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Foto von Justin, s/wJustin Sullivan, 23.07.1996, Kaue, Gelsenkirchen    

Das Bild ist aus einem Tourbook von 1989, zu finden bei Nobby (vgl. Musikseite)

Eigentlich hatte ich ja gar keine Zeit, aber ich wollte Justin soooo gern sehen und hätte mir wohl trotzdem aus lauter schlechtem Gewissen keine Karte gekauft, aber oh Wunder, ich bekam eine geschenkt (ich muß wohl lang und ausführlich genug gejammert haben ;-))) Doch, Markus, war sehr nett ;-))) ). Jedenfalls machten wir uns dann am 23.07. auf den Weg in die Kaue, um Justin Sullivan mal ohne seine Model Army zu bestaunen. Es war gut gefüllt, Justin trat auf mit ein bis zwei Gitarren und einer Mundharmonika, Joolz machte das Merchandising - als sie einen Monat zuvor in Bochum in der Uni war, hat Justin ihre Bücher allerdings nicht verkauft...wäre doch mal eine nette Idee...;-)

Das Konzert war ziemlich genial, lästig war nur, daß einige sich in einer ziemlichen Lautstärke unterhielten, keine Ahnung, was das sollte - akustisch ist logischerweise leiser als ein 'normales' Konzert und dieses Gebrabbel war ziemlich nervig, fand auch Justin, der zwischendurch um Ruhe bat: I'll give you my songs and you'll give me your silence.'

Er spielte sehr viele neue Songs, allerdings auch einige alte Army-Sachen ( Im nachhinein kann ich sagen, daß auch die neuen Sachen Army-Songs waren und zu finden sind auf dem Album, das im April 1998 erscheinen wird, zum Teil auch schon zu finden waren auf der Big Guitars in Little Europe von Justin zusammen mit David Blomberg ;-)).

Soweit ich mich recht erinnere - Frank hat entscheidend dazu beigetragen: nochmal herzlichen Dank ;-) - spielte er Long goodbye, eines, das ich nicht kannte, was aber dennoch sehr schön war (maybe it's time), Fate, Drummy B, Killing, Tales of the Road (auch sehr schön), Headlights, Turn away, No pain (er erwähnte eine Verbindung zu New Model Army bei diesem Lied, was mich schon das schlimmste befürchten ließ), Marry the sea (noch niemals live), The Hunt - eine absolut geniale Version, Snelsmore wood, All of this, Change is gonna come (Cover, ursprünglich von Sam Cook), Masterrace, Green & Grey, Family, 225. Wirklich klasse.

Zwischen den Songs hat er eine Menge erzählt, ähnlich den Red Sky Coven Gigs, über Iren und Engländer (Drummy B), Delphine (pop stars of the fish-world ;-) Marry the sea), über Baumschützer in England, die verhindern wollten, daß mal wieder eine schöne grüne Landschaft durch den Bau einer Straße zerstört wird und die Ärger mit den Behörden bekamen - während dieser Aktionen mußten auch Justins Haare dran glauben (er sah wirklich mit kurzen Haaren ziemlich ungewohnt aus ;-) Der passende song war Killing), über die Vergangenheit, über Abhängigkeiten, die einen im Endeffekt nur verletzen (Turn away) und noch einiges mehr. War wirklich klasse, könnte er ruhig häufiger machen ;-) Vor allem war es natürlich toll, ihn in einer so 'familiären' Umgebung zu erleben und nicht in einer Riesenhalle oder auf Festivals, wo man so weit weg von der Bühne steht, daß man die Band nur noch erahnen kann. Klasse! Ich hätte mich wirklich geärgert, wenn ich auf mein Gewissen gehört hätte ;-)

(c) bat 1998

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Logo SumpfblumeJustin Sullivan, 21.08.1998, Sumpfblume, Hameln   

Am gestrigen Tage haben wir uns auf die Socken gemacht nach Hameln, in die Stadt des Rattenfängers. Diesmal hieß der Rattenfänger Justin Sullivan und zog wieder Leute aus dem ganzen Bundesgebiet an - oder ist Oldenburg nah an Hameln?? Dortmund und Hagen sind es jedenfalls nicht ;-)

Er spielte in der Sumpfblume, einem Kulturzentrum direkt an der Weser und neben der Rattenfängerhalle (da isser schon wieder, der Rattenfänger ;-) ), deren Betreiber so nett waren, uns Karten zurückzulegen, nicht ohne verwundert zu fragen: aus Dortmund??? ;-)))

Die Sumpfblume selber ist vom Design her ziemlich klasse, die Wände sind schwarz und hellgelb gehalten, das Logo, die Sumpfblume eben, ziert Bühne und Wände, immer in der entsprechend anderen Farbe, die Bar gegenüber der Bühne ist mit vielen kleinen Lichtern erhellt, sah ein wenig aus wie Weihnachtsbaumschmuck ;-) Relativ großräumig ist sie auch, definitiv jedenfalls größer als die Kaue, vielleicht ungefähr so groß wie die Zeche Bochum. Das Publikum belief sich auf etwa 300 bis 320 Leute, der Innenraum (die Tanzfläche) vor der Bühne war bestuhlt - was wir eigentlich nach dieser Dauer-Autotour gar nicht so toll fanden ;-) Drumherum konnte man aber auch getrost stehenbleiben, alles gar kein Problem.

Es sollte um 20:30 h losgehen. Um genau diese Uhrzeit kam jemand von der Sumpfblume auf die Bühne, auf der schon diverse Monitore und drei Gitarren rumstanden, und kündigte Justin Sullivan solo an, sagte aber auch, daß Justin um Ruhe bittet, weil dies ein Acoustic-Set sei.. wenn wichtige Dinge zu diskutieren wären, könne man diese vielleicht nach nebenan ins Café verlegen.

Fand ich gar nicht schlecht, ich dachte direkt an die Kaue in Gelsenkirchen vor zwei Jahren und dieses ewige Geschnatter, das Justin doch ziemlich genervt hat: 'I'll give you my songs and you'll give me your silence' - hat nur leider damals nicht gewirkt.

Hier schon. Die Leute waren wirklich nur beim Klatschen zu hören und bei ein oder zwei Songs, die zum mitsingen einfach einluden.
Die Akustik war auch absolut irre, wirklich schöner Sound. Die Songs waren meist unterlegt mit einem Echo, hat sich klasse angehört. Das wäre mal ein Konzert zum Mitschneiden gewesen... na ja.

Los ging's jedenfalls um 20:35 h mit Justin - ohne Wollmütze ;-) vor den Sumpfblumen, einer Mundharmonika um den Hals, einer Gitarre in der Hand und Long goodbye. Spot on Justin, das Publikum war in Dunkel gehüllt. Im Nachhinein hab ich übrigens von der Songauswahl her starke Ähnlichkeiten mit dem Gig in Gelsenkirchen festgestellt. Alles in allem eine gute Mischung von Songs, außer vielleicht, daß mir No pain und Ghost of your father ein wenig gefehlt haben.

Weiter ging's mit einem Song (cover), von dem ich den Titel leider immernoch nicht weiß: 'Maybe it's time' (=> Apocalypse Dreams). Danach begrüßte Justin sein Publikum mit 'Guten Abend', um direkt darauf zu fragen:'Sprechen Sie englisch'? Ohne die Antwort auf diese rhetorische Frage abzuwarten, bat er den Lichtmeister um mehr Licht für das Publikum, denn er sähe ja gar niemand. Fand ich nett. Hat er entsprechend auch bekommen. Weiter ging's mit Fate. Danach erzählte er wie schon einmal über die Zeit, in der er in Irland gewohnt hatte, durch Zufall auf der Seite der Protestanten. Einleitung zu Drummy B.

Danach wurschtelte er ein wenig mit seinen Mundharmonicas herum und meinte, es sei viel anstrengender, solo aufzutreten als mit der Band ;-) Und daß eine Mundharmonica halt einfach zu Folk-Musik gehören würde. Um überzuleiten zu einem Kurzabriß über die Entwicklung der Musik im allgemeinen...Daß nämlich Musik irgendwie immer in eine bestimmte Zeit gehöre, daß sie immer dann toll ist, wenn sie etwas bewegt, wenn sie eine Art Revolution ist. So wie der Punk am Anfang, als er noch nicht 'Kultur' und 'Kommerz' war, aber genauso auch der Rave Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre. Daß sich die Musik zwar immer noch weiterentwickele, daß aber dieses 'etwas bewegen' dabei auf der Strecke bleiben würde.

Diese Revolution, dieses 'etwas bewegen' sei in England in den letzten 5 Jahren das 'Road Protest Movement', das verhindern will, daß weitere Straßen gebaut werden für die weitere Wälder abgeholzt werden müssen. Song natürlich: Killing, diesmal in der Version von der Strange Brotherhood (also nicht mehr: stop the killing, stop the killing, stop the killing ;-))) ).

Weiter ging's mit Tales of the road, gefolgt von Headlights, das ich akustisch viel lieber mag. Zwischenzeitlich fragte er die Bewohner von Hameln (nach etwa 6 bis 7-maligen Aussprechversuchen ;-) ), daß sie sich zwei Fragen gestellt hätten, als sie in die Stadt gefahren sind: a) ob der Rattenfänger eigentlich einen Namen hatte - woraufhin jemand aus dem Publikum 'Justin' rief, was ihn nicht überzeugte ;-) - und b) was er mit den Kindern getan habe. Konnte ihm aber niemand beantworten: 'Now I'm disappointed'. Tja, ich hab auch noch nie gehört, daß dieser Rattenfänger namentlich erwähnt wird...

Der nächste song war Turn away, gefolgt von einem 'song about Germany', Lurhstaap. Dann erzählte Justin, daß er hoffentlich in zwei Wochen endlich am Meer sein würde und dann wieder auf seinem Surfbrett liegen würde, nicht daß er surfen könnte, aber noch genialer als auf dem Brett zu stehen oder zu liegen und auf die Welle zu warten, sei es, wenn sie einen runterwerfen würde... na, wenn er meint ;-) Dann sagte er mitten in seinen Ausführungen über das Surfen: anyway, this song is for me: und spielte Marry the sea, ebenso wie in Gelsenkirchen, nur da hat er vorab irgendwas von Delphinen erzählt, als 'pop stars of the fish-world' ;-).

Es folgte 11 years. Dann erzählte er, daß die besten oder besser: die einfachsten Songs diejenigen wären, bei denen man jemanden trifft, der seine Lebensgeschichte erzählt, diese auch noch interessant ist und schwupps, hat man in 10 Minuten einen song... 'also, wenn jemand eine interessante Lebensgeschichte hat....';-))
Dann kam ein song, der eben genauso entstanden sei, über einen Nachbarn next door but two: One Bullet (ich hoffe, das Lied heißt auch so: do you have one bullet left for when it's all over and done), hatte ich zwar schon von gehört, aber live ist es mir noch nicht begegnet, klasse!

Tja, und dann kam eigentlich für mich der Höhepunkt: The Hunt. Irre, was der Mann mit der Gitarre macht. The Hunt wurde fast wieder nur begleitet von Justin, der auf der Gitarre den Takt klopft, diesmal auch ohne daß das Publikum versucht hätte mitzuklatschen. Und dann bei diesem klasse Sound. Wow. Jedenfalls ist mir aufgefallen, daß er dennoch die ganze Zeit die Griffe entsprechend mit gewechselt hat und daß er dann zwischendurch einfach weiter hinten auf die Gitarre geklopft und so entsprechend die Saiten zum Klingen gebracht hat.
Sah einfach genial aus. Richtig gespielt hat er nur während des Refrains. Ich hab das Lied zwar in dieser Version schon häufiger gehört, aber gesehen was er mit der Gitarre anstellt und daß er eben gar nicht immer spielt, wenn sie Töne macht, hab ich eben noch nicht, zumindest nicht so bewußt.

Danach ging's dann ebenso genial weiter mit einem weiteren meiner Lieblingslieder: Snelsmore Wood, direkt gefolgt von All of this, nur begleitet vom Klatschen des Publikums - zumindest bis zum zweiten Refrain, wo Justin kurz mitgespielt hat, ebenso wie beim dritten. Und diesmal hat sich auch niemand 'verklatscht', war schon eindrucksvoll. Ich fand die Reihenfolge dieser drei Songs so absolut klasse - mußte aber grade feststellen, daß er sie auch schon vor zwei Jahren in so gebracht hat - was es nicht schlechter macht ;-)

Weiter ging's mit einem Cover von Sam Cook/Otis Redding: Change is gonna come. Das Konzert endete regulär um 21:50 h mit 225. Vor Change is... meinte er, er habe noch zwei Protestsongs (hat er in Gelsenkirchen damals übrigens auch gesagt) und er würde das Konzert nicht mit dem beenden, was wir erwarten würden...was das wohl gewesen wäre?? ;-) 225 hatte im übrigen das erste Mal einen deutlich vernehmbaren Chor ;-)

Justin ließ sich ein wenig bitten, kam dann aber wieder und begann das Zugabenset mit dem Afternoon song, gefolgt von Marakesh und Inheritance (wieder mit deutschen Wortfetzen und Hameln im Text). Das Publikum übernahm wie auch auf der 'Big Guitars in Little Europe' (die es im übrigen auch zu kaufen gab, ich weiß gar nicht, warum ich diesen Aufstand mit dem Bestellen gemacht habe.. ;-) ), den 'Echopart': 'Do I thank you' 'do I curse you' 'What I want' 'yours' 'not mine', klasse ;-) Zum Schluß Masterrace, das zweite Lied, bei dem es einen laut vernehmbaren Chor gab, auch immer wieder schön.

