Wählt einen der folgenden Gigs



Deine Lakaien, Live Station, Dortmund, 02.03.1994

Mehr als die Karte zu haben, weiß ich von diesem Konzert leider nicht mehr; die Vorband war nicht Qntal, das kam später, geschätzt 1996, aber auf jeden Fall im Bahnhof Langendreer. Daher hier erstmal nur die Karte, vielleicht find ich ja noch Aufzeichnungen ;-).


 offizielles Foto Veljanov  Deine Lakaien Zeche Bochum, 08.05.99     

    

Mein nunmehr viertes - oder gar fünftes? - Lakaien-Konzert begann damit,daß ich aus hellem Sonnenschein in die düstere Zeche kam, in der ich, weil ich absolut nichts sehen konnte, zunächst einmal mindestens 10 der schwarzgewandeten Leute auf die Füße getreten bin ;-) Irgendwann gab sich das dann und ich bin zu einem Bekannten - den ich dann endlich dank der im Dunkeln leuchtenden Lackierung seines Haarschopfes gesehen habe - auf den 'Balkon' geklettert, was eine wirklich weise Entscheidung war: es wurde rappelvoll. Ich bin sicher, sie haben mehr Leute reingelassen als vorgesehen war, denn auch im Vorraum standen die Leute noch dicht gedrängt. Außerdem erzählte später im Zwischenfall jemand, daß sie, obwohl sie Vorverkaufsgutscheine hatten, keine Originalkarten mehr bekommen haben...

Eine weise Entscheidung außerdem, weil bei den Lakaien das Licht eine große Rolle spielt. Die bisherigen Konzerte hatten immer eine irre tolle Lightshow, was auch für diesen Gig zutraf.

Aber: alles begann mit der 'Vorband'. Sonst immer hochkarätig besetzt mit Das Holz oder mit Qntal, war diese Rolle diesmal zwei Jungs mit silbernen Raumanzugsjacken zugefallen, die scheinbar nicht reden konnten. Der eine spielte Synthesizer, der andere, mit rotgefärbtem Schopf, entweder E- Gitarre oder ebenfalls Synth oder sonstiges technisches Sample-/computer- Gerät. Sie begannen um 19:15 h, stellten sich nicht vor, sagten auch sonst nichts, warteten zwischen den rein instrumentalen Stücken auch nicht auf Applaus.. vermutlich hätten sie auch lange warten müssen... nur einmal kam er ganz spontan.. nachdem jemand ' Aufhören' gerufen hatte...Nichts gegen instrumental, nichts gegen Vorbands, aber das, was die Jungs da veranstalteten, paßte einfach nicht... wäre als Hintergrundmusik zum spülen nett gewesen oder für diese Entspannungstapes... oder, was sagte obiger Bekannter: Music for coffeeshops? ;-) Hätte auch gepaßt. Jedenfalls waren glaub ich alle froh, als sie um 19:45 h das Feld räumten. Falscher Zeitpunkt, Jungs, sorry. Aber die Jacken waren klasse ;-)))

Um 20:15 h begann das Lakaien-Intro. Die beiden Stahlgerüst-Säulen links und rechts von einer Art Leinwand oder Vorhang am hinteren Teil der Bühne erstrahlen in kaltem Blau, die in ihnen liegenden 'Discokugeln' brachen das Licht und reflektierten es auf die Leinwand. Fing schon gut an. Nach diesem - oder besser während dieses - Intro(s) kamen die vier Live-Lakaien auf die Bühne: Ernst Horn begab sich zu seinen synths, Drummachines, Samplern und Computern auf die linke Bühnenhälfte, Michael Popp, das Allround-Genie, suchte sich die rechte Ecke mit dem Hocker und den diversen Saiteninstrumenten und Trommeln aus, links daneben ein kahlköpfiger Christian Komorowski und zwischen ihm und Ernst Horn Alexander Veljanov, wie die anderen schwarz gewandet, diesmal nicht mit Jackett, sondern mit einer Mischung zwischen Kurzmantel und Hemd (vielleicht bei anderen ein Hemd, wer weiß? ;-) ), schwarzer (Anzug-) Hose, T-shirt, nur ein schlichter schmaler Silberring an der Hand.
Los ging's mit Return, aber gewonnen hatten sie schon, kaum daß sie auf der Bühne standen. Keine Ahnung, ob sie nur in Bochum so sehr gefeiert werden aber es war und ist schon extrem hier ;-) Das Mädel neben mir meinte zu den Applaus- und Zugabe-Orgien, daß sie sowas ja erst selten erlebt hätte... kann ich von mir eigentlich nicht behaupten, gehörte aber in jedem Fll zu den besseren Aktionen, insofern hat sie schon recht. Veljanov war wie gewohnt gut drauf, machte Faxen, ironische Sprüche, bedankte sich für den Applaus und sprach auch 'Bochum' richtig aus.. ;-)

Sie alle freuten sich im Lauf des Konzertes sichtlich über den Jubel des Publikums - das doch im ganzen dafür, daß es die Lakaien schon so lange gibt, sehr jung war: Viva macht's möglich..

Michael Popp hat mich auch wieder mal begeistert und tief beeindruckt mit seiner Fähigkeit, so viele verschiedene Instrumente zu beherrschen: E- Gitarre, Mandoline, Cello (?), Drehleier, dieses Instrument, das auf der Estampie-CD 'Ludus Danielis' abgebildet ist sowie zusätzlich Trommel.

Auf Return jedenfalls folgte ein älteres Lied: Don't wake me up. Danach wieder zurück zur Kasmodiah mit Kiss the future. Wobei mir einfällt: passend zum cover haben sie gelbe Handtücher für die Lakaien verteilt ;-)
Weiter ging's ebenfalls von der neuen CD mit Into my arms. Und dann kam etwas absolut irres: Veljanov meinte: Zeit für einen Blick in den Spiegel - und verschwand. Komorowski an der Geige und Popp an der Mandoline fingen ganz langsam und harmlos an zu spielen, wurden schneller und schneller, Horn setzte ein, die Lichter zuckten passend auf der Bühne, der Leinwand, über das Publikum hinweg, Veljanov kam zurück, fing an zu singen: Mirror Men. Absolut irre, war es auch schon auf der Acoustic-Tour, großes Kompliment vor allem an Popp, Komorowski, dessen Bogen am Ende des Songs - der wieder ganz langsam ausklang - zwei Saiten weniger hatte - sowie die ganze Zeit über an den Mann am Licht.
Danach - wie zur Entspannung - ein weiteres älteres: Love me to the end, immer wieder schön. Zurück ging's dann zur Kasmodiah mit The Game und dem Titelstück. Zwischen den Songs immer wieder Kommentare von Veljanov, wie schon erwähnt, über die unerträgliche Hitze (Macht doch mal das Dach ab oder Demnächst auf Ibiza) oder auch über die Songs. So hockte er irgendwann auf der Erde (der Bühne) über einer kleinen 'Orgel' (so ein Ding in der Art, wie es Trio damals hatten, wo man Rhythmen und ähnliches einspeichern kann), drückte auf einen Knopf, eine Melodie ertönte und er meinte: Tja, die Lakaien haben auch einmal angefangen. Hat uns aber nicht gefallen.' Neue Taste, neue Melodie, Einsatz für Ernst Horn und ein neuer Song ;-)

Nach den zwei Kasmodiah-Stücken ging's zurück zur letzten CD und Fighting the green, wieder mit toller Geige und genialem Licht, diesmal größtenteils titelbezogen in grün gehalten. Danach wieder neu mit Overpaid und älter mit Cupid's Disease.

Das letzte 'offizielle' Lied war dann ähnlich genial wie Mirror Men und genauso alt: Colour-ize. Irre zuckende bunte Lichter auf der Leinwand, immer zwei gegensätzliche, die in jeweils zwei andere übergingen, leuchtende Farben, klasse abgestimmt zum Song.

Dieses Lied beendete den 'offiziellen' Teil um 21:30 h.

Die Herren kamen wieder, Veljanovs erste Amtshandlung war es, eine Flasche Wasser und einen großen Becher Wasser ans Publikum weiterzugeben. Das selber auch nett war und die Wasserflasche wirklich weiterreichte, etwas später sahen wir sie etwa in der Mitte der Halle ;-)
Der erste Zugabensong war Forest von der Forest enter exit, danach Fight (Kasmodiah).

Beim zweiten Zugabenset meinte Veljanov: wir wissen wer wir sind... und ich ahnte schon: Laß mich ;-) Ich hatte mich die ganze Zeit gefragt, wie sie dieses Lied live umsetzen wollen und ob sie es tatsächlich tun würden. Sie haben. Klasse ;-) Veljanovs Stimme noch genialer in der Betonung als auf der CD, wirklich witzig. An dem Mann ist doch ein Clown verlorengegangen ;-))) Danach freiwillig Dark Star, frenetisch bejubelt, so daß sie nochmal wiederkommen mußten und noch einen draufsetzten: Reincarnation! Danach gegen 22:00, 22:15 h war leider Schluß, die Jungs waren am Ende, es war tierisch heiß und Veljanov meinte auch, es täte ihm leid, aber er sei fertig - und wir sollten genug trinken, so von wegen Wiederauffüllen des Wasserhaushaltes und so ;-) Er sah auch echt fertig aus, so haben ihn die Leute ziehen lassen.

Schade, ich hätte gern noch die anderen beiden Reincarnation-Teile gehört, hätte gut gepaßt, so alle drei hintereinander ;-)

Insgesamt ein tolles Konzert, tolle Lichtshow und schön vor allem, daß die Lakaien sich selber nicht so tierisch ernst nehmen, keine Probleme damit haben, sich selber und die 'Szene' auf die Schippe zu nehmen, deutlich vor allem in 'Kiss the future' (Text! ;-) ) und Laß mich. Klasse. Und das allen Trennungsgerüchten zum Trotz. Toll auch die Mischung der Songs, nicht einfach die neue CD runtergedudelt.. Das letzte Konzert mit Qntal allerdings hat mir noch besser gefallen.

Songs nochmal nach CDs:

Kasmodiah

Return
Kiss the future
Into my arms
Overpaid
The game
Kasmodiah
Lass mich
Fight

Winter Fish Testosterone

Fighting the green
Cupid's disease

Forest Enter Exit

Forest
Don't wake me up

Dark Star

Dark Star
Reincarnation
Love me to the end

Deine Lakaien

Colour-ize
The Mirror Men

(c) bat, 1999


HOMEZum Seitenanfang

Zurück zur Konzertseite


 offizielles Foto Veljanov  Deine Lakaien Tor 3, Düsseldorf, 20.11.2002     

    

Erstaunlicherweise war es nicht so schwarz wie sonst auf den Lakaien-Konzerten, mag daran liegen, dass sich die letzte Single irgendwo weiter oben in den Charts wiedergefunden hat und auch die neue schon wieder unter den Top 100 ist...

Die Vorband, God's Bow (Hier der Link zur Homepage ) aus Polen, startete um 20:00 h. Krysztof Pieczarka am Keyboard und Agnieszka Kornet als Sängerin spielten ca. 40 Minuten. So unbekannt wie ich dachte, sind sie hierzulande gar nicht, bin auf ihrer Homepage auf Artikel aus Orkus, Zillo, Sonic Seducer gestoßen. Die Musik - wie Krysztof in einem Interview sagte - passt am besten die Schublade Ambient-Ethno-Dark-Wave (ich glaub, ich mag keine Schubladen ;-)) - fand ich ganz nett, allerdings sollte Agnieszka, die eigentlich eine recht tiefe, angenehme Stimme hat, vielleicht nicht unbedingt versuchen, hohe Stimmlagen zu erreichen, die Töne sind dann nicht mehr so klar, die Texte unverständlich. Wir haben uns doch recht häufig hinsichtlich des Aufbaus der Songs an einige bekannte Größen erinnert gesehen, wie Anne Clark oder Bel Canto, aber sie müssen doch noch ein wenig an sich arbeiten, Agnieszka wie gesagt insbesondere bei den höheren Tönen. In jedem Fall aber ausbaufähig.

