen. Schön war auch: "ja, sie sind live echt genial, sie kommen nur nicht so rüber." Ok, Anja, keine Warum-Fragen stellen.. ;-) Danach hat Tom zum Glück angenfangen zu singen und die philosophischen Betrachtungen fanden ein jähes Ende ;-). Erstes Lied wie in Köln In this light and on this evening. Die Auswahl der Songs - zumindest was die neue CD angeht - war recht ähnlich, bei den älteren Sachen haben sie schon variiert, hat mir echt gut gefallen. Weiter ging's mit Lights, danach An end has a start und wie auch in Köln die Kombination von You don't know love, Bones. Dann gab's etwas, das es in Köln nicht gab, nämlich My life as a ghost - hmm, da hab ich wohl eine nicht ganz vollständige Ausgabe der neuen CD, auf meiner Version ist nach 9 Liedern Schluss und my life as a ghost ist irgendwie nicht mehr vorhanden. Die nächsten drei kannte ich wieder: eat raw meat = blood drool, Blood, Escape the nest., Im Anschluss noch ein song, den ich nicht kannte, war ganz nett, aber kein aha-Erlebnis. Recherchen im Anschluss an das Konzert haben ergeben, dass es sich um einen neuen Song handelt: Last day. Und um dann wieder den Anschluss an die Kölner setlist zu finden, gab's noch Bullets, the big exit, racing rats, Munich und smokers outside the hospital doors. Sehr genial; alle Lieder wurden bejubelt, aber ich habe mir eingebildet, dass mindestens Munich, aber auch Racing Rats ein kleines bisschen mehr bejubelt wurden. Ende des Hauptsets um 22:45 h. Die erste Zugabe war ein Tom-am-Klavier-Stück, aber ein anderes als in Köln, kannte ich nicht, war aber schön. Auch hier musste ich mich nach Konzertende weiterbilden lassen und habe mal wieder festgestellt, dass die Twilight-Filme (zumindest der zweite) einen echt guten Soundtrack haben, denn auch die Editors sind drauf mit No sound but the wind. Danach noch die beiden am meisten bejubelten Songs des Abends: Bricks and mortar und natürlich Papillon. Den Abschluss machte Fingers in the factories, Ende des Konzerts um 23:05 h. Sehr gelungen, wirklich schön. Außer, dass sie all sparks nicht gesungen haben, aber man kann ja nicht alles haben ;-).

Also Fazit: jederzeit und gerne wieder, wenn's sein muss, auch in dieser gruseligen Halle.

PS: der Frau hat's soweit ich das beurteilen konnte, auch ohne CD-Vorabkenntnis gefallen ;-).

(c) bat 04/10


Editors im Rahmen des Westend-Festivals, FZW, Dortmund, 05.10.2013

Visions haben präsentiert, Rockpalast hat aufgezeichnet: Tag drei des Westend-Festivals im FZW in Dortmund brachte drei Bands an den Start: Talking Pets aus München ("nein wir sind nicht verwandt oder verschwägert mit dem FC Bayern" - Glück gehabt ;-)), New Desert Blues und natürlich Editors. War übrigens ausverkauft. Auf der Rockpalast-Seite (verlinkt inter Westend-Festival) gibt es - zumindest heute noch - Mitschnitte der Bands, die aufgetreten sind.

Gut. Start also Punkt 20:00 h (der Livestream verlangte Pünktlichkeit ;-) ) mit den Talking Pets im hier schon gut besuchten FZW, aufgehübscht mit Rockpalast-Leuchtreklame und großen Visions-Postern.

Die Talking Pets sind laut eigenen Aussagen keine Band sondern nur eine Gitarre, ein Drumkit, ein Bass und ein Synthesizer. Naja, ich hab mindestens auch jemanden singen hören, der zwar auch Gitarre gespielt hat, aber trotzdem ;-). Insgesamt also vier Jungs, Franko van Lankeren (Gitarre, Gesang), Chris Geigl (Bass), Jonas Klingenfuss (Keyboards) und Lenny Stolpmann (Drums), wie gesagt aus München, mit rock/folk/indie-Songs, die mir ganz gut gefallen haben. Nette Stimme, in den hohen Tönen allerdings ein bisschen dünn; die Drums haben mir besonders gut gefallen. Hat mich ein bisschen an Owl City erinnert. Noch besser hätte ich hören können, wenn das Rudel von Jungs aus unserem Nachbarland Niederlande ein bisschen weniger laut gequatscht hätte.. aber es sei ihnen verziehen, weil sie so eine geile Stimmung gemacht haben bei den Editors und alle Texte konnten ;-). Gut, jedenfalls gab es von den Talking Pets ab 20:00 h 6 songs, die Titel hat mir der WDR-Rockpalast netterweise verraten:

