Aktuell nur ein Konzert zur Wahl:

Nassau Royal aka David Ross, Bochum, Wohnzimmer, 17.04.2013

Nassau Royal aka David Ross, Bochum, Living Room, 17.04.2013 - english Version


Nassau Royal, Bochum, Wohnzimmer, 17.04.2013

Am 17.04. gab es in bereits bei Matthew de Zoete vorgestelltem Wohnzimmer das nächste Konzert, diesmal mit 13 Zuhörern. Zu Gast war Nassau Royal oder auch David Ross aus Brighton, England.

Dieses war das erste Konzert der bereits dritten "Wohnzimmer-Tour" und David war grade frisch aus England angereist. Zunächst wurde munter gequatscht, wohlgemerkt kannten sich auch die Gäste eher nicht, weil der eine den anderen kannte, der wiederum irgendwen mitgebracht hat, alles sehr spannend und mit netter Atmosphäre.

Daher startete das Konzert auch nicht wie geplant um 20:00 h, sondern erst nach einem wirklich guten Chili - nochmal danke an die Gastgeberin ;-) - gegen 21:30 h. Zunächst 6 songs, danach eine kurze Pause und dann nochmal 8 Songs bis ca. 23:00 h. Von den gespielten songs waren 5 Coversongs, der Rest fast ausschließlich von Davids CD Breath of the Universe. Auch hier gab es wieder diverse Geschichten zwischen den Songs, was das Ganze immer so nett und individuell macht.

Start mit einem Beatles-Cover: Norwegian Woods. Danach erzählte uns David, dass er unterwegs war in Australien und dort ein Mädel aus der Schweiz kennen- und lieben gelernt hat, die ihn dazu bewegt hat, nicht nur mehr Gitarre zu spielen (er hatte bis dato nur so ein bisschen geklimpert, sprich, sich das Spielen selbst beigebracht - Nirvana ist schuld sagt seine Homepage) und vor allem auch mal zu singen, was er bis zu diesem Zeitpunkt noch nie getan hatte (dabei hat er eine echt tolle Stimme und ich kann mir nicht vorstellen, dass man nicht zumindest versucht hat, ihn in einen Schul- oder auch Kirchenchor zu locken als er noch kleiner war ;-)). Er hat sich ermutigen lassen und hat sogar angefangen, Songs zu schreiben (auch wenn er meist für einen Song Monate oder auch Jahre braucht - manche aber träumt er auch und dann geht's ganz schnell)... Die beiden haben sich nach der Reise wieder in ihre jeweiligen Länder begeben, hatten aber fest vor, Geld zu sparen, Lehrer zu werden (für englisch) und dann durch Südamerika zu reisen. Grade aber als er das Geld zusammen hatte, bot ihm die Musikschule in Brighton einen Platz an... für ungefähr das gleiche Geld, das er für die Reise gespart hatte...der Rest ist Geschichte - und breakups bringen immer gute Lieder (Ehen, meinte er später, sogar ganze Alben hätte er mal gehört ;-)). Ob zu dieser Story der Song Stargazing gehört, weiß ich nicht ganz genau, auf jeden Fall hat er ihn im ersten Setgespielt und auch in Bezug auf seine damalige Freundin, die er vor zwei Jahren im übrigen wieder gesehen hat (jetzt ist sie verheiratet und hat zwei Kinder, aber sie hat sein Leben gedreht).

Wie kam es denn dann zum Musik machen und zum Platte aufnehmen? Tja, wieder so eine schräge Geschichte. Durch Networking im Internet ist ein Priester aus Irland auf ihn aufmerksam geworden (Song You can't win the war) und hat ihn nach Irland eingeladen (er zahlt den Flug und den Aufenthalt.. nee, ist klar ...) - ganz ehrlich und er könne ihn auch zurück rufen und Nachforschungen anstellen und überhaupt. Den Priester gab's, zudem eine Schule in the Middle of Nowhere von Irland, in der er unterrichtet hat. David ist also hin. Und es begab sich, dass es eine Schule für wirklich reiche Kids war (Sohn des damaligen Eigentümers von ManU und andere Menschen mit nicht zu wenig Geld). Das Ende vom Lied war, dass er einige Jahre (3 oder waren es 4?) in Irland gelebt hat, dass er dort die Möglichkeit bekommen hat, eines seiner Lieder (kam erst im zweiten Set) mit Moira Brennan (Clannad) aufzunehmen und dort auch seine Platte aufnