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Levellers, Bochum, Zeche, 19.03.1998   

Die Levellers haben sich doch nochmal zu einer Mini-Tour in Germany hinreißen lassen und gestern war in Bochum in der Zeche das einzige Konzert in NRW, am Wochenende sind sie in Graz und Budapest und nächste Woche Mittwoch wieder in Germany, nämlich in Stuttgart. Die Zeche war rappelvoll, sicherlich ausverkauft. Gegen 20:00 h begann die Vorband bestehend aus einem Mann und seiner Gitarre, Name: Kami Phillips. Erst warf er einen Ball ins Publikum und machte irgendwelche Faxen, dann kam das erste Lied und ich beschloß, daß ich mehr nicht hören mußte ;-) Der 'Ordner' am Eingang grinste nur, als ich direkt wieder ging und meinte, Levellers würden so gegen 21:00 h beginnen. Was dann auch der Fall war: um 20:50 h ging's los. Die Halle tobte die ganze Zeit, war echt Wahnsinn, supergute Stimmung, der Sound war nicht ganz so supergut, aber was soll's und der Background-Chor aus dem Publikum war bei den alten Liedern schon ziemlich beeindruckend ;-) Beeindruckt hat mich auch Bassist Jeremy, der das ganze Konzert lang wie ein Gummiball auf und ab hopste - wie im übrigen auch das Publikum, also auch diesem ist eine Wahnsinnskondition zu bescheinigen - seine Dreadlocks schüttelte und erstaunlicherweise dennoch die richtigen Saiten fand ;-) Die Levellers spielten eine nette Mischung aus neuen, alten und mittelalten Stücken, wobei ich wieder mal sagen muß, daß mir die alten - mit Ausnahme von Elation und Rain & Snow (das vor allem textlich gesehen meinen Begleitern besonders gut gefiel: ... ;-))) ) - Sachen entschieden besser gefallen.. das kann einerseits daran liegen, dass ich einfach alt werde. Oder aber, daß man sich an die Songs erst gewöhnen muss . Oder aber, daß sie früher einfach besser waren ;-))) Das Konzert dauerte insgesamt etwa 1 1/2 h, die Levellers ließen sich zu 16 Liedern, dann nochmal drei und nochmal 2 Zugaben hinreißen, danach war Schluss. Was vielleicht auch daran lag, daß mal wieder hinterher Disco angesagt war - was ja auch damals die Girls under Glass schon so verärgert hatte.

Die Songs waren die folgenden: The game, C.C.T.V., Outside/Inside, Sell out, Rain & Snow, No change, Elation, Far from home, Beautiful Day, Chemically free, Men-an-Tol, Hope St., Too real, 15 years, Battle of the Beanfield und Liberty song. Zugabenset Nr. 1 bestand aus Far away, Carry me (absolut genial, tolle Stimmung, noch tollerer Chor, ebenso bei Sell out oder Outside/Inside... aber eigentlich waren die Leute immer supergut, vielleicht bei den neuen von der Mouth to Mouth ein wenig ruhiger, aber nicht viel ;-) ) und Dirty Davey. Das zweite Zugabenset bestand dann aus Just the one und The devil went down to Georgia, absolut witzig, unterbrochen durch 'hey, hey'-Rufe aus dem Publikum. Das Lied hat ja - wenn man auf den Text nicht unbedingt achtet und das häufige Vorkommen des Wortes 'Devil' mal außer acht läßt - verflixte Ähnlichkeit mit dem, was ein amerikanischer Square-Dance Ansager so ablassen würde ;-) Alles in allem war's ziemlich klasse, wenn auch ein wenig kurz. Das nächste Mal stürze ich mich glaub ich auch etwas mehr in die Menge, diesmal hab ich's vorgezogen, mir das ganze von oben zu betrachten, weil ich die Levellers auch mal sehen wollte ;-) Und weil ein Freund erst am Tag zuvor in Bremen beim Konzert kreislaufmäßig zusammengeklappt war und für die Menge noch nicht wieder fit genug war... Allerdings hätte ich es da unten wohl auch nicht allzu lange ausgehalten ;-)))

PS: Selbst ein bekannter DJ aus dem Zwischenfall konnte sich scheinbar für diese Band erwärmen, man sieht also, daß auch bei Leuten, bei denen man es gar nicht erwartet, der Musikgeschmack gar nicht sooo eingeschränkt ist und das ist doch durchaus positiv ;-)

Dank an Frank, Michael und Jens für die Songliste

(c) bat, 1998


Levellers, Essen, Zeche Carl, 25.11.2005   

Sie sahen unverändert aus und hörten sich auch so an; allerdings hatte ich irgendwie den Eindruck, dass sie fertig werden wollten, so schnell reihte sich Song an Song... aber vielleicht haben auch sie geahnt, dass es draußen gar schrecklich schneit...

Die Vorband, mit der es ja irgendwie meist startet, war ein Mann mit Gitarre, hieß Seth mit Vornamen, den Nachnamen hab ich vergessen. Wir waren draußen, was wir aber gehört haben, hörte sich ganz nett an.

Die Jungs starteten um 21:30 h mit England my home, gefolgt von Sell out und The road. Ging echt gut los, es wurden nacheinander von allen Platten alle Hits gespielt und dazwischen diverse Songs des neuen Albums Truth and Lies. Ich hatte wirklich den Eindruck eines "Best-of"-Konzerts und es hat mir wirklich gut gefallen (jaja, bei New Model Army meckere ich immer, wenn sie nur die bekannten Songs spielen, die sie immer spielen, aber da kenn ich die Band ja auch besser.. ;-) ). Bei einigen Songs musste ich die Titel aber doch nach Textbruchstücken aus dem Internet zusammen suchen, wenn ich also mal falsch gesucht habe, bitte melden.

Im Anschluss kamen jedenfalls direkt zwei neue, For us all und Wheels. Danach Beautiful day und Cardboard box city, wunderschön, nur Simon und die Gitarre - allerdings war der Hut, den er sich ausgesucht hat, wirklich ausgesprochen bescheuert ;-)

Überhaupt haben sie mich wieder schwer beeindruckt was ihre Kondition angeht, insbesondere Jonathan an der Geige und Jeremy am Bass, aber der ist ja eh unglaublich, wie er dieses Dauergehopse aushält ist echt unfassbar!

Weiter ging's mit zwei mir bekannteren songs, Exodus und Carry me, danach eines, das mir sehr gut gefallen hat, vermutlich war es Confess von der Truth and Lies. Danach kam Belaruse und Last man alive, wieder von der Truth and Lies, gefolgt von The Game, mag ich auch sehr gern. Und da sie es eilig hatten, legten sie mit Dirty Davey und Riverflow noch ein rasendes Finale hin, eine Stunde war vorbei und das Main Set ebenso. Wow. Teilweise haben sie kaum gewartet, bis der Applaus vorbei war, bevor sie mit einem neuen Stück begannen... ich sag ja, let it snow, let it snow, let it snow.. sie müssen es geahnt haben... ;-)

Zugaben gab es trotzdem, zuerst 3 und dann nochmal 1 song, immerhin nochmal 20 Minuten: Make you happy von der neuen CD, One way, Battle of the Beanfield und ein sehr geniales mit irre tollen Lichteffekten und einer Wahnsinnsgeige: What you know. Das mit dem tollen Licht war bestimmt eine Wiedergutmachung, denn als die Band zur Zugabe zurückkam, haben sie erstmal im Dunklen angefangen zu spielen, weil der Lichtmann noch verschollen war (ich sag ja, sie hatten es eilig..) ;-).

Die, die sich vom Schnee haben abhalten lassen, haben echt was verpasst - auch wenn mein Auto nachher aussah wie ein Iglu und ich wegen der 25 cm Schnee auf den Straßen über eine halbe Stunde für einen Weg gebraucht habe, der normalerweise höchstens 10 Minuten dauert. Egal. Schön war's, wenn auch viel zu kurz und diesmal war's nicht nur gefühlt zu kurz!