Vampire (We open our eyes)
Asteroids (We have to start from somewhere)
The Sea (Nothing is as silent as a broken heart)
Lost (Change directions, I'll be gone)
Like a son (...a father who's still young)
Montreal (I've been shut off, need you so, alles trommelt außer der Bassmann, nett)

Passte gut ins Gesamtkunstwerk des Abends, weiter so, vielleicht ein bisschen schräger wäre nicht schlimm, so doch sehr...glatt. Unter dem Namen der Talking Pets gibt es den Link auf die Homepage, auf der die EP zum download angeboten wird. Doch, war ein guter Start (leider nur bis 20:30 h)

Weiter im Text um 21:00 h mit New Desert Blues. Hörte sich von der Beschreibung, die Visions veröffentlicht haben, ganz gut an, war es auch. Schöne Lieder, ohne Zweifel, mehr was für melancholischeHerbsttage. Tolle Melodien, nur leider alle recht ähnlich. Richtung? Schwierig: Indierock/Blues, amerikanisch angehaucht. Kommen aber aus England. James Cullen (Gesang und Gitarre), Daniel Cobb (Gitarre und Background-Gesang), Jim Harding (Gitarre und Background-Gesang), Joshua Parker (Bass und Background-Gesang) sowie Ian Petts (Drums); alle recht brav anzusehen mit zugeknöpften Hemden (2x), Rollkragenpullis 1x) oder - fast schon verwegen - schwarzen T-Shirts ;-). Nein, alles gut, hat mir gut gefallen. Allerdings hab ich einen Punkt, der verhindert hat, dass ich das Ganze so richtig, richtig gut fand und das war die Stimme von James. Irgendwie zu... nölig? Keine Ahnung; wenn sie alle zusammen gesungen haben, hat's mir besser gefallen.

Das Publikum war recht begeistert, obwohl ich nicht glaube, dass vielen die Band bekannt war (um mich herum niemandem, auch nicht den niederländischen Jungs, die eher noch rumgefragt haben, ob die Band in Deutschland bekannt sei). Aber das ist ja auch Zweck der Übung beim Westend.

Setlist - Dank WDR-Rockpalast:

José
Daniel
Matthew
Eli
Zachary
Flynn
Donnie
(wurde tatsächlich angekündigt)
Adam
Thom

Da hätte ich mit meinen Textfetzen, die ich mir aufgeschrieben habe, wohl lange raten können ;-). Doch, auch ein durchaus schönes Konzert. Bis 21:45 h.

Foto von New Desert Blues

So, dann wurde es richtig voll, denn die Editors waren die nächsten im Programm und am Ende waren wir doch alle für sie da ;-). Ich hatte noch Angst, dass sie mich nicht begeistern können, wo doch das Konzert von New Model Army gestern so genial gewesen war, aber ich hätte mir keine Gedanken machen müssen. Es war bombastisch - und sicherlich nicht unterkühlt, wie die Herren, die die Beschreibung des Westend-Festivals verzapft haben, Glauben machen wollten. Der Mann hat eine Wahnsinns-Bühnenpräsenz! Wow. Ok, der Rest steht ein bisschen verhalten auf der Bühne rum, Tom aber nicht. Das einzige, das ich zu meckern hab, ist, dass für anständige Bilder viel zu viel Nebel auf der Bühne war! ;-).