Und ich meine, es war vor Masterrace, daß er von einem Wahltag in England irgendwann in 1992 erzählte (Frank, Jens??? War das wirklich vor Masterrace???). Sie hatten alle gewählt und sind dann zurückgefahren zu einem Haus irgendwo im Grünen in der Nähe von Bradford und haben die Wahlergebnisse abgewartet und diskutiert - und erschreckenderweise hatten wieder die Conservatives gewonnen... Justin konnte es gar nicht fassen.. irgendwann um 4 sind sie dann gefrustet ins Bett gegangen.. Justin ist um 9 wieder aufgestanden, hatte schlecht geschlafen. Und irgendwie dachte er nur: Welch ein Alptraum. Und erwartete, daß sich seine Stimmung und die sich gerade ereignende Katastrophe auch draußen in der Umgebung niederschlagen würde, daß es draußen entsprechend hageln und stürmen würde... aber nichts dergleichen, es war herrlicher Sonnenschein und auch die Felder und Wiesen sahen aus wie immer. Er meinte, das sei ein ganz eigenartiges Gefühl gewesen... man wäre sich plötzlich so klein und unwichtig vorgekommen...

Einmal ließ er sich noch bitten, spielte noch Changing of the Light, das er, wie er sagte, vor etwa 5 Jahren in Lübeck geschrieben hat, aber danach war leider wirklich Sense um 22:05 h.

Fazit:
Ich bin mal wieder hin und weg, der Mann ist einfach irre. Stellt sich mit seiner Gitarre auf die Bühne, singt los und irgendwie fasziniert er einfach, ohne irgendwas anderes zu tun. Völlig anders als die Army-Konzerte, und ich kann echt nicht sagen, was von beidem mir besser gefällt... zumal für mich Army ohnehin mehr oder weniger gleichzusetzen ist mit Justin Sullivan. Auch die Songauswahl war gelungen, irgendwie erwartet man von einem akustischen Solokonzert ja doch andere, vielleicht weniger häufig gespielte Songs als von einem Konzert mit kompletter Band, sowie vielleicht auch mal welche, die es - zumindest meines Wissens nach - noch nicht auf CDs zu kaufen gibt, wie Bullet oder Snellsmore Wood. Obwohl ich wirklich nicht sagen kann, daß ich bestimmte Lieder erwartet hätte.... Und die Akustik hat mich auch schwer beeindruckt, ebenso wie das Publikum, das nicht wie in Gelsenkirchen Army erwartet hat, es wußte worauf es sich sich einließ, eben auf ein akustisches Konzert und so hat es sich auch benommen, genial!

Es hat sich definitiv gelohnt, obwohl ich mitten im Diplom stecke und dafür eigentlich absolut keine Zeit hatte, noch weniger als damals in Gelsenkirchen ;-)))

Hier nochmal die Songs in Folge:

Long goodbye, 'Maybe it's time', Fate, Drummy B, Killing, Tales of the road, Headlights, Turn away, Lurhstaap , Marry the sea , 11 years, One Bullet, The Hunt, Snelsmore Wood, All of this, Change is gonna come, 225
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Afternoon song, Marakesh, Inheritance, Masterrace
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Changing of the light

(c) bat, 1998

PS: auf dem Hinweg sind wir übrigens durch Blomberg gefahren ;-)))

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Interview mit Justin Sullivan auf EinsLive, April 1998 (english version)

 

R and green: Radio
J and red; Justin ;-)

Here is the interview broadcasted yesterday on 'Einslive' as far as I  understood it (the German translation wasn't always right anyway ;-)
 
They started the second hour with an NMA song: Killing

R: Justin, welcome and hello

J: hi

R: how are you?

J: tired but I'm okay

The Moderator talked about Justin living in Bradford and making  music for a very long time now. He said that the album somehow is a revival of the band, which has - for a long time - not existed at all. He said that we all saw Justin Sullivan in the past as someone who always seemed to choke back his anger and asked if this new album was an album showing him angry.

J: I think all NMA album have to be charged song by song. Well I  think there are angry songs on here, there are love songs on here, like all the New Model Army albums, it's a kind of mixture of different kinds of emotions. I think the important thing is that it's emotional.

R: (after translation): This one, Killing, was not one of the very emotional songs, it was one of the angry songs.

J: It's a very angry song. Well, emotions - anger is one of the best emotions to arrive...

R: anger is an energy

J:...I mean the song begins with the Road Protest Movement in England, where I was quite active over the last two, three years. In fact I lost all my hair at Newbury two years ago, that's why I have short hair.

R: Justin, it's my impression that this one is maybe the most grown-up album because it sums up some of the perspectives thatyou've already been into before.

J: I learned a new German word which is "Berufsjugendlicher". This is something to be avoided as you grow up. Childhood comes, then adolescence and then being young and then you get older and getting older is not a bad thing and with it comes a lot of knowledge and with it comes a lot of experience and I think you have to accept the responsibilities of that.
 
Break: Annie DeFranko (?): Little plastic castle

R: Working on strange brotherhood was in fact dramatically...

J: ... nearly killed us

R: ... working in the shadow of death as you and Rob got very ill during the work.

J: Maybe.. well, we didn't know that Robert had a brain tumour until... just when we were mixing the album, just to the end and that was a kind of serious. But maybe we would never have finished the album if I hadn't had an operation.. to the tumour in my neck, which I knew about in October. We sort of cut off things (?), so I had to have the operation. So we had to finish the album then. We'll else still be in the bloody studio (laughing)

R: There is another story when Justin Sullivan, who is sitting alive opposite to me was very near to death and that was when he touched a power cable on stage. He was in fact dead for a few minutes. (this was told in German): I have just told the story about you being dead for a few minutes after being struck by electricity. Have you lost your fear about death?

J: I was never very frightened to die. But now, not at all, I think that my experience and what I understand about other people had similar experiences... I don't know what happens when you're dead but I know that the process of dying is not only painless but wonderful and better than the best drug experience you'll ever have. It's the most wonderful thing, the most wonderful feeling in the whole universe.

R: So you've seen the light at the end of the tunnel?

J: I see white light all around.

R: (In German) and he has written a song about it on the Impurity-Album: Take me back to the white light
 
Break: J.J. Joansson (??) - It hurts me so.
 
R: We talked about prospectives on the album, Justin, and for me, there are things on the one hand like war, technology, greed and pain and on the other hand there are always things like love, nature, hope and belief. Is this the balance that keeps your interiour world in balance, in fact?

J: Well, aren't  we all like that? Aren't we all a kind of collection of loose nerve endings, and sometimes feel good and sometimes feel shit... that's how people are,isn't it?

R: What was the last time you felt really like shit?

J: This morning, actually. I was flying this morning into Germany and for no particular reason I felt this huge, huge wave of anger, about nothing in particular, it was just like this enormous fury and I was sitting on the train and then the aeroplane and was feeling furious for no reason and then eventually I thought that this is a bad day to do interviews (laughing). But in the end, I felt okay, I feel okay now. Strange, it just comes.

R: Translates...

J: we're all like this, aren't we?

R: a little bit, yes, but not everyone writes songs about it, Justin. (laughing) And you know what I am talking about, anyway On No Pain you used this Isaac-Story from the bible and you did so before, the Moses-story  on Impurity (space). How religious are you, Justin?

J: (....) I didn't realize that, you are very perceptive. How religious am I?

R: Yeah

J: I am very religious.

R: in what sense, Christianity...

J: Christianity is the most sort of laughable cult of all time perhaps. But I am very interested in things which are not of... oh come on it's getting really difficult, we have very short time and you want me to talk about religion. I am very religious but I hate Christianity. Believe it there.

R: translates

J: It's a cult based on masochism.

R: I understand... translates: "It's a cult which he doesn't want to take serious at all" ;-)))

What about nature? Nature seems to be religious for you, has a religious strength

J: That's what everything comes down to in the end. That's where you come from, that's where you're going to go, it's everywhere around you, it is, you are it and it is you. It's inescapable and it's  true scientifically, it's true spiritually, it's true every way you look at it.

R: And now we're playing this 'bible-song' from the new album:

(break)
No pain
another song (unknown to me ;-) )
Aimless desire

R: now we're changing the program, I wanted to play Space, because we talked a lot about Impurity, I like the album, but Justin convinced me to play this song, Aimless desire, (in German) One of the better tracks, Justin..

J: One of the better tracks, I like that song. It's a...

R: It's your favourite track

J: Well, no, I've got lots of favourites..

R: yes, it's your favourite song you said that...

J: No... and this one was the first tape, it's like let's, come on play this song , bang on tape. I don't know why it took us three years to make an album because most of the songs on the album in the end are first tracks.

R: There are a few facsimiles, here's is one of Elmar in Dissen he wants Justin to play 51st state, live and acoustic, this is not possible because Justin hasn't got his guitar with him. Then he wants a  free ticket for the concert in Bielefeld in May, not possible either and he wants a free album. Justin says 'go and steal one', I don't say anything in this matter. Justin said that, not me! Then there is another interesting fax from Cucumber &.. don't know where they are from. She wonders about the following: Justin once said that he never again wants to sign with EMI. So has he himself changed or was it EMI?

J: we didn't have bad experience with EMI in Germany, we had some bad experience with EMI in Britain. We had some very bad experiences with Sony in Germany but I don't really want... what the fax says, cause it's in English, it says they felt we're going to be independent and we are back on EMI after all this time. Yeah, we set out to make this album without a record company. And we did that and it's actually on our own label, which is Attack, Attack records but for Mainland Europe... originally we were going to have our own record company and doing our own distribution, do our own promotion, do everything, control everything. And this sounds like a great idea, because it means complete independence. but what it means is that we have to sit in business meetings and think about money and think about promotion and think about the record business and how to distribute and this suddenly appeared to be a nightmare that we didn't want to get involved with because you can become one of those musicians that carries a briefcase and not a guitar. And they start thinking about business all the time and they stop writing songs. and I've seen musicians do that and they worry about how many records they sold and how many tickets they sold so in the end we decided to licence it to whoever wanted it the most and to do all the business for us and EMI wanted it the most.

R: translates

J: I once went to a fortune teller many many years ago and he gave me the best piece of advice I ever had which I haven't always lived by but it was a very, very good advice and that was: look after the writing, the rest will look after itself.

Break:
Chumbawamba - 'Goodbye to the summer...' (Long term memory loss?)
Cake - Friend is a four-letter-word
 
R: We all want to know: what will happen on this forthcoming tour, Justin, are you just going to play new songs, or do you also play old ones?

J: Well, what we've done is.. In September we played one gig in London, just the one and we decided to do ,instead of just doing the New Model Army adrenalin-hit, we decided to do two sets because we have so many different songs and also musical ideas and love the slow songs and so on, so the first set we played some of the more chilled-out stuff for maybe a little bit less than one hour and then we took a break and then we came back and did the adrenalin-hit afterwards, so we said that we gonna do that every night on the next six weeks which is kind of hard because we're getting old but I'm looking forward to it actually. I think it's so long since we toured so that's gonna be the way to do it, I guess.

R: you will play very old songs from the 80ies?

J: We'll play some very old songs, we'll play a lot of the new records we'll play songs which aren't on this new album but going to be on the next album probably because we have so many songs that couldn't ... I can't really say which ones, I mean...

R: From 'No rest for the wicked', I promised it already, Justin.

J: You promised it? Well, we may play no rest for the wicked..

break: Gigabyte wars

R: Dealing with getting old but not growing up
R: Nice guitar-solo, Justin doesn't want me to play the song in full length...you hate this part, Justin?

J: No, no, I like that, but you keep pointing at your watch

R: Yes, we have to hurry..Justin, we or I know you as a pessimistic person, how is your outlook on the future..

J: Why do you think I'm pessimistic?

R: I think that because of .. some of the words, the lyrics, the songs you've written, have an outlook on future that seems that future is come to an end

J: I think that New Model Army - forever a contradiction. Just because we're honest. In the beginning, we were both, cynical and innocent at the same time, we're still very cynical and we're also quite innocent. I think we were very positive about the world from day one and also very pessimistic as well at the same time. And again, that's how people are. On some days I feel brilliant and on some days I don't. You know, that's where we started the interview.

R: Translates

J: The point is to be honest about what you feel, that's the thing.

R: Justin, good luck for the tour and good luck for the future

J: see ya

R: bye bye

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(c) keine Ahnung... hat das Radio ein copyright auf die Interviews, die es macht??



  Interview mit Justin Sullivan, Losheim, 17.03.2000

 

HF und grün: Heiko Fritze
JS und rot; Justin Sullivan

HF: Fünf Jahre hat es gedauert vom Album "Love Of Hopeless Causes" bis zum
nächsten, "Strange Brotherhood", aber nur zwei anschließnd bis zum neuen
Werk "Eight". Wieso geht's jetzt wieder schneller?

JS: Ich glaube, jedes Album war sehr verschieden. In vielerlei Hinsicht ist jedes Album eine Reaktion gegen das vorhergehende Album. Nach "Impurity" schien es uns, wir entwickelten uns in Richtung Folk, und es wartete die Schublade "Folkrock" auf uns. Da wollten wir nicht rein, daher war das nächste Album eine Reaktion darauf: "The Love of Hopeless Causes" ist ein konsequentes Rockalbum. Ein Jahr später begannen wir mit "Strange Brotherhood", doch es wurde zu einem langen Alptraum. Wir verzweifelten schier daran, wir hatten 60 Stunden Musik auf dem Tonband, es war wirklich schwierig, wir hatten so viele Musikideen, wir hatten es so stark versucht. Irgendwie glaube ich, Robert und ich wollten verschiedene Dinge machen, daher produzierten wir immer getrennt voneinander. Es war ein langer, langer Prozess, und das Endergebnis ist nicht so gut wie es sein sollte. Wir gingen ein Jahr auf Tour und brachten danach ein Live-Album heraus. Wir waren wir selbst, und das war es vielleicht, weshalb wir "Eight" aufnehmen konnten, glaube ich. Ich traf mehrere Entscheidungen bei "Eight". Eine war, dass wir Songs schreiben, bevor wir das Aufnahmegerät einschalten. Ich setzte mich letztes Jahr hin zum Songschreiben, vor allem mit Michael und Dean, und es machte mir wieder Spaß zu schreiben, das erste Mal seit zehn Jahren, also sprudelte nur so heraus, das Schreiben war ein sehr schneller Prozess. Dann spielten wir auf ein paar Festivals und starteten mit den Aufnahmen im September, und dann entschieden wir, dass wir uns selbst produzieren, um schnell zu sein, anstatt auf einen Produzenten oder ein Studio zu warten. Wir hatten unser eigenes System, ein 24-Spur-System. Die Idee war, ein ganz einfaches, schnörkelloses, emotionales Album zu machen, und es richtig schnell fertigzustellen.

