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Faith and the Muse, 15.10.1997

Faith and the Muse, 31.03.2000

Cover Vera CausaFaith and the Muse, Zwischenfall, Bochum, 15.10.1997 


Zunächst mal: es war echt genial! Hatte weniger was von einem Konzert als von einem Gothic-Liederabend ;-) Beide saßen auf der Bühne, William Faith in einem schwarzen 'Kleid' mit schwarzer Weste, Monica Richards mit einem blau-gelben Seidenkleid und weißer Spitzenbluse. Es waren gut 200 Leute da, der Zwischenfall war also gut gefüllt. Angefangen haben Faith and the Muse etwa gegen viertel vor 10 (Einlaß war ab 20.00 h) und zwar mit einem Lied, das Monica fast komplett ohne Musikbegleitung gesungen hat - eindrucksvoll, muß ich schon sagen. Gegen Ende des Songs setzte dann Mr. Faith mit einer kleinen Trommel, die mit der Hand geschlagen wird, Kontraste (wie heißen diese Trommeln? Bongos?? Gleich kommt im übrigen noch eine Frage über ein Instrument) und sie benutzte kleine Glocken, die sie wie einen Ringfinger an der Hand hatte. Das ganze Konzert war als 'acoustic' angekündigt und das war es dann auch. Der Gesang von Monica wurde zumeist untermalt von einer akustischen Gitarre, auch mal von einem Xylophon oder eben diesem Instrument, dessen Namen ich nicht weiß: ein Saiteninstrument. Wenn ich es richtig gesehen habe, hatte es fünf oder sechs Saiten, es war flach wie ein Brett, hatte an einer Seite sowas wie einen Griff. William legte es sich auf den Schoß... er spielte es wie eine Gitarre, es klang auch so ähnlich .. Wenn ich Monica richtig verstanden habe, meinte sie, es hieße in Amerika 'freebird', was meinem Lexikon aber unbekannt ist.. evtl. könnte es ein Shuffleboard gewesen sein... ich hoffe auf kompetente Kommentare ;-) Monica spielte zwischendurch auch Flöte oder untermalte ihren Gesang zusätzlich wie auch beim ersten Lied mit Schellen. Ein Lied war rein instrumental: William auf der Gitarre. Zu diesem Lied sagte er, er habe es '92 in Bochum geschrieben. Ein Lied der insgesamt 12 (inkl. Zugaben) sang auch er und ein Lied stammte von der alten Band von Monica, 'Strange Boutique' und hieß 'Drown'. Im großen und ganzen war das Konzert, das etwas über eine Stunde inklusive Zugaben, von denen es zwei mit jeweils einem Lied gab - dauerte, sehr schön, nur viel zu kurz. Die Musik, und hier vor allem das letzte Lied, erinnerte mich an Herbst- oder Winterabende mit Kerzenlicht, wirklich passend zur Jahreszeit! Im Frühling hätte es sicher nur halb so toll gewirkt...;-) Wenn ich Faith and the Muse mit irgendeiner anderen Band, die ich kenne, vergleichen sollte, hätte ich wirkliche Probleme! Sie werden ab und an mit Stoa verglichen, aber außer, daß Monica ebenfalls sehr gut singen kann und daß es sich bei beiden Gruppen um einen Mann und eine Frau handelt, hab ich nicht viel Ähnlichkeiten feststellen können - Stoa sind einfach viel 'orchestraler' und benutzen hauptsächlich Orgel, Klavier oder ähnliches, aber keine Gitarren. Monica fing sehr viele der Lieder allein an, William setzte dann irgendwann ein. Und diese Teile erinnerten mich ein wenig an Lisa Gerard von Dead Can Dance. Aber irgendwie hinkt jeder Vergleich, sie sind schon ziemlich einmalig. Da ich keine Platten von ihnen kenne, weiß ich auch nicht, ob diese Instrumentierung für die Band typisch ist oder nur ausnahmsweise - wegen der 'acoustic'Ankündigung - so war und der Vergleich mit Stoa vielleicht doch ganz passend ist. Was sagt ihr? Wenn noch jemand dort war, kann er ja vielleicht die Namen der Titel nachreichen... ich werde nochmal versuchen, an eine Songliste zu kommen, kann aber noch was dauern.

Unter dem Logo verbirgt sich wieder ein Link, die offizielle Faith and The Muse Homepage mit Namen Mercyground.

(c) bat 1997

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Cover Vera CausaFaith and the Muse, Zwischenfall, Bochum, 31.03.2000 

Ich hatte Faith and the Muse schon einmal im Zwischenfall gesehen, vor zwei oder drei Jahren auf ihrer Acoustic-Tour und war doch ziemlich beeindruckt. Es war also klar, daß ich wieder hingehen würde, wenn sich die Gelegenheit noch einmal bot, zumal die Herrschaften aus Amerika ja nicht ständig hier in der Gegend sind.