Vielleicht vorab eine Anmerkung, warum die Jungs zu fünft auf der Bühne waren: Tom Smith (Gesang), Russel Leetch (Bass) und Ed Lay (Drums) haben sich während der Aufnahmen des letzten Albums von ihrem Gitarristen Chris Urbanowicz getrennt und haben dafür gleich zwei Neuzugänge für sich gewinnen können, nämlich Justin Lockey als neuen Gitarristen und Eliott Williams (Synthesizer, Gitarre). Hat live alles sehr gut gepasst. Erstaunlicherweise passen auch die Songs gut zusammen, obwohl die Platten durchaus unterschiedlich sind, grade die letzte war doch sehr von Syntheizern dominiert (Flood hat produziert) und die neue setzt wieder mehr auf Gitarren, aber kratzt an der einen oder anderen Stelle auch ein bisschen zu sehr an Pathos und Kitsch (der Produzent der Kings of Leon war am Werk). Und die Stimmung war ab Song eins irre, Gekreische, Gehopse, wie gestern bei New Model Army ;-). Und wie gesagt, Tom macht eine echt geniale Show! Start um 22:15 h und sie haben richtig gerockt und geackert bis um 00:03 h. Und ich mag es einfach in dieser Größe, auch wenn den Herren größere Hallen sicherlich auch stehen würden. Karte fürs E-Werk im November hab ich schon, ich hoffe nur, dass wir nicht wieder umziehen müssen ins Palladium, das reicht mit einmal im Jahr ;-).

Songs:

Sugar
Someone says
An end has a start
Munich
Bones
Eat raw meat = blood drool
Two hearted spider
You don't know love
All Sparks
Formaldehyde
Bullets
A ton of love
Like treasure
Fingers in the factories
The phone book
(nur Gesang und zwei Gitarren!!)
The Racing Rats
Smokers outside the hospital doors
Honesty
---22:41 h---
Bricks and Mortar
Nothing
(Tom am Klavier, großartig!)
Papillon (Halle bebt! ;-)

00:03 h

Wahnsinn! Gerne wieder!!

Tom
Foto von den Editors im Nebel
Tom

(c) bat 10/13


Editors, Balthazar, E-Werk, Köln, 03.11.2013

Kaum einen Monat nach dem letzten Konzert nun das nächste im E-Werk in Köln. Vorband diesmal Balthazar aus Gent, Belgien, gegründet 2004, erstes Album (Applause), gleich ausgezeichnet, in 2010. Neues Album 2012 - Rats. Start um 20:00 h. Gar nicht schlecht, aber irgendwie auch anstrengend. Können sich nur nicht einigen, wer denn nun der Sänger ist, der eine oder der andere Gitarrist, daher singen sie vorsichtshalber gerne einfach mal alle (bis auf den Drummer). Indiepop, nette Melodien, zwischendrin aber irgendwie schräge Synthie-Töne, die so recht nicht zum Gesamten passen, es aber auch irgendwie interessant machen. Die 5 haben es auf jeden Fall geschafft, dass das E-Werk ihnen zugehört hat und auch Applaus haben sie nicht zu knapp bekommen. In Summe 5 Leute: Maarten Devoldere, Leadgesang, Gitarre, Keyboard ("der Jammerige"), Patricia Vanneste (Gesang, Keyboard, Geige), Jinte Deprez (Leadgesang, Gitarre, der mit dem blauen Hemd), Simon Casier (Bass, Gesang) und Christophe Claeys, Schlagzeug). Der Gesang von Jinte hat mir ganz gut gefallen, der von Maarten war irgendwie... nöhlig bis jammerig. Der Chor hingegen wieder ganz nett: sprich, alles singt außer der Drummer, immer den Refrain und den mehrfach, so dass die Songs - mindestens die im Chor gesungenen Refrains - im Ohr hängenbleiben und man nach Wiederholung 4 jetzt aber dann doch mitsingen will. Das letzte Lied leider vom Jammersänger, aber das Ende, der Chor, mit in die Höhe gereckten Instrumenten und rein a-capella war schon sehr eindrucksvoll: Blood like wine, vom Debut Applause. Doch, ein Hinhörer, auch wenn mir die Songs des "nöhligen" Sängers eher nicht so gefallen haben. Warum sich Patricia allerdings angezogen hat wie ihre eigene Oma, weiß nur sie selber...

Hier ein Link auf ihre Homepage: Balthazar

Songs - auf Basis meiner mitgeschriebenen Textfetzen, der Lyricssuche und dem Reinhören bei Laut.de zusammengeraten - wer's besser weiß: melden ;-):

Later (Patricia Geige)
Sinking Ship (?) (Patricia mit Keyboard)
Fifteen floors (Applause)
Listen up
Lion's mouth
Do not claim them anymore
(der andere Sänger)
Blood like wine (Applause), "raise your glass", chor ohne instrumente, wow!