Cu soon

(c) bat 12/05

PS: danke nochmal an meinen netten "Park-Nachbarn" für den Handfeger - habe dann einen Tag später auch einen erstanden ;-)


Levellers, Wuppertal, Live Club Barmen (LCB), 06.11.2006   

Diesmal hat es zumindest nicht geschneit, im Gegenteil, es waren eher sommerliche Temperaturen und das nicht nur im winzig-kleinen LCB, in dem es mit gut 150 Leuten richtig, richtig voll war... Vorband war Mr. Irish Bastard oder so, eine deutsche Band, die irischen Folk gespielt hat. Ganz nett als Anzeizer, eigentlich aber doch recht langweilig, weil sie sich eben genauso angehört haben, wie sich jede (deutsche) Irish Folk Band anhört.... Das einzig originelle Lied war ein Cover von den Sisters of Mercy.. mit Fiddle und Gegröle war das schon wieder witzig - obwohl ich als alter Sisters-Fan zunächst doch etwas entsetzt war ;-)

Die Levellers spielten gute 1,5 h und haben richtig abgerockt, obwohl die Bühne winzig war, es super-warm war und auch nicht wirklich viele Leute da waren - es hätten aber auch nicht viel mehr reingepasst - der Eindruck war also, dass es gut besucht war, vielleicht hat das ja geholfen. Vielleicht hat's auch einfach mal wieder (?) Spaß gemacht, vor so vielen fröhlich mitgrölenden Fans zu spielen - nicht immer ist die Masse ausschlaggebend.. letztes Mal in Essen war die Halle größer, die Anzahl der Fans aber leider auch nicht mehr und damals hatte ich den Eindruck, dass sie so schnell wie möglich fertig werden wollten. Den Eindruck hatte ich diesmal nicht, obwohl Mark am Anfang etwas missmutig dreinschaute. Gab sich aber. Sie sehen immer noch genauso aus, Marks Haare sind etwas grauer, Simons dafür länger (und er war ohne Cowboy-Hut) und Jeremy hopst immer noch wie ein Gummiball ;-) Frank hat Fotos gemacht, vielleicht schaut ihr hier mal rein (und quengelt nach, sollten die Bilder noch immer nicht online sein ;-)).

Gespielt haben die Jungs 16 songs und haben sich dann noch zweimal zu insgesamt 5 Zugaben überreden lassen. War echt sehr, sehr schön, wieder viele der alten Songs,die man natürlich unbedingt hören will (und bei denen, seien wir ehrlich, die Chöre und das Gehopse der Fans auch am intensivsten war), aber auch einige sehr schöne neuere. Und auch einige, die wohl aus der Phase zwischen den alten Hits und der neuen CD liegen und die manchmal einfach ein kleines bisschen... sagen wir, unoriginell sind. Nicht schlecht, nein, aber irgendwie auch nicht so recht inspiriert.. mir fehlte ab und an der Ohrwurmcharakter. Auf der neuen CD ist dies wieder zu finden, sehr schön. Sehr gut gefallen haben mir daher Last man alive, Make you happy, Confess und For us all, von denen ich verhältnismäßig sicher bin, dass sie gespielt worden sind (in der ersten Hälfte des Konzerts. Auch bilde ich mir ein, Steel Knife von dieser CD, die übrigens auch schon wieder ein Jahr alt ist, gehört zu haben.

Der Hammer war natürlich, dass sie (ich hörte "endlich mal wieder", habe es aber selbst noch nie gesehen) Didgeridoo-Mann Steve auf die Bühne gezaubert haben, angemalt, weiss gefärbte Haare, rosa Federboa, Kilt, sehr witzig. Er gab ein langes Intro, blieb aber auch für weitere Songs noch verfügbar und ab da ging es dann ab in die alten Songs, die der Großteil des Publikums vor Jahren schon live gesehen und heiß geliebt hat (die alten Tourshirts gaben einen dezenten Hinweis darauf ;-):. Ich hörte Beautiful Day, Hope Street, das geniale Men-an-tol, One way, The game, das von mir heißgeliebte Another Man's cause, The road, The Riverflow, Carry me, Battle of the beanfield (das war definitiv eine Zugabe, bei den anderen weiss ich es nicht mehr so genau). Weitere Zugaben waren Dirty Davey und Liberty Song, gefolgt von What you know. Und vielleicht habe ich auch I have no answers und England my home gehört, irgendwann im Lauf des Konzerts, aber so richtig sicher bin ich mir nicht. Wer also genaueres über die Setlist sagen kann, möge sich melden, würde mich freuen! Es hat so richtig Spaß gemacht und nach anfänglicher leichter Enttäuschung hatte ich den Eindruck, dass es auch den Jungs auf der Bühne Spaß gemacht hat. Sie sind jedenfalls noch da und dürfen, wenn's nach mir und den 150 anderen im LCB geht, auch gerne wieder kommen.

Liebe Grüße an Frank, Stephan, Markus und bis bald bei Justin und Company in Kölle ;-)

(c) bat 11/06

PS: hier gibt's auch noch nette Bilder vom Konzert:


Levellers, Köln, Werkstatt, 05.02.2009   

Konzert in der Werkstatt in Köln. Bin sicher, dass es zu viele Karten für diese "Halle" waren. Etwas größer war es zwar schon als das LCB in Wuppertal vor drei (!) Jahren, aber dafür quadratischer, so dass man, wenn man nicht ganz vorne stand, so gar nichts gesehen hat. Dieser Veranstaltungsort war echt eine mittlere Katastrophe. Naja, egal. War gegen 20:45 h da, es spielte schon die Vorband Headlines aus Schweden, sehr netter Rock, hab aber nur ca. 15 Minuten und eine Handvoll Songs mitbekommen. Habe aber mittlerweile gehört, dass es in Summe auch nur 20 Minuten waren, die sie spielen durften. Schade eigentlich.

Danach gab es eine halbe Stunde Umbaupause. Hmm. Die Vorband hat also früher und der Hauptact später angefangen als auf der Karte angegeben. Kann man also nochmal üben. Oder besser einen anderen Veranstaltungsort wählen... Ok, genug gequengelt.

Die Levellers - Jonathan (Geige), Jeremy (Bass), Mark (Gesang, Gitarre), Simon (Gesang, Gitarre), Charlie (Schlagzeug) und Matt (Keyboards) - starteten um 21:30 h. Nicht ganz. Es startete ein Intro und nach und nach erschienen die Herren auf der Bühne, eigentlich unverändert, vielleicht ein bisschen grauer, Simons Haare definitiv länger und mit Bart und Kopftuch sah er noch viel mehr wie der klassische Pirat aus als Brett Selby, der sich beim letzten Red Sky Coven Gig im Januar selbiges von Joolz hat unterstellen lassen müssen - und das nur, weil er einen Bart hatte! ;-). Sie kamen und starteten durch. Mark hat zwischendurch auch mal was gesagt, aber ich habe nicht die geringste Ahnung, was es wohl gewesen sein könnte - nur einmal hat er sich über die blaue Farbe des Scheinwerfers beschwert: blau steht mir nicht.. naja ;-))). Gebracht hat's übrigens nichts. Warum hab ich ihn nicht verstanden? Tja, ich hab zwei Theorien: Nr. 1: der Sound war schlecht. Nr. 2: Mark nuschelt. Vermutlich eine Mischung aus beidem, denn bei den songs hatte ich schon das ein oder andere Mal das Gefühl, dass man durchaus die Stimmen hätte lauter, dafür die Instrumente etwas leiser hätte drehen können. Egal. Sie boten eine sehr gelungene Mischung aus alt und neu, nur zwei songs kannte ich nicht, ansonsten natürlich viel von der neuen, wirklich guten, CD Letters from the underground und auch sehr viel altes, insbesondere von der Levelling the land.