Nach dem Umbau ging's um 21:00 h dann endlich weiter mit den Lakaien. Es war zunächst mal ungewohnt voll auf der Bühne, neben Ernst Horn, der am Keyboard-/Klavier saß, und Alexander Veljanov standen noch zwei weitere Herren und zwei weitere Damen dort. Alle mit dem Rücken zum Publikum. Immerhin haben sich bei Start des ersten Songs alle bis auf Ernst Horn zum Publikum umgedreht. Aber auch er drehte sich dann irgendwann um, und wirkte recht locker und alberte herum. Die Damen entpuppten sich als geigespielende Backgroundsängerinnen, der eine Mann entpuppte sich als Cellist, der zweite war Robert Wilcox, der ab und an in einigen Songs auf der Gitarre unterstützte.

Insgesamt waren es 15 Songs im Hauptteil. Alle weiß ich nicht mehr genau und auch die Reihenfolge stimmt nicht, also wenn jemand mir die fehlenden Songs nachliefern kann, freue ich mich - und noch mehr über einen Mitschnitt ;-). Obwohl es die Tour zum neuen Album war, waren es gar nicht so viele Songs, die von diesem Album gespielt worden sind. Zum Glück haben Veljanov und Horn darauf verzichtet, sich beim Konzert ähnlich schick - d.h. weiss - anzuziehen, wie auf dem Cover des Albums und im Video zu Generators. Sieht doch nicht sooo gut aus ;-).

Los ging's mit einer sehr klassischen Version - ganz anders als gewohnt und sehr schön - von Color-ize. Irgendwann später kam dann die erste Single der neuen CD, Generators. Insgesamt war die Songauswahl, bis auf einige Ausnahmen wie Kiss oder Overpaid eher düster.

Love me to the end haben sie gespielt, Wunderbar, Cupid's disease, Mirror Men in bester acoustic-Manier mit einem Ernst Horn, der sichtlich Spaß daran hatte, komische Geräusche mit armen Pianos zu machen, die sich nicht wehren können. Auch Dark Star kam bereits im Hauptteil ohne dass stundenlang danach geschrieen werden musste.

Die Geigen und das Cello fand ich sehr schön, den Hintergrundgesang nur bedingt. Genial war in jedem Fall, dass sich die Songs anders angehört haben als auf CD, dass variiert wurde. Und auch Ernst Horn durfte toben und mit Stöcken in sein Piano schlagen ;-). Das Licht war ebenfalls schön abgestimmt, weiteren Schnickschnack gab's aber nicht, außer einigen Zeichen und Bildern, die auf die Rückseite der Bühne geworfen wurden.

Insbesondere bei Mirror Men fühlte ich mich doch versetzt in die Acoustic-Tour vor einigen Jahren, wo er auch wilde Töne mit seinem Piano erzeugt hat, die nichts mehr mit Klaviertönen oder überhaupt mit Musik und Melodie zu tun hatten ;-). Wunderschön war Where you are, nur Ernst Horn am Piano untermalte Alexander Veljanovs Gesang, machte richtig Gänsehaut.

Veljanov selbst war diesmal etwas sprachlos, griff sich mehrmals an den Hals, sah irgendwie nicht ganz so fit aus, vielleicht hat er am Abend zuvor zu viel gefeiert? Wer weiß. Aber der Gesang war toll, nur die zynischen Kommentare, die ihn sonst auszeichnen, haben gefehlt, waren genuschelt oder aber irgendwie nicht ganz passend. So hat er zum Beispiel irgendwas erzählt von lauen Sommernächten in Frankreich und dann spielten sie Manastir Baroue, düster und gar nicht passend zu lauen Nächten.... Veljanov korrigierte sich dann selbst und meinte, eigentlich hätten sie nach diesem Kommentar Kiss spielen wollen und würden dies nun nachholen ;-). Die B-Seite der neuen Single Where you are scheint wohl (in the chains of) practical constraint zu sein, und das hat mit der A-side so gar nichts zu tun, sondern fällt mal wieder - zumindest live - unter die Kategorie: Krach und Herr Horn darf sich austoben. Wurde auch zum besten gegeben. Weiterhin gab es noch Overpaid zu hören. Bei den nächsten beiden Songs muss ich raten, ich glaube, so im Nachhinein, auch noch Fish und Kasmodiah gehört zu haben, beim letzten Song muss ich komplett passen und harre eurer Vorschläge. Nach 1 ½ h war das main set vorbei, sehr schön. Nicht, dass es vorbei war natürlich...

Die Herren und Damen ließen sich etwas länger bitten, spielten dann zwei mal zwei und dann noch einmal eine Zugabe. Und ganz am Ende sagt doch Herr Veljanov, dass er das mit dem Rauchen nicht so prima fände, wenn er singt, weil er doch irgendwie zickiger würde, mit zunehmendem Alter. Gab Applaus. Fand ich gut. Nur schade, dass er das nicht direkt zu Beginn gesagt hat, es war wirklich reichlich verqualmt.

Zurück zu den Zugabensongs: Es gab ein neues, das er mit Rain Dance vorstellte. Fand ich eher langweilig. Life is a sexually transmitted disease (wenigstens ein bisschen Reincarnation) wurde noch gespielt. Hier fand ich die Backgrounddamen etwas nervig. Einen song hab ich leider vergessen, ich glaube, es war etwas langsames, mit Pianobegleitung. Und noch ein neues gab's namens Maybe, zumindest wurde dies im Refrain dauernd gesungen. Auch nicht gerade eine textliche Glanzleistung, zumindest das, was ich verstanden habe (...to tell you, the grass is green and the sky is blue... böh!).

Den krönenden Abschluss machte Sometimes und um 23:00 h war dann endgültig Schluss, schade eigentlich.

Komisch, dass sie nicht in Bochum waren, aber auch Düsseldorf war echt schön. Bis bald

(c) bat, '02

HOMEZum Seitenanfang

zurück zur Konzertseite


 foto (c) Sebastian Steinfort: Veljanov  Deine Lakaien Soundgarden, Dortmund, 19.04.2005     

    (c) Sebastian Steinfort - siehe Link hinter dem Bild

Der Soundgarden war gut gefüllt mit schwarz gewandeten Leuten, dieses Mal, nicht so wie bei der White-Lies-Tour, gab es nicht so viele andere Farben, kann aber auch am Wetter oder an der Stadt gelegen haben, wer weiss... Eine Vorband gab es nicht, daher hatten wir - Einlass 19:00 h - alle noch ein wenig Zeit zu trocknen, bis dann gegen 20:20 h auf der Bühne blaues Licht anging und man Ernst Horn am Piano sowie zwei Mädels mit Geigen, Robert Wilcox an der Gitarre und einen mir bekannt vorkommenden Herrn an einem schwarzen Cello sehen konnte, die auch gleich begannen, Musik zu machen. Kurz darauf ertönte auch die Stimme von Alexander Veljanov, nur zu sehen war er nicht.. was weder an seiner noch an meiner Größe lag, auch nicht an der Säule, die zunächst halb im Blickfeld war. Start jedenfalls mit der Stimme aus dem Off und Falling. Zu Lied zwei kam auch Alexander dann auf die Bühne und mir fiel ein, warum ich den Mann am Cello kannte: er war früher mal bei den Inchtabokatables! Alle irgendwie verwandt in dieser Szene, unglaublich! ;-) Aber eine geniale Bereicherung der Live-Crew um Horn und Veljanov.

Anmerkung vorab: es war klasse, wunderschön, sehr, sehr toll. Jetzt kommt das "Aber": Veljanov wirkte ein kleines bisschen lustlos, wenig Gestik, noch weniger Kommentare, nur anfangs und zwischendrin mal ein paar Songs, die er angesagt hat, am Ende kleine Clownerei mit Overpaid aber grundsätzlich war er glaub ich eher auf seine Ohrstöpsel konzentriert, die wohl nicht so funktionierten, wie sie sollten.. ;-)

Ernst Horn war wieder mal großartig, gerne auch mit dem Rücken zum Publikum eingetaucht in das Innenleben seines Klaviers oder in seine Synthesizer und diversen Schalttafeln, aber auch seine Musik wirkte.. hmm, verhalten. Immer noch schräg und gerne auch im genauen Kontrast zum Gesang oder zu den drei Streichern, aber dennoch nicht ganz so abgedreht und disharmonisch wie sie es auf der letzten Tour oder insbesondere auf der Acoustic-Tour getrieben haben. Erstaunlich eigentlich, denn die neue CD April Skies hat doch einige Songs, die auf der CD schon nett schräg sind und von denen wir quasi erwartet haben, dass er sich hier live austoben wird. Nicht mal die Mirror-Men durfte er spielen. Wirklich, es war fast harmonisch und klassisch für Lakaien-Verhältnisse.

Nachdem Alexander dann auch die Bühne gefunden hatte, ging's mit Ansage direkt heftig weiter zur ersten Single des neuen Albums: Over and Done, gefolgt vom ebenfalls singleverdächtigen Secret hideaway. Das Licht vielfach blau, ab und an mal rot oder grün mit Stakkatoblitzen Richtung Publikum. Weiter ging's mit Don't wake me up, wunderschön, und der ersten Single der letzten CD Generators. Danach wieder ein neues: Slowly comes the night. Im ganzen sehr klassisch durch die Instrumentierung mit zwei Geigen, einem Cello und dem Piano, aber dann doch wieder nicht so ganz, dafür kann man einfach mit Pianos und auch mit einem Cello durchaus auch andere Sachen und Töne erzeugen, als vielleicht ursprünglich vorgesehen ;-) und das ganze als Hintergrund für Veljanovs wunderschöne, tiefe Stimme (die übrigens auf den ersten CDs noch viel viel heller klingt ;-)), schon schön. Passend dazu wäre eine ähnlich gelagerte Vorband gewesen, wie damals auf der Winter-Fish-Testosterone-Tour Qntal oder Chamber (l'orchestre de chambre noir, die man letztlich als Vorband von eben Qntal bewundern konnte), da hätte man dann gleich vorab schon mal in diese schöne Stimmung abtauchen können.. Vielleicht ja nächstes Mal wieder.

Beim nächsten Stück durfte Ernst seinem Piano dann doch ungewöhnlichere Töne entlocken: Through the hall und dann ganz freiwillig und ohne größere Ankündigung Dark Star! War aber auch nicht nötig, alles brach direkt nach den ersten drei Tönen in Jubel aus, schon ein sehr genialer Song.

Im Anschluss wurde es wieder etwas ruhiger mit Vivre und Supermarket (my angel) von der aktuellen CD. Und danach wurde es wieder ganz alt und ebenso genial mit Down, down, down (sogar angekündigt). Hatte irgendwie die ganze Zeit den Eindruck, dass dieses Konzert entweder neue Songs spielt (von den letzten 3 CDs) oder ganz alte, aber die mittleren diesmal irgendwie zu kurz kommen (meine damit die Winter Fish Testosterone und die Forest Enter Exit). Ist auch nicht ganz so falsch, von der ersteren wurde gar nichts gespielt, von der letztgenannten grade mal ein song.. naja, man muss bei knapp zwei Stunden halt Prioritäten setzen.

Weil das letzte Lied nun grade noch ziemlich schräg war, ging es im Anschluss direkt ganz akustisch und romatisch weiter mit Return, sehr schön. Horn tauschte wieder zurück vom Synthesizer zum Piano und auch die Geigen machten nicht mehr ganz so schrille, abgehackte Töne. Die Interpretationen der alten Songs mit den Geigen und dem Cello waren übrigens ausgesprochen gelungen, hat mir gut gefallen.