HF: Keine Produzenten?

JS: Nein, wir dachten, es wäre schneller und einfacher ohne, wenn wir es nur selbst machten. Aber das soll nicht heißen, dass wir auch in Zukunft keine Produzenten haben wollen. Doch ich glaube, das war der richtige Weg für "Eight". Es ist eine Art Rückkehr zu den Grundwerten. Alles ist sehr schnörkellos.

HF: Eine Rückkehr zu den Wurzeln...

JS: Sozusagen. Die Musik ist natürlich anders. Doch die Idee, glaube ich, ist sehr einfach. Bei Songs wie "Someone like Jesus", bei denen wir mit E-Gitarren und Schlagzeug begannen, haben wir alles wieder weggenommen. Es blieb nichts mehr übrig außer ein bisschen Akustikgitarre, ein wenig Keyboard und Percussion. Und als wir das nächste Mal drbergingen, schien nicht einmal mehr die Akustikgitarre nötig, es ist alles sehr einfach geworden.

HF: Die Musik hat sich also geändert - die Texte nicht?

JS: Doch, schon. Ich glaube, es ist ein Teil meines Stolzes, dass ich nie den gleichen Song zweimal geschrieben habe. Sie sind alle verschieden. Es gibt eine gewisse Poesie, die meine Art Poesie ist, es gibt gewisse Themen und ich komme immer wieder zurück auf bestimmte Worte, doch jeder Text handelt von etwas Verschiedenem, verschiedene Geschichten, verschiedene Situationen und Ideen.

HF: Gibt es da noch Platz für Sozialkritisches?

JS: Ich glaube, "Rock'n Roll" ist der zornigste Song, den ich je geschrieben habe. Wir haben damit heute das Konzert angefangen. "Someone Like Jesus" ist der ehrlichste Song, den ich je schrieb; "You weren't there" ist der einfachste, den ich je schrieb.

HF: Ihr werdet immer noch als Independent-Band bezeichnet. Was bedeutet independent heutzutage für dich?

JS: Nichts, das ist bloß ein Marketinglabel. Ich verwende das Wort nicht. Du bist Journalist, du musst Musik kategorisieren, Musik in Schubladen einordnen. Unsere Aufgabe als Musiker ist es, aus diesen Schubladen herauszuspringen und sich jenseits von Kategorisierungen zu bewegen, und ich glaube, New Model Army tun dies, setzen sich aus verschiedenen Ursprüngen zusammen. Wir hören alle Verschiedenes, mögen total unterschiedliche Musik neben New Model Army. Daher sind wir jenseits von Kategorisierung, und Worte wie independent bedeuten mir nichts. Wir sind zwar in gewisser Weise unabhängig, wir haben eine eigenen Plattenfirma, aber es macht keinen Unterschied, ob wir bei einem Major Label sind oder ein eigenes haben.

HF: Was für Musik magst du denn privat?

JS: Ich bin eigentlich ein Soulman. Meine Wurzeln liegen völlig im Soul. Sixties Detroit, Temptations, Four Tops, Supremes. Das ist meine Lieblingsmusik aus allen Zeiten. Und dann noch Aretha Franklin.

HF: Das ist aber was ganz anderes...

JS: Ja und nein. Das sind meine Wurzeln, und dann kam Punk. Auch jetzt gibt es noch jede Menge Soul- und Hip Hop-Einflsse in New Model Army, aber das heißt nicht, dass wir versuchen, das zu kopieren, was wir hören. Doch wenn du Rhythmusparts von New Model Army betrachtest, dann ist da viel Soul drin. Viele glauben, es ist Rock, weil es sich stark danach anhört, doch es ist nicht wirklich Rock.

HF: Bis zu welchem Ausmaß lässt du moderne Musikelemente bei New Model Army zu?

JS: Nun, ich mag ja Soul und Hip Hop, also steht da eine Tür offen. Am offensichtlichsten ist es vielleicht bei "You weren't there". Es gibt viele moderne Einflüsse.

HF: Aber ihr ändert den Stil nicht so umfassend wie zum Beispiel U2 oder Paradise Lost, die sehr stark auf Keyboards zurückgreifen?

JS: Wir benutzen schon Keyboards, auf dem zweiten Album inzwischen. Aber wir werden nicht dem nachjagen, was populär ist. Wir versuchen nicht, Stil oder Erfolg zu erzwingen. Wir ändern nur, was uns richtig erscheint.

HF: Ist es für dich noch möglich, die Gefühle nachzuempfinden von Songs, die Du vor 17 Jahren geschrieben hast?

JS: Nein, ich kann mich nicht mehr erinnern, was ich damals gefühlt habe. Auch nicht daran, was ich bei "Eight" empfand, das ist weg. Gigs sind etwas ganz anderes. Ein Ritual und ein Fest und ein gemeinsames Erlebnis für die Leute. Ich liebe Auftritte, doch es ist etwas völlig anderes. Wenn ich einen Song singe, jede Nacht, dann vergegenwärtige ich mir dabei nicht, was ich geschrieben habe. Ich mache eine Art Veränderung durch. Ich spiele den Song, um zu einem Punkt jenseits von mir zu gelangen, wie in einer Religion. Wie ein Gebet, Worte machen nicht das Gebet aus, es ist das Gefühl, das wichtig ist. In Auftritten wird man transportiert, in groáartigen Auftritten werde ich transportiert, jenseits des Musikspielens. Mein Körper spielt den Song, mein Mund singt den Song, doch ich bin irgendwo anders. Es ist eine Art blendendes weißes Licht, wenn eine große Einigkeit im Raum besteht. Irgendwas passiert.

HF: Hängt das von der Reaktion des Publikums ab?

JS: Teilweise, aber auch vom Ort des Auftritts, von meiner Stimmung, von vielem.

HF: Wie gefällt die da diese Region, dieses Publikum?

JS: Gut. Wir haben ja schon ein paar Mal hier in der Gegend gespielt, und es ist immer ähnlich. Als ich mit Red Sky Coven in Trier war, hatten wir ein fantastisches Publikum. Das war überraschend, Trier scheint eine Stadt zu sein, die einige Wurzeln in Frankreich hat, und manchmal fühlt man sich wie in Frankreich. Als ich mit Red Sky Coven in Frankreich war, hatten sie dort wesentlich mehr Humor als irgendwo in Deutschland. Es ist fantastisch. Wir freuen uns immer, nach Trier zu kommen.

HF: Willst du mit Red Sky Coven wiederkommen?

JS: Ja, wir kommen alle zwei oder drei Jahre. Das ist für mich, Joolz, Rev Hammer und Brett etwas Besonderes. Wir sind Freunde seit 20 Jahren, nicht Arbeitskollegen oder Pub-Bekanntschaften, richtige Freunde. Das ist, als ob man mit der Familie auf Tour geht, es ist eine geniale Show. Das ist vielleicht unser Geheimnis.

HF: Und wie geht's mit New Model Army weiter?

JS: Weiß ich gar nicht. Im Oktober gibt es uns 20 Jahre, doch es kommt mir immer vor, dass wir gerade erst einen Auftritt in einem Pub in Bradford hatten. Ich hatte nicht vor, dass New Model Army ein weltweiter Kult wird, das war nicht meine Idee, es passierte einfach.

(c): Das Interview wurde geführt von Heiko Fritze und ist in gekürzter Fassung erschienen im Trierischen Volksfreund. Dank nochmal an Heiko F., der mir das komplette Interview zur Verfügung gestellt hat.

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Logo Live StationJustin Sullivan, 30.08.2001, Live Station, Dortmund   

Justin Sullivan war in Dortmund, wohl auf der Durchreise nach Hildesheim zum M'era Luna, wo er samstags auftreten sollte - gerade zur Zeit des Fußballspiels England gegen Deutschland, was ihn auch zeitweise beschäftigte, als jemand sagte: of course verstehen wir Dich. Klar, sagte er, of course, wie konnte ich nur fragen, Ihr seid ja auch alles Engländer, das ist ja so klar wie Deutschland durch Penalty-Schießen das Fußballspiel gewinnen wird.. ;-)

Aber gut, es begann doch etwas anders. Das Live Station war gut gefüllt, vielleicht 250 Leute, an Tischen vor der Bühne und ansonsten auf den diversen Stufen des Ladens sowie der Empore an Tischen oder stehend verteilt. Links von der Bühne der Merchandise-Stand mit Warren und Joolz, ein Engländer auf der Bühne, der uns erst mal auf deutsch (!) erzählte, dass man doch diese Handys - er zeigte eines her, damit auch ja keine Missverständnisse aufkommen - bitte ausstellen möge und dass es nebenan ein sehr nettes Cafe gebe, falls man gern quatschen möchte. Okay, er hat's höflicher formuliert als ich ;-)

Justin kam und gestand zunächst, dass er 'leider kein Deutsch' spräche, begann dann mit Better than them, all alone. In der Pause zu Song zwei klingelte trotz der vorherigen Bitte dann prompt ein Handy, aber Justin hat es großzügig überhört ;-) Beim folgenden song, Changing of the light, holte er sich schon Unterstützung von Dean White, der sein Keyboard diesmal aber nicht soo häufig benutzte: im Verhältnis zur Gitarre war's eher selten. Justin meinte auch irgendwann (kann auch in Düsseldorf gewesen sein), dass Dean eigentlich nur Keyboard spiele, weil bei Army nichts anderes mehr frei gewesen sei ;-)

Im Anschluss kam ein Song, bei dem ich passen muß, ich kannte ihn nicht, irgendwas mit Seventeen und never the one with the... again.

Danach fragte er die Jungs im Publikum, ob sie einen Shed, eine Hütte hätten, in die sie sich zurückziehen könnten... na ja, wenn sie erst mal älter wären und mit einer Frau zusammenleben würden, wüssten sie, dass so etwas unerlässlich ist ;-))) Joolz hat ihn nicht in der Luft zerrissen, nur gelacht - aber wer weiß, was passiert, wenn er erstmal nach Hause kommt ;-))) Song: One bullet.

Verdächtigerweise standen auch Bongos (Percussions) auf der Bühne, auch ein Tambourine lag rum. Ich dachte bei letzterem schon an Joolz, verwarf den Gedanken aber gleich wieder, weil sie noch nie - außer bei Red Sky Coven - auf der Bühne aktiv geworden ist. Was auch so blieb, denn: Justin bat Mickey Dean als zweiten Special Guest auf die Bühne. Nelson und Dave kamen dann allerdings nicht mehr, schade eigentlich. ;-)

Mickey spielte allerdings nicht bei allen songs mit, nur bei ausgewählten, aber die Percussion-Untermalung hat ausnahmslos gut gepasst. Gestartet haben sie mit Heroes. Danach wollte er zwei songs über Flüchtlinge, Ausländer, rechte Gewalt singen, und startete mit Refugee. Bei diesem für Army/Justin eher ungewöhnlichen Song - nicht textlich, sondern musikalisch gesehen - lief es mir wirklich kalt den Rücken herunter, so intensiv war der Song in dieser Version live. Dabei ist er ohnehin schon sehr eindrucksvoll, aber diese Version toppte die CD-Version noch.. Der zweite, thematisch damit verknüpfte Song war Higher Wall.

Danach hatte Mickey erst mal wieder Pause, es folgte Turn away und dieser neue Song, home is wherever they take you in, der bestimmt einen ganz anderen, einfacheren Titel hat. Je öfter ich ihn höre, desto besser finde ich ihn übrigens ;-)

Sie spielten danach Sunset, Dean wirbelte mal an der Gitarre, mal am Keyboard, hatte die Haare offen und kann nicht wirklich viel gesehen haben, aber der Musik war nichts anzumerken, echt gut.

Bei Snelsmore Wood, das darauf folgte, erzählte Justin mal eine andere Geschichte: man würde oftmals unterscheiden zwischen den normalen, spießigen Leuten und den alternativen, würde sich oft auch von der Kleidung täuschen lassen, aber das sei alles Quatsch, man würde immer wieder überrascht, gerade von denen, bei denen man es am wenigsten erwartet. Er hat jedenfalls Tobias von den Inchtabokatables damals zum Flughafen bringen müssen und sein Auto war verreckt. Also haben sie einen Leihwagen genommen. Auf dem Rückweg hat Justin dann im Radio von der Demo für den Snelsmore Wood gehört und musste dort natürlich hin. Bekannte Geschichte, Polizei, Haare weg und so weiter. Am nächsten Tag hat er sein Leihauto zurückgebracht - und ja, er ist sich der Ironie, die in dieser Aktion der Demo mit Leihwagen liegt, durchaus bewusst... als ob wir irgendwas gesagt hätten... ;-))

Als er sein Auto dann zurückgab, sagte die nette, adrett mit einem grauen Kostüm gekleidete Dame hinter dem Schalter, dass die Polizei wegen dieses Autos bei ihnen angerufen habe. Man hätte dieses Auto bei der Demo gesehen und man wollte den Namen des Benutzers haben.

Und? fragte Justin vorsichtig. Das müsse ein Irrtum sein, hat sie der Polizei gesagt und den Namen nicht rausgerückt. Als er dann mit einem Grinsen und einem Dankeschön ging, hob sie noch den Daumen in die Höhe ;-) So kann's gehen, man wird doch immer wieder überrascht.

Weiter ging's mit Tales of the Road und dann begingen sie ein Sakrileg an Mickey, sie spielten nämlich You weren't there mit Drumcomputer; auch Dean hatte an seinem Keyboard nicht soo viel zu tun und Justin spielte gegen Ende ein wenig Mundharmonika und erzählte nach dem Song, den ich echt total schön finde, dass er auf dem letzten Festival, dem Bizarre, ein Problem mit der Mundharmonika gehabt hat: es kam kein Ton raus, er hat geschüttelt und gerüttelt, und nach dem Song hat er festgestellt, dass sich ein Markstück drin verklemmt hatte, tz ;-) Muß man im TV wohl auch recht deutlich gesehen haben, dass nicht alles so funktionierte, wie er sich das gedacht hatte.