Den Start machte Belaruse, gefolgt von The fear. Dann das erste Stück der neuen CD: Burn America burn. Nicht das beste, aber ok und passte gut in den Kontext der beiden songs "drumherum". Es folgte nämlich The Road, ein Garant für begeisterte, hopsende Fans. Jeremy hat übrigens auch diesmal wieder gehopst, aber nicht mehr das ganze Konzert lang. Mein Nachbar hat versucht, es ihm gleich zu tun, aber auch er musste zwischenzeitlich pausieren ;-). Die Fans waren sehr, sehr gemischt, sowohl typ- als auch altersmäßig, will sagen, einige hatten etwas mehr "Hopskondition" als andere ;-). Nach The Road dann eines meiner Lieblinge von der neuen CD: Before the end. Dann das erste, das ich nicht kannte, dass ich aber dank eines netten Menschen, der für Köln.de vom Konzert berichtet hat (link siehe unten) als Together all the way (von der a weapon called the world) herausgestellt hat. Danach wieder ein Stück der neuen CD: Death loves youth, mal ein bisschen langsamer. Die Jungs haben ein ganz schönes Tempo vorgelegt, song reihte sich an song, vermehrt waren es sehr schnelle Songs mit unglaublich viel Gefiedel und ich hatte außerdem irgendwie den Eindruck, als wären die Stücke live noch ein Stück schneller als auf den CDs, vielleicht hatten sie im Anschluss noch was vor, wer weiss? ;-). Danach wieder ein Klassiker mit Sell-out, großes Gejubel, genialer Chor. Danach dann endlich Simon mit meinem absoluten Liebling von der neuen CD: Behold a pale rider, großartig!!! Irgendwie fand ich, dass Simon beim Konzert ein wenig unbeteiligt aussah, als sei er nur zu Besuch und schaue sich mal an, was die Jungs auf und die Jungs und Mädels vor der Bühne so treiben - und dieses Piratenkäppi fand ich auch nicht so richtig gelungen. Die Stimme ist aber großartig und ebenso das Lied, unbeteiligt hin oder her. Danach sagte Mark doch noch was, was ich verstanden hab: you wanna party? Und dann kam Carry me! Super, immer noch. Und dann kamen Steve und das Didgeridoo - diesmal nicht für eines der alten Stücke, nein, für ein neues: Eyes wide, gesungen von Simon mit Marks Unterstützung. Steve und das Didgeridoo blieben, diesmal als Untermalung für One Way. Rote Haare hatte er diesmal, ein weisses Gesicht und das Rot hat geleuchtet im Schwarzlicht ;-). Danach kam wieder ein Stück, das ich nicht kannte, diesmal gesungen von Simon: 100 years of solitude, sehr schön. Tja, und danach haben sie sich gedacht: so, jetzt wird gerockt und gefiedelt was das Zeug hält und dann sind wir mit 16 Stücken in einer Stunde mit dem Hauptset durch, also Jungs, gebt alle! Haben sie dann auch getan und hintereinander weg Life less ordinary, Cholera Well, beide von der neuen CD und zum Abschluss noch Riverflow gespielt. Cheers. Klar, dass nach solchen Krachern das Publikum nach Zugaben verlangt - und sie auch bekommen hat in Form von einmal drei und noch einmal einem Song zum Abschluss. Das erste Zugabenset startete mit einem meiner all-time-favourites: Another man's cause. Gänsehaut inklusive, einer der wenigen ruhigeren Songs dieses Abends. Das zweite Stück war dann schon wieder schneller: Far from home. Kannte ich, wusste aber den Titel nicht, hat dank Köln.de nicht ganz so lange gebraucht, bis ich den Titel gefunden hatte ;-). Und danach noch eines, das so wie Sell-out und Carry me und so auch immer wieder sein muss auf so einem Konzert: Dirty Davey. Die zweite Zugabe bestand aus noch einem Knaller, nämlich dem Liberty Song, ein gelungener Abschluss. Super Mischung, alt und neu passte genial zusammen, ich hatte bei keinem der Songs das Gefühl, dass das jetzt irgendwie nicht da hingehört, im Gegenteil, auch die neuen Lieder waren echt klasse und in Kombination mit denen, die zumindest in Deutschland immer sein müssen, absolut gelungen, aus einem Guss. Vielleicht hätten sie sich ein wenig mehr Zeit nehmen sollen, etwas länger als die eine Stunde und zwanzig Minuten bleiben sollen und noch den einen oder anderen etwas langsameren Song einbauen sollen, aber mir hat's trotz der schrecklichen Halle richtig gut gefallen.

Gerne wieder.

Hier ist der Link auf den Bericht bei köln.de

Hier gibt's demnächst bestimmt Bilder

cu bat

(c) bat, 02/09


Levellers und North Alone, Münster, Gleis 22, 28.10.2012   

Diesmal hatte ich keine Lust auf Köln - hab dann aber gelernt, dass sie gar nicht in der Werkstatt, sondern in der Kantine waren. Wer lesen kann... naja, Gleis 22 hatte mir auf dem Justin-Sullivan-Solo-Gig so gut gefallen, dass es sicher auch für die Levellers gut funktionieren würde. Hat es auch - für das Publikum, vor allem für die, die vorne standen. War wirklich kein Gedrängel, sehr schön. Aber dafür für die armen Jungs auf der Bühne, sie sind sich echt fast auf die Füße getreten, sowas von winzig! Sieht man vielleicht auf den Fotos weiter unten. Ich sollte aber mit der Vorband anfangen.

20:00 h, Start von NorthAlone, ein Mann und seine Gitarre. Witzigerweise hatte er ein T-Shirt von Dave Hause an. Manchmal ist das alles irgendwie nicht wirklich. Von Dave Hause hab ich Donnerstag (also 3 Tage vorher!) erstmalig gehört - und zwar, weil er als Vorband von The Gaslight Anthem vor mir auf der Bühne im E-Werk stand und mir unglaublich gut gefallen hat. Und jetzt steht da einer und hat ein T-Shirt von ihm an und nennt ihn seine Inspiration! North Alone - Manuel Sieg - spielt Folk Punk - oder so. Passt auch zum T-Shirt. Sehr nette ca. 8 songs begleitet mit Akustik-Gitarre, letzter Song "Heute hier morgen dort" auf englisch - bis auf die letzte Strophe - und es hat wirklich Spaß gemacht, ihm zuzuhören. Eine Story hat er zwischendrin von seiner Oma erzählt, da hab ich gedacht, ich höre Torsten Sträter. Sollte man sich merken.

Er durfte bis 20.30 h, dann Umgebaue (sofern das irgendwie ging) und SoundCheck und um 21:00 h ging's dann mit den Levellers los. Aber Moment, was war das für ein Jungspund da auf der Bühne und wo war Simon? Hat sich bis zum Ende nicht aufgeklärt, bis Mark erklärte, dass Simon "es nicht geschafft" hätte. Und der Jungspund - Tom irgendwas - hat die Vorstellung der Band übernommen ;-). Dabei war übrigens neben Jonathan (Geige), Jeremy (Bass), Mark (Gesang, Gitarre), Tom statt Simon (Gesang, Gitarre), Charlie (Schlagzeug) und Matt (Keyboards) auch unser Freund mit der Ganzkörperbemalung und dem Didgeridoo (Stephen Boakes) - siehe Foto weiter unten.

Hat wirklich Spaß gemacht, sie waren gut drauf, Mark hat zwischendrin Sätze gesagt und nicht nur alles runtergenudelt, ich bin schon zum zweiten Mal erstaunt diese Woche. Ok, songs. Zunächst ein Intro, dann Beautiful Day gefolgt von The Game. Ich meine, es kam danach ein Lied, das ich kannte, hab irgendwas mit Freedom verstanden. Die Setlist, die die Jungs von onthefiddle am Ende von der Bühne gezaubert haben, hatte hier allerdings keinen Eintrag. Aber auf der setlist waren auch noch andere Sachen anders, also wer weiß? Wer's weiß, mag sich melden. Weiter ging es auf jeden Fall - auch gemäß der Setlist - mit 15 Years, dem neuen Truth is. Gefolgt von The Road. Ich war bisher sehr zufrieden und es ging auch gut weiter mit Sell out und dem neuen Raft of the Medusa. Ich muss sagen, dass mir die neue Platte static on the airwaves echt gut gefällt und die Lieder sich sehr gut in die Best-Of-Liste auf einem Konzert einfügen. Durfte so weitergehen. Ging es auch, mit Before the end und Mutiny, wieder einem der neuen Songs. Danach verließ Mark die Bühne - um Platz zu machen für Stephen und das Didgeridoo. Da das Gleis 22 nicht wirklich eine Bühne hat, musste man schon ein bisschen aufpassen, von dem Musikgerät nicht aufgespießt zu werden ;-). Nach dem Aufspießen ging Stephen und kam Mark zurück und es ging weiter mit einem weiteren neuen Song: our forgotten towns. Danach wieder back zur Best-Of-Liste mit One way, Carry me, Dirty Davey (und wildem Getanze), River Flow und The Cholera Well. Ende Hauptset um 22:05 h. Zugabenset: Far from home, Recruiting sergeant (wieder neu) und Liberty song. Zwischen den letzten beiden gab der Gastmusiker - der auf der Bühne nicht viel redet, wie er sagt - eine sehr schöne Vorstellung der Levs ;-). Hätte noch weitergehen können, man hat ihnen etwas brutal den Saft abgedreht, fand ich. Naja, war trotzdem schön - und zu schnell zu Ende ist es immer.