Aber schön ist auf Dauer bei einem Lakaien-Konzert halt langweilig und daher: es lebe der Wechsel und Midnight sun von der neuen CD. Danach wieder ganz alt mit Color-ize, auch in einer neuen Version mit viel Geigeneinsatz.

Tja und damit war um 21:45 h der Hauptteil auch schon beendet. Ganz schön kurz.

Erstes Zugabenset:
Heart made to be mine und Overpaid, das die Leute nochmal richtig mitriss, insbesondere als Veljanov gegen Ende des Songs um 21:55 h Mickey Mouse imitierte ;-)

Das zweite Zugabenset bestand aus Where you are (nur Alexander und Ernst am Piano, genial!) und Love me to the end, wieder mit allen Beteiligten, die langsam und melodisch anfingen und dann zum Ende des songs hin noch einmal mit allen, was sie hatten aufdrehten, klasse! Am Ende standen sie in einer Reihe am Bühnenrand und nahmen um 22:15 h leider Abschied von Dortmund mit dem Versprechen, wiederzukommen - oder aber auch uns an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit wiederzusehen. Hat sich wieder gelohnt, war wunderschön, wie immer zu kurz. Ich freue mich auf weitere Konzerte der beiden Herren und auf die hoffentlich im Herst nachgeholte Tour von Ernst Horns Nebenprojekt Helium Vola.
Voher aber gibt es noch sein Ex-Projekt Qntal in der Matrix (05.05.05.).
Cu there?

(c) bat, 04/05

PS: von den 18 gespielten songs lag der Schwerpunkt eindeutig - und wie zu erwarten - bei der April Skies mit der Hälfte der Lieder. Die andere Hälfte wurde folgendermaßen verteilt:
2 von der White Lies,
2 von der Kasmodiah
1 von der Forest enter exit
1 von der Debut-CD
3 von der Dark Star.
Ignoriert wurde einzig die Winter Fish Testosterone, beim nächsten Konzert hoffentlich wieder anders. Aber dann wird vermutlich irgendetwas anderes ignoriert, was mit dann auch wieder nicht passt... ;-)


   Cover April SkiesDeine Lakaien, Arena, Oberhausen, 18.02.2007     

Wow, was für ein Konzert! Erinnerte mich streckenweise sehr stark an die acoustic-tour, nur hat dort Ernst Horn höchstselbst für die ganzen seltsamen und auch schönen Töne sorgen müssen (und sein treuer elektronischer Begleiter). Hier war es eine ganze Menge sehr begabter Musiker, ca. 25, der neuen Philharmonie Frankfurt, die auch bei schrägen Tönen sichtlich Spaß an der Sache hatten. Die Bühne war entsprechend groß, in Hintergrund nur ein Vorhang, der für Videoeinspielungen und Lichteffekte diente, davor Platz für die 25 Musiker, davor wiederum Platz für die beiden Geigerinnen, für ein Klavier und diverse elektronische Gerätschaften, natürlich aber auch für Robert Wilcox, B.Deutung mitsamt Instrumenten und natürlich Alexander Veljanov in schwarzem Anzug, weißem Hemd und ansonsten wie immer ;-) Ernst Horn hab ich erst eine Weile gesucht und war ganz verblüfft, als ich nach einer Weile in dem grinsenden, langmähnigen Dirigenten der neuen Philharmonie Frankfurt Herrn Horn höchstpersönlich erkannte, ebenfalls natürlich in schwarzem Anzug und schwarzem Shirt. Sonst sieht man nicht wirklich viel von ihm, sondern hört ... Töne. Diesmal ganz in seinem gelernten Beruf unterwegs und durchaus sichtbar, auch wenn es größtenteils der Rücken war. Stark war der Anzug von Robert Wilcock, lila, mit hochgeschlossenem dunklem Hemd drunter. Hat mich an die 70er erinnert, nur hatte die Hose keinen Schlag... hab die ganze Zeit gegrübelt, welche Bands so aufgetreten sind, aber eingefallen ist mir nichts wirklich Passendes... jedenfalls fiel er auf in all dem schwarz ;-).

Das Orchester kam, der Dirigent kam (also Ernst Horn), die Musik setzte ein, langsam kam vom Rand der Bühne auch Alexander Veljanov nach vorn und begann zu singen, wie immer eher reglos, mit minimaler Gestik und noch weniger Mimik, aber wer braucht das schon bei einer solchen Stimme? ;-) Lonely. Danach Slowly comes my night. Gesagt hat er gar nicht mal so viel, nur gegen Ende wurde er lockerer und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass sie auch noch weitergemacht hätten, hatten doch sichtlich Spaß am ganzen, besonders Ernst Horn. Aber anfangs musste es ja noch ordentlich zugehen, schließlich will man vom Ganzen eine DVD herausbringen (ausgesprochen gute Idee, war es doch wirklich einmalig!). Schön war auch, dass es ja ein 20-Jahre-Best-of Konzert war und dass wir natürlich diesmal gar nicht so sehr betteln mussten, damit auch die ganz alten Songs gespielt werden.. allerdings natürlich, wie auch schon auf den letzten Tourneen und insbesondere auf der Acoustic-Tour, waren sie diejenigen, mit denen am meisten experimentiert wurde ;-).

Weiter ging's mit Follow me und Silence in your eyes (das letztere kann ich nur vermuten, ich bin nicht mehr ganz sicher, die DVD wird mir spätestens sagen, ob ich falsch gelegen habe, wenn Ihr es noch wisst, freue ich mich über eine entsprechende Info), gefolgt von Into my arms. Wunderschöne Melodien, aber genauso schräge Töne, bei denen man das Orchester fast bedauert hätte - aber sonst wäre es auch langweilig und die Lakaien wären nicht die Lakaien. Aber wirklich, es gibt solche und andere Möglichkeiten, Töne aus Oboen, Waldhörnern, Geigen, Xylophonen, Waldhörnern (!), Querflöten, Klarinetten und sogar Trommeln und Becken hervorzuholen und wir haben sie alle live erlebt! ;-). Ein entsprechendes Beispiel war natürlich das immer wieder neu und gern schräg interpretierte Mirror-Men, Wahnsinn! Psychedelische Kringel im Rauch, zuckende Farben auf der Leinwand hinter der Bühne, ungeahnte Töne, wirklich Wahnsinn! Weiter ging es mit Generators und einer Version von Away, die mich wegen der Waldhorn-Soli ein kleines bisschen an Heidi, Heidi, deine Welt sind die Beehrge, erinnert hat – war aber sehr sehr schön, nicht falsch verstehen. Es blieb eher neu mit Over and done, einem echten Gänsehautlied und einem absolut irren Dark Star.

Danach war Pause und wir fragten uns die ganze Zeit, was denn nun die Zugaben sein würden, wenn Dark Star und Mirror Men schon gespielt wurden... ? Zur Beruhigung: den Jungs ist noch genügend eingefallen ;-).

Nach der Pause ging es zunächst ohne Orchester weiter und auch ohne sonstige Lakaien-Erweiterungen, nur Ernst und Alexander waren auf der Bühne und, wie sie erzählten, ein alter kleiner Rechner, der ihnen damals schon gute Dienste geleistet hat und noch immer funktioniert. Mit seiner Hilfe gab es nun Color-ize und Nobody's wounded von der ersten CD der beiden. Danach kamen B.Deutung (den ich auch ganz gerne mal wieder mit den Inchtabokatbles sehen würde), Robert Wilcocks sowie die beiden Geigerinnen/Backgroundsängerinnen Ivee Leon und Sharifa zurück und es gab... Mindmachine. Sehr schön, sehr schräg, sehr lang, insbesondere der Zwischenteil. Man kann sehr, sehr lange abwechselnd (Alexander – Mädels – Alexander – Mädels – Alexander...) "Mindmachine" singen, muss man aber nicht ;-). Will sagen: der Zwischenteil war _zu_ lang für meinen Geschmack..

Nach Mindmachine kamen die Herrschaften von der neuen Philharmonie Frankfurt zurück und es gab einen Song, den ich kenne, dessen Name mir aber fehlt: "night falls" (? Hilfe!).Danach wurde es neuer mit Vivre (naja)und dann kam das nächste Gänsehautlied: Return, super-schön interpretiert. Alexander ging dann ganz harmlos zum C64er, streichelte ihn, sang "Mindmachine" – neben mir entsetztes Aufstöhnen – und noch mal "mindmachine"... keine Reaktion auf der Bühne.. tja, war wohl nichts.. er schaute verschmitzt und es ging los mit dem Orchester, mit einem Ernst Horn, der wie auch schon das ein oder andere Mal vorher, am Klavier saß, mit einer Hand spielte und mit der anderen dirigierte. Hier aber spielte er nur den Anfang, danach wurde das Klavier von Sharifa und Ivee abgelöst.. eine interessante Idee: dubdududubdub, Reincarnation, wirklich wieder ganz, ganz anders. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, könnte ich auch ohne Background-Sangerinnen leben, obwohl ihr Geige-Spiel bei den "normalen" Konzerten auf jeden Fall eine Bereicherung ist und auch optisch machen sie was her, aber trotzdem waren die Songs auch ohne Background-Gesang schön (außer, er kam von Sigrid Hausen). Danach waren wir leider schon bei den Zugaben angelangt: "Deine Lakaien, stets zu Diensten", wie Alexander nach der Rückkehr sagte und wie es auch im Programmheft steht, das vor dem Konzert kostenlos draußen verteilt wurde. Ohne die neue Philharmonie Frankfurt gab es die erste Zugabe: Wunderbar. Danach Overpaid und danach noch mal ganz viel Applaus, auf dass uns die Herren und Damen weiterhin zu Diensten sein mögen: Where you are und dann, als absoluter Höhepunkt mit Orchester: Love me to the end, sehr sehr genial. Ernst spielte den Anfang auf dem Klavier, alles schrie sofort los, wow.

Eines der Lieder, ich weiss gar nicht mehr welches, wurde eingeleitet mit einer Querflöte, ein anderes mit einer Oboe, bei einem Song wurde als Hintergrund ein Sternenhimmel und ein Sichelmond eingeblendet, uah, wie kitschig, aber man weiss ja wie sie's meinen. Hoffentlich...;-)

Sehr sehr gelungen, Ernst Horn hat echt gezaubert, als er die Dinge in diese Form überführt hat und Alexander mit seiner Stimme ist sowieso ohne Worte. Es gab am Ende noch mal Verbeugungen, alles schubste Ernst Horn nach vorne, der wie ein Schuljunge grinste und nicht wirklich alleine gefeiert werden wollte, es gab Vorstellungen der einzelnen Menschen oder Menschengruppen, die bestimmte Instrumente spielen und ganz, ganz zum Schluss kamen Alexander und Ernst alleine noch mal heraus und ließen sich noch mal bejubeln – irgendwie hatte ich den Eindruck, als seien sie schon ein wenig stolz auf sich und vor allem, als hätten sie gerne noch das ein oder andere Stück gespielt ;-). Wirklich toll, die Karten waren teuer aber sie haben sich bis auf den letzten Cent gelohnt und ich bin wirklich sehr gespannt auf die DVDs – aber dieses Live-Feeling können sie auf gar keinen Fall rüberbringen, auch wenn die Herren zwischenzeitlich mit 4 Kameras und einer Handkamera gefilmt haben...

Herzlichen Dank meine Herren Lakaien, auf dass Ihr uns noch lange Zeit zu Diensten sein möget!