Danach durfte Mickey glaub ich wieder ran - oder war's noch später? Jedenfalls ging's weiter mit Aimless desire, um den romantischen Deutschen entgegen zu kommen. Naja, das Lied ist ja schön, aber es ist eines, bei denen ich besonders dankbar bin, dass Justin englisch singt und nicht deutsch - zwischen Romantik und Kitsch gibt es nämlich einen kleinen, aber feinen Unterschied ;-)

Irgendwo und irgendwann kam dann auch noch Stranger und da ich nicht genau weiß wann - gibt's von irgendjemandem vielleicht eine Aufnahme??? ,-) - nehme ich einfach mal an, dass es hier war.

Der Song ging direkt über in R&R und das Set endete mit Ballad of Bodmin Pill.

Als Zugaben gab's diesmal Fate, Marakesh und in einem zweiten Set Lullaby (naja), Freeworld (genial!) und 225. Und dann war der Gig um 23:00 h nach 1:50 leider schon wieder vorbei. Aber fast alle, die ich gesprochen hatte, wollten am nächsten Tag sowieso noch nach Düsseldorf. Ich natürlich auch, diesmal sogar mit Begleitung ;-)

Es war wirklich sehr schön, die 250 Leute recht friedlich, kein lautes, störendes Gequatsche, der Sound war auch erstaunlich gut. Gegen Ende haben allerdings die Lautsprecher aufgegeben und es knatterte etwas unangenehm. Was ich halt an der Live Station auch klasse finde - neben der strategisch günstigen Lage direkt am Bahnhof - ist, dass man im Grunde von überall her gut sieht, weil sie bis hinunter zur Tanzfläche, auf der jetzt Tische standen, verschiedene Stufen hat, von der Empore (ebenfalls mit Tischen) ganz zu schweigen. Ein echt netter Laden und ein traumhaftes Konzert, aber das sag ich ja jedes Mal ;-)

© 10/2001 bat

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Hier geht's zum ZakkJustin Sullivan, 31.08.2001, Zakk, Düsseldorf   

Diesmal ging's noch nach Düsseldorf - wäre er nicht in der Gegend gewesen, wäre ich deshalb glatt auf's M'era Luna nach Hildesheim gefahren, aber so hatte ich ja noch mal Glück und vermutlich auch zwei sehr viel längere Konzerte als auf dem Festival ;-)

Die Halle im Zakk war nicht viel größer als das Live Station, aber anders, flach halt, vor der Bühne Tische, im hinteren Bereich einige Stehtische, die dann sehr schnell nach vorn gezogen wurden. Eine Empore, diese aber ohne Tische. Viel helleres Licht, eine Bühne mit einem roten Vorhang, nicht so gemütlich wie im Live Station, weil hier das Licht, das sie auf den hinteren Teil des Publikums gerichtet hatten, auch die ganze Zeit an blieb. Und es blendete! ;-(

Der Merchandise-Kram war mitsamt der Bar nebenan, so dass Joolz und Warren diesmal nicht so ohne weiteres beim Konzert zusehen konnten.

Wir standen weiter hinten an einem der Stehtische und ich war glaub ich näher an der Bühne als in Dortmund, habe aber nicht so viel gesehen, na ja. Dean hatte übrigens heute die Haare zusammengebunden - in Absprache mit Warren? Der hatte jedenfalls ebenso wie Joolz auch einen Zopf ;-) Vielleicht hat er aber auch gestern einfach nicht genug gesehen...

Das Konzert und die Stories waren ähnlich, Justin war gut drauf, die Fans auch, aber sie waren auch lauter, weshalb Justin doch mal shut up sagen mußte, und das nicht nur einmal... obwohl der nette Mann die Leute doch auch hier am Anfang aufgefordert hatte, zum Quatschen nach nebenan ins Cafe zu gehen.

Sie starteten hier mit Changing of the Light (Justin allein), dann Modern times, hier schon unterstützt von Dean. Es folgte wieder die Frage nach dem shed und One bullet. Die beiden Flüchtlingssongs gab es hier in umgedrehter Reihenfolge: Higher Wall und Refugee, beides wieder genauso genial wie auch schon in Dortmund. Justin wirkte auch hier sehr locker und war mit Spaß bei der Sache, vielleicht ist er ja doch süchtig nach Touren und ist - wie er sich selbst gefragt hat - in der Zeit zwischen den Konzerten in einer Pappkiste und wartet sehnsüchtig auf die nächste Tour ;-)

Sie spielten im Anschluss Turn away und Home is... Danach auch - mit Mickey natürlich - Heroes, Tales of the road und Sunset. Es folgte die neue Story vom Snelsmore Wood inklusive Lied und danach die Beleidigung an Mickey: You weren't there. Dann versuchte Justin Leeds Rd, 3 a.m., was hier auch ganz gut klappte, obwohl er wie gesagt einmal schimpfen musste und die Leute dann immer, wenn jemand lauter plapperte, psssst sagten ;-) Auf dem History-Konzert im E-Werk war das mit diesem Song nicht ganz so gut geraten, es war einfach zu unruhig. Mickey kam irgendwann Bongos spielen, und Justin sang so vor sich hin: I'm a bongo boy... Aqua halt, das war ziemlich witzig ;-) Die folgenden Songs hatten sie auch am Vortag schon gespielt: Aimless desire, Stranger, R&R. Danach Inheritance als Reggae mit Mickey, das Ende hat nur leider gar nicht geklappt, weshalb Justin dann noch mal in die aktuelle Charts-Musik griff und die erste Strophe von Dido's Thank you sang, das da aufhört mit 'it's not so bad' ;-))) Doch, er war echt gut drauf.

Auch hier war der Abschluß-Song des Hauptsets Ballad of Bodmin Pill.

Zugaben: Marakesh und Lullaby im ersten Schritt, gefolgt von Someone like Jesus - mit Bongos gar nicht mal so schlecht, 225 und Freeworld.

Auch dieses Konzert war natürlich toll, meine Begleitung diesmal um so netter, das Licht, das mich die ganze Zeit anleuchtete, dafür aber ziemlich nervig. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass Justin hier noch mehr rumgealbert hat; die Stories waren die gleichen wie in Dortmund, die Songs leicht variiert (modern times, klasse!) und dennoch hat mir der Gig in Do einfach wegen des Ambientes besser gefallen und vielleicht auch, weil es dort nicht ganz so nervig laut war.

Fazit: ich will mehr ;-)

Aber immerhin kommt am 31.10. Nozzle nach Essen, also kann ich mir wenigstens Dave dann live ansehen, wenn schon nicht Justin, ist ja auch was Schönes. CU there

© 10/2001 bat

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Hier geht's zur KulturfabrikJustin Sullivan, 22.03.2002, Kulturfabrik, Krefeld

Justin Sullivan ist definitiv Tour-süchtig. Das gleiche scheint für Dean White und Michael Dean zu gelten, die ihn diesmal wieder begleiten. Umso besser für uns. Für Justin und Friends war es schon der siebte oder achte Gig, für mich auf dieser Tour der erste. Die KuFa war bestuhlt und rappelvoll, wir standen hinten, ziemlich weit von der Bühne entfernt, aber wer zu spät kommt ist selber schuld. Außerdem hab ich bei Justin anders als bei RSC irgendwie nicht die Lust, mich zu setzen.

Start war um 21:00 h. Daz kündigte Justin auch diesmal wieder in perfektem Deutsch an und bat darum, die Handys auszuschalten - und wieder nicht mit durchschlagendem Erfolg ,-)

Justin betrat die Bühne mit schwarzem Anzug und Gitarre, sah fast seriös aus ;-) Und startete allein mit Better than them. Danach begrüßte er Dean White am Keyboard bzw. an der zweiten Gitarre. Zusammen ging's dann weiter mit One bullet.

Beim Eingang hat der Mann an der Tür die Leute mit Fotoapparaten bereits darauf hingewiesen, dass sie möglichst ohne Blitz und wenn überhaupt dann nur zu Beginn fotografieren sollten - und prompt dachte sich auch Armando, dass er diese Gelegenheit doch nutzen solle. Er stellte sich also vor die Leute in die erste Reihe und ziehlte kameratechnisch auf Justin, der daraufhin zum Rest des Publikums meinte: 'Just one minute',sich für Armando in Position stellte, der dann auch fotografierte. Danach sagte Justin ihm allerdings, er möge sich jetzt endlich setzen, es schien nicht der erste Versuch von ihm gewesen zu sein ,-))) Die Bilder könnt Ihr sicherlich demnächst auf http://www.darklinks.de bewundern ;-)))

Nach dieser Unterbrechung konnte es dann weitergehen. Mit einem Justin-eigenen Song, der vermutlich im Herbst auf seiner Solo-CD zu finden sein wird und den man von der letzten Tour bzw. von den letzten RSC-Gigs bereits kennt: Stoned, fired and full of grace. Es blieb eher ruhig mit einem song, der sich wie auch der vorherige um Abhängigkeit dreht: Turn away - inkl. Gitarrenstimmen ;-) Insgesamt war der Sound in der KuFa aber richtig klasse, sehr schön - bestimmt geeignet für Mitschnitte, es sei denn, man hat hinten gestanden und das ganze Gebrabbel und Gemurmel der Leute mitbekommen....Justin war zwischendrin auch genervt und fragte, ob es denn in Krefeld keine anderen Pubs außer der KuFa gebe, wohin man verschwinden und quatschen könne, es sei halt kein Army-Gig...

Das nächste Lied war auch wieder eines, das sich sicherlich auf der Solo-CD wiederfinden wird und das ebenfalls schon diverse Male solo und bei RSC vorgetragen wurde: Home is wherever they take you in (vermutlich hat es auch einen einfachen, kürzeren Titel...).

Dann kam Mickey Dean, der diesmal wieder akustisch spielen durfte mit Bongos, Rasseln, Tambourines, Becken, Glocken etc. Find ich total schön, gibt auch alten Army-songs, die man schon -zig-mal gehört hat, ganz andere Richtungen, ansonsten ist I love the world oder auch 225 oder Inheritance mittlerweile doch etwas ausgereizt. Gestartet haben sie inkl. Drums dann mit Tales of the road, gefolgt von einem alten Army-Song: Heroes.

Justin erzählte auch so dies und das, ähnlich wie schon auf der letzten Tour, grundsätzlich neue Geschichten waren glaub ich nicht dabei. Weiter ging's mit Headlights sowie Ballad of Bodmin Pill.

Er fragte uns, wie wir es eigentlich finden würden, wenn Engländer etwas über unser Land schreiben würden, denn genau das habe er beim nächsten Song vor schon einer ganzen Weile getan: Luhrstaap.

Im Anschluss wieder das sehr intensive All of this, größtenteils nur mit Klatschen untermalt, sowie mit Justin, der mit der Faust auf seine Gitarre klopfte, wie ein Herzschlag. Er erzählte danach kurz die Geschichte der Wälder, die auch in England aufgrund von Straßenbauten abgeholzt werden und einem Wald und einer Demo hat er einen Song gewidmet: Snelsmore Wood. Diesmal aber ohne große Vorgeschichte. Dafür wurde die darauffolgende Vorgeschichte etwas länger, er erzählte von angeblichen Nazis, die sie in Bradford gefilmt und dann im Fernsehen gezeigt hätten und erzählten auch, dass das Fernsehen selbst irgendwelche Jugendliche erst entsprechend manipuliert (betrunken und bequatscht) habe, damit diese Aufnahmen zustande gekommen seien... You weren't there.

Danach ein Song aus der neuen Lost Songs von New Model Army, Trees in Winter. Dann ging's zur Eight und hier zu Leeds Road, 3 a.m., super-intensiv und sehr sehr schön mit Gänsehaut am Ende. Auf dem Army-Konzert zu Weihnachten (oder war's schon auf dem Konzert davor?) hat er es auch gespielt, da kam es aber gar nicht an. Der song ist wohl - weil er mehr erzählt als gesungen wird und auch keinen großartigen Refrain hat - eher ein Song für kleinere, akustische Gigs. Das nächste Lied war dann wieder etwas schneller, aber immer noch von der Eight - eines der guten: Stranger. Dann doch wieder eine B-side: Southwest, schließlich sind sie im B-sides-machen richtig gut, manchmal sogar besser als im A-Sides machen, keiner weiss warum, Justin auch nicht ;-)

Dann einer meiner Lieblingssongs, wenn auch schon ganz alt: Lovesongs, akustisch einfach nur schön! Und wieder zurück zu den B-Sides, diesmal zur ersten der B-Side-CDs: Deadeye, wieder Medienkritik; am Ende ging's richtig ab, Mickey gab alles und der Song ging direkt über in R&R, das aber akustisch auch nicht wirklich so ist, dass ich es als gut bezeichnen würde...

Tja, und das war's dann schon, bei Justin ist die Zeit immer irgendwie aus den Fugen und geht viel zu schnell vorbei. Aber er kam wieder und spielte Higher Wall, erzählte dann im Anschluss die Geschichte von der Wahl in Endland, bei der sie ganz motiviert wählen gegangen waren und gehofft hatten, dass sich alles ändern würde - und doch alles wieder beim Alten blieb. Und anstatt dass die Welt stehenbleibt oder zumindest schlechtes Wetter produziert, war am Tage ihrer großen Niederlage strahlend schönes Wetter, die Welt ging weiter ihren Gang und kümmerte sich nicht um die kleinlichen Geschäfte und Geschicke der Menschen - und so wird es immer sein: Afternoon Song. Danach ging's nochmal in Richtung Berlin und Religion ("Vater, warum hast Du mich verlassen?".. und sowas schreibt man dann auch noch in die Bibel, so es denn wirklich geschehen sein sollte? Strange thing..) als Überleitung zu Someone like Jesus; ich wusste gar nicht, dass Justin so tief singen kann, live und akustisch gar nicht mal so schlecht, der Song (obwohl...;-) ). Sie verschwanden, kamen noch einmal zurück, d.h. Justin kam zurück. Und spielte Marakesh, seufz. Die Jungs durften aber auch nochmal ran, nämlich bei Inheritance wieder als Reggae, gefolgt von 225, das dann um 23:00 h nach zwei Stunden den Abschluss bildete.

