Zwei Konzerte zur Auswahl:

The Hooters, Bochum, 24.07.2007

The Hooters, Dortmund, 02.07.2017

Cover Hooters Time stands still und Link zur Hooters-Seite The Hooters, The Urge, Matrix, Bochum, 24.07.2007

Ein Comeback nach 14 Jahren Bühnenabstinenz? Wow! Und weil wir sie damals alle zusammen so toll fanden, dachten wir uns: warum nicht? Ansehen! Also auf zur Matrix nach Bochum. Vorband: The Urge. Ganz nett, haben etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde gespielt, dann kam der Umbau und die Ankündigung, dass die Hooters ja eine neue CD haben und diese nun präsentieren würden. Wie bitte? Oh Schreck, wir wollten doch die Hits der 80er und 90er hören - und neue Songs, aber doch nicht nur ;-). Die Angst war auch vollkommen unbegründet, die alten Sachen wurden gespielt, dazwischen auch die neuen, die sich gut ins Gesamtbild einfügen und außerdem noch das ein oder andere Lied, das Eric für andere Leute geschrieben hat, wie z.B. Time after Time und ganz großartig What if (God was one of us) - auf deutsch! ;-). Im übrigen waren die Herren so nett und haben die alten Frisuren wieder rausgeholt, damit wir sie auch wiedererkennen können ;-). Sie haben gut und gern 2 Stunden abgerockt, hatten sichtlich Spaß an der Sache, auch wenn Halle und Akustik in der Halle ein Thema sind, über das man besser schweigt. Und nach dem Konzert gab's noch ein meet & greet.. tja, was tut man nicht alles, wenn man nach sooo langer Zeit mal wieder ein wenig Geld mit einer neuen CD verdienen möchte? ;-)

War richtig nett das Konzert, wenn auch die Musik irgendwie nicht mehr so ganz die meine ist und man auch bei den neuen Songs meinen könnte, dass sie aus der Zeit der alten Songs stammen...aber sie haben richtig gerockt und es hat trotz Halle richtig Spaß gemacht.

Das Internet sagt, dass etwa 600 Leute da waren und dass es richtig gut abging im Vergleich zu vorherigen Gigs. Dann können wir ja zufrieden sein ;-). Folgende Songs wurden gespielt (nicht zwingend in dieser Reihenfolge):

I'm alive
Time stand still
Time after time
Day by day
Fighting on the same side
Graveyard Waltz/500 miles
Until you dare
Where the wind may blow
Boys of summer
25 hours a day
Johnny B.
All you zombies
Karla with a K
Satellite
And we danced
----------------------
Catch of the day
One of us (auf deutsch!)
Free again
------------------------
Ordinary lives
Sothferry Road/Brother don't you walk away

(c) bat 12/07

PS: ein Link zur aktuellen Hooters-Seite ist oben hinter dem CD-Cover versteckt; einen Link zu The Urge gibt es hier


Hooters im Strobels The Hooters, Strobels, Dortmund, 02.07.2017

Ein Hooters-open-Air mit ca. 500 Gästen im Schatten des Westfalenstadions (ja, ich weiß, dass das o nicht mehr heißt – zumindest offiziell) haben wir uns am Sonntag abend angeschaut, Give-The-Music-Back-Tour 2017. Das Wetter hielt sich tatsächlich, die Bühne war etwas ungeschickt platziert direkt hinter der großen Theke mitten im Biergarten, glücklicherweise drumherum aber Treppenstufen mit weiteren Bars und Sitzgelegenheiten, so dass man dann doch ein bisschen was sehen konnte, wenn auch schräg von der Seite. Die arme Band musste allerdings die halbe Zeit direkt in die Sonne gucken, was zum einen nicht angenehm ist, zum anderen aber auch ganz schön warm war, glaub ich. Das Konzert? Was soll ich sagen, wie das vor 10 Jahren, sehr schön, fast die gleichen Songs allerdings und mein Gehirn hat verflixt viele Gehirnzellen übrig für Songtexte von Liedern, die ich in den letzten 10 Jahren sicherlich eher nicht gehört habe. Sehr interessant, was man alles so mitsingen kann ;-). War schön, kurzweilig, die Herrschaften haben immer noch richtig Spaß am Auftreten – obwohl sie nicht mehr die Jüngsten sind, haben festgestellt, dass Rob Hyman 67 ist… sah von weitem gar nicht danach aus ;-). Und obwohl mindestens Rob und Eric mittlerweile – oder immer schon? – ihr Geld eher mit dem Schreiben von Songs für andere oder dem Produzieren von Platten für andere verdienen. Bestes Beispiel für ersteres wahrscheinlich Time after Time von oder für Cyndi Lauper (Rob als Co-Autor), das sie auch immer wieder selber zum Besten geben. Und als Produzent möchte ich Eric Bazilian loben, der letztlich erst das Album von Dave Hause and the Mermaid mitproduziert hat, der ebenfalls aus Philadelphia ist, absolut großartig. Und: sie sind immer noch die gleichen wie damals: Rob Hyman (Akkordeon, Orgel, Keyboard, Melodica, Gesang), Eric Bazilian (Gesang, Gitarre, Mundharmonika, Saxophon, Mandoline, Flöte..), David Uosikkinen (Drums); John Lilley (Gitarre, seit 1983), Fran Smith, Jr (Bass, seit 1988). Oder wieder muss ich sagen, weil sie zwischendrin durchaus als Band auch mal Pause gemacht haben - immerhin haben sie nicht wie manch andere schon -zig Abschiedstouren und jetzt lösen wir uns aber wirklich auf Touren gemacht, sondern tauchen ab und an mal wieder auf und verschwinden dann wieder. Nach der letzten Platte 2007, zu der es auch eine Tour gab - siehe oben - gab es noch eine EP 2010, der Rest waren eher Live-Aufnahmen und Best-ofs, soweit ich es weiß. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich das nicht wirklich verfolgt habe, mein Musikgeschmack ist doch tatsächlich ein bisschen weitergezogen.Verstärkt wurden die "Ur-Hooters" auf der Tour scheinbar noch von Gitarrist Tommy Williams, der neben einem schönen Solo auch noch singen durfte, nämlich Lucy in the Sky with Diamonds, sehr schön.