(c) 02/07, bat

PS: auf der Homepage von Colour-ize.de gibt es super-schöne Bilder vom Konzert und von allen weiteren Konzerten dieser Tour.


   foto (c) bat: Ernst und Alexander Deine Lakaien, E-Werk, Köln, 02.12.2009      

Das letzte Mal hab ich noch gesagt: "das hier erinnert mich an das acoustic-Konzert damals in Bochum-Langendreer" - und jetzt gab es genau davon eine Neuauflage, nur Veljanov und Horn, ohne Background-Chöre, geigende Damen oder sonstige Zusatzmusiker. Deine Lakaien pur sozusagen. Sogar mit ähnlichen Liedern, sehr schöne Auswahl. Das E-Werk war bestuhlt, ein sehr seltsamer Anblick, auf der Bühne nur vier weisse Stoffbahnen, verschieden- oder gleichfarbig angestrahlt in tollen kräftigen Rot-, Blau- und Grüntönen, ein Barhocker und ein Flügel. Genial. Veljanov war gut gelaunt, denn es war ruhig, die Herrschaften im Publikum rauchten nicht und waren aufmerksam, alles, was dazu gehört, um sich wie ein richtiger wichtiger Künstler zu fühlen ;-) . Sag nicht ich, hat er selber gesagt: "So, jetzt aber wieder Ruhe, jetzt machen wir Kunst." ;-). Immer noch so ironisch wie eh und je.

Das Konzert startete mit leichter Verspätung gegen 20:10 h mit Love me to the end von der Dark Star, wunderschöne Stimme, wunderschöne Klavierbegleitung. Danach kam ein Ausflug in die Kasmodiah mit The Game und danach ein weiterer Rückgriff auf die Dark Star mit Down, down, down und danach wurde es ganz historisch mit dem 1st Album und Wasted years, Gänsehaut pur. Danach Lonely von der 2nd Star und danach ging's ab mit Mirror Men; Ernst hatte wirklich Spaß, Sachen mit seinem Klavier zu machen, die man normalerweise nicht wirklich tut ;-). Genial, aber auch anstrengend, wie immer. Danach wurde es etwas neuer, Ausflüge in die Kasmodiah mit Return und Follow me von der Forest Enter Exit. Alexander sagte die Lieder und auch die Alben inkl. Erscheinungsjahr (wenn er es denn mit Hilfe von Ernst richtig erraten konnte) immer brav an, jetzt kam Erscheinungsjahr 2010, Album Fragezeichen und ein neuer Song, der sich gut ins Gesamtbild der beiden letzten Alben einfügt, nur den Namen hat er leider nicht verraten, der Refrain handelte auf jeden Fall von einer "wave came floating (=> One night)". Durchaus nett, ich bin gespannt.

Es ging ein Album weiter, zum Winter Fish Testosterone mit dem Song Cupid's Disease, gefolgt vom nächsten Album White Lies mit Where I am und zum Schluss - natürlich vor den Vorgaben - gab es noch Over and Done vom letzten Album April Skies. Jetzt ging's an die Zugaben und jetzt war die historische Reihenfolge der Songs, an die sie sich ja doch einigermaßen gehalten haben, egal. Daher auch direkt der Start mit einem älteren Song: 2nd sun, super!! Alexander erzählte dann, dass sie jetzt einen Song spielen würden, den sie mal für einen amerikanischen Sampler aufgenommen haben: Fish called prince. Naja, ganz nett ;-). Den Text musste er aber ablesen, wie es schien. Er stand, wie auch schon bei dem ersten neuen Song des neuen Albums hinter seinem Barhocker, lehnte sich mit den Armen drauf und schielte immer auf das Stück Boden zwischen den beiden Monitorboxen... ;-).

Sie verschwanden und ließen sich nochmal bitten, spielten noch etwas Neues "who'll save you" und dann das langersehnte Dark Star, Wahnsinn. Hab ich erwähnt, dass Alexander sich zwischendurch beschwert hat, es sei zu ruhig? Hatte ich irgendwie letztlich schonmal.. aber nach diesem Song war es definitiv nicht ruhig und sowohl nach Abschluss des Hauptsets als auch nach jeder Teilzugabe bekamen die Jungs Standing ovations und Geklatsche, Gejohle und Gepfeife bis zum Abwinken ;-). Zwischendurch war es aber tatsächlich schon mal sehr, sehr andächtig ...

Kurz vor Ende des Konzerts erzählte Alexander wieder irgendwas über einen Song, als ein Zwischenruf aus dem Publikum kam: "in English please". Hmm, sagte Alexander, kann ich nicht. Er bemühte sich dann aber doch, bezog sich aber dann erstmal auf den Faux-Pas dieses Jahres: "my name is Guido Westerwelle and I don't speak English". ;-))).

Sie kamen noch einmal wieder, spielten aber leider nur noch einen Song: Away, away. Schluss war um 21:50 h, also haben sie etwa 1,5 h gespielt, wenn man die Klatschorgien, die nötig waren, sie wieder auf die Bühne zu locken, abzieht. Es war genial, sehr, sehr schön. Und das Schönste daran ist, dass ich für Januar nochmal Karten habe ;-).

Wir sehen uns also in Dortmund.

(c) bat, 12/09


   foto (c) bat: Ernst und Alexander Deine Lakaien, neues FZW, Dortmund, 16.01.2010      

Dieses Konzert war definitiv noch besser als das in Köln - gleiche Bühne, gleiche Songs, gleicher Bühnenaufbau, gleicher Alexander und auch gleicher Ernst Horn, aber irgendwie war's besser. Ok, die Halle ist noch neu und offener als das E-Werk, aber daran hat's nicht gelegen. Dortmunder sind grundsätzlich natürlich netter als Kölner ;-), aber daran hat's auch nicht gelegen. Aber Alexander und Ernst waren irgendwie noch besser drauf als in Köln. Diesmal haben sie nicht ernst und künstlerisch jeden einzelnen Song namentlich vorgestellt, sondern es kam - ein Lied. Ach. Genau, sie haben Faxen gemacht, Ernst hat noch komischere Sachen in sein Piano gestellt, zumindest hab ich's diesmal besser gesehen, verspielt hat er sich auch und Faxen gemacht, so dass Alexander nicht weitersingen konnte und erstmal verschämt in den Vorhang lachen musste, sehr nett ;-). Schräger kam's mir allerdings auch vor, diesmal nicht nur bei Mirror Men. Und natürlich war der Dialog zur ersten Zugabe großartig, aber das kommt noch, zu viel will ich ja nun auch nicht direkt im ersten Satz verraten. So wirklich viel neues kann ich aber nicht berichten, da vor allem die Songs wirklich sehr ähnlich waren. Wer also einen etwas ausführlicheren Bericht lesen möchte, der wandere doch zum 02.12.2009 nach Köln (s.o.).

Start also wie gehabt um Punkt 20:00 h mit folgendem Set: Love me to the end, The Game, Down, down, down, wasted years, lonely, Mirror men, Return, Follow me, one night ("wave came floating - diesmal hat er den Namen verraten), Cupid's disease, Where I am und natürlich zum Schluss Over and Done um Punkt 21:00 h. Sie kamen nach wirklich langem Sich-Bitten-Lassen wieder mit folgendem Dialog:

Alexander: "Hallo Bochum".

Publikum: "Ey!" (Dabei sind wir noch gut weggekommen, er hätte auch Gelsenkirchen sagen können, hat er sich aber bestimmt nicht getraut ;-) )

Alexander: "Das Ruhrgebiet ist doch überall schön"

Männliche Stimme aus dem Publikum: "Hallo Herbert"

Alexander: "Wir können auch aufhören"

Weibliche Stimme aus dem Publikum: "Ok, lass uns zusammen irgendwo hingehen"

Alexander: "Was, Du willst zusammen ein Lied singen? Was denn, Bochum?"

Weiter im Text: Zugabensetz Nr. 1: 2nd Sun, Fish called Prince und heart made to be mine. Diesmal hat Alexander übrigens eine andere Ablesetechnik ausprobiert: er hatte die Texte der drei "neuen" Songs nicht vor seinem Hocker auf der Erde liegen, sondern seitlich im Piano. Machte die Verrenkungen allerdings nur bedingt weniger auffällig ;-).

Zugabenset Nr. 2: Who'll save your world, Dark star.

Zugabensetz Nr. 3: Away

Die songs waren also wirklich 1:1 identisch, auf die Minute waren es wieder genau 1,5 h, aber es war wieder genial, wirklich sehr gelungen.

Bin gespannt auf das neue Album, die songs hören sich so an, als würden sie mir gut gefallen.

(c) bat 01/10


   foto (c) bat: Lakaien Deine Lakaien, E-Werk, Köln, 10.10.2010      

Tja, schade, ins FZW konnte ich nicht - aber Urlaub ist auch schön. Wenn man aber die Erzählungen vergleicht, wäre "nur" Dortmund auch die falsche Entscheidung gewesen (naja, Jammern auf hohem Niveau) - Köln war einfach genial.

Also los:

Wow. Lange her, dass die Lakaien mal wieder als Band auf Tour waren und ich muss sagen, es war wirklich genial. Anders genial als das Solokonzert zu Beginn des Jahres, anders natürlich als die 20-Jahres-Orchester-Tour, aber dennoch genial. Ernst und Alexander waren wieder unterwegs mit Robert Wilcox an der Gitarre, B. Deutung am Cello und einer jungen Dame (ich bin nicht sicher, ob ich sie schon mal gesehen habe, irgendwie kam sie mir bekannt vor) an der Geige. Sowohl sie als auch B. Deutung hatten auch Gesangsanteile, insbesondere natürlich bei Mind machine ;-).

Alexander hatte Quasselwasser getrunken, die Lichtshow war grandios, einfach wie gemalt, die Halle klasse, nicht zu groß und nicht zu klein.

Zuvor aber erstmal einige Worte über die Vorband, in diesem Fall eine Vorfrau am Keyboard, Vic Anselmo aus Lettland. Sehr schöne Musik, sehr große stimmliche Bandbreite, Start um 20:00 h. Die 7 songs allerdings waren sich - zumindest beim ersten hören - doch sehr ähnlich. Fingen vorsichtig, leise, oft mit hoher Stimme an und wurden dann kräftig, laut, intensiv, um wieder leise und nett zu enden. Hat mir gefallen, die songs waren aber - zumindest live einander recht ähnlich, vielleicht muss man sie aber auch einfach nur häufiger hören. Die CD ist allerdings anders, nicht nur Klavier, daher längst nicht so kuschelig, wie sie uns hier als Vorband glauben machen wollte, gefällt mir gut ;-). Einen Link findet ihr hinter ihrem Namen. Gespielt hat sie bis bis 20:35 h, danach war Umbaupause.

Weiter ging es dann mit den oben genannten Herren mit Dame um 20:50 h und sie haben uns echt was geboten, richtig gut. Start mit einem der neuen Songs: Back on stage, genau. Danach schon Ausflüge in die älteren Platten, jeweils kommentiert von Alexander, oftmals auch mit Jahresangabe. "Dieses ist schon älter, von 1924 oder so". Oder: "wer kannte uns 1987 schon? Was soll's, wir mögen Euch alle, egal ob ihr 16 oder 60 seid". Da haben wir ja nochmal Glück gehabt ;-). Over and done war jedenfalls das nächste Lied, gefolgt von meinem Liebling von der Winter Fish Testosterone: Fighting the green, sehr genial. Danach Into my arms und wieder eines der neuen: Who'll save the world. Die Platte gefällt mir wirklich gut, auch wenn ich sie nicht super-originell finde und Gone noch das typischste Lakaien-Lied ist. Keine Einhörzeit, war direkt begeistert. Einiges kam mir auch sehr vertraut vor, vielleicht, weil ich das ein oder andere Lied schon auf Konzerten gehört habe oder weil die songs halt einfach passen. Auch live eine sehr schöne Ergänzung des allgemeinen Lakaien-Liedguts.