Sehr nettes Konzert, sehr nette Leute (die man erfreulicherweise bei Levellers und Army auch immer wieder trifft) und unbedingt gerne wieder. Jungs, bleibt so gut gelaunt! ;-)

(c) bat 10/12


Levellers und Gaz Brookfield, Bochum, Zeche, 05.08.2013   

Die Zeche in Bochum ist ein bisschen, wie in ein altes, liebgewonnenes Wohnzimmer zurück zu kommen. Alles irgendwie immer noch so, wie es sein soll, nur der Eingang ist an anderer Stelle und die Toiletten sind mehr geworden, beides keine wirklich schlechte Veränderung ;-).

Ok, die Halle der Zeche war noch recht leer als Gaz Brookfield - solo acoustic musician based in Bristol, wie seine Homepage sagt - um Punkt 19:30 h mit seiner Gitarre loslegte. Hat sich aber schnell geändert, der Typ war einfach super! Klasse songs, klasse Geschichten, er hat die Leute echt um den kleinen Finger gewickelt! Ich mag es, wenn die Leute vor den Songs Geschichten erzählen und noch mehr, wenn die Songs selber Geschichten erzählen. Hier alles gegeben und die Geschichten waren durchaus sehr, sehr unterschiedlich ;-). Ob ich unbedingt alle songs auf die Reihe bekomme... mal sehen. Es startete mit irgendwas über friends and foes, die Gitarre diente gleichzeitig als Trommel, irre (vielleicht Sn1). Der nächste Song handelte davon, Musik von anderen zu klauen (oder festzustellen, dass es das alles irgendwie schon mal gegeben hat - hat mich so ein bisschen an die Story von Nassau Royal erinnert, der das Problem allerdings nur mit den Beatles zu haben schien ;-) ). Danach war die Geschichte auch gleich der Titel des Songs: no matter who you vote for the bastards always win. Das vierte war man of means. Beim fünften song ging's darum, dass er irgendwann mal betrunken in einem Pub war und jemand der Meinung war, er müsse seinen geschwächten Geisteszustand ausnutzen und versuchen, ihm zum Christentum zu bekehren. Leben und Leben lassen ;-). Death bed. Der sechste song ging um einen Mann, der zu viel getrunken hat und zu viel Drogen genommen hat - diesmal nicht nur mit Gitarre und Gitarre als Trommelersatz, sondern auch noch mit Mundharmonika. Der siebte song war Be the bigger man - evtl. leicht autobiografisch ;-): Vater sagt Sohn: geh in die Schule, alles voll wichtig. Zweite Strophe: Erwiderung des Sohns: muss nicht, weil da immer dieser fiese Junge ist und überhaupt, dritte Strophe, Sohn ist erwachsen und hat "control issues": Kneipenschlägerei ;-) - oder so ähnlich. Der achte Song war Thin - hier hat er es sogar geschafft, die mittlerweile richtig gut gefüllte Halle zum mitsingen zu bringen: it's not over til you're under ground. Vor dem letzten Song hat Gaz sich nochmal bedankt dafür, dass wir hier seien und Live Musik anhören statt soaps im Fernsehen zu schauen. Immer gerne, insbesondere, wenn so etwas geniales dabei herauskommt! ;-). Der letzte Song war dann sowas wie eine Danksagung an die echten Musiker, die, die selber ihre songs schreiben und sie performen und nicht diese "artificial musicians", denen es nicht um die Leidenschaft, sondern nur um den Geldbeutel geht. "It's about manufactured pop music". Schluss um 20:05 h. Richtig, richtig gut, gerne wieder!

Setlist (nicht die richtige Reihenfolge und nicht ganz vollständig):

Sn1
Frank and Sam
It doesn't matter who you vote for the bastards always win
Man of means
Death bed
Be the bigger man
Diet of Banality
Thin
Truth (?)

Die Levellers - diesmal wieder in Originalbesetzung mit Simon - betraten um 20:30 h die Bühne. Diesmal reichlich Kopfbedeckungen vertreten: Mark mit Hut, Simon mit Kopftuch und Matt ebenfalls mit Kappe - alles sehr kleidsam ;-). Ich hatte den Eindruck, sie haben Spaß am Gig - und das Publikum auch. Schade nur, dass es zu kurz war, vermutlich weil im Anschluss Disco geplant war und die Auflage entsprechend war, aber 1,5 h sind einfach zu wenig. Start nach dem Intro mit England my home, gefolgt von what a beautiful day. Hab ich erwähnt, dass mir das Ganze ein bisschen wie das Best-of der Levellers vorkam? Nein? War aber so. Merkte man auch daran, dass fast alles mitgegröhlt wurde und dass insbesondere bei den alten Songs ausgiebig gehopst wurde. Publikum übrigens durchaus gemischt. Leute, ähnlich alt (na, sagen wir etwas jünger.. ;-)) wie die Band, aber auch jüngere, die die Texte genauso gut kannten. Weiter ging's mit The Game, World Freak Show und 15 years (best of, sag ich doch). Danach mal was Neues: Truth is und danach eines, das ich kenne, älter, aber ich komm nicht drauf, irgendwas mit "can't you see this", langsamer, nicht Battle of the Beanfield. Keine Ahnung, wenn's mir einfällt, liefere ich es nach. Danach - glaube ich - second life, gefolgt von Sell out und von Simon mit Men an tol (schön, dass er wieder dabei war, ich liebe dieses Lied!). Danach Death loves youth und wieder von der neuen Platte - die ich übrigens ausgesprochen gelungen finde, fast so gut wie die Levelling the land, auf der sich diverse der heute gehörten Hits versammeln - Forgotten towns mit einem wahnsinns-Geigen-Intro von Jonathan. Dann verschwand die Band, Auftritt von Stephen mit dem Didgeridoo. Blieb auch gleich für den nächsten Song: Simon und Mark abwechselnd mit - ich glaube es war - This Garden. Danach there's only one way of life, gefolgt von Belaruse. Simon kramte die Mundharmonika raus, spielte die ersten drei Töne, die Halle flippte aus - und brach ab... hmm. neuer Versuch: Carry me ;-). Zum Schluss noch Dirty Davey und Ende des Hauptsets um 21:37. Schon eher schnell. Erstes Zugabenset: Cholera Well, Riverflow, Simon mit dem Recruiting Sergeant (von der neuen Platte, ist übrigens die aktuelle Single) und zum Abschluss der Liberty song. 21:55 h. Einmal durften sie noch, aber nur noch für einen - wenn auch etwas längeren Song - Devil went down to Georgia. 22:02 h. Sehr, sehr gut, nur wie schon gesagt, viel zu kurz. Gerne wieder, gerne bald und in der Nähe. Und ich bin sicher, dass sich so gut wie alle Stücke der neuen Platte in der Zukunft sehr schnell wiederfinden werden auf einer Setlist, die man dann als "Best-Of" der Levellers bezeichnen wird.

Bis bald bei den Levellers oder bei NMA ;-).

PS: Die Massen strömten von Dannen, der DJ hatte irgendeinen song aufgelegt, dachte dann aber um und spielte New Model Army mit Vagabonds - und hat damit natürlich mindestens die Hälfte der Leute erstmal zum dableiben überredet, denn von dieser Hälfte trug mindestens die Hälfte statt der Levellers- New Model Army-T-shirts ;-).

(c) bat 05/13


Levellers und She makes war, Münster, Gleis 22, 02.11.2014   

Die Levellers haben eine best-of-Platte rausgebracht, Grund genug, mal wieder eine Tour zu machen. In Köln konnte ich nicht, Gaslight Anthem hatte Vorrang, aber Münster passte gut.

Nun dann, Vorband: She makes war (cause love is a battlefield), alias Laura Kidd aus England, Gitarre, tolle Stimme, hat viel mit einer Loopstation gespielt, interessantes Set. Witze sogar nur für die englischen Fans, von denen das kleine Gleis 22 mindestens zu einem Viertel gefüllt war. Start um 20:00 h, Ende um 20:30 h. Sie hat bereits zwei Platten gemacht, für die dritte sucht sie grade Geldgeber auf pledge, also hört mal rein!