Man ist es ja gewohnt, daß die meisten kleineren Konzerte später anfangen als angekündigt, meist etwa eine Stunde. In diesem Fall war die Abweichung zur angegebenen Anfangszeit im coolibri aber sogar drei einhalb Stunden und zu der auf den Plakaten im Fall angegebenen ebenfalls um die 1 1/2 Stunden. Nun gut, hätte man alles verzeihen können, wenn da dann nicht dieser Auftritt gewesen wäre und der dazugehörige "Sound". Um ca. 23:20 h stürmten also etwa 6 Leute auf die zur Bühne umfunktionierte Tanzfläche und setzen den doch gut gefüllten Zwischenfall in gespannte Erwartung. Sie sagten nichts, fingen an, Musik zu machen, gehört hat man aber eigentlich nur die Gitarre des Herrn Faith, die Drums (echt klasse, die muß ich echt loben) und das war's dann auch schon. Monica Richards hat man gehört, wenn man sich wirklich sehr konzentriert hat - die Leute, die Lippen lesen konnten, waren klar im Vorteil, sie haben zumindest den Text der Songs _gesehen_ ;-( Mann, war das übel. Wenn man schon ein Micro für den Gesang einer Monica Richards und eines William Faith verwendet, was kann da schon bei rauskommen?? Es gab natürlich auch einige sehr schön anzuhörende Rückkoppelungen, die der Mann am Mischpult während der ganzen Zeit nicht in den Griff bekommen hat.

Zwischen den Songs war immer Sendepause, keiner hat was gesagt, es ging aber auch nicht weiter, sehr seltsam. Und ich muß zugeben, daß wir nach Song Nr. 9 nach unten gegangen sind - wo es übrigens schon erstaunlich voll war. Ich weiß nicht, ob das alles Leute waren, die zur Disco gekommen waren oder ob einige davon auch vom Konzert geflohen waren, will ich wirklich nicht behaupten. Insgesamt haben sie wohl etwa 75 min gespielt - für DM 24,- - und das war's dann. Richtig klasse fand ich den Drummer, wir haben schon überlegt, daß eine Band wie Inkubus Sukkubus von dem Mann nur gewinnen könnte, das wäre eine echt nette Zusammenstellung ;-)

Insgesamt kann ich nur sagen, daß die Band selbst sehr demotiviert wirkte, überhaupt kein Vergnügen an dem Auftritt hatte, so hat es zumindest gewirkt, und dass der Sound wirklich unter aller Sau (sorry) war. Vielleicht hat es auch daran gelegen, daß sie am gleichen Tag (?) erst aus Amerika angereist sind und vollkommen kaputt waren. Frage ist nur, warum man dann das erste Konzert nicht einen Tag nach hinten verschiebt. Zwischenfall-seitig muß ich einfach die miese Tonqualität anmeckern, aber sooo gut ist die Anlage ja eh nie und soo extrem ist mir das noch nie aufgefallen, also muß wohl zumindest zum Teil auch der Mixer schuld sein, der es nicht auf die Reihe bekommen hat, Monicas Stimme so zu steuern, daß man sie auch hört in all dem Instrumentenkrach. Ob dieser Mixer ein Fall- eigener oder einer war, der zur Band gehörte, weiß ich nicht zu sagen.

Nochmal von Seiten Zwischenfall fand ich es doch etwas eigenartig, eine Disco für nach dem Konzert anzusetzen, wenn selbiges erst um 20 nach 11 anfängt. Auch für den Fall ist es eigentlich üblich, daß 'nach dem Konzert' etwa halb 1 heißt. Hier aber wurde es 2 Uhr (!) bis die Bühne mal abgebaut war, und für jemanden, der nach dem Konzert nur für die Disco gekommen ist, war das schon eine lange Zeit des herumstehenes, die zwar von D.J. Ralf Thyssen ganz gut überbrückt wurde, aber dennoch fand ich es geringfügig unverschämt. Aber die Grufts sind ja geduldig und so war es um zwei sogar noch genauso voll wie sonst freitags zur Pagan Love Song Veranstaltung auch. Erstaunlich.

Vielleicht sollte man der Band auf dieser Tour doch noch eine Chance geben und sie sich ausgeruhter und vor allem an einem anderen Ort ansehen. Ich aber habe fürs erste die Nase voll von Faith and the Muse. Vielleicht mal wieder, wenn sie sich für die akustische Version ihrer Musik entscheiden. Vorher lieber nicht ;-))

(c) bat, 03/2000

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