Als nächstes kam Where you are und danach das Deutsch-Französische Europe. Weiter mit Immigrant. Zwischendrin hat ein sehr großer Mann mit sehr tragender Stimme aus dem Publikum heraus immer mal wieder Wunderbar und Dankeschön gesagt (zum Glück stand er irgendwann nicht mehr direkt vor uns, so dass wir ihn zwar immer noch sehr gut verstehen konnten, aber auch wieder was sehen ;-) ). Alexander hat sich freundlich bedankt - nur irgendwann hat er sich songs gewünscht und außerdem irgendwie dazwischengequatscht, so dass Herr Veljanov sich genötigt sah, ihm zu sagen "jetzt rede ich" - großes Gelächter war natürlich die Folge ;-). In diesem Zusammenhang ist ihm auch eingefallen, dass wir alle (weil wir uns ja songs gewünscht haben) immer irgendwie mit der Songauswahl unzufrieden seien (stimmt diesmal gar nicht - naja, fast gar nicht ;-)) und dass man doch eigentlich so eine Art Abo-Dauerkonzert einrichten könnte, so jeden dritten Sonntag in Köln. Wir fanden's gut, also Jungs, kommt dem doch bitte nach, keine leeren Versprechungen! Bei einem song hat Alexander einfach schon mal angefangen zu singen, obwohl die anderen noch gar nicht so weit waren. Wurde sofort geahndet, Ernst hat ihm das Mikro zugedreht, damit er nicht mehr so viel reden, dafür aber aufmerksamer sein konnte ;-). Nun aber wieder zur Setlist. Forest war als nächstes dran, großartig und danach das neue 6'clock, gefolgt von One night, ebenfalls sehr, sehr schön. Dann endlich die neue Single Gone, gefolgt vom einzigen Kritikpunkt des heutigen Abends (und der letzten CD), natürlich rein subjektiv: Blue heart. Ist nicht richtig schlecht, aber irgendwie so...platt. Naja, so schlimm war's nicht, war auszuhalten ;-). Vielleicht hat's auch so platt gewirkt, weil es eingerahmt war von Gone und Return, beides geniale songs. Tja und dann war das Hauptset um 22:10 h schon zu Ende. Buh, das geht immer so schnell...

Sehr warm war's übrigens und tatsächlich hatte Alexander mehr als einmal Angst um seine Frisur ;-). Und dennoch sind sie natürlich zurückgekommen - auch wenn Alexander, als er anfing zu singen, obwohl seine Jungs und das Mädel noch gar nicht so weit waren, meinte, er sei wohl unterbewusst schon jetzt gerne im Hotel... aber natürlich nur unterbewusst!!!! Klar. Danach hatte er verloren und musste das mit noch mehr Zugaben als sie vielleicht sonst gegeben hätten, wieder gut machen ;-).

Erstes Zugabenset: Mindmachine, genial aufgepeppt, mit Frauenstimme (wie schon häufiger), aber nicht mit unendlichem "mind machine, mind machine, mind machine", sondern mit schickem, avantgardistischen (naja, ist halt von Ernst ;-) ) Instrumentalteil in der Mitte und genauso schöner Beleuchtung. Wirklich klasse. Danach Overpaid und Schluss um 22:30 h. Wegen Hotelbemerkung (siehe oben): nächstes Zugabenset: Through the Hall (hier musste ich erst überlegen, auf welchem Album und wie es heißt, ewig nicht gehört, sehr schön!) und danach nochmal richtig alt in neuer Version: Color-ize und Reincarnation, das freute die 60-Jährigen ;-). Zum Schluss vor der Sammelverbeugung tatsächlich noch ein Lied: Along the road, sehr passend zum Ende. Bis 23:05 h. Wirklich schön lange und mit einer wirklich tollen Liedermischung. Aber mir fallen natürlich trotzdem noch ganz viele Songs ein, die ich auch gerne mal wieder hören würde, also Jungs, zieht das mit dem Komzertabo auf jeden Fall in Erwägung, wäre wirklich eine nette Sache ;-).

Hoffentlich bis bald, egal ob als Band, acoustic oder mit Orchester, Hauptsache, es dauert nicht so lang!

(c) bat 10/10

foto (c) bat: Vic Anselmo
foto (c) bat: Alexander im Licht foto (c) bat: Ernst


  foto (c) bat: Lakaien Deine Lakaien, FZW, Dortmund, 20.05.2012      

Als ich ankam, machte es sich Ernst Horn mit einem weiteren Mitglied der Crew grade vor der Backstage-Tür bequem, mitsamt Stuhl, ein letztes sonnen bevor es losging.

Wir hingegen stellten uns vorne an und warteten, bis wir um 19:00 h endlich reingelassen wurden. Ziel: netter Platz möglichst mittig, möglichst weit vorne. Ist gelungen, ca. 7 Reihe. Das Konzert war ausverkauft und ich glaube auch ausverkaufter als eigentlich gedacht, denn die Stuhlreihen standen so eng hintereinander, dass man zumindest sehr schnell Kontakt bekam und ins Gespräch mit wildfremden Menschen kam. Sehr nett zwar, aber etwas mehr Platz wäre sooo schlimm auch nicht gewesen. Egal. Um 20:00 h ging es los, zum Glück (sagte meine Begleitung) ohne Vorband. Aber sie hatten auch schon mal gute Vorbands. Glaub ich. ;-).

Start also nur mit Ernst, Alexander und einem Klavier um 20:00 h mit Where you are. Schon mal gar nicht schlecht. Im übrigen war es super-heiß in der Halle, Alexander hat - wie wir auch - gelitten. Aber das Sakko blieb an, gnadenlos! ;-). Ernst klimperte so vor sich hin, größtenteils sogar recht melodisch, ab und an kleinere Ausraster, aber das gehört bei Acoustic-Touren dazu und wäre ohne doch sehr langweilig. Licht übrigens wieder sehr schön, Kringel und Linien auf dem Vorhang hinter der Bühne, wechselnde Farben, passend. Wer's vor drei Jahren im FZW gesehen hat, weiß, was ich meine, war irgendwie genauso ;-). Gut, weiter ging es mit Second sun, sehr schön. Dann eines von der letzten Platte, Who'll save the world, gefolgt von The game, Follow me und One night. Danach eines, das ich immer noch nicht unbedingt brauche, es gibt soooo viele schöne andere songs: Fish called prince. Danach dann die Mirror men und wie erwartet hat Ernst entsprechenden Einsatz am Piano gezeigt und mit dem Instrument seltsame Dinge angestellt und ihm noch seltsamere Töne entlockt, Wahnsinn! Live ist das echt der Hammer aber auf CD hab ich mit diesen acoustic-sets irgendwie immer Probleme, ist doch etwas anstrengend, wenn man einfach nur zuhört und die Herren dabei nicht live betrachten kann ;-). Weiter ging's mit Return und Gone. Veljanov hat zwischendrin immer mal wieder die eine oder andere Bemerktung losgelassen, so wie er es eben tut, zwischenzeitlich hat er sich mal mit dem Song vertan oder kurz den Text vergessen - wahrscheinlich nur, weil ihm warm war und nicht, weil es das letzte Konzert in der Reihe der Deutschland-Akustik-Konzerte war und er schon leicht gestresst, war nein, nein, es lag an der Hitze, ich bin sicher ;-). War wirklich sehr nett, bis auf diese beiden kleinen Patzer auch sehr, sehr perfekt. Ich mag's lieber, wenn es nicht ganz so perfekt ist, sonst hab ich nichts zu schreiben ;-). Vor der vorher angekündigten Pause um 21:00 h kam noch without your words und eines meiner Lieblinge: Fighting the green.

Nach der Pause um 21:20 h wurde es etwas kühler, man hatte in der Zwischenzeit wohl den Ventilatoranschaltknopf gefunden und es ging weiter mit Vivre, naja. Danach over and done und eine wirklich wahnsinnige Version von Away, genial! Danach das eher schwache Blue heart und - wie es sich gehört - Dark star, jawohl! Immer noch eines der genialsten Lieder überhaupt - allerdings würde ich es gerne mal wieder in der ursprünglichen Version hören, einfach mal so vor sich hingesungen ohne Firlefanz, aber das hab ich schon seit Jahren nicht mehr erlebt.. da hilft nur die gute alte CD. ;-).

Danach verschwanden sie schon. 21:50 h. Unglaublich. Manchmal rast die Zeit. Sie kamen nochmal und Alexander bedankte sich nochmal für die Liederwünsche, die wir im Vorfeld abgegeben haben und spielte nun einen davon, auch wenn wir das Lied heute schon gehört hätten... erstaunlich... war aber anders. Bei Nacht statt one night. Sehr schön, auch auf deutsch. Kannte ich noch nicht. Als nächstes Wunderbar, wieder Verbeugungen, wieder wilder Applaus, daher nochmal Rückkehr und - Love me to the end, das Lied, das die Lakaien-Fans immer singen, wenn sie über ihre Lieblingsband reden - so oder ähnlich sprach Meister Veljanov... soso ;-). War aber auch wirklich genial! Leider der letzte Song, Ende um 22:10 h. Ein sehr schönes Konzert und ich weiß, man ist am Ende sowieso nie zufrieden, weil einfach zu viele Lieder noch fehlen, die man gerne gehört hätte, aber eigentlich war es wirklich eine schöne Auswahl... gefehlt haben mir nur Mind Machine (obwohl das akustisch immer echt anstrengend ist, Herr Horn) und Reincarnation. Geht eigentlich echt gar nicht, man hätte wirklich zum Beispiel Blue heart oder den Fisch oder auch vivre dafür gerne weglassen können.. aber naja, das nächste Konzert kommt bestimmt und ich kann verstehen, dass die Herren auch nicht immer nur das gleiche spielen wollen, wird schließlich irgendwann auch mal langweilig.. aber nächstes Mal, ok? ;-)

(c) bat 05/2012

foto (c) bat: Ernst Horn am Klavier
foto (c) bat: Alexander Veljanov


  foto (c) bat: Lakaien Deine Lakaien, Christuskirche, Bochum, 27.12.2012      

Zum Jahresabschluss haben die Lakeien beschlossen, noch ein paar acoustic-Gigs einzuschieben, unter anderem in der Christuskirche in Bochum, die für acoustic-Dinge einfach genial ist (siehe auch Diary of Dreams oder Estampie / Qntal / Al Andaluz). Bei einem ausverkauften Lakaien-Konzert und freier Platzwahl heißt das allerdings auch: früh da sein! Waren wir. Leider im Regen. Wenn meine Begleitung nicht diesen tollen orangenen Schirm dabei gehabt hätte und die Leute vor und hinter uns in der Schlage nicht so nett gewesen wären, hätte die Stunde Warten auf den Einlass ganz schön lang und nass werden können - so war sie nur ein bisschen nass aber die Zeit ging rum wie im Flug ;-). Nachdem der Türsteher gnädig 10 Minuten vorher die Tür aufgemacht hatte und wir immerhin Reihe drei ergattert hatten (eigentlich Reihe eins der Bänke, aber man hat davor noch Stuhlreihen aufgebaut), konnte es also losgehen. Zumindest mit dem Trocken werden. Lakaien starteten um 20:30 h, wie auch auf der Karte angemerkt. Auf der Bühne nur Mikros, Wassergläser, Wasserflaschen als Requisiten für Ernst und ein großer Flügel, siehe Bild. Ab 20:30 h dann natürlich auch Ernst Horn und Alexander Veljanov. Letzterer war irgendwie nicht gut drauf, quengelte erstmal los, dass das Licht der Bar inkl. Heineken-Kühlschrank-Beleuchtung doch bitte ausgemacht werden soll - und das dies nichts sei, über das er diskutieren würde - um sich dann für den unsympathischen Start zu entschuldigen, aber "was muss das muss" ;-). Er wirkte ohnehin etwas angespannt und unruhig, Kopfschmerzen? Rücken? Stimmprobleme? Letzteres hörte man ihm nicht an, es sah allerdings zwischendrin so aus, als würde der Hals kratzen. Hat man dem Sound allerdings nicht angehört, wirklich hervorragende Akustik, aber irgendwas schien "off" zu sein. Das Konzert war dennoch wunderschön, wenn auch mit etwas weniger Gerede als noch letztlich, aber vielleicht ist es irgendwann auch einfach mal gut mit dem Touren. Wenn ihr bei einem anderen Gig gewesen seid (Samstag in Köln vielleicht?), würde mich mal interessieren, ob es nur am Tag lag.