Songs - soweit ich das ahnen kann:

I say there's nothing to talk about
Olympian
Drowning me out
Delete
Slow puncture
The best
Scared to capsize

Die Levellers ließen sich Zeit, Start erst um 21:00 h, obwohl es jetzt nicht sooo viel umzubauen gab und die Bühne im Gleis 22 auch eher wirklich sehr, sehr, winzig ist. Und dann gab es ein gut gelauntes Best-of-Konzert mit singenden und hüpfenden Ich-kenn-die-Band-schon-länger-Fans. Sehr schön. Zu Beginn standen zwei sehr große Jungs direkt am Gitter und wir haben nichts, aber auch gar nichts gesehen. Sie haben dann - freiwillig! - das Feld geräumt und haben sich einige Reihen weiter nach hinten verzogen. Sehr nett! Allerdings standen sie auch später noch wie der Fels in der Brandung stocksteif inmitten der hopsenden und tanzenden Menge...sah witzig aus und gut, dass das nicht in der ersten Reihe passiert ist, der einzigen, die Mark sehen konnte ;-). Alles in allem sehr schön, inkl. Stephen mit seinem Blasinstrument - parallel dazu mit Mark an den Drums, mal was anderes ;-). Start nach dem Intro jedenfalls mit Beautiful day, gefolgt von 15 years und Belaruse. Schon mal weg, das alles. Danach weiter mit world freak show und Far from home. Beim nächsten hab ich etwas überlegen müssen, zum Glück hatte ich die best-of aber auf dem Hinweg gehört und bin deshalb drauf gekommen: Dog Train. Danach musste ich bei Sell out und Exodus nicht überlegen. Mark akustisch dann mit Julie. Hier kam dann das Didgeridoo und Mark's Trommeleinsatz (boatman tune), gefolgt von Before the end, begleitet nicht nur von diesem Wundergerät, für das auf der Bühne fast kein Platz ist, sondern auch von Laura aka She Makes War. Weiter ging es mit One way of life (natürlich) und Too real, gefolgt von Hope Street und Truth is. Den krönenden Abschluss des Hauptsets machten Carry me (geiler Chor), Come on, Cholera well und der Liberty song. 22:17 h. Weiter ging's mit den Zugaben: Just the one, Devil went down to Georgia (wie immer irre) und Riverflow.Trotz Gebettel Schluss um 22:30 h.

Sehr schön, wobei ich gefühlt immer meine, sie spielen grade ein best-of-set mit mindestens der Hälfte der heute gespielten Lieder. Ich hab's aber nicht verglichen. Gerne also auch mal wieder was Neues, insbesondere, wenn es so gut ist wie die letzte Platte.

Fotos gibt es dieses Mal nicht, das war alles viel zu dunkel.

(c) bat 11/2014


Levellers, Dortmund, Piano, 26.04.2015  

Wie auch New Model Army haben die Levellers einen Film über ihre Bandgeschichte gemacht. Name: A curious life. Anders als die NMA zeigen sie diesen Film aber auch in anderen Ländern und nicht nur in England... Allerdings sind die Stätten, in denen sie dies tun, überaus ungewöhnlich, um es mal vorsichtig auszudrücken. Für mich allerdings ganz gelungen, in der hier gewählten Lokation hatte ich meine 20-jährige Abi-Feier, gegenüber war während der Schulzeit Tanzschule angesagt, also schon deshalb ein Grund, sich Dortmund-Lütgendortmund und das Piano als Ort der Filmbetrachtung auszusuchen. Der Saal (Halle trifft es nicht, ich schätze, wenn alle stehen mögen so um die 200 - 300 Leute reinpassen) war "teilbestuhlt", sprich, wer - wie wir - zu lange quatscht, muss den Film halt im Stehen angucken, seufz.... Start des Films gegen 20:00 h, hauptsächlich geschildert durch Jeremy, der als Hauptinterviewpartner durch die Geschichte der Levellers führt und dabei Einblicke gibt in seine Wohnung, sein Atelier, das Levellers-Archiv (naja ;-) ) und der sogar seine Eltern zu Wort kommen lässt - sehr, sehr schön erzählt. Die anderen sagen auch mal was, Musik gibt's auch, in Summe eine echt schöne Angelegenheit - bestimmt noch schöner wenn man denn gesessen hätte ;-). Auch nett: es gibt deutsche Untertitel. Für den Nicht-Engländer in diesem Falle wirklich hilfreich. Dauer etwa 1:20 h. Da schon alles auf der Bühne aufgebaut war - die Leinwand hatten sie einfach davor heruntergelassen und entsprechend schnell wieder aufgerollt - ging es um 21:48 h schon los mit dem acoustic-Set. Ich hab noch nie so viel auf einmal von dieser Band gesehen - und so wenig von Jeremy! Alle - in normalen Klamotten, nicht im "Standardbühnenoutfit" - saßen auf der Bühne; von links nach rechts: Simon Friend, Jon Sevink , hinter den beiden Jeremy Cunningham (und er blieb auch dahinter - und er blieb sitzen!), Mark Chadwick, Charlie Heather, Matt Savage. Und wie die Leute bei uns so sind: wenn es teilbestuhlt ist, dann ist es das für das gesamte Konzert. Sprich: alle blieben sitzen. Wir hatten die Reihe direkt hinter den Stühlen, also beste Sicht auf die Bühne _und_ Platz zum Tanzen, was will man mehr?! Hat das Anschauen des Films im Stehen fast wieder wett gemacht.

Es war ganz großes Kino, eine deutlich andere Setlist als sonst, Lieder in anderem Gewand, hab von ihnen lange nicht so etwas Schönes gehört wie Elation (Gänsehaut!) oder Another man's cause, wow. Und auch der Aufbau war gelungen, erst ruhige Sachen, die man - auch - im Sitzen genießen konnte, zum Schluss hin mehr was zum Tanzen und Hüpfen, so dass dann, wie ich es mir schon gedacht hatte, während der Zugabe niemand mehr saß - klasse gemacht!

Start mit The Boatman, weiter mit The Road. Danach Hard Fight und Confess. Das nächste hab ich live glaub ich noch nicht gehört: Edge of the world, gefolgt von Alone in this Darkness. Dann wieder eines, das für mich live glaub ich auch Premiere war: 61 Minutes of Pleading. Und danach das Gänsehautlied: erstmal kam Stephen Boakes mit seinem Didgeridoo, etwas erhöht hinter der Band und ganz ohne Kostüm oder Kriegsbemalung. Die ersten Töne sorgten schon mal für Gänsehaut und der Rest - das Lied - Elation - und Simons Stimme taten ihr übriges, Wahnsinn! Danach ebenso wow Another Man's Cause, großartig. Weiter mit einem auch lange nicht live gehörten, eher langsamen Lied: Maid of the river. Dann wurde der etwas lautere Teil des Abends als Vorbereitung auf die Zugaben eingeleitet, die Leute blieben aber tapfer sitzen - schade vermutlich für die Band, super für mich, weil ich sooo lange endlich mal alle sehen konnte! Barrel of a gun, Truth is, Dirty Davey und als krönender Abschluss Burford Stomp (von der Freeborn John). Echt irre, der Holzboden im Piano bebte vor lauter Gehopse!

Sie verschwanden nach gut einer Stunde um 22:47 h, tauchten für die Zugaben aber wieder auf - und jetzt gab es auch für die teilbestuhlte Menge kein Halten mehr: Carry me und What you know - bis 23:00 h. Und sie kamen tatsächlich noch einmal wieder und boten noch Riverflow, ein sehr genialer Abschluss eines sehr, sehr schönen Acoustic-Sets (23:05 h). Und so viel zu der Absicht, hier auf jeden Fall meine Karte für Duisburg zu verkaufen, die ich versehentlich gekauft hatte, als ich noch nicht wußte, dass es auch ein Konzert im Piano geben würde. Nö. Wir sehen uns übermorgen! ;-)

Hier nochmal die songs:

The Boatman
The Road
Hard Fight
Confess
Edge of the world
Alone in this darkness
61 minutes of pleading
Elation
Another Man's Cause
Maid of the River
Barrel of a gun
Truth is
Dirty Davey
Burford Stomp
---
Carry me
What you know
---
Riverflow

PS: Ok, die NMA hat den Film nicht selber gemacht und können ihn deshalb auch nicht aufführen - trotzdem ist es zumindest mal fast gleichzeitig passiert..und ich bin halt sauer, dass die Leute in England den Film schon zu sehen bekommen haben und wir noch nicht! Und deshalb hört sich der Satz oben auch gut an, wenn er auch nicht ganz stimmt ;-).