Sehr, sehr schön und gut dass ich zumindest für ein weiteres Konzert schon eine Karte habe ;-) Leider gab's die CD von Justin bei Warren noch nicht zu kaufen, dafür aber T-shirts, die Joolz (die diesmal nicht dabei war) mal wieder wunderschön 'designed' hat: ein Portrait von Justin und ein anderes mit Justins Namen, dem Namen seiner kommenden CD sowie einem keltischen (?) Symbol. Warren hatte nach dem Konzert alle Hände voll zu tun ;-)

cu spätestens in Gelsenkirchen und nicht nur wenn Ihr Aufnahmen habt, würde es mich freuen, von Euch zu hören ;-)

© 03/2002 bat

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hier geht's zur Kaue Justin Sullivan, 23.04.2002, Kaue, Gelsenkirchen

Fast einen Monat nach dem Konzert in Krefeld war Justin im Rahmen seiner Riesentour mal wieder in der Nähe und wir konnten ihn uns noch einmal anhören. Die Kaue war gerappelt voll und - wie Daz uns mitteilte - aus genau diesem Grund auch unbestuhlt.

Der Merchandise musste dieses Mal wieder ohne Joolz - aber auch ohne Warren auskommen, dies aber nur am Rande ;-)

Gestartet hat Justin um 20:20 h, allein mit Better than them. Danach bat er Dean White dazu und es ging ganz ähnlich wie in Krefeld weiter mit One Bullet (one of many story songs). Dann meinte er, er würde jetzt eines seiner seltenen positiven Lieder singen und hätte in der letzten Zeit ausserdem gelernt, dass grace auf Deutsch Gnade heißen würde. Und genau um dieses Wort geht's dann auch im Song Stoned, fired and full of grace. Gefolgt von Turn away, auch immer wieder sehr schön.

Danach kam Michael Dean auf die Bühne. Ich mag diese akustischen Sets, insbesondere wenn Mickey dabei ist, die Musik geht dabei irgendwie noch mehr unter die Haut als auf den großen "plugged" Konzerten.

Weiter ging's mit Tales of the road - gewidmet allen, die von weither angereist sind. Danach meinte er, die schwierigste Beziehung überhaupt hätte man zu seinen Eltern und später mit seinen Kindern, the other way round sozusagen. Dazu hat er ein Lied geschrieben, Weihnachten 1985, auch schon wieder ganz schön lange her: Heroes. Echt klasse. Überhaupt war er diesmal noch mehr in Plauderstimmung als in Krefeld. Die Stories waren teilweise natürlich die gleichen, aber auch er kann Dinge ausbauen, sie nicht so nüchtern sondern eher ironisch erzählen und heute hatte er eindeutig Quasselwasser getrunken und ein wenig von Rev Hammer abgeguckt was die Geschichten anging.. zum Glück nicht, was songs und Gesang angeht... ;-)

Danach, fast nur mit Keyboard und Drums, Headlights on your tail. Fast magisch.

Ich habe vor dem Konzert noch mit einem Bekannten erzählt (denn auch dazu ist Army ja da, dass man sich endlich mal wieder sieht ;-) ) und er erzählte, dass sie mit seiner Band in Cornwall gewesen sind um neue Songs aufzunehmen, aber auch um die Landschaft auf sich wirken zu lassen und überhaupt. Es sei sehr, sehr schön gewesen.

Justin nun meinte im Anschluss an Headlights, dass sie mit der Band vor Jahren in Cornwall (! hat er jetzt Cornwall gesagt?!? ;-) ) für Aufnahmen gewesen seien und dass dies echt das schönste Stück England sei, was man sich denken könne - weshalb sie auch genau am entgegengesetzten Ende wohnen würden ;-) In jedem Fall waren sie dort in einem kleinen, indyllischen Studio. So idyllisch, dass sie es nur mit einem Boot über einen kleinen Fluss erreichen konnten, d.h. alle Instrumente ins Boot und los - aber nur bei Flut, ansonsten war kein Durchkommen. Wirklich sehr idyllisch ;-) Und irgendwie hieß das Ganze Bodmin Pill, was uns dann einen Hinweis auf das kommende Lied gab. Wieder was gelernt über die Ballad of Bodmin Pill.

Übrigens, oben erwähnte Band fand Cornwall zwar auch idyllisch und wird bestimmt auch mal berühmt, aber in obigem Studio waren sie dann doch nicht. Und ihr versteht jetzt hoffentlich obiges Abschweifen ;-) Manchmal gibt es einfach seltsame Zufälle.

Weiter ging's mit einem von Justins Lieblingsthemen: Germany east - west. Auch hier wie in Krefeld wieder die Frage, ob wir, wenn wir 300 km nach Osten fahren, noch immer im gleichen Land sind. Die Antworten waren geteilt, so wie wohl überall: ja, nein, schwierig, weiss nicht. Justins Lieblingsantworten waren It's difficult und: same country, different people. Still? Würde ich da fragen. Er war allerdings erstaunt, wieviele Leute im Osten mit Ja geantwortet haben und entsetzt über Fulda, wo alle "nein" geschrieen haben.. naja, ganz so schlimm wird's wohl nicht gewesen sein... oder? ;-) Im Anschluss dann wieder das Lied, das er als Engländer über Deutschland geschrieben hat, mit der Frage, wie wir denn damals von den Scorpions "Winds of change" fanden.. entsetztes Schweigen, weil alle schon dachten: oh Gott, er wird das doch wohl nicht spielen?!? Und erleichtertes Aufatmen, als er meinte, es sei so richtig grottenschlecht und er spiele lieber das, was er dazu zu sagen habe, ob wir es nun gut oder schlecht finden, wenn ein Ausländer über deutsche Verhältnisse singt: Luhrstaap, das Lied, das ich nie auf Anhieb richtig schreibe.

Danach ohne große Kommentierung - alles ist diverse Male erzählt - Snelsmore Wood, gefolgt von You weren't there (Austausch in der ersten Strophe durch New York und Kabul), dieses allerdings auch komplett ohne Ansage, schon sehr verwunderlich, wo doch die Medien das zweite Lieblingsthema von Mr. Sullivan sind ;-)

Danach ein Song, den er gleichzeitig zu Ballad of Bodmin Pill geschrieben hat und bei dem die Reporter in Interviews damals immer so begeistert darüber gewesen seien, wie ironisch sie doch sind - dabei sei es gar nicht ironisch gemeint gewesen.... These words.

Nun zu den B-Sides, die ja immer besser gewesen seien als die A-Sides. Warum? Fragte jemand aus dem Publikum. "Damit wir nicht zu berühmt werden" antwortete Justin. Und grinste.

Song: Trees in winter, wie auch schon in Krefeld (von der neuen CD halt ;-) ).

Danach Stranger und eine völlig hypnotische Version von All of this. Diesmal nicht mit Gitarrengeklopfe, auch nicht mit Klatschen als Untermalung sondern ein ganz leiser, eindringlicher Rhythmus von Mickey auf dem Becken. Zwischendrin fingen die Leute an, im Takt mitzuklatschen, Mickey grinste, schüttelte den Kopf und die Leute hörten wieder auf. Nur während des Refrains fing er an, auf die Bongos zu schlagen, Justin begann, Gitarre zu spielen und es wurde laut! Danach wieder leise, ohne Gitarre, nur mit den Sticks auf den Becken. Wirklich irre, noch intensiver als die andere Version.

Im Vorfeld erwähnte er noch das dritte Thema, das ihn beschäftigt, den "war agains terror", in sich ein Widerspruch, wie er meint. Alle diese Leute, die Gewalt anwenden oder fanatisch irgendein Ziel verfolgen, seien im Grunde gleich: "wenn ihr nicht für uns seid, seid ihr gegen uns". Vielleicht etwas vereinfacht, aber es ist schon was Wahres dran und Fanatismus und Arroganz haben bislang noch nie zu etwas Gutem geführt.

Danach ging's weiter mit If you can't save me (ebenfalls Lost songs).

Und endlich die Story zu You weren't there: Justin meinte, normalerweise würde er vor dem Song immer sagen: never believe what you see on television. Diesmal hätte er es nach hinten verschoben und hat dann geschildert (etwas ausgebaut zum Konzert in Krefeld), wie die Medienleute so an Reportagen rangehen: erst schreibt man auf, was man so zeigen will. Das spart dann das Filmmaterial, weil man nicht munter drauflosfilmen muss sondern erstmal ganz gemütlich gezielt suchen kann. Es sollte nun also irgendwann Ende der Siebziger eine Reportage über Punkrocker in Bradford gedreht werden und das Script sah vor, dass man auch die Gegenseite, nämlich die Nazis, zeigt. Schade war nun aber, dass es in Bradford irgendwie keine gab. Also machte man sich welche: man gab einer Gruppe Möchtegern-Punks, etwa im Alter von 15, eine Menge Alkohol, machte auf guter Kumpel und meinte dann, ob sie nicht just for fun mal die Hand im Nazigruß erheben könnten. Klar, warum nicht, ist ja alles ein großer Spaß. Und schon hatte man die Reportage im Kasten...Also, immer erst die Dinge hinterfragen und nie einfach alles glauben, was einem vorgesetzt wird.

Die Indianer - nun als Überleitung zum nächsten Song - haben für Fernsehen einen ganz eigenen Begriff: Deadeye. Passend zum Thema, wie immer.

Danach noch R&R und um 21:55 h war der Hauptteil dann leider schon vorbei.

Justin kam wieder und spielte Green & Grey, was er auf dieser Tour angeblich nur ab und an, wenn es im grade passend erschien, gespielt hat. Allein, nur mit Gitarre und mit einem verhaltenen Chor aus dem Publikum, der sich sogar bemühte, richtig zu singen. Allerdings sangen wir die ursprüngliche Melodie, die Justin zwischendrin mal etwas abwandelte und dann wurde es etwas schwieriger mit dem Richtig-Singen, im großen und ganzen hörte es sich aber sehr schön an, was Justin auch entsprechend kommentierte: Ihr singt das ja schöner als ich..naja ;-)

Dean kam zurück und es gab Fate. Mit Mickey als Verstärkung gab's dann noch eine Version von Someone like Jesus, die mir sogar gefallen hat, richtig unheimlich, wenn Justin so tief singt - oder spricht, was zu diesem Song eher passt.

Das zweite Zugabenset bestand dann leider nur noch aus zwei Songs, aber der erste war's wert! Sie hätten mal vor einiger Zeit an einer CD mit Stones-Covern mitgemacht (Gimme Shelter, Obdachlosenprojekt) und seien gebeten worden, eben dieses Gimme Shelter zuzusteuern. Sie haben dann überlegt, wer denn wohl mit ihnen singen könnte und sind auf Tom Jones gekommen - "Man, hat der Typ ein Organ!" meinte Justin. Selbst ihr Drummer hätte sich während der Proben und Aufnahmen nicht richtig gehört, weil er so laut gesungen hat ;-)

Tja, und er habe Tom auch angerufen, ob er nicht nach Gelsenkirchen kommen wolle. Der nächste Flughafen sei Düsseldorf. Klar, habe Tom gesagt, das würde er von L.A. aus wohl machen können. Dummerweise habe der Flug aber wohl Verspätung.. aber wer weiss, vielleicht schaffe er es ja morgen bis Bonn ;-)))

Gimme Shelter war aber auch ohne Tom Jones ein Erlebnis! ;-)

Danach kam etwas, das sich vielversprechend anhörte, aber dann doch als 225 herausstellte. Das einzig Interessante an diesem irgendwie auf jedem Konzert der letzten Jahre gespielten Song war nur, dass Mickey lauthals mitgesungen hat ;-)

Tja, und das war's dann um 22:30 h, etwas über zwei Stunden geniale Musik mit einem sehr gut gelaunten Justin Sullivan und einem tollen Publikum. Die beiden Friends nicht zu vergessen, ohne die es sich sicher nur halb so gut angehört hätte. Doch, hat wirklich Spaß gemacht und genau den wünsche ich auch noch allen, die an weiteren Konzerten von Justin & Friends teilnehmen werden! ;-)

(c) bat 04/2002

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Hier geht's zum ZakkJustin Sullivan and Friends, 06.03.2003, Zakk, Düsseldorf   

Justin Sullivan ist zurück von seiner Atlantik-Überquerung und hat sich wieder einmal auf Konzert-Tour begeben, u.a. ist er in Düsseldorf im Zakk gestrandet.
Schön war es, wieder so viele bekannte Gesichter zu sehen und zu sprechen, immer wieder schön auf diesen Gigs. Hoffen wir also, dass Justin nie in Rente geht ;-)

Los ging's um kurz nach acht wie üblich mit Daz, der uns auch diesmal wieder riet, endlich die Handys abzustellen und den Abend zu genießen mit Justin Sullivan.