Bis 20:40 h.

Dann die Editors, um 21:20 h.
Intro von the Weight und dann ging's los mit Sugar. Die Setlist sehr ähnlich zu Dortmund, etwas andere Reihenfolge, ein Lied anders. Sprich: auch in Dortmund haben wir trotz Festival ein vollständiges Set zu hören bekommen. War wirklich wieder richtig, richtig genial, vielleicht sogar noch einen Tack besser als in Dortmund. Und diesmal kein Schubskreis, nur ausgelassenes Getanze und Gehopse. Mir persönlich ja lieber ;-). Ansonsten ist Tom einfach bekloppt, total verrückt, vermutlich hat er nebenbei noch Clown studiert!! Echt irre, was er da auf der Bühne abliefert. Ja, die anderen sind auch da, aber eben auch nur da. Bei einem Song, bei dem Tom am Piano war, hat sich sogar ganz ausgelassen Elliot mit Gitarre nach vorne getraut und die Menge angeheizt - und er hatte zusammen mit Russell auch richtig Spaß dabei!

Start also auch hier mit Sugar, danach Someone says. Dann die erste Abänderung mit smokers outside the hospital doors. Weiter mit Bones und dann mit rotem und grünem Licht passend angekündigt Eat raw meat = blood drool. Danach das wunderschöne two heartet spider und you don't know love gefolgt auch hier von all sparks (die alten waren doch die besten, nicht so... pathetisch, obwohl das auch nett sein kann, denn...). Weiter mit dem genialen Formaldehyde (Frauengejaule im Background vom Band), gefolgt von a ton of love, like treasure und an end has a start. Danach Bullets und dann das erste und einzige von Dortmund abweichende Lied: in this light and on this evening! Weiter dann Tom alleine mit Gitarre, später unterstützt von Justin an der E-Gitarre (mit Solo in der Mitte) und dem Phone Book, live sooo genial, macht echt Gänsehaut, wow. Am Ende allerdings fast zu viel Hall. Danach Munich, mit sehr ansehnlichem Chor, gefolgt von einem erneuten Piano-Einsatz von Tom - zumindest zu Beginn: Racing Rats. Ende vom Hauptset, Honesty, wieder erst nur akustisch und nur mit Tom, Wahnsinn. Sooo schön. Ende des Hauptsets um 22:43 h.

Drei Zugaben, wie auch in Do, und auch die gleichen. Allerdings gab es hier die Remix-Version von Bricks und Mortar mit diesem elektronischen düdü in der Mitte. Dann wieder Nothing am Klavier, zweites Mal Gänsehaut. Und zum Schluss auch hier Papillon mit Bandvorstellung und nicht enden wollendem Ende. Bis 23:05 h. Echt klasse, wirklich zu empfehlen.

Hier nochmal die Songs der Reihe nach:

Sugar
Someone says
Smokers outside the hospital doors
Bones
Eat raw meat = blood drool
Two hearted spider
You don't know love
All Sparks
Formaldehyde
A ton of love
Like treasure
An End has a start
Bullets
In this light and on this evening!
The phone book
(nur Gesang und zwei Gitarren!!)
Munich
The Racing Rats
Honesty
---22:43 h---
Bricks and Mortar
Nothing

Papillon

---23:05 h----

Fotos diesmal nur von der Vorband, Tom war irgendwie zu weit weg und der Typ vor mir immer im Weg.

Foto (c) bat 11/13: Patricia Foto (c) bat 11/13: Jinte
Foto (c) bat 11/13: Balthazar

Editors, The Twilight Sad, Palladium, Köln, 02.11.2015

Editors geben super Konzert – trotz mittelprächtiger neuer Platte

Diese Platte ist nicht meins. Aber so gar nicht. Dabei fand ich die beiden Auskopplungen No harm und Marching Orders, die man im Vorfeld zu hören bekommen hat, so großartig, dass ich bereits im April eine Karte für das Konzert in Köln gekauft hab. Und als sie dann da war, hab ich drei (!) Anläufe gebraucht, um sie überhaupt zuende zu hören. Belanglos ist mir eingefallen, Jimmi Somerville (nix gegen Bronski Beat/Communards, aber nicht als Sound auf einer Editors-Platte!), Coldplay, Pathos, und dieses Frauengejaule im Hintergrund braucht auch kein Mensch (sorry, ich jetzt jedenfalls nicht).