von links nach rechts: Simon Friend, Johnathan  Sevink, Mark Chadwick, Charlie Heather, Matt Savage, im Hintergrund Stephen Boarkes. fast nicht zu sehen: hinter Johnathan Jeremy Cunningham Simon Friend, Jon Sevink, Mark Chadwick
Simon Friend, Jon Sevink und Haare von Jeremey Cunninham
Jonathan Sevink Simon Friend


Levellers, Duisburg, Grammatikoff, 28.04.2015  

Nun also Duisburg. Nach einigem Rumgekurve hab ich tatsächlich direkt gegenüber einen Parkplatz gefunden. Der Laden hat mich ein bisschen an die Kaue in Gelsenkirchen erinnert: es ging auch hier eine Treppe hoch zum eigentlichen Veranstaltungsort. Und der war winzig, noch kleiner als das Piano. 5 Stuhlreihen mit vereinzelten Tischen à 15 Personen, an der einen Seite eine Bar, davor noch ein bisschen Platz, auf der anderen Seite auch und hinter den Stuhlreihen vielleicht nochmal Platz für maximal zwei Reihen Leute. Geschätzt würde ich sagen waren ca. 150 - 200 Leute da (ob der Balkon auch besucht war, hab ich nicht recht erkennen können). Anders als im Piano hier aber sogar luxuriöse 2 Leinwände. Der Film startete eher, damit auch das Konzert. Für einen Eindruck zum Film "A curious life" siehe die Beschreibung des Gigs in Dortmund. Beginn hier um 21:16 h. Wieder alle in einer Reihe auf der Bühne, diesmal war aber Jeremy weiter vorn zu sehen und Charlie mit seinen Trommeln wieder mehr im Hintergrund. Das Set war identisch zu dem in Dortmund, die Leute aber noch viel ruhiger. Mark fragte zwischendrin, ob es uns gut geht. Sehr zögerliche Antwort, also lieber nochmal gefragt. Die darauf folgende Antwort war dann deutlich genug. Start also mit The Boatman, gefolgt von The Road. Danach Hard Fight und Confess. Dann eines von der Hello Pig, kein Wunder, dass ich es noch nie live gehört habe, die Platte ist imho nicht grade eines der Levellers-Meisterwerke: Edge of the world. Erstaunlich gut. Danach aber Alone in this Darkness, gesungen von Simon Friend. Highlight Nr. 1. Im Anschluss schon wieder eines von der Hello Pig: 61 Minutes of Pleading. Auch gar nicht mal schlecht live, vielleicht muss ich mich mit der Platte doch nochmal befassen. Dann Highlight Nr. 2, absolute Gänsehaut. Elation. Der Song baute sich langsam auf, erst Stephen mit seinem Didgeridoo, gefolgt von Matts Keyboard undSimons Gitarre, danach langsam gesteigert durch Einsatz der Drums, der Geige, des Bass und ganz zum Schluss auch durch Marks Gitarre. Und das alles untermalt mit Simons Stimme. Wow, auch noch beim zweiten Mal. Danach ging es ebenso intensiv weiter mit Hightlight Nr. 3 Another Man's Cause, Simon mit Mundharmonika. Die Akustik des Saales sei hier nochmal lobend erwähnt, ebenso toll wie auch schon im Piano, hörte sich wirklich großartig an. Das nächste auch ein selten gehörtes, auch sehr schön: Maid of the River. Und dann kam auch hier der zum Tanzen gedachte Teil des Abends - aber die Leute blieben sitzen, keine Chance. Getanzt wurde von 4 einsamen Streitern links von der Bühne und von ein paar wenigen hinter den Sitzreihen in der Nähe des Merchandise und der Tür, der Rest wippte auf seinen Stühlen. War fast ein wenig unheimlich - ich meine, wer kann bei Barrel of a gun, Truth is, aber vor allem bei Dirty Davey oder Burford Stomp schon ruhig stehen bleiben?! Ende hier um 22:16 h. Die Leute standen, pfiffen, klatschten, riefen und.... setzten sich wieder als die Band zurückkam. Carry me aber trotzdem mit hörbarem Chor und begeistertem Jubel am Ende. Danach What you know mit Jons genialem Solo auf der Geige. Ende um 22:28 h - aber auch hier - obwohl die Musik zögerlich und probeweise mal angeschaltet wurde - noch Riverflow als letzte Zugabe - und endlich, endlich standen die Leute auf und tanzten. Die Stimmung war trotzdem klasse und die Band bekam für die ruhigeren Lieder auf jeden Fall eine ganze Menge aufmerksamer Zuhörer. Dann war es tatsächlich vorbei und es war auch hier sehr, sehr schön. Ich bin sehr froh, die Karte nicht verkauft zu haben und mir das Set nochmal angeschaut und angehört zu haben. Gerne wieder!

Hier nochmal die songs:

The Boatman
The Road
Hard Fight
Confess
Edge of the world
Alone in this darkness
61 minutes of pleading
Elation
Another Man's Cause
Maid of the River
Barrel of a gun
Truth is
Dirty Davey
Burford Stomp
---
Carry me
What you know
---
Riverflow

von links nach rechts: Simon Friend, Johnathan Sevink, Mark Chadwick, Charlie Heather, Matt Savage, im Hintergrund Stephen Boarkes. fast nicht zu sehen: hinter Johnathan Jeremy Cunningham Simon Friend, Jon Sevink, Mark Chadwick
Simon Friend, Jon Sevink und Haare von Jeremey Cunninham Jonathan Sevink

(c) bat 04/2015


Levellers, Oberhausen, OLGA Rock, 07.08.2015  

Levellers umsonst und draußen auf dem OLGA Rock-Festival im Olga-Park in Oberhausen. Das Wetter war sonnig und warm (zu warm, aber egal), also hin. Die Zeit war auch arbeitnehmerfreundlich, nämlich um 19:25 h, was auch gnadenlos eingehalten wurde, was zur Folge hatte, dass der Ansager noch 3 Minuten sinnloses Zeugs quatschen und das Olga-Rock-Lied (was es nicht alles gibt - und nicht geben muss ;-)) singen lassen musste, nur damit es auch wirklich 19:25 h wird. Als ich ankam, spielten übrigens The Story so far, ganz nett für alle, die auch Blink 182 mögen ;-). Und als die Levs fertig waren, spielten Razz, die mir auch gut gefallen haben (auch nachträglich noch beim reinhören).

Aber nun zu den Levellers. Nachdem wir den schrecklichen Ansager überstanden hatten, startete die Band mit einem einstündigen, festivaltauglichen Set, da natürlich neben denen, die die Band kennen, sehr, sehr, sehr viele Menschen unter 20 da waren, die von den Levellers vermutlich noch nie was gehört haben, die aber auf jeden Fall Spaß daran hatten, sich im Schubskreis auszutoben und dafür war die Setlist sicherlich geeignet. Zwischendrin gab es mitten im Publikum mal so eine Art Sitzblockade, die Mark aber gut gelöst hat, indem er Jeremy das hat tun lassen, was er sowieso am Liebsten tut: Hüpfen! ;-) Und den Jungs und Mädels gesagt hat, dass Sitzen gar nicht geht, sondern sie bitte Jeremy nachahmen sollten. Hat geklappt, alles gut. Auch die Sache mit dem Singen und dem Chor war hier so eine Sache. Mark hat das Experiment gewagt (bei Carry me, also ein eher ungefährliches Lied zum Experimentieren): "seht ihr die Leute, die Levellers-T-Shirts anhaben? Die werden euch jetzt was vorsingen, denn dafür sind sie gekommen." Hat dann auch geklappt: die Band spielte die passende Melodie und die Herrschaften (auch die ohne Levellers-T-Shirts) sagen brav When you're standing by the roadside, and it's a long way to go, ah, to carry me, to carry me, carry me, carry me, friend, oh, to carry me , bevor die Band wieder beim Singen unterstützte ;-). Mark wirkte danach ein kleines bisschen erleichtert, dass es tatsächlich funktioniert hat, kann aber auch Einbildung gewesen sein.... Ok, zur Setlist. Es gab das klassische Set mit vielleicht zwei Ausnahmen: England my home, What a beautiful day, 15 years, Belaruse, Sell out, dann unterstützt vom bunt angemalten Stephen mit seinem Didgeridoo This Garden und One Way. Für die nicht-Levellers-Kenner war Stephen auf jeden Fall nochmal ein Hingucker, ansonsten waren die meisten eher mit Schubsen und Hopsen und Bier verschütten beschäftigt ;-). Weiter ging's mit Too real, Truth is, Carry me, Dirty Davey (natürlich ein gefundenes Fressen für alle Hüpf-und-Schubs-Fans) sowie Battle of the Beanfield, Cholera well, Riverflow und zum Schluss noch Liberty. Ende um 20:29 h ganz ohne Zugaben. Nettes set, leider zu kurz und ich weiß wieder, warum ich Konzerte auf Festivals nicht so gerne mag wie in Hallen...