Ernst Horn hat wieder exzellent gespielt und hatte sehr viel Spaß dabei, dem Flügel komische Töne zu entlocken, vor allem natürlich bei Dark Star, Mirror Men, aber auch bei Gone. Und immer dann, wenn er das tut, sieht er danach so richtig zufrieden aus ;-). Das Publikum hat mir auch sehr gut gefallen, fast andächtig bei den Songs, aber rasender Applaus nach den Stücken und Standing Ovations zur Pause und am Schluss.

Die Songs waren - leider - exakt die gleichen, die es auch schon im Mai im Rahmen dieser Tour zu hören gegeben hat - auch die Reihenfolge war identisch. Die Zugaben noch immer die Wunschzugaben des Publikums (wurde anfang des Jahres auf der Homepage der Lakaien abgefragt). Gespielt haben sie von 20:30 h bis 22:35 h mit einer Viertelstunde Pause dazwischen. Nach den drei Zugaben war Ernst glaub ich noch bereit, weiter zu spielen, die Konsultation mit Alexander ergab aber ein klares Nein, wie gesagt, er war nicht gut drauf. War aber natürlich trotzdem sehr schön, außer, dass mir wieder Reincarnation gefehlt hat, aber man kann ja nicht alles haben. Songs und Fotos im Anschluss, viel Spaß bei den noch ausstehenden Gigs und bis zum nächsten Mal.

Start um 20:30 h

Where I am
second sun
Who'll save the world
The Game
Follow me!
One night
a fish called prince
Mirror men!!!
Return
Gone
Without your words (2x angefangen, Ernst hatte von Gone noch was im Klavier vergessen ;-) )
Fighting the green!

Pause - 21:30 h - 21:45 h

Vivre
Over and done
Away
Blue heart
Dark star

22:20 h - Zugaben

Bei Nacht (one night auf deutsch)
Wunderbar
Love me to the End

Ende um 22:35 h

(c) bat 12/2012

Deine Lakaien in der Christuskirche Deine Lakaien in der Christuskirche
Deine Lakaien in der Christuskirche


  foto (c) bat: Lakaien Deine Lakaien, Live Music Hall, Köln, 04.10.2014      

Die neue Platte war herausgekommen, also gab es auch endlich mal wieder ein Konzert. Aber.... ich fand die Platte gar nicht mal so gut - will sagen, nicht schlecht, aber eben auch nicht so richtig: wow! (ja, schimpft ruhig, aber mir ist sie zum einen zu... abgeschrieben von den anderen Platten, irgendwie haben mich die Lieder immer an ein anderes erinnert... und zum anderen zu... bemüht, zu viele Tempowechsel, zu weiß ich auch nicht. Ich hatte sie vor Start der Tour aber auch erst 3 oder 4-mal gehört). War also skeptisch, hatte aber von einem Freund schon gehört, dass das Konzert in Frankfurt genial gewesen sein soll. Wie immer. Daher hatte ich eigentlich nicht wirklich Bedenken, weil die Jungs Konzerte immer super machen und es ja auch schließlich immer ein Mix aus alt und neu ist. Wenn dann die Veljanov'sche Laune noch passt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Ging es auch nicht. Außer, dass das Konzert in der Live Music Hall war, in der Halle, an der man nicht parken kann. Nach einem gefühlt kilometerlangem Anmarsch waren wir aber da, alles gut. Meine zusätzliche Karte bin ich auch noch los geworden, was will man mehr?

Start mit der Vorband God's Bow um 19:15 h bis 19:50 h: Die Band wurde 1997 in Stettin, Polen, gegründet und besteht aktuell aus Agnieszka Kornet -Vocals und Krzysztof Pieczarka (KeyP) - Keyboard und Programmierung. Die Songs selber haben mir eigentlich gefallen - aber die Stimme von Agnieszka irgendwie nicht; die tieferen Töne gingen ja noch, die hohen aber leider nicht so gut. Immer noch besser als Vic Anselmo, sagte meine Begleitung ;-). Ich fand's nicht schlimm, aber eben auch nicht so originell, dass ich sie mir näher anhören möchte. Dennoch hier der Link auf die homepage der beiden (das Logo gefällt mir allerdings ausgesprochen gut ;-): Link

Start der Lakaien um 20:00 h. Diesmal ohne Hintergrundfrauen oder Streicher, nur ein Drummer, ein Gitarrist (der im Laufe des Abends noch ein mittelalterliches Instrument gespielt hat, das ich namentlich erst noch identifizieren muss - spätestens beim nächsten Estampie-Konzert ;-)), Goran Trajkoski und Slobodan Kajkut, beide wirklich großartig und mit Alexander schon früher auf Tour gewesen. Beide ebenfalls aus Mazedonien, Alexanders Heimat.

Start nach dem Intro mit Color-ize, danach direkt Reincarnation. Und sie hatten die Menge. Alex war gut drauf, sagte die Songs an, indem er - wenn er nicht direkt den Titel verraten hat - eine wichtige Textzeile zitierte. Allerdings auf deutsch... schönes Ratespiel ;-). Hat sich sogar am Kölner Slang versucht: et hat noch immer allet jujegange (oder so). Hat man nicht alle Tage ;-). Weiter mit Into my arms und - hurra - fighting the green. Die Lichter haben mir wieder ausgesprochen gut gefallen - danke dafür an den Lichtzauberer - und die Songs, neu arrangiert natürlich und unterstützt von Drums und Gitarre fand ich auch ausgesprochen gelungen, sie sind halt Perfektionisten und Ernst hat Spaß, die Dinge immer wieder anders zu arrangieren. Weiter mit Over and Done und Where you are. Dann - also eigentlich recht spät im Konzertverlauf - das erste Lied der neuen Platte Crystal Palace: Nevermore. Und es war richtig gut! Passte perfekt in den Reigen der bislang gespielten Sachen (ja, denn es ist ja auch recht ähnlich, meine das hier aber sehr sehr positiv). Und genauso war es auch mit den anderen Songs der neuen Platte - die ich mir nun auf jeden Fall im Lichte dieses Konzerts noch mehrfach in Ruhe anhören werde (wenn meine beiden New Model Army Konzerte vorbei sind, die sind aktuell mit der neuen Platte Between Blood and Wine auf Dauerrotation). Weiter mit Gone und einem deutsch-französischen, was ich ziemlich seltsam fand: Europe. Von der Indicator. Hatte ich irgendwie nicht direkt parat, hat mir ehrlicherweise auch nicht sooo gut gefallen. Da hätte es andere gegeben, sogar Vivre ;-). Weiter mit Return, wieder sehr gefeiert. Dann wieder eines der neuen: Where the winds don't blow, auch sehr schön. Das nächste, Overpaid, dann mit Gitarrensolo, eher ungewöhnlich, aber passend. Zum Schluss des Hauptsets noch zwei aus dem Crystal Palace: The ride und Farewell (das mit ganz stark an ein anderes Lied erinnert, aber ich komm nicht drauf, an welches), auch beide richtig stark. Spätestens hier hab ich mich schon gefragt, was ich an der Platte eigentlich zu meckern hatte ;-). Ende des Hauptsets um 21:25 h

Zugabenset 1: Crystal Palace, Forever and a day und - hurra - dark star. Bis 21:44 h. Sie kamen aber nochmal wieder. Alexander stellte zunächst mal ihre beiden Mitstreiter Goran und Slobodan vor und dann gab es tatsächlich noch einen Ausflug in meine Lieblingsplatte Winter Fish Testosterone in Form von Manastir Baroue, sehr, sehr schön. Dann in natürlich mal wieder ganz anders eines der drei Lieder, die eigentlich nie fehlen dürfen - zwei hatten sie schon hinter sich gebracht, nämlich Reincarnation und Dark Star. Das dritte im Bunde war dann Love me to the end, wie immer großartig und auch diesmal durchaus wieder überraschend anders ;-). Bis 22:01 h. Und sie haben sich nochmal überreden lassen und sind ein drittes Mal zurückgekommen, leider nur mit einem Lied, dafür aber wirklich ganz großes Kino, der Gitarrist wie gesagt an einem mittelalterlichen Instrument, das keine Drehleier war, sondern eher eine Art Akoordeon, mit Tasten und Luftzufuhr, aber nicht vertikal, sondern horizontal. Ich hab das schonmal bei Estampie gesehen, kann mich aber nicht an den Namen erinnern und meine Beschreibung hier wird nicht dazu beitragen, dass irgendwer versteht, was ich meine, ich hab's aber auf einem der Fotos ;-). Pilgrim war zudem zweistimmig, der Gitarrist hat auch noch mitgesungen, wie auch schon bei anderen Songs, hier aber noch mehr und noch deutlicher hörbar, sehr, sehr, sehr schön, viel schöner als auf der Platte. Leider war dann um 22:10 h Schluss, aber nach über 2 Stunden sollte man sich nicht wirklich beschweren. Ich freu mich sehr auf Dortmund und hab dann bestimmt eine bessere Meinung von der Platte ;-). CU, bat.

Setlist - mit immerhin 7 songs von der neuen Platte:

Color-ize
Reincarnation
Into my Arms
Fighting the Green
Over and Done
Where you are
Nevermore
Gone
Europe
Return
Where the winds don't blow
Overpaid
The Ride
Farewell

---Zugabenset 1---

Crystal Palace
Forever and a day
Dark Star

---Zugabenset 2---

Manastir Baroue
Love me to the end

---Zugabenset 3---

Pilgrim

Hier noch ein paar Bilder, aber schaut mal bei sparklingphotos vorbei, dort sind die Bilder richtig schick geworden.

(c) bat 10/2014


  foto (c) bat: Lakaien Deine Lakaien, FZW, Dortmund, 15.02.2015      

Gut, dass das Konzert verschoben worden ist, denn die Setlist war, bis auf die Tatsache, dass sie einen song kürzer war, exakt identisch. Und auch genauso gut, aber der Abstand hat dem Ganzen dennoch nur gut getan. Also.

Start auch hier mit der Vorband God's Bow um 19:30 h bis 20:05 h. Sind leider in der Zwischenzeit nicht besser geworden, obwohl mich dieses Mal die hohen Töne von Agnieszka gar nicht so gestört haben. Sie kamen ohnehin erst in ausgerechnet dem Song zum Einsatz, der mir noch am besten gefallen hat. Ich fand den Rest irgendwie.. uninspiriert, immer gleich. Schade, denn die Melodien, die Krzysztof zaubert, sind wirklich ganz schön. Nun gut, 7 Songs, dieses Mal hab ich sogar mitgeschrieben und könnte bis auf den letzten herausfinden, wie die Setlist denn war - was sich aber als gar nicht so einfach herausstellt. Daher also nur das, was ich verstanden habe, wer die Songs erkennt möge sich gerne melden:

1 "You're everything I've ever wanted"
2 "My heart is an empty shell"
3 "Heart's on fire"
4 Helpline (das war das, was ich ganz nett fand)
5 Tranquilizer
6 I faded away... street of sorrow
7 ?

Start der Lakaien um 20:31 h. Wieder mit Intro und dann aus dem off, langsam auf die Bühne schreitend, Alexander mit Color-ize. Begleitet wurden er und Herr Horn wieder von den beiden großartigen Gastmusikern der letzten Show, Goran Trajkoski und Slobodan Kajkut. Obwohl Alexander sie dieses Mal nicht vorgestellt hat.