Sprich: ich hatte ja so überhaupt gar keine Lust, mir diesen Pathos auch noch live anzutun. Aber die Shows sind immer sooo schön und Tom immer sooo beeindruckend, was also tun? Ich hab mir mal die Setlists der Konzerte aus September angeschaut und siehe da: wirklich richtig gute Songs der ersten drei Platten und nur wenig neues Album . Ich war beruhigt und hab es nicht bereut, hingefahren zu sein. Soviel vorab. Am Ende waren es doch 7 songs des neuen Albums; bei 20 in Summe aber trotzdem verkraftbar ;-).

Nun zur Vorband. The Twilight Sad aus der Nähe von Glasgow.

Sänger James Graham, Gitarre Andy McFarlane, Drums Mark Devine, unterstützt durch noch einen Mann an der Gitarre sowie einem Keyboarder. Sie hatten ihre vierte Platte mit dem griffigen Namen "Nobody wants to be here and nobody wants to leave" im Gepäck, die erste erschien bereits 2007. Gründung in 2003 und viel mehr ist auch nicht zu finden von den Herrschaften, auch nicht auf ihrer eigenen Homepage, deren Link ich unter die Setlist setze.

Dass sie aus der Nähe von Glasgow kommen hörte man deutlich, wenn der Sänger was erzählt hat. Auf unserem Schottland-Urlaub letztes Jahr fand ich Glasgow als Stadt so richtig klasse, nur leider hab ich die Leute dort am schlechtesten verstanden – hat sich nochmal bestätigt. Der Sänger hat was erzählt, ich kann euch leider aber nicht wirklich sagen was. Ansonsten hat er showtechnisch viel bei Ian Curtis (Joy Division) abgeschaut und Zwiesprache gehalten mit irgendjemandem, der scheinbar im Palladium unter der Decke hing. Ganz amüsant. Die Musik hat mir gut gefallen, Mischung aus Joy Division und Death Cab vor Cutie, zumindest sind mir diese Jungs irgendwie in den Kopf gekommen beim Zuhören. Mag auch an der Stimmfarbe gelegen haben. Was mir nicht gefallen hat, war dieser schräge Gitarrengrundton, der alles was Melodie war irgendwie zu Brei gemacht hat und während der letzten gefühlten 4 Lieder auch zwischen den Songs nicht mehr ausgeschaltet wurde. Wenn man das weggelassen hätte, wäre es deutlich netter gewesen… ein song hat mir da besonders gut gefallen: hier hat mindestens ein halbes Lied lang nur der Sänger mit einer Menge Echo gesungen – sehr schöne Stimme – alleine, bevor die Musik wieder einsetzte (Nil). Und das nächste hat mich ein bisschen an die Angels and Airwaves erinnert, so.. tragend. Lohnt sich glaub ich nochmal reinzuhören und das Ganze im Auge bzw. Ohr zu behalten.

Start um 19:50 h, bis 20:30 h, 7 songs. Die ersten wurden noch angekündigt, später war dann Sprechen wegen des Dauergitarrenhintergrundgejaules nicht mehr möglich, konnte sie aber dennoch alle identifizieren:

There's a girl in the corner
Last January
I became a prostitute
It never was the same
Nil
Cold days from the birdhouse
And she would darken the memory of youth

(songs 1, 2, 4 vom Album "Nobody wants...", song 5 vom Album "No one can ever know", song 2 vom Album "forget the night ahead" aus 2009, songs 6 und 7 vom Debut-Album "Fourteen autumns and fifteen winters" aus 2007, also einmal quer durchs Werk)

link: www.thetwilightsad.com

Um Punkt 21:00 h dann Tom Smith und seine Jungs (Russel Leetch (Bass), Ed Lay (Drums) Justin Lockey, Gitarre - hier aber nicht dabei - und Eliott Williams (Synthesizer, Gitarre). Ich glaube, es war Justin Lockey, der nicht dabei war, denn er scheint Papa geworden zu sein und deshalb gab es einen Sondergitarristen, der seinen Job gut gemacht hat; den Namen hab ich aber nicht verstanden, obwohl Tom ihn mindestens 2x bei der Bandvorstellung und nochmal separat erwähnt hat. Gut gefallen hat mir Russel, der mir beim letzten Konzert doch noch ein bisschen ruhig war, hat showtechnisch gut zugelegt und sein Bestes gegeben, um neben Tom auch aufzufallen. Hat er geschafft, aber der eindeutige Magnet, Star, der Editors ist und bleibt Tom Smith. Wahnsinn, diese Präsenz!