Wir sehen uns im November ;-).

Bilder gibt's nur in schlechter Auflösung, weil Digitalkameras nicht erlaubt waren auf dem Gelände, daher musste meine nicht so tolle Handykamera herhalten:

(c) bat 08/2015


Levellers und Bad Cardigan, Duisburg, Grammatikoff 28.11.2015  

Das Grammatikoff war echt vollgestopft, so voll, dass sie nach einiger Zeit dann doch noch die Empore geöffnet haben, ansonsten wäre es zumindest schwer gewesen, beim Tanzen umzufallen. Wahrscheinlich war die Erinnerung des genialen April-Konzerts an genau dieser Stätte noch in den Köpfen und es ist deshalb so schön voll geworden.

Start mit Bad Cardigan, zwei Jungs aus Lancashire, England mit Gitarren (Jack Anwyl und Tom Randall ). Gegründet wurde die Band im September 2011 (sagt deren Facebook-Seite), den Stil würde ich als Indie/Folk-Singer-Songwriter-Rock bezeichnen, irgendwas dazwischen und von allem etwas. Sie starteten um Punkt 20:00 h mit The mystery. Hier war ich nicht sicher, ob sie mir gefallen, eigentlich genau meins, akustische Gitarren, begleitet von schönem Gesang... nur war der irgendwie nicht so richtig überzeugend, zumindest nicht für meine Ohren. Und das bestätigte sich eher bei den weiteren Songs. Werde nochmal reinhören, ob sich das in der digitalen Version bestätigt aber ich fürchte, das wird nix. Nicht, weil sie es nicht können, im Gegenteil, aber er war mir zum einen zu hoch (stellenweise) und zum anderen irgendwie zu... geleiert, so jammerich, mit langgezogenen Tönen, die dann auch noch die Höhe ändern... ich kann's nicht wirklich packen. Habe dann leider nach dem fünften Song meine Aufmerksamkeit nicht mehr der Bühne gewidmet - sondern gequatscht. Sorry dafür, nicht nett! Es waren ungefähr 9 songs, gespielt haben sie bis 20:35 h. Start mit dem schon genannten The mystery, dann kam etwas, bei dem ich leider nur "jaul" aufgeschrieben habe (irgendwas mit I und ho). Das dritte hat einer der beiden wieder angesagt: Emerald. Das vierte war irgendwas mit sick of the smoke, das fünfte hieß Net (zumindest hab ich das von der Ansage verstanden) und danach hab ich leider nicht mehr so richtig zugehört, wie schon gebeichtet.

Link mit Musik zum reinhören hier: Link

Die Levellers starteten um 21:00 h, wie von Steve hinter dem Merch richtig vorhergesagt. Mark ging direkt in die Vollen und hörte auch mit dem Tempo nicht mehr auf. Wieder mal ein Best-of mit eingestreuten ungewöhnlicheren Sachen, sehr nett und sehr tanzbar, wie immer. Start mit England my home, gefolgt von Beautiful day und - oha! - einem neuen Song (zumindest wurde mir vorher von einem neuen Song erzählt und dieser war der einzige, den ich nicht zuordnen konnte ;-). Gesang: Simon (yes!), textlich hab ich was von Today's a new day verstanden (muss aber nicht stimmen, wer's weiß, bitte melden!). Sehr schön, freue mich auf mehr neues Material. Weiter mit Belarus, 15 years und World freak show. Der Reigen des Best-of wurde fortgeführt mit Far from home und Sell out. Hab ich den Chor erwähnt? Wirklich beeindruckend. Es passen nicht viele Leute ins Grammatikoff, aber der Laden war zum einen rappelvoll und zum anderen kannten scheinbar alle die Texte, mindestens mal der älteren songs und mindestens den Chorus. Genial. Dann kam Stephen und das Blasinstrument. Licht gedimmt, Schwarzlicht an. Sehr schön. Er blieb für zwei Songs und wurde diesmal von Mark sogar extra mit einer Lobeshymne angesagt ;-). This Garden und One way. Weiter dann wieder ohne Stephen mit Too real und Mutiny, genau wie das folgende Truth is von der letzten Platte Static on the Airwaves. Dann Carry me und wie schon bei OLGAs Rock durfte das Publikum einen Teil des Songs alleine singen, was sehr gelungen ist und sich deutlich kräftiger angehört hat als in Oberhausen. Was daran gelegen haben könnte, dass dort deutlich weniger Fans waren, die den Text konnten ;-).

Das Ende des Hauptsets beschrieben Dirty Davey, Cholera Well und Riverflow. 22:12 h. Irgendwie zu kurz. Zugaben leider nur zwei: Battle of the beanfield und Liberty, Schluss um 22:21 h. Sehr sehr schön, hat viel Spaß gemacht, ich fand's aber deutlich zu kurz.

Gerne wieder ;-). Wobei in Bezug auf die Levellers 2015 mein absolutes Rekordjahr darstellt mit gleich 4 Konzerten.

Hier noch die Setlist:

Intro
England my home
What a beautiful day
neuer Song (Simon singt): today's a new day (?)
Belarus
15 years
World freak show
Far from home
Sell out
This Garden
One way
Too real
Mutiny
Truth is
Carry me
Dirty Davey
Cholera Well
Riverflow
---
Battle of the Beanfield
Liberty

Bilder hab ich auch ein paar:


Levellers und Ferocious Dog, Duisburg, Grammatikoff 19.11.2016  

So, gut ein Jahr rum, also wieder Levellers und das Grammatikoff. Könnte ich mich dran gewöhnen ;-). Dieses Mal auch schon recht früh ausverkauft, der Laden ist aber auch nicht wirklich groß. Die Tour dieses Mal hieß "Levelling the Land".Schon ein bisschen her die Platte, aber auch andere haben ja alte Platten als Basis genommen für eine ganze Tour. Bei den Levellers hab ich mich allerdings schon gefragt, nachdem ich verstanden habe, dass sie uns wirklich die ganze Platte plus einige Extras spielen wollten, was daran denn dann so anders ist als an den anderen Konzerten? Und irgendwie hab ich das dumpfe Gefühl, dass ich mit dieser Frage nicht ganz falsch lag...

Zunächst aber mal die Vorband, Ferocious Dog, die so richtig viele englische Fans mit ins Grammatikov gebracht hat - solche, die ich sonst bei NMA treffe und tatsächlich auch welche, die Türmchen bauen und wie bei NMA mit den Armen, tja, wie soll ich es bezeichnen?, Sachen machen ;-). Super-tolle Stimmung, das eine oder andere Mal hab ich mich schon gefragt, ob die Levs das auch hinbekommen werden. Die Jungs auf der Bühne wurden so richtig abgefeiert. Was sie gemacht haben, war eine Mischung aus Oysterband meets Levellers (also Folk) meets Punk und Raggae und Ska, nichts so richtig Neues aber was, das in der Mischung absolut Laune gemacht hat, eine richtig gute Neuentdeckung, die ich sicherlich nicht das letzte Mal gesehen oder gehört habe! Die Band selber ist aus England (Warsop, Nottinghamshire, sagt das Netz). Sänger ist Ken Bonsall, er spielt auch Gitarre, Dan Booth hieß der geniale Geige-Spieler, Ellis Waring mit Mandoline, Gitarre und Banjo, Les Carter, ebenfalls Gitarre, John Alexander am Bass und Scott Walters an den Drums. Ganz schon viele Gitarren ;-). Zwei Studio-Alben bisher, wie die Seite sagt: Ferocious Dog und From Without. Das Dritte soll gem. Seite im April 2017 folgen. Echt großes Kino diese Vorband (auch wenn ich dafür das Dortmund-Spiel gegen die Bayern verpasst habe), hat sich wirklich gelohnt! Wenn ich mir was wünschen dürfte, wäre das meine bevorzugte Vorband für das New Model Army Konzert am 17.12. ;-). Bin ein bisschen neidisch auf die englischen Spielorte der Levellers, da wird die Liste der Band auch noch um den genialen Gaz Brookfield ergänzt! Also dann: Start um 19:45 h, insgesamt 12 songs bis 20:27 h. Bei Lied Nr. 5 bauten die Fans das erste Türmchen (1-stöckig), bei Lied Nr. 6 wurde es 2-stöckig und bei Lied Nr. 11 murmelte der Sänger irgendwas, die Fans wussten was zu tun ist, es bildete sich ein großer Kringel mit ganz viel freiem Platz in der Mitte... sicherlich hübsch anzuschauen und alles und so, aber das Grammatikov war voll und es wurde irgendwie etwas dicht gedrängt am Rand - naja, war ja nur für einen song ;-).