Dieser startete gegen 20:15 h allein mit Changing of the light, einerseits alt, andererseits aber auch ein Stück, das auf der neuen Solo-CD Navigating by the stars zu finden ist. Danach wurde Dean White dazu gebeten und es gab Aimless desire, sehr geeignet für Acoustic-Shows. Bei Lied 3 durften wir dann auch Michael Dean an den "Drums" begrüßen: Stoned, fired and full of grace, sehr schön und eines der wenigen, das noch auf keiner offiziellen CD zu finden ist. Justin griff nun zurück auf die Lost Songs mit Trees in winter, auch eher ein Justin-Solo als ein NMA-Stück. Finde ich jedenfalls. Dann wurde es alt mit Heroes. Justin, gekleidet mit schwarzer Hose, schwarzem T-Shirt und anfangs ganz tapfer mit schwarzem Jacket, erzählte zu Beginn erst einmal nicht so viel - nur dem Lichtmann sagte er, dass er doch bitte das Publikum ein wenig mehr beleuchten solle, damit er auch sieht, für wen er spielt. In solch kleinen Clubs ist das sicher etwas anderes und auch sehr viel persönlicher als in riesigen Hallen wie dem Palladium oder dem E-Werk, wo der einzelne einfach in der Masse untergeht. Nicht, dass es im Zakk leer gewesen wäre, im Gegenteil. Wie Daz schon anfangs sagte: es waren einfach zu viele Karten verkauft worden, um das ganze noch zu bestuhlen ;-) Aber es war eben doch eher gemütlich. Das Publikum war auch auf einen ruhigeren Konzert-Abend eingestellt, es wurde zwar ein wenig gebrabbelt, was ja auch normal ist, aber es war nicht unangenehm laut und Justin musste auch nicht schreien, um sich verständlich zu machen. Klar haben einige Handys trotz der Einleitung gebimmelt, aber das gehört wohl irgendwie dazu ;-) Und die Beleuchtung für Justin blieb auch, etwas konnten wir ihn zwar noch herunterhandeln, aber insgesamt war es doch so hell, dass er sein Publikum beim Singen betrachten konnte. Irgendwann fing er dann auch an zu erzählen, von seinem neuen Album, das er nun endlich doch noch fertig gebracht hat, wo er doch schon drei, vier, fünf, sechs.. oder gar sieben? Jahre davon erzählt. Und dass er immer wieder gefragt würde, was denn dieses Stück Radio auf seiner CD zu suchen habe, was es bedeute. Das, sagte Justin, sei der Traum eines jeden Engländers: der See-Wetterbericht, ein Wetterbericht für Schiffe, einfach traumhaft. Er liebe das Meer und deshalb ist es auch Thema seiner CD. Er war sieben Tage auf einem Frachter im Atlantik und war hin und weg, obwohl es eigentlich nur Wasser und große Wellen gab. Er hat auch ein Video gedreht, das er jedem der es sehen will oder auch nicht, in der letzten Zeit gezeigt hat, weil er so begeistert davon war. Die anderen eher nicht... es zeigt halt in erster Linie eins: Wasser ;-))) Man merkte ihm die Begeisterung beim Erzählen noch immer an, scheint echt eine Art Traum gewesen zu sein, den er sich da erfüllt hat.

Weiter ging's mit Stücken von eben diesem Album: Twilight Home, auch schon bekannt von diversen Solo-Konzerten, sowie einem der imho besten Stücke der Platte: Ocean Rising, akustisch super-intensiv. Zwischendrin waren die Drums trotz akustischer Ausgabe mal ein wenig laut, hat mich aber nicht so wirklich gestört ;-) Danach wurde es wieder etwas älter mit Lust for power und einem meiner all-time-favourites: Ghost of your father. Wurde vom restlichen Publikum glaub ich ähnlich gesehen, es wurde jedenfalls fleißig mitgesungen. Justin blieb auf der B-sides and abandoned tracks mit No sense und kehrte dann in die neuere Zeit zurück mit Long goodbye. Dann erzählte er von der Demo gegen den Irak-Krieg in London und vom Fernsehen: irgendein Hubschrauber einer Fernsehsendung habe über der der Demo folgenden Kundgebung gekreist und es sei so laut gewesen, dass man kein einziges Wort verstanden hätte... na ja, vielleicht hat's ja später im Fernsehen geklappt ;-))) Der passende Song war nicht, wie ich erst dachte, Deadeye, sondern You weren't there, noch immer wunderschön und noch immer mit Drum-Computer und ohne Mickey Dean... seltsam ;-) Dann wieder zurück zum neuen Album mit Sun on the water. Live besser als auf CD, gilt aber für alle Stücke auf dieser CD wie ich finde, was nicht gegen die CD sondern für Justin's Live-Qualitäten spricht ;-).
Gilt übrigens auch für den folgenden Song: Green.

Danach wurde es wieder richtig alt: The Attack. Justin meinte vorher, die Leute hätten ihn gefragt, warum er nach dem 11. September nicht einen song darüber geschrieben hätte und es auch auf seinem Album nicht angeschnitten hätte. Er meinte daraufhin, das er alles, was es dazu zu sagen gäbe, bereits in der Vergangenheit geschrieben hätte. The Attack war da nur eines von diversen Beispielen. Dann wieder eines, dass einfach ein Muss ist, auf solchen Gigs: Ballad of Bodmin Pill, endlich durften wir mal wieder laut mitsingen ;-). Und dann ein weiterer all-time-favourite, auch oft und gern gecovert: Love songs. Es ging auch gleich genial weiter mit Snelsmore wood, wow. Wobei mich beim singen (wenn ich es denn könnte) so ein Echo doch mächtig irritieren würde. Tja, und dann gingen sie einfach! Um 21:45 h. Nach 1 ½ h. Dabei hatten wir den Eindruck, sie hätten grade erst angefangen....
Die erste Zugabe bestand dann wieder aus Songs des neuen Albums, Sentry und dem schon etwas länger bekannten Turn away, wunderschön. Und dann wurde es noch mal laut mit einem Cover: Gimme shelter, diesmal ohne Tom Jones-Geschichten ;-).

Die letzte Zugabe war dann Wipeout von der Eight, ein etwas unerwarteter Abschluss, ich musste auch wirklich nachsehen, wie dieses Stück überhaupt heisst, auf der Platte irgendwie eher nichtssagend. Für mich war der Song immer eher ein Lückenfüller, aber zu diesem Abend passte er gut, schließlich hat er auch was mit Ozeanen zu tun ;-)

Doch, es war wirklich schön, obwohl man ja immer ein oder zwei Lieder hat, die man noch unbedingt hätte hören wollen, wie z.B. Apocalypse Dreams oder One Bullet, aber schließlich muss für's nächste Mal ja noch was übrig bleiben ;-)

Also werde ich im Mai wohl doch noch nach Bonn fahren, wenn ich es schon nicht nach Bielefeld geschafft habe und wer weiss, vielleicht kommen dann ja die noch "fehlenden" songs ;-).

Bis dahin.

(c) bat 04/2002

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keltisches Logo, schwarz auf rotem Hintergrund Justin Sullivan and Dean White, 02.11.2011, Grend, Essen   

Das Grend ist irgendwie immer noch nicht größer, ein echtes Wohnzimmer-Konzert, ein wahrer Traum! Wir waren schonmal bei Justin im Grend, auch wenn ich grade den Bericht vermisse und letztes Jahr stand ich vor der Tür, weil ich das Kartenkaufen vertrödelt hatte - naja, so schnell wie das hier immer ausverkauft ist, passen max. geschätzte 100 Leute rein. Und es war ja sooo schön ;-).

Dean wuselte vorher schonmal ein bisschen auf der Bühne rum, verschwand dann wieder um gemeinsam mit Justin zurückzukehren. Um 21:10 h ging es los. Justin sagte "Hi" und dass es jetzt erstmal einen song zur Erklärung gebe... Someone like Jesus. Im Publikum andächtige Stille, nur ganz leises Mitgesinge, sooo schön (hab ich glaub ich schon erwähnt...). Weiter ging es mit One Bullet und dann einem von vielen (unglücklichen) Liebesliedern - Liebe sei schrecklich, sagte Justin, zumindest ungefähr zur Hälfte... und das scheint genau die Hälfte zu sein, in der man Zeit hat, Lieder drüber zu schreiben. LS43. Dann ein weiteres Liebeslied: North Star. Für den verstorbenen Tommy Tee, hat er auch nochmal erwähnt. Hier war wirklich andächtige Stille im Publikum, war echt Gänsehautstimmung. Dann erzählte Justin von einer der letzten USA-Touren und einem Song, den sie drüben geschrieben haben: States Radio, hier wurden wir langsam etwas mutiger und lauter, die andächtige Stille war vorbei.

Justin fragte, ob wir dieses "Twilight-Thing" auch kennen würden... vorsichtig zustimmendes Gemurmel, denn so richtig kommt man an den Vampiren und Werwölfen und diesem Liebesgeschmachte ja nicht vorbei ;-). Er meinte, er hätte Glück, er hätte keine Kinder im Teenager-Alter aber er wäre dort gewesen, wo man die Sage "erfunden" hat: in La Push bei Seattle, dort lebt ein Stamm von ca. 600 Indianern, die daran glauben würden, dass Wölfe sich in Menschen verwandelt hätten. Es sei eine sehr eigenartige Stimmung gewesen dort, Alkohol, komische Riten und die Flagge der Eroberer an der Wand des Rathauses... La Push, was sonst. Danach Aimless Desire, Dawn und Stoned, fired and full of grace, wunderschön. Und dann kam die Ozean-Phase. Justin steht nun mal auf Ozean, Meer, Segeln und überhaupt. Siehe auch die alten Berichte. Auch North Star war schon ein Ozean-Lied, aber eben auch eine Liebeserklärung. Jetzt aber wirklich Ozean. Erst Marry the Sea, dann das großartige Ocean rising, wahnsinnig intensiv, richtig Sturm eben (das Licht war natürlich ebenfalls sehr schön blau, siehe dazu auch Bericht Bielefeld ;-)). Nach dem Sturm wird's wieder ruhiger, sagte Justin und spielte Sun on the water und danach ein "Surflied", Wipeout. Naja, dann war's aber auch genug mit dem Wasser und es ging weiter mit Notice me und einem sehr beeindruckenden Chor, dabei waren doch nur so ein paar Leute da ;-). Bei You weren't there war's ähnlich, echt genial. In der ersten Strophe gab's hier übrigens neue Orte, Kabul hab ich verstanden aber die anderen beiden leider nicht, wenn also jemand bessere Ohren hatte, bitte melden.

Justin hat dann noch vom Euro und von den Griechen erzählt und den Protesten und ist darüber irgendwie bei einem "Protest-Song" gelandet, auch wenn dieser jetzt nicht so wirklich was mit Banken und Krisen zu tun hat und die Überleitung mir ein wenig holprig erschien ;-). Der song war dennoch großartig und mit einer ganze Menge Echo: Snelsmore Wood.

Das war es leider schon, das Hauptset. 22:25 h und man meint, es seien erst maximal 10 Minuten um.

Das Zugabenset startete wieder mit einem - traurigen - Liebeslied: Marakesh, immer wieder gerne, fand auch das Publikum, wirklich schön gesungen. Danach Sky in your eyes (naja) und dann eine kurze Unterhaltung über die Eitelkeit der Menschen. Justin wollte wissen, was Vanity auf Deutsch heißt und hat zunächst Heiterkeit verstanden, was zu Heiterkeit geführt hat. Wir konnten es ihm dann aber doch noch beibringen und wurden mit dem zugehörigen Song belohnt. Zum Schluss gab's noch was zum Schunkeln und mitsingen: Autumn. shalalalalalaaala ;-).

Leider um 22:45 h das letzte Stück. Die Zeit verging wirklich wie im Flug. Ich werde die Karte für Bielefeld nicht verkaufen sondern auf jeden Fall hinfahren, egal wo Bielefeld denn nun auch genau sein mag, das wird es auf jeden Fall wert sein!

Hier nochmal die Songs gebündelt:

Someone like Jesus
One Bullet
LS43
North Star
States Radio
La Push
Aimless desire
Dawn
Stoned, fired and full of grace
Marry the sea
Ocean Rising !!
Sun on the water
Wipeout
Notice me
You weren't there
Snelsmore wood

--22:25 h--

Marakesh
Sky in your eyes
Vanity
Autumn

---22:45 h---

Also dann, bis morgen in Bielefeld.

(c) bat 11/11

foto (c) bat: Justin und Dean
foto (c) bat: Justin

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keltisches Logo, schwarz auf rot Justin Sullivan and Dean White, 03.11.2011, Forum, Bielefeld   

Gestern war ich schneller am Grend als heute am Forum.Will sagen: das ist nicht wirklich "um die Ecke" von Essen. Uff. Aber egal. Und dass ich in Bielefeld alte Bekannte aus Dortmund treffe, die ich, wenn, dann eher in Essen erwartet hätte, hätte ich auch nicht gedacht, die Welt ist manchmal echt klein ;-).

Das Forum hatte schon eher Zeche-Carl-Qualitäten, war viel größer, daher heute auch mit Merchandising (sprich mit T-Shirts, auf denen vorne irgendwas mit See, Segeln oder Wasser drauf war ;-)). Und mit ungefähr doppelt so vielen Leuten wie gestern (200, 250 würde ich schätzen).

Start heute erst um 21:40 h. Ähnlicher Start wie gestern mit Hi und Erklärungsliedern, aber Justin schien noch besser gelaunt und erzählte noch mehr Zeugs. Das Bielefelder Publikum war auch nicht ganz so zartfühlend und klimperte und quatschte schon mal rum an Stellen, die ich so richtig intensiv und fast andächtig fand, aber dafür konnten sie ganz gut singen ;-). Dennoch komm ich gleich bestimmt nochmal auf die "quasselnden Bielefelder" zurück, nicht böse sein...