Alexander wirkte erst ein wenig... brummig. Sagte nichts außer den Songs, gab sich aber im Lauf des Abends. Erstmal allerdings kommentarlos Reincarnation. Was will man dazu auch noch sagen? ;-). Weiter mit Into my arms und einem älteren, das ich sehr mag: Fighting the green. Hier ein Wort über das Licht. Wieder mal großartig, die Bühne meist in eine Farbe getaucht, ab und an auch mal zwei (eher bei den neueren Songs) und dazwischen Strahlen aus weißem Licht. Sehr schick. War allerdings zu weit weg um anständige Bilder hinzubekommen - wie leider auch schon in Köln. Bei Fighting the Green natürlich wie nicht anders zu erwarten, grünes Licht. Alexander sah ein bisschen aus wie der Grinch. Meinte dann zum nächsten Song, er sei eine Variante ihres ewigen, seit gefühlten Jahrhunderten, immer gleichen Themas: wenn's mal Sch.. läuft, dann läuft's auch Sch.. War mal deutlich. Over and done das zugehörige Lied. Würde auch im nächsten Song so weitergehen, sagte uns Alexander. Where you are. Danach das erste von der neuen Platte: Nevermore, sehr schön. Und wieder eine neue Variation des Lieblingsthemas: Gone. Dann das Lied, was ich in dieser Setlist am allerwenigsten brauche, Europe. Diesmal noch mit Show-Einlage: Alexander telefoniert mit Brüssen (can you hear me?) und zum Schluss mit der Aufforderung, dass wir doch endlich mal tanzen sollten (voulez-vous danser avec moi?). Sofort, aber nur, wenn er was Anständiges spielt. Alexander erzählte dann noch, dass dies der Augenblick sei, an dem er in Mannheim von der Bühne gefallen sei und er habe schon den ganzen Abend Angst. Er hat's aber ohne Fallen geschafft, wobei der Text des nächsten Stücks dazu natürlich ausgesprochen gut gepasst hätte: Return ("when you see me falling, will you be there?"). Zudem waren wir ihm zu leise, wir dürften ruhig Krach machen, schließlich seien sie eine Rockband. Aha? DAs ist ja mal ganz neu - normalerweise braucht der Mann doch immer Ruhe zur Konzentration? ;-).

Dann das nächste der neuen Platte, Where the winds don't blow, sehr schön. Gefolgt von der nächsten Sache, die die Welt bewegt: Money, Money, Money: Overpaid. Dann das Pferd gesattelt und alle bereit für The ride, wieder neu. Zum Schluss noch ein weiteres neues: Farewell. Danach Ende Hauptset um 21:52 h. Zugabenset 1 bestand aus Crystal Palace, Forever and a day (find ich leicht langweilig) und - der ersten Änderung der Setlist, was nichts Gutes vermuten ließ - Love me to the end. Kam in Köln als vorletztes vor Pilgrim, ich hatte also schon Bedenken, ob es überhaupt weitere Zugaben geben würde. Aber sie kamen nochmal zurück und spielten auch hier das geniale Monastir Baroue und Pilgrim, zweistimmig, mit altem Instrument und ein absoluter Gänsehautsong. Sehr sehr schön, viel schöner als auf dem Album, dort geht er irgendwie unter. Hier ist er wirklich der krönende Abschluss. Wow. Schluss um 22:27 h. Ohne Dark star, wie ich schon befürchtet hatte. Alles in allem aber doch sehr schön. Nur eben schade, dass die Setlist sich so gar nicht bewegt hat. Daher auch wieder zurück zu meiner Aussage vom Beginn: gut, dass das Konzert verschoben worden ist.

Setlist:

Color-ize
Reincarnation
Into my Arms
Fighting the Green
Over and Done
Where you are
Nevermore
Gone
Europe
Return
Where the winds don't blow
Overpaid
The Ride
Farewell

---Zugabenset 1---

Crystal Palace
Forever and a day
Love me to the end

---Zugabenset 2---

Manastir Baroue
Pilgrim

Hier noch ein paar Bilder.

(c) bat 02/15


   Deine Lakaien, Christuskirche, Bochum, 03.12.2015      

Die Lakaien spielten wieder in der Christuskirche und das ist immer ein Grund vorbeizuschauen, schon alleine wegen der Akustik und wegen des wunderschönen Lichts. Dieses Mal hatte Alexander gute Laune. Vielleicht, weil von vorn herein das Licht im Kühlschrank gegenüber der Bühne ausgeschaltet war, wer weiß? ;-) Es war ausverkauft, wir waren dieses Mal nicht ganz so weit vorn wie sonst, dafür war mit Weihnachtsmarkt die Parkplatzsituation einfach nicht so gut und wir sind ein bisschen länger im Kreis um die Kirche rumgegurkt. Aber es war immer noch alles gut zu sehen und zu hören. Tolles Konzert, tolles Licht, der Schatten von Alexander, der Schatten des Kreuzes, das Kreuz selber vor einer rot angestrahlten (wahlweise blau oder grün) gemauerten Wand, davor das Klavier, das seltsame Töne macht, einfach grandios. Die Lieder waren es natürlich auch, einfach wunderschön. Das einzige, das ich nicht brauche ist Europe, wird aber aus irgendeinem Grund gerne gespielt und hat hier sogar wirklich gut gepasst, schließlich entsteht vor der Kirche grade der Platz des europäischen Versprechens (Einweihung am 11.12., daher aktuell Baustelle). Start um 20:00 h mit Where you are gefolgt von Gone. Danach ein älteres, Down Down Down. Weiter mit The Game, Return (sehr schön!) und Where the winds don't blow. Danach das geniale over and done, gefolgt von without your words. Den Schluss machten One night (wow!) und Fighting the green, passend mit grünem Licht. Dann Pause von 20:51 h bis 21:12 h.

Weiter ging's mit Walk to the moon und Follow me (mag ich ebenfalls sehr). Dann eins mit Pferden, wie Alexander sagte: the Ride. Die nächsten waren dann nicht ganz so meins: Wunderbar und das erwähnte Europe. den Abschluss des zweiten Sets machten The lights of our street und Dark Star, was nicht fehlen darf, schon gar nicht, wenn es Ernst die Gelegenheit bietet, komische Sachen mit dem Klavier anzustellen. Nicht, dass er sich damit nur auf dieses Lied beschränkt hat ;-). Das eine oder andere Mal musste Alexander auch warten, bis Ernst die richtigen Dinge an die richtigen Stellen gestellt hatte, damit es auch anständig schräge Töne gab ;-). Und wenn Ernst dann mal so richtig aus sich rausgekommen ist und längere Zeit hintereinander Töne gemacht hat, ist Alexander auch schon mal von der Bühne verschwunden, Spot on Ernst. Ende des zweiten Teils also um 21:48 h. Verging wie im Fluge. Deshalb gab es netterweise auch noch Zugaben: Eternal sun, Don't wake me up und Love me to the end (yes!).

Ende um 22:08 h. Hätte ruhig noch weiter gehen können. Sehr schön!

Hier die Setlist:

Where you are
Gone
Down, Down, Down
The Game
Return
Where the winds don't blow
Over and done
Without your words
One night
Fighting the green
---Pause---
Walk to the moon
Follow me
The ride
Wunderbar
Europe
The lights of our Street
Dark Star
---
Eternal Sun
Don't wake me up
Love me to the end

(c) bat 12/15


   Deine Lakaien, Jahrhunderthalle, Bochum, 14.01.2017      

Die Lakaien hatten 30-jähriges Bühnenjubiläum. Kleine, aber feine Tour mit ausgewählten Musikern und Gästen. Retrospektive. Hörte sich vielversprechend an. Stätte des Schauspiels und Premiere: Bochum, Jahrhunderthalle. Nett, Glas und Stahl und Industriekultur, irgendwie passend zu den Klängen der Herrschaften. Die Halle war bestuhlt - und ausverkauft - und lag direkt neben der Eisbahn, von selbiger nur getrennt durch einen Vorhang. Was ich zunächst mal gar nicht so gesehen habe, hab mich nur gewundert über die Deko draußen, künstliche Eisblöcke, Pinguine, Eisbären.. man hätte drauf kommen können ;-). Ach ja, es war Januar, draußen war es kalt. Drin auch. Alexander erzählte zwischendrin, dass ihm kalt sei, wäre ihm auch so noch nicht passiert auf einem Konzert. Mal was anderes halt ;-). Die Bühne sehr schick bestückt mit vier pyramidenförmig angeordneten weiß-transparenten Tüchern, vor dem Start und in der Pause mit kräftigen Lichtern angestrahlt. Auch während der Show mit diversen Lichtern beleuchtet, ein echt schicker Effekt. Überhaupt war die Beleuchtung der Hammer, sehr, sehr schön. Bis auf vielleicht dieser eine kleine fiese Scheinwerfer, der dem Publikum - zumindest dem, was auf Höhe unserer Reihe saß - direkt in die Augen geleuchtet hat.... war vielleicht Alexanders Versuch, die Leute daran zu hindern, Fotos zu machen, wer weiß? ;-). Start jedenfalls sehr pünktlich um 19:30 h. Neben Alexander und Ernst am Flügel und weiteren Tasteninstrumenten noch zwei Damen an der Geige (Ivee Leon und Katharina Gerrard) b.deutung am Cello sowie die Herren der letzten Tour an Schlagzeug, Gitarre und weiteren Tasteninstrumenten (Goran Trajkoski, Igor Zotik, Slobodan Kajkut, insgesamt 8 Personen - hoffe, ich hab sie alle richtig aufgeschrieben). Großartige Musiker allesamt. Start mit Away und im Anschluss direkt Color-ize, so in schön und normal, gar nicht mal so schräg wie sonst schon mal gerne. Alxander hat sich dann auch direkt zu Wort gemeldet, uns freundlich begrüßt, gesagt, dass ihm kalt ist und weiter ging's mit Gone. Danach Lonely, ohne Streicher und ohne Trommeln, eher reduziert. Sehr, sehr schön. Überhaupt war die Bühne wie schon erwähnt mit der Beleuchtung und den Tüchern echt eine Schau, etwas schade vielleicht nur, dass der Gitarrist ein bisschen außerhalb des Geschehens am rechten Rand der Bühne stand - und diese war wahrhaftig nicht klein. Über der Bühne dann Stahlstreben, die ins Geleuchte mit einbezogen wurden, darüber ein Glasdach, wieder eingerahmt von Stahl, alles in allem eine wirklich tolle Kulisse. Nach diesem Song dann die ersten - Gäste: Ernst Horn durfte Dinge aus seinem Nebenprojekt Helium Vola spielen. Dazu auf der Bühne Sabine Lutzenberger, die zunächst Mahnung und dann Dormi sang (Liod) - was für eine Stimme, Wahnsinn! Und danach - ganz, ganz großartig, wenn eine Steigerung überhaupt noch geht - von der Helium Vola Selig. Hab zwar alle Platten, bin aber noch nie in den Genuss gekommen, Helium Vola in einer Live-Aufführung zu sehen. Bin mir auch gar nicht sicher, ob es das überhaupt schon gegeben hat - vermutlich wenn, dann nur in Bayern oder auf dem WGT in Leipzig? Alle wieder zurück auf die Bühne mit Over and Done und Where you are. Danach durfte Alexander sein Solo-Projekt vorstellen, das weniger in die Klassik-Ecke zu sortieren ist, auch nicht wie die Lakaien elektronisch, sondern eher naja, rockig bis country-folkig: Start damit auch mit echten Drums, viel Gitarre und gar keinen Tasteninstrumenten: The man with the silver gun, das ein ganz kleines bisschen an Johnny Cash erinnert und an ein Pferd und einen Sonnenuntergang ;-)). Vielleicht war der Text aber auch Programm, weil's doch so kalt war: "find me a warm place near the setting sun". Weiter von der zweiten Platte gleichen Namens The sweet life (gewünscht hätte ich mir - wenn schon - dann doch eher Blag Zhivot). Prompt mussten sie nochmal anfangen, weil die Gitarre verstimmt war: "sorry, das passiert halt, wenn man echte Instrumente verwendet - und es ist kalt hier - wie können wir nur?!" :-). Dann wieder alles die Bühne und Return und dann - juhuuu - Fighting the Green. Pause um 20:50 h.