Die Songs selber sind irgendwie Kinder ihrer Zeit – wenn man jetzt so die Melodien hört oder auch die Texte mal aktiv übersetzt… das ist schon irgendwie ganz schön kitschig... Aber die Melodien sind eben auch welche, bei denen ganz bestimmte Passagen Dir tagelang noch weiter im Hirn rumkreisen und Du ertappst Dich, dass Du sie Tage später noch unter der Dusche vor Dich hinsummst ;-).

Hat wirklich Spaß gemacht, gerne wieder, aber mit ein bisschen Abstand und es muss nicht unbedingt open air oder das Strobels sein, weil der Sound doch kein wirklich guter war und die Menschen hinter mir doch eher im Biergarten waren, das Konzert war für sie Nebensache. Find ich immer schade. Quatschen kann man auch woanders oder gerne auch am gleichen Ort, dann aber vielleicht zu einer anderen Zeit?

Es wurden natürlich auch mal wieder zweite Strophen in deutsch gesungen, immer das von Gott im Bus (one of us, gesungen von Joan Osborne und mitgeschrieben von den Hooters) und xxx. Muss irgendwie nicht, denn auf deutsch kenn ich den Text nicht ;-).

Großes Kino war dann die Zugabe, bei der jeder, wirklich jeder – bis auf die Qutschgesellschaft hinter uns natürlich – mitgegröhlt hat und was ich für ein Hooters-Konzert wirklich eher sehr ungewöhnlich gefunden habe, was aber altersmäßig sehr gut zum in die Jahre gekommenen Publikum gepasst hat: Major Tom. Auf Deutsch, jawohl. Wirklich.. überraschend ;-).

Folgende Songs waren zu hören – könnt Ihr gerne vergleichen mit dem Konzert vor 10 Jahren in Bochum – die Zugabe damals war allerdings definitiv nicht die Gleiche ;-):

Start um 19:08 h mit

Intro: Karla with a K
1 I'm alive
2 Hanging on a Heartbeat
3 Day by Day
4 All you zombies
5 Morning Buzz
6 Private Emotion / Heimliche Sehnsucht
7 South ferry road
8 Boys of Summer (Don Henley Cover, abwechselnd gesungen)
9 was langes instrumentales von Rob, das geführt hat zum Graveyard Waltz (bis zum ersten Chorus)
10 500 Miles (Hedy West Cover)
11 Lucy in the Sky with Diamonds (Beatles Cover)
12 Where do the children go mit Mandolinensolo von Eric
13 Karla with a K - hier war Eric kurz in der Menge Bier holen, siehe Foto ;-)
14 25 hours a day
15 Satellite
16 Rob am Piano, Eric mit Blockflöte, Johnny B (hier hat das Licht dann zur rechten Zeit von grün auf rot gewechselt)
17 And we danced
18 Gitarrensolo von Tommy, Eric vor der Bühne, ging über in
19 Give the music back mit einem langen Intro von Eric

Bandvorstellung und Werbeblock für die Live-CD (gleiche Songreihenfolge ;-) )

19 One of us (Joan Osborne-Cover, 2. Strophe in deutsch)
20 Time after time (Cyndi Lauper-Cover)
21 Pissing in the Rhine (deutsch - naja)
22 Major Tom (Peter Schilling-Cover)!!

Ende um 21:13 h, haben wirklich richtig geackert. Sehr sehr nett.

Anbei noch ein paar Bilder, der Winkel war aber eher ungünstig:

Hooters im Strobels

(c) bat 07/17

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