Tja, was haben sie da so genau gespielt - ich muss sagen, ich hab Texte schon besser verstanden. Ob es am Slang, an der Akustik oder an meinen Ohren gelegen hat, kann ich nicht sagen, aber verstanden hab ich mal so knapp die Hälfte. Macht das Finden der Titel im Nachgang dann nicht wirklich einfacher:

1 weiß ich leider nicht
2 Verse for Lee
3 ein instrumentaler Jig
4 Poor angry and young
5 It's up and down
6 Gallows Justice
7 you walked away
8 Instrumental (hörte sich an wie Dirty Davey)
9 In the dole.. super Geige!
10 Try to break this curse (Ruby Bridges?)
11 Free Thinking
12 She can awake??

Die Levellers mussten nun also schon echt zaubern, um diese Stimmung nochmal hinzubekommen. Ist gelungen, auch wenn ein Teil der Vorband-Fans sich erschöpft auf die Empore zurückgezogen hatte, waren genug - andere - übrig, die bei den Levellers für eine genauso geniale Stimmung gesorgt haben wie bei der Vorband.

Levellers also mit Start um 20:55 h. Netterweise standen wir so nah an der Bühne, dass ich die Setlist einfach nur fotografieren brauchte und sie haben sich auch brav dran gehalten.

Also Start natürlich mit dem Intro gefolgt von den Songs der Levelling the Land: One Way, The Game, Fifteen Years, The Boatman. Dann ein instrumentaler Jig, weiter mit Liberty Song, Far from Home, Sell out, Another man's cause, The road, The Riverflow, Battle of the Beanfield. Auch noch genau in der gleichen Reihenfolge. Schön, natürlich, und wie erwartet. Ich hätte nichts dagegen, wenn es mal wieder was Neues gäbe, die letzte neue Platte fand ich echt gut gelungen und sie ist auch schon wieder gute 4 Jahre her! Es ging dann doch noch weiter mit ein paar nicht-Levelling-the-Land-Songs, die jetzt aber auch nicht soo ungewöhnlich waren, dass man sie sonst nie hört auf den Gigs: This Garden (Didgeridoo), Belarus, Hope Street, Truth is, Carry me (wieder mit alleine-Sing-Chor, was auch immer klappt ;-) ) und Cholera Well. Damit war Schluss mit dem Hauptprogramm um 22:12 h. Zugaben gab es auch noch - auch wie auf der Setlist vermerkt: Beautiful Day und What you know. 22:24 h. War wie erwartet, hat Spaß gemacht, die Fiedel von Jon und der Gesang von Simon wie immer genial, auch wenn er dieses Mal ich glaube nur bei einem Lied zum Zug gekommen ist. Mark ohne Hut hat mich doch sehr irritiert, Rest wie immer, dieses Mal hat sich die Band - außer Mark und Simon allerdings dazu entschieden, einen ugly-shirt-contest aufzuführen: gruselig, wahrscheinlich die neueste Kollektion, aber schön war das deshalb nicht. Hat uns ein bisschen an diese Hemden erinnert, die im Winterschlussverkauf - neudeutsch Sale - immer rumhängen und bei denen man sich fragt, wer sie denn wohl kauft?!? Jetzt endlich ist es gelüftet, das Geheimnis ;-). Naja, Jon kann es tragen ;-).

Alles in allem ein toller Abend, mit einer Vorband, die mich endlich nach langer Zeit mal wieder so richtig umgehauen hat. Das letzte Mal bei den Levellers hat das Gaz Brookfield geschafft, wenn auch vom Stil her nicht vergleichbar mit Ferocious Dog. Wünsche allen in England mit beiden "Vorbands" ganz viel Spaß und verbleibe bis zum nächsten Mal bei Carry me und One way ;-).

Hier noch ein oder zwei Bilder, bei Ferocious Dog war ich leider noch zu weit hinten:

(c) bat 12/16


Levellers, Nijmegen, Doornroosje, 07.07.2017  

Die Levellers waren in Nijmegen und nachdem man mir glaubhaft versichert hat, dass das auch nicht weiter weg ist als Köln hab ich mich überreden lassen, sie mir dort anzuschauen. Normalerweise mach ich für die Levellers nicht so einen Aufstand – sie spielen eh immer die gleichen Lieder... aber meist ist es dann trotzdem nett, obwohl ich dieses Mal sagen muss, dass der Gig im Vergleich zu den voherigen in Duisburg eher von mittelprächtiger Qualität war.

Das Doornrosje, direkt am Bahnhof gelegen, sah riesig aus, die „Halle“ war aber nicht größer als das Gleis 22 in Münster oder das Grammatikoff in Duisburg.. wenn’s 500 Leute waren, war’s viel, glaube eher an weniger. Vermutlich gibt’s dort noch eine andere Halle, die die Größe des Gebäudes dann erklärt. Levellers selber hatten nicht mal ein Plakat wie alle anderen dort auftretenden Künstler, sondern nur ein kleines Schild „Levellers“ am Eingang. Und auch das Warnschild auf der Autobahn, dass es aufgrund eines Konzerts zu Behinderungen kommen könnte bezog sich nicht auf unsere englischen Sangeshelden sondern auf den 12.07. und die Guns’n’Roses ;-).

Der Merch hatte genau eine CD und 2 T-Shirts und einen brummelig aussehenden Verkäufer, sprich, Steve war nicht mit von der Partie.

Start der Show zur besten Tatort-Zeit um 20:15 h. Keine Vorband, kein Schnick und kein Schnack. Intro, los.

Die üblichen Verdächtigen waren auch da, Konzert hat also Spaß gemacht, die Songs waren aber wirklich wie immer, eines kannte ich tatsächlich nicht namentlich, hab ich dann netterweise von der Setlist abschreiben dürfen ;-).

Mark hat erstaunlich viel gequatscht, wenn auch nicht immer verständlich, bin nicht sicher, ob das nur an der Akustik gelegen hat. Vielleicht hat er deshalb so viel geredet, um auszugleichen, dass er immer mal wieder die Texte vergessen hat… obwohl mir selber das nur zweimal aufgefallen ist: einmal hat er das Ende verbaselt und einmal einen Einsatz verpasst.

Songs:

Liberty Song
The Game
Belarus
15 years
Sell out (Gehopse, zumindest der Fans und von Jon und Jeremy)
The Road
Hope St
The Boatman
Three Friends
One Way
Another Man's Cause !
Far from home
Truth is
Dirty Davey
The Cholera Well (Einsatz verbaselt)
Riverflow
England my home
---21:28
Carry me (alleine singen war angesagt, war aber nicht schön, wir waren irgendwie zu tief)
Beautiful Day
---21:41 h

Um kurz vor 10:00 h war’s dann schon wieder vorbei und nach noch ein bisschen Quatschen hab ich mich auf die Heimreise gemacht, die auch sicher gut funktioniert hätte, wenn ich meinem Navi geglaubt hätte, das mir in Gelderland schon verkündet hat, dass ich jetzt – nachts um 11 – auf einen Stau zufahre. Ist klar. Wer’s nicht glaubt, steht in Duisburg dann in einer Vollsperrung der A 40 und kurvt durch Duisburg bis er die 42 und die 3 gefunden hat – das, was das Navi vor ‚ner Stunde schon vorgeschlagen hatte ;-)

Bis zum nächsten Mal!

PS: Fotos leider nur vom Handy, hab extra die Kamera aufgeladen und sie morgens dann vergessen ;-(.

(c) bat 07/17


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