Es wurde noch kälter, weil sie ja den Vorhang aufgemacht hatten zur Eishalle. Geheizt war das Ganze irgendwie nur durch ein paar Heizstrahler oben rechts an der Decke, die aber konnten diese hohe, tolle Halle trotz Ausverkauft nicht wirklich aufheizen. Und siehe da: die Currywurst schien gut zu gehen, es roch auch total nach der Sauce - und: sie verteilten Decken. In hellblau ;-) Sehr witzig! Die Herrschaften auf der Bühne haben sich keine geholt - naja, hätte vielleicht auch ein bisschen komisch ausgesehen ;-). Also, das Publikum war gestärkt und mit Decken ausgestattet und es konnte weitergehen (21:15 h): Walk to the Moon und Contact - Wahnsinn, schon wieder die Forest enter exit, ich war hin und weg! - Nanach dann Where the winds don't blow. Finde ich eigentlich immer ein bisschen kitschig, hier aber mit Geige und Cello und allem richtig schön! Dann wieder Sabine Lutzenberger mit Ernst Horn als Helium Vola: Begirlich in dem Hertzen Min und Omnis Mundi Creatura (hat mich natürlich sehr stark an Qntal erinnert - Qntal I oder II, kann aber das Lied nicht packen). Sehr großartig. Überhaut eine tolle Idee, die Nebenprojekte auferstehen zu lassen.

Dann wieder Lakaien mit Cupid's Disease (nochmal die Winter Fish Testosterone, yes!). Danach dann wieder das Solo-Projekt von Alexander ganz ohne Elektrik: Seraphim, We can't turn back und ein ganz fürchterliches - sorry, aber das war so gar nicht meins - die Stimme ist soooo schön, aber lieber Alexander, mach sowas nicht! - Mein Weg.

Dann wieder Lakaien und ganz ohne Zwang Reincarnation. Und Dark Star! Und das in Versionen, die man mal so einfach hören kann. Normalerweise sind diese Songs ja _die_ Spielwiese für Ernst irgendwelche seltsamen Sachen mit dem Klavier zu machen. Er durfte auch ein bisschen spielen, aber längst nicht so ausführlich, wie sie es grade bei diesen beiden Songs schon mal gerne machen - und bei Mind Machine.... Danach jedenfalls Schluss mit Konzert, 22:17 h. Zugabe Nr. 1, ganz großartig, nur Ernst und Alexander: One night. Seufz, sooo schön! ;-). Danach dann das schon angedrohte Mind Machine, super song, aber auch eher anstrengend, hier aber einfach toll und nur ein bisschen anstrengend, so wie es sein soll. Dann noch overpaid - und mit vorsichtshalber einem weiteren Bassisten - falls mal wieder ein Instrument nicht funktioniert ;-). 22:37 h

Sie kamen nochmal zurück und Alexander stellte erstmal seine Musiker vor - und natürlich den Meister himself - Ernst Horn. "Und ich.. bin ich." Yep. Lieder gab's auch noch: Pilgrim mit tollem Hintergrundchor und Love me to the end, auch ganz freiwillig. Sehr schön. Schluss um 22:55 h.

Fazit: sehr sehr schön, tolle Location - wenn auch ein kleines bisschen kalt - super Beleuchtung, großartige Idee, die beiden Nebenprojekte mit auf die Bühne zu zaubern. Aber: ich hab von ihnen schon Konzerte gesehen, die mich noch mehr begeistert haben. Ich kann's nicht wirklich sagen, denn es war ja von allem was dabei, die ganz alten Sachen, meine Lieblingsplatten Forest Enter Exit und Winter Fish Testosterone waren vertreten und die alten Klassiker auch, komisch. Schön war's natürlich trotzdem, tolle Stimme, tolle Akustik, tolle Musiker, geniale Frau Lutzenberger, alles sehr sehr schön. Nur eben nicht das Beste, das wir von den Herren gesehen haben. Vielleicht sind wir nach so langer Zeit auch einfach ein kleines bisschen verwöhnt? ;-). Vielleicht lag's auch ein bisschen daran, dass ich gleichzeitig super-gerne in Düsseldorf beim Acoustic Winter Festival gewesen wäre (siehe Bericht vom letzten Jahr), aber eins geht halt nur!. Also: Gerne wieder und allen, die es noch vor sich haben: wünsche Euch ganz, ganz viel Spaß, es wird großartig!

(c) bat 01/17

Sorry, Bilder leider nur per Handykamera, sonst hätte Alexander geschimpft ;-). Es gibt aber bestimmt ausreichend offizielle, sollte ich was Schönes finden, verlinke ich die Seite noch.


   Deine Lakaien, Philharmonie, Köln, 03.02.2018      

Fast ein Jahr nach dem ersten Konzert der 30-jähriges-Bühnenjubiläums-Tour waren die Lakaien mit gleichem Programm nochmal in Köln in der Philharmonie. Und da mir das "damals" bei Dead Can Dance schon so gut gefallen hat dort und weil die Lakaien so toll waren und das alles wirklich schon wieder ein ganzes Jahr her war, sind wir natürlich auch diesmal dabei gewesen – also am Anfang und am Ende der Tour.

Dieses Mal haben wir nicht gefroren, war halt eine sehr schöne, klassische Konzerthalle mit einer runden Bühne und Sitzplätzen im Halbkreis drum herum. Die Jahrhunderthallte mit ihrem Industriecharme hat mir dabei aber auch gut gefallen, kann nicht sagen, was davon schöner war. Das Programm – das vorab – war weitestgehend identisch, in Köln lediglich eine Zugabe weniger, weil sie zeitlich aus dem Rahmen geraten sind ("wir haben ein Zeitfenster" sagte Alex, als sie zur zweiten Zugabe wieder kamen – soso).

Bühnenbild auch wieder gleich, mit den 4 halbtransparenten Stoffbahnen, die in unterschiedlichen kräftigen Farben angestrahlt wurden. Durch die hier doch etwas aufwändiger mögliche Beleuchtung waren sie aber im Rest der Show nicht ganz so präsent wie in Bochum, fand ich.

Start pünktlich um 20:04 h. Ernst diesmal im Stehen an diversen Computern und Keyboards, das Klavier hat jemand anders übernommen, Ernst hat nur sehr selten selber gespielt. Er hatte aber auch irgendwas, vielleicht an der Hüfte, was das Sitzen und Laufen scheinbar unangenehm gemacht hat, ansonsten würde er doch sein geliebtes Klavier nicht in andere Hände geben? Wurde aber nicht weiter kommentiert. Wieder sehr tolle Gastmusiker dabei: Ivee Leon und Kaharina Gerrard an den Geigen, b.deutung am Cello, Slobodan Kajkut am Schlagzeug, Goran Trajkoski an der Gitarre und Igor Zotik an den Tasteninstrumenten und damit auch der Ernst-Ersatz am Piano.

Start also analog der letzten Setlist mit Away – uns ist erst mitten im Lied aufgefallen, dass das Klavier brav spielte, auch die Tasten haben sich bewegt – es saß nur niemand dran. Nettes Detail, war glaub ich in Bochum nicht so, ich kann mich aber nicht mehr erinnern.

Weiter dann mit Color-ize, auch hier in einer eher normalen Fassung. Gefolgt von Gone und Lonely, ohne Streicher und ohne Trommeln, auch hier in der reduzierten Fassung. Danach verließen alle außer Ernst Horn die Bühne. Ernst ließ sich vorsichtig am Piano nieder und schon schwebte Sabine Lutzenberger ein, die mit ihm zusammen das Nebenprojekt Helium Vola macht. Erst Mahnung, dann Dormi, wirklich sehr, sehr beeindruckend diese Stimme – und das bei dieser Akustik umso mehr. Das dritte Lied war das großartige Selig von der Helium Vola.

Dann wieder zurück zu den Lakaien, alle wieder rauf auf die Bühne und weiter ging's mit Over and Done und Where you are. Jetzt ging Ernst, der Rest blieb, glaub ich, und es ging weiter mit dem Cowboy, der in den Sonnenuntergang reitet: Alexander Solo mit The Man with the Silver Gun, gefolgt von The Sweet Life. Dann kam auch Ernst wieder und es ging weiter mit Return und Fighting the green.

Pause um 21:17 h bis 21:40 h.

Nach der Pause Walk to the Moon und Contact – hier hat die Lichtkonstruktion unter der Decke zusammen mit den Tüchern auf der Bühne richtig schick ausgesehen, mal sehen, ob ich euch das Bild dazu hochladen kann – diesmal gab's wieder nur Handybilder…dann das eigentlich gar nicht mal so tolle Where the winds don't blow, in der Fassung aber auch dieses Mal wieder sehr, sehr schön.

Dann wieder Sabine Lutzenberger mit Ernst als Helium Vola: Begirlich in dem Hertzen Min und das ganz, ganz großartige Omnis Mundi Creatura, hier mit den Hintergrundstimmen der beiden Geigerinnen und des Drummers sowie des Tastenmanns. Wow. Dann wieder Lakaien mit Cupid's Disease und schon durfte Alexander wieder solo ran. Ernst ist dieses Mal aber gar nicht groß verschwunden, hat sich nur auf die Umrandung gesetzt und hat zugeschaut. War doch ein bisschen angeschlagen schien mir.

Alexander mit Seraphine, we can't turn back und dem ganz, ganz fürchterlichen Mein Weg. Vielleicht wäre es ja nicht so schlimm, wenn er es auf Englisch singen würde? Ich weiß es nicht, ist jedenfalls echt zum Weglaufen, sorry. Frau Fischer trifft den Grafen und dann singen sie ein Lied. Brrr.

So, dann wieder Lakaien mit Reincarnation und Dark Star. Recht normale Fassungen, sehr nett, wie schon in Bochum mal so ganz ohne Zwang und Gequengel vom Publikum. Sehr gut.

Tja, und das war's dann schon. Um 22:37 h.

Sie kamen aber wieder, erste Zugabe: One night - nur Alex und Ernst, sooo schön! Und Mind Machine – das auch tatsächlich recht ausführlich.. wenn man ein Wort schnell und dauernd hintereinander immer wieder sagt, verschwimmt irgendwann die Bedeutung und der Inhalt und alles… mind machine. Wir hatten es dann auch wirklich verstanden, Alexander, danke ;-).

Dann komische Töne, Techniker auf die Bühne, ups, eigentlich ist der Techniker ja Bassist, der dann auch wie schon in Bochum das nächste Lied unterstützt hat – vorsichtshalber, man kann sich ja nicht verlassen auf diese ganze Technik, Herr Horn. Overpaid war das Lied.

Wieder weg, wieder alle zurück, inkl. Sabine. Alexander hat sie alle vorgestellt – aber auch auf das schwindende Zeitfenster hingewiesen. Daher statt zwei weiterer Lieder hier nur eines: Love me to the end, dafür aber mit Sabine als gesangliche Unterstützung. Schön!

Schluss um 23:05 h

Sehr, sehr schön, hat mir richtig gut gefallen, vielleicht auch, weil ich leichte Entzugserscheiungen hatte ;-). Doch, ich war sehr beeindruckt und zufrieden.

Jetzt hätte ich dann gerne mal wieder was Neues, die Herren ;-).

Songs:

Away
Color-ize
Gone
Lonely

Helium Vola:
Mahnung
Dormi
Selig

Over and Done
Where you are

Alexander Veljanov:
The Man with the silver gun
The sweet Life

Return
Fighting the green

-Pause-

Walk to the moon
Contact
Where the winds don't blow

Helium Vola:
Begirlich in dem Hertzen Min
Omnis mundi creatura

Cupid's Disease

Alexander Veljanov:
Seraphine
We can't turn back
Mein Weg

Reincarnation
Dark Star
---
One night
Mind machine
Overpaid
--
Love me to the end

(c) bat 02/18


HOMEZum Seitenanfang

zurück zur Konzertseite