Ok, nach someone like Jesus also auch hier erstmal one bullet und LS43, dafür war aber die Liebesgeschichten-Sache etwas weiter ausgebaut, Justin erzählte, es gehe halt immer "up and down, up and down" und wenn man grade hat, wen man will, dann hat man anderes zu tun als Lieder zu schreiben, die Zeit hat man erst wieder, wenn es down geht, daher also keine glücklichen Liebeslieder. Lag ich doch richtig mit meiner Theorie von gestern ;-). Auch hier wieder North Star bei (leider nicht ganz so) andächtigem Schweigen im Publikum, aber keine Erwähnung von Tommy. Dann ein song, von dem Justin erzählte, dass er es auf kein NMA-Album geschafft hat, ein Geheimtipp quasi - und wieder ein Liebeslied, auch ein trauriges. Aber ein genialer Song: Turn away. Weiter mit Dawn und der Twilight-Geschichte, die etwas üppiger ausfiel als gestern (so ein bisschen wie die Witze von Rev Hammer bei Red Sky Coven, bin gespannt, was er in drei Tagen in Münster erzählt.. ;-)). La Push. Danach No pain und - wow - Stranger. Auch hier wieder die Ozean-Sache. Justin meinte, dass sie weit über 200 Songs hätten und es schwierig wäre, das jeweils nächste Lied richtig zu raten, wenn man aber sagen würde, es hätte irgendwas mit Ozean und Wasser zu tun, dann hätte man ganz gute Karten, wäre beim Song-Lotto auf jeden Fall von Vorteil ;-). Marry the sea. Dann der Hinweis zum Lichtmann, dass sie was total anderes spielen würden, als man ihm aufgeschrieben hätte, ja, aber jetzt wäre die Zeit für die _blaue_ Beleuchtung. ;-) Hat er dann auch bekommen. Ocean Rising, Sun on the Water, Wipeout. Sehr schön, sehr seeig und am besten von diesen Liedern ist und bleibt einfach Ocean Rising. Ich hätte die anderen auch eingetauscht gegen die songs von gestern, die heute nicht an die Reihe kamen, aber diese 4 sind scheinbar unverhandelbar... Weiter mit Notice me und You weren't there mit den neuen Städten, von denen ich immer noch nur Kabul verstanden habe. Nachdem im übrigen der letzte Ton von Notice me, das mit mehr Power gespielt wurde als gestern, verklungen war, ertönte aus der Ecke der"quasselnden Bielefelder" ein lautes "wie geil ist das denn?!" ;-). Sorgte für Heiterkeit. Justin erzählte, dass er gestern ja ein neues deutsches Wort gelernt hat: Eitelkeit (hatte er sich in die Handfläche geschrieben ;-) ). Und hat von der Eitelkeit der Menschen erzählt und dass sie immer mehr und alles wollen und jetzt käme das entsprechende Lied... Jemand aus der Gruppe der "quasselnden Bielefelder" fragte dann auch hier prompt: wieso, was kommt denn jetzt? Laut genug, dass es alle Umstehenden - und einen ganz kurzen Moment sie selber auch zum Lachen gebracht hat: Vanity natürlich ;-). Das Schunkellied passend zur Jahreszeit kam dann schon hier: Autumn. und Schluss war's mit dem Hauptset um 23:00 h.

Die Zugabe fing damit an, dass Justin sagte: we usually don't do requests. Dass er heute aber eine Ausnahme macht und den nächsten song in memory of Ulf and for his friends spielen würde: Green and Grey. Wow. Leider keine weiteren Erläuterungen. Danach noch Sky in your eyes (immer noch naja) und Snelsmore Wood mit Echo und Chor. Und einem Justin, der wie gestern auf Weihnachten in Köln verwies ;-). Sehr sehr genial. Schluss um 23:25 h. Viel zu kurz, wie immer.

Aber ich seh ihn und Dean ja vor Weihnachten nochmal. Auch die Münster-Karte wird definitiv nicht verkauft ;-).

Setlist:

One Bullet
LS43
North Star
Turn away
Dawn
La Push
No pain
Stranger
Marry the Sea
Ocean rising
Sun on the water
Wipeout
Notice me
You weren't there
Vanity
Autumn

----

Green and grey
Sky in your eyes
Snelsmore Wood

(c) bat 11/11

foto (c) bat: Dean White foto (c) bat: Justin Sullivan
foto (c) bat: Justins Gitarre

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keltischer Knoten, schwarz auf rot Justin Sullivan and Dean White, 06.11.2011, Gleis 22, Münster   

Wieder schön und wieder anders als die anderen Konzerte. Diesmal war die Location eher lang und so schmal wie die Bühne, daher für kleine Leute nur eine Chance auf Justin-und-Dean-sehen, wenn man vorne steht. Hat zum Glück auch sehr gut geklappt ;-). Bielefeld war sicherlich nicht größer, wirkte aber, weil breiter und nicht so lang, irgendwie nicht so voll.. Vielleicht waren es auch mehr Leute, kann ich ganz schwer schätzen, 200 - 250 werden es wohl auch hier gewesen sein.

Start gegem 20:15 h mit dem üblichen Hi und dem "erstmal ein Lied zur Erklärung", Someone like Jesus. Danach wie gehabt One bullet, LS43 und North star, diesmal aber nur der Hinweis auf songs für "romantics", denn das sind wir alle, sonst wären wir nicht da ,-). Keine größeren Ausführungen über Liebe oder Liebeslieder. Wird ja auch langweilig, wenn man immer die gleichen Geschichten erzählt.

Weiter ging es auch hier mit States Radio und der Story, dass sie diesen song unterwegs auf Tour in den USA geschrieben haben, rise and fall of an empire, während des Afganistan-Einsatzes.

Wahnsinnig intensiv fand ich das darauffolgende Another imperial day, nur Gesang, ohne irgendwelche Instrumente, wow. Und wenn Justin so gradeaus starrt ist das echt unheimlich...

Beim nächsten song kam wieder die Twilight-Geschichte und dass sie teilgenommen haben an einem ritual dance (und natürlich weggeguckt haben, als sich die Wölfe in Menschen verwandelt haben) und Justin sich immer noch nicht recht entscheiden kann, ob es ein unglaublich deprimierender Ort war oder doch eher etwas, das den Geist anregt und erhebt, denn irgendwie hatte er den Eindruck, dass die Menschen dort Zeit anders wahrnehmen als wir: La Push.

Danach ohne große Kommentierung, nur mit Hinweis auf die romantics Aimless desire, Dawn und Stoned, fired and full of grace.

Die Beleuchtung war hier leider feststehend, weshalb Justin bei seinen nun folgenden Ozean-Songs darum bat, sich das blaue Licht einfach vorzustellen… Und vorher schimpfte er noch, dass es ganze Festivals nur mit Liedern über den Ozean gebe, und er, der sicherlich mehr songs darüber geschrieben hätte als jeder andere, einfach nie gefragt würde!! Unmöglich ;-). Erstaunlicherweise waren die Ozean-Songs diesmal aber reduziert auf drei: Marry the Sea, Ocean Rising und den Surf-Song, der wie immer fragende und ungläubige Mienen hervorrief: Wipeout. Und ganz echt und wirklich kein vierter song, kein sun on the water. Jawohl. Und es war gar nicht mal schlimm ;-).

Danach wie gehabt notice me und "die Sache mit dem TV": You weren't there mit veränderten Städten, Belfast war diesmal allerdings dabei.

Statt wie auf der Setlist angemerkt (ich konnte die setlist, die auf der Bühne lag, sehen), kam jetzt nicht Snelsmore Wood, sondern Autumn. Snelsmore Wood wurde kurzerhand auf die Zugabenseite gesteckt, auch ok, Hauptsache, es kam überhaupt ;-).

Nun wieder kurz und schmerzlos das neue Wort Eitelkeit und während des Gitarre-Stimmens die kurzen Auswüchse, die diese vanity so mit sich bringt: invention of god, life after death ... Und dann nach dem Stimmen auch das zugehörige Lied: Vanity. Um 21:35 h Ende des Hauptsets.

Die Zugabe begann mit der Story über die gefährlichen, radfahrenden Münsteraner und dass hier ja alle intellectuals wären, schon wegen des Fahrrads ;-). Das darauffolgende Geplänkel, dass er sich doch auch ein Rad besorgen solle, insbesondere, da sie morgen in Münster noch einen Tag frei hatten, führte zu diversen Missverständnissen und dem Eingeständnis von Justin, dass es wenig Sinn habe, sich aus dem Publikum heraus mit Musikern auf Bühnen zu unterhalten, weil sie alle wegen der vielen lauten Musik halb taub seien... ;-).

Und aus keinem besonderen Grund und auch wenn es uns überhaupt nichts angeht, sondern es eine Story zwischen katholischen und protestantischen Iren ist, würden sie jetzt folgendes spielen: Drummy B, wow.

Dann die Story über die Waldbesetzung in der Hoffnung, den Bau einer Straße zu verhindern, was dann aber irgendwie nicht geklappt hat und auf der Justin ab und an jetzt auch fährt (ja, die Ironie war ihm bewusst ;-) ): snelsmore wood. Und danach sehr schön - immer wieder - die Ballad of Bodmin Pill.

Und dann, weil sie Spaß hatten und das Publikum nett war, gab es noch "Jugendcamp-Musik", wie Justin es ausdrückte, nämlich lalalala: Bad Old World. Eigentlich hat ja die Sache mit dem Shalalala bei Autumn gereicht, aber naja, war dennoch ganz nett, der Chor war hier zumindest recht beeindruckend. Zum Schluss ebenso zum Mitsingen noch Before I get old. Schluss um 22:05 h. Wirklich schade, dass es schon wieder vorbei ist und ich jetzt bis Dezember warten muss. Und dann ist Justin wieder soo weit weg und ich irgendwo im Gewühl, dass das nicht wirklich vergleichbar ist mit diesen netten kleinen intimen Konzerten, wo auch der kleine Mensch mal was sehen kann - wenn er denn vorne steht ;-).

Hier noch die Setlist (bisher die längste) und im Anschluss das eine oder andere Bild, obwohl dort Leute waren, die das sicher noch vieeeel schöner konnten, aber ich habe keine Ahnung, wo sie die Bilder veröffentlichen und ob überhaupt.

Someone like Jesus
One bullet
LS43
North Star
States Radio
Another imperial day
La Push
Aimless Desire
Dawn
Stoned, fired and full of grace
Marry the Sea
Ocean Rising
Wipeout
Notice me
You weren't there
Autumn
Vanity
-----

Drummy B
Snelsmore wood
Ballad of Bodmin Pill
Bad Old world
Before I get old

(c) bat 11/11

foto (c) bat: Bühne mit Gitarren foto (c) bat: Dean und Justin
foto (c) bat: Justin mit Mundharmonika
foto (c) bat: Justin und seine Gitarre
foto (c) bat: Justin foto (c) bat: Jes'n' Dean

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keltisches Logo, schwarz auf rot Justin Sullivan and Dean White, 09.02.2012, Casino am Kornmarkt, Trier   

Hmm, seltsam war's, sehr sprachfrei, vielleicht die Nachwirkungen des Proberaumbrands und der Ankündigung, dass Nelson NMA verlässt? Keine Ahnung, aber seltsam. Nicht, dass sie schlechte Laune gehabt hätten, zumindest war das, was Justin erzählt hat, nicht irgendwie grimmig oder so und sogar Dean hat geredet, aber es war halt ganz ganz wenig. Naja, erstmal zur Örtlichkeit. Teilbestuhlt, stand auf der Karte. War es auch. Netter Saal mit Parkett, Kronleuchtern, einer Bühne mit Klavier, roten Samtvorhängen und antiken Säulen in weiß am Rand, die Bar hinten im Raum, davor Stehtische, leicht erhöht. Am Rand des Saals weitere Tische, in der Mitte die Stehplätze. Wenn man reinkam, knubbelte sich alles hinten, keiner traute sich nach vorn - hat sich zum Glück aber gegeben. Über der Bar übrigens ein Spiegel, der später noch eine Rolle spielte. Nach der Vorband, die nicht hätte sein müssen, ging es los um 21:20 h mit Someone like Jesus. Ohne Hallo und ohne Kommentar. Und das ging so weiter, kein Kommentar war eher so der rote Faden, der sich durch den Abend zog. Außer, dass Justin irgendwann - nach 5 oder 6 songs? feststellte, dass es ja doch recht dunkel sei und er uns gar nicht sieht und dass er es extrem irritierend findet, dass er sich stattdessen immer selber sieht - nämlich in besagtem Spiegel über der Bar. Lichter heller und wieder dunkler und doch wieder heller, bis die Jungs uns mal gesehen hatten und es wieder weitergehen konnte. Ok, weiter mit one bullet, LS43 und North star, komplett ohne Kommentierung. Weiter mit Aimless desire, La Push, Into the wind, Turn away und Dawn, immer noch ohne Kommentar.

Wahnsinnig intensiv fand ich auch hier wieder das folgende Another imperial day, nur Gesang, ohne irgendwelche Instrumente, wow. Diesmal nur kommentiert mit "and now, a poem". Danach was, das zur Jahreszeit passe, meinte Justin und spielte Trees in Winter. Danach dann doch endlich eine Geschichte, nämlich, dass es jetzt endlich Lieder über die See gäbe, die er ja so liebt und über die er dauernd schreibt - was ihm Ärger einbringe mit Michael, der nämlich die Berge mag und die See so gar nicht (daher gibt es eben auch Berglieder.. wie High.. vermutlich immer dann, wenn Michael auch mal was zu den Songs beisteuern darf ;-) ). Ocean rising, sehr, sehr genial, wie immer. Und der Surfsong, Wipe out im Anschluss. Unkommentiert -war auch nicht nötig - Notice me und dann der " song about the television": you weren't there, gefolgt von einem song, der wettertechnisch nicht mehr ganz gepasst hat: Autumn. Danach dann eine kleine Story über ein Wort, dass sie neu gelernt haben auf der Tour im November (genauer, im Grend in Essen ;-) ): Eitelkeit, also Vanity. Tja und dann war es schon 22:40 h und es war Pause, aber nur ganz kurz. Das Zugabenset startete mit Sky in your eyes (muss nicht.. ;-) ). Danach gab's irgendeine Geschichte über youtube, was Justin irgendwie ganz schrecklich findet, weil man nicht einen Fehler machen darf, ohne vom allsehenden Auge beobachtet und für alle sichtbar gemacht zu werden - oder so. Genau hab ich's nicht mitbekommen, weil irgend so ein total besoffener Fan, der rumtorkelte, Leute anrempelte und sein Bier auf alle Herumstehenden verteilte, von einem Rausschmeißer rausgeworfen werden sollte, was ihm nicht gefiel. Justin und Dean mischten sich nach einer Weile ein und plädierten dafür, dass er bleiben durfte, aber nur, wie Dean sagte, wenn er die Klappe halten würde. Hat er nicht so verstanden, laberte weiter, alles sei gemein und er verstünde englich auch nicht so gut (konnte dafür aber ganz gut sprechen) und er wolle doch nur Spaß haben, was Justin damit kommentierte, dass er dann auf dem ganz falschen gig sei und es jetzt ein weiteres trauriges Lied geben würde ;-))). Und er konnte natürlich nicht lassen zu erwähnen, dass es genau so was wäre, was man dann auf youtube wiederfinden und der Betroffene sich - wieder nüchtern - in Grund und Boden schämen könnte.. naja, hoffenltich hat der Gute Glück gehabt und ist nicht verewigt worden ;-). Okay, weiter also mit dem nächsten "sad song", nämlich dem genialen Ballad of Bodmin Pill. Justin selber stellte übrigens zu ungefähr dieser Zeit fest, dass der Gig irgendwie seltsam sei. Genau, war er auch, aber warum? Danach gab's noch Snelsmore wood mit einem direkten Übergang in Before I get old und dann sind sie einfach kommentarlos verschwunden, sprich um 23:10 h war Schluss, die Musik wurde sofort sehr sehr laut und sie waren nicht mehr gesehen. Schnüff.