Tolle Lichtshow, keine großen Hintergrundbildchen dieses Mal wie noch bei der In-this-light-and on-this-evening-Tour, nur Nebel und Licht und diese Scheinwerfer, die wie Lichtbänder aussehen, sehr schick.

Songauswahl: klasse, obwohl ich dieses Ocean of light weder auf der Platte noch live brauche, das ist mir einfach zu kitschig, zu... Coldplay (ich hab nichts gegen Coldplay, aber ich finde nicht, dass sich die Editors so anhören müssen!). Aber ein Lied bei insgesamt 20 nicht so gelungen zu finden ist eine ganz gute Quote, glaub ich. Der Rest der neuen Stücke passte ganz gut ins Gesamtkunstwerk, haben zumindest nicht gestört, wenn man es fies formulieren will. No Harm als Opener und Marching Orders als Schlusslicht waren großartig.

Die setlist war identisch mit denen, die sie in ihren Konzerten zuvor gegeben haben, keine Überraschungen (vielleicht auch dem Aushilfsgitarristen geschuldet?).

Start mit No harm, gefolgt von Sugar. Danach das neue Life is a fear, tatsächlich live ganz gut. Danach Blood (yes!) und An End has a Start. Forgiveness mit Tom am Piano war ok, mir aber ein bisschen zu viel Pathos. Weiter mit All sparks, ählich bejubelt wie das darauf folgende eat raw meat = blood drool. Danach das geniale Racing Rats (mit Tom wieder am Piano) gefolgt von Formaldehyde und dem "Coldplay-Hit" Salvation (hier gab es glaub ich auch passend dazu das Konfetti aus der Kanone – ich stand seitlich, hab nur nachher Leute mit Konfetti in den Haaren und ganz viel davon auf dem Boden gesehen, ich kann in Bezug auf das Lied damit auch falsch liegen.. passend wäre es allerdings.. Warum nur müssen sich die Editors wie Coldplay anhören? Dann doch lieber wieder wie Joy Division - wie man es ihnen bei den ersten Platten vorgeworfen hat).

Danach Bullets und A ton of love – und dann Tom alleine mit einem kleinen Licht und einer Acousticgitarre und Smokers outside the hospital doors, sooo schön!! ;-).

Weiter mit Bricks and Mortar sowie Nothing, ersteres sehr, letzteres gut ;-). Zum Schluss des Hauptsets noch das bejubelte Munich. 22:21 h.

Zugaben waren Ocean of light (leider; die Lichtshow hat mir gut gefallen, das ist aber auch alles), das geniale Papillon, das auch ziemlich in die Länge gezogen wurde, genauso wie das letzte Stück, Marching Orders, ebenfalls genial, auch live. Immerhin haben sie für diese 3 Stücke gute 20 Minuten gebraucht, ihr könnt euch also vorstellen, wie lang jedes einzelne war ;-). Schluss um 22.45 h.

Es war richtig schön – also werde ich weiter auf Konzerte gehen, bis auf 2-3 Lieder die neue Platte beim Editors-Hören einfach ignorieren und aufs Beste hoffen, wenn es einen neuen Versuch gibt ;-).

hier nochmal die Setlist im Überblick:

No Harm
Sugar
Life ist fear
Blood
An End has a Start
Forgiveness
All Sparks
ear raw meat=blood drool
Racing Rats
Formaldehyde
Salvation
Bullets
A ton of love
Smokers outside the hospital doors
Bricks and Mortar
Nothing
Munich
---
Ocean of light
Papillon
Marching Orders

PS: Ich glaube, ganz Belgien war auch da; um mich rum wurde sehr, sehr viel französisch und niederländisch gesprochen ;-).

(c) bat 11/2015


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