Eine Sache gab's dann doch noch zwischendrin und zwar ein "Merci" von Justin, der meinte, hier sei doch irgendwie fast Frankreich (was die Trierer nicht gar so gut fanden) und dass sich England immer weiter verabschieden würde von der EU, dass wir aber alle irgendwie dann doch was gemeinsam hätten: England und Deutschland hätten Frankreich als Problem, Frankreich und Deutschland England und England und Frankreich eben Deutschland.. wäre doch auch was.. naja ;-). Und Dean wollte einem kleinen Mädchen, das mit seinen Eltern da war und zwischendrin ihm zu Füßen auf der Treppe zur Bühne gesessen hat, so gerne eine Flasche Wasser schenken, aber sie war zu schüchtern und so ist der Arme zweimal abgeblitzt... Tz ;-). Wie schon gesagt: seltsam war's, aber eine nette Setlist. Viel Spaß noch bei den restlichen Konzerten und ich wünsch euch mehr Glück was die Kommunikationsfreudigkeit der beiden Hauptakteure angeht! Ich hab leider keine Karten mehr. Wer Leverkusen oder Siegen noch loswerden will, möge sich gerne melden ;-).

Someone like Jesus
One bullet
LS43
North Star
Aimless desire
La Push
Into the wind
Turn away
Dawn
Another imperial day
Trees in winter
Ocean Rising
Wipeout
Notice me
You weren't there
Autumn
Vanity
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Sky in your eyes
Ballad of Bodmin Pill
Snelsmore wood
Before I get old

(c) bat 02/12

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keltischer Knoten, schwarz auf rot Justin Sullivan, 12.01.2018, Grend, Essen   

Dieses Mal war ich früh genug mit dem Kartenkauf, war daher sehr glücklich, am 12.01. 2018 (das erste Konzert im neuen Jahr, wie passend, dass es Justin ist) ausnahmsweise mal eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von einer Viertelstunde zu haben, um meine Lieblingsband – oder genauer den Sänger meiner Lieblingsband – zu sehen. Ein Traum! Das Grend hat ja nach wie vor einen eher kleinen Saal (egal, ob es unten das Theater ist, das Wayne Hussey schon mal gerne nutzt) oder oben der kleine Konzertsaal), vielleicht 100 Leute passen rein (ich kann mich hier aber auch verschätzen, wer's besser weiß, gerne melden).

Der Start war für 21:00 h vorgesehen, Einlass ab 19:30 h, zudem ist ja unten im Grend auch eine Kneipe/ein Restaurant, also genug Zeit, vorher noch zu quatschen.

Justin fing um 21:14 h an mit All consuming fire, lange nicht gehört, wenn überhaupt, gefolgt von einem Song des neuen Albums, Devil ('probably a German song' hat er jetzt schon mehrfach gesagt, der Zusammenhang hat sich mir aber noch nicht so wirklich erschlossen). Ich ertappte mich dabei, zu prüfen, ob die Songs denn wohl tauglich sind für das im April geplante sing-along mit der Band in London – muss ja was sein, das einigermaßen einfach mitzusingen ist, könnte ich mir vorstellen. Die ersten beiden Lieder fielen schon mal nicht in diese Kategorie ;-). Die 'night of a thousand voices' war recht fix sowohl freitags als auch samstags ausverkauft, Justin erzählte aber, dass sie so überwältigt vom Ansturm waren (stimmt, freitags hat aus diesem Grund erstmal der Kartenverkauf über den Shop nicht geklappt, weil einfach zu viele versucht haben, sich anzumelden. Sonntags ging es dann besser, wenn auch mit kleineren Startschwierigkeiten ;-) ) und sie sich deshalb entschieden haben, auch noch den Sonntag dran zu hängen, als Matinee für alle Altersstufen. Wird bestimmt auch witzig, ich werde mich aber mal auf die beiden ersten Abende beschränken, bin schon sehr gespannt!

Das dritte war dann schon mal eher was für das Sing-Along, haben wir dann auch gleich geübt: Winter. Weiter mit Ghosts – irgendwann man geschrieben für Robert (Heaton), wie Justin erzählte. Grundsätzlich war der Geräuschpegel im Grend so mittelgut, für einen so kleinen Club, der ja auch unten zur Not noch eine Bar hat, in der man quatschen kann, war's recht laut, Justin erwähnte das wohl auch mal kurz, aber auch nur einmal. Lag insbesondere glaub ich aber auch eher an einzelnen Personen und nicht an der ansonsten doch sehr aufmerksamen 'Menge'.

Justin erzählte dann von seiner Generation (Ende der 'baby boomers'); die nächsten beiden songs seien genau über dieses Thema: Over the wire und Tomorrow came. Dann kamen wir doch noch zu seinem Lieblingsthema und seinem Solo-Album von vor ein paar Jahren: die See. Hatte ich vorher sogar nochmal gehört, aber auch festgestellt, dass das, wenn man müde ist und Auto fährt und es draußen dunkel ist, nicht die beste Musik ist, die einen davon abhält einzuschlafen. Daher hab ich dann an der einen oder anderen Stelle auch schon mal ein Lied übersprungen… und natürlich ausgerechnet.. aber das kommt noch ;-).

Nachdem er das Album geschrieben hat, hat er ein Buch gelesen, das in der Zeit der Walfängerei Ende des 19. Jahrhunderts spielt und von der wahren Geschichte des Untergangs der Essex berichtet, das wohl als eines der ersten Boote gesunken ist, nachdem es von einem Wal angegriffen wurde: Into the heart of the sea von Nathaniel Philbrick. Das Buch bildete auch gleichzeitig die Basis für den wohl berühmteren Roman von Herman Melville Moby Dick. Dazu jedenfalls hat er ein Lied geschrieben, allgemeine Meinung ist, dass es The Essex heißt.

Danach dann Ausflug nach Griechenland: wieder ein song über eine bestimmte Generation oder einen bestimmten Typus von Mensch, der viel gesehen hat, manchmal zu viel, so wie auch der song born feral auf dem neuen Album. Hier ginge es aber konkret um Petros, den sie kennengelernt haben als sie in Griechenland auf Tour gewesen sind und der sie dort rumgefahren hat: Sky in your eyes, auch eines der Lieder, die man live eher selten hört. Und wie das manchmal so ist, war Justin in Erzähllaune, find ich immer großartig, wenn man ein bisschen was hört über die Hintergründe der Songs, was sie erlebt, was sie sich dabei gedacht haben (ob nun wahr oder ausgedacht sei mal dahingestellt, die Herren hinter mir hatten bei der einen oder anderen Geschichte diese Diskussion). Jetzt jedenfalls berichtete er, dass er songs am liebsten mag, die eine Geschichte erzählen. Und in diesem Zusammenhang: er hätte mal ein Interview gegeben – über skype – für ein amerikanisches Punk-Rock-Magazin. Und man habe ihn gefragt, was denn der beste jemals geschriebene Songtext für ihn sei. Die Antwort habe ihnen nicht wirklich gefallen, denn sie lautete: Jolene (Dolly Parton)! Wäre großes Kino, wie man mit 2 ½ (der Mann zählt nur halb ;-)) Personen und 5 Zeilen eigentlich alles sagen könnte, was erforderlich sei, um die komplette Geschichte zu entfalten. Nein, er hat's nicht gespielt :-). Sondern ein anderes, das eine Story erzählt (und das bei mir am Nachmittag dem Überspringen zum Opfer gefallen ist…flöt): Green. Sehr leise, sehr ruhig, bis Justin am Ende richtig aufdreht und die Gitarre beweist, dass sie stabile Saiten hat. Wow. Nicht mein Lieblingslied, live aber doch beeindruckend. Dann eines von der neuen Platte, das ich sehr mag: Strogoula. Und wieder eine Geschichte: "I am a road whore", ich liebe es unterwegs zu sein, es gibt nichts schöneres als wenn das Auto unten mit laufendem Motor steht und man weiß: "jetzt geht's los, weg, einfach nur weg." Sagte Justin. Und erzählte dann, dass er das auch zu seiner Teilzeitgeigerin Shir-Ran Yinon (aus Leipzig) mal gesagt hat, weil sie auch dauernd mit wechselnden Bands auf Tour ist und machte sie mit ihrem (unserem) deutschen Akzent dann sehr schön nach: "that doesn't sound good". ;-). Dann machte er einen eleganten Sprung in eine Geschichte in den USA: sie waren ihre vorletzte Platte mischen in L.A. und hatten ein Wochenende frei. Dean wollte unbedingt in eines der Täler, das parallel zum Death Valley in Nevada verläuft, das Paramint Valley. Am einen Ende ein Motel, am anderen Ende eine Ghost Town, übrig geblieben vom Gold Rush mit einem seltsamen Typen, der einem dort die Dinge zeigt. Jedenfalls sind sie losgefahren, haben das Navi programmiert und dann immer gradeaus, immer durch die Wüste, Radio wäre nett gewesen, aber: kein einziger Sender, gar nichts. Also einfach Straße, Wüste und irgendwann der grandiose Blick auf das Tal. Stille, Stimmung, wow. Und dann sagte eine kleine Stimme aus dem Navi: 'You have reached your destination'. So viel zu Stille und Stimmung ;-). Das zugehörige Lied war after something: we are always after something, we are always chasing something until moving just becomes everything.

Dann noch eins von der neuen Platte, mindestens so schön wie Strogoula: Eyes get used to the darkness, auch mit schönem Chor, wenn ich mich recht erinnere. Zwischendrin hat das Telefon eines Zuhörers in der ersten Reihe gebrummt (glaub ich zumindest), weil ein Anruf reinkam oder so und Justin sagte direkt "geh nicht ran, Du hast jetzt keine Zeit" – zog dann aber jetzt auch sein Telefon raus: "that's my phone", aber nur, um die Musik von You weren't there an die Musikanlage anzuschließen und Karaoke mit Mundharmonika zu spielen. Das ist sicherlich auch eines der Lieder, das sich eignen würde für die Nacht der 1.000 Stimmen, zumindest brauchte das versammelte Grend hier kein Songbook und keine Lesebrille, das ging alles wie von selbst. Sehr schön. In der ersten Strophe zwei neue Städte: Tehran und Kabul.

Dann kam Justin in ein Alter, in dem man auch schon mal über das Leben nachsinniert und deshalb gab es "life reflecting songs", zunächst Rivers und dann – auch sehr Chor-geeignet – Ballad of Bodmin Pill. Und kaum hatte es angefangen, war es schon wieder vorbei um 22:33 h. Aber er ist ja niemand, der einen im Regen stehen lässt, daher gab's natürlich Zugaben: Apocalypse Dreams und Fate. Dann noch der warnende Hinweis – auch an sich selbst – nie vorschnell zu verurteilen, so wie seine Mutter immer gesagt hätte: "decent people like us…" Wenn man sich dabei erwischt, sofort aufhören. Und nein, es kam nicht better than them, sondern seven times. Akustisch tatsächlich seltsam wegen der normalerweise doch eher kraftvollen instrumentalen Überleitung zwischen den Strophen. Eher nix für London im April, glaub ich. Zum Schluss noch was zum Mitsingen, wäre eine Hymne, wie Justin meinte. Autumn. Hatte ich nicht erwartet, hat aber shalalalalalaaala drin. Ging also gut ;-). Schluss dann um 22:53 h. Schön war's, nicht ganz so… andächtig, wie ich es hier schon mal erlebt habe, aber trotzdem ok und singen konnten die Herrschaften auch – auch wenn er uns nicht gelobt hat sondern wieder das Köln-Konzert erwähnt hat. Entweder das war wirklich so wahrnehmbar anders in diesem Jahr oder es war einfach – dachte ich zumindest zwischendurch – ein gut gemachtes Reklamemittel: Bauchpinseln um zur Teilnahme an den 1.000 voices zu animieren. Aber das muss er jetzt ja gar nicht mehr, weil ausverkauft. Also nehm ich's mal so, wie's ganz, ganz bestimmt gemeint war: es war dieses Mal in Köln wirklich hörbar anders (ich scheine also leise genug gesungen zu haben :-)).

Ich war am Ende des Konzerts nicht ganz so traurig, weil ich morgen nochmal die Gelegenheit bekomme, ihn auf dem großartigen acoustic winter festival in Düsseldorf zu sehen. Auch wenn zu den Daten im März immer irgendwas anderes ist und ich dann vermutlich tatsächlich bis April durchhalten muss.

Viel Spaß bei den Konzerten, die Ihr in der Zwischenzeit besucht, bis morgen oder bis April ;-).

Setlist:

all consuming fire
Devil
Winter
Ghosts
Over the wire
Tomorrow came
The Essex (?)
Sky in your eyes
Green
Strogoula
After Something
Eyes get used to the darkness
You weren't there
Rivers
Ballad of Bodmin Pill
---
Apocalypse Dreams
Fate
Seven Times
Autumn

PS: kaum zuhause angekommen, hab ich festgestellt, dass wir zwar nicht das Buch, aber den Film da hatten von Into the heart of the Sea. Und weil ich eh noch viel zu aufgedreht war, hab ich noch angefangen, ihn zu gucken. Aber doch nur angefangen, den Rest hab ich mir dann für den Tag drauf aufgehoben, für den ganzen Film hat’s dann doch nicht mehr gereicht ;-).

Hier noch zwei oder drei Bilder, aber das Licht und meine Kamera waren keine Freunde:

(c) bat 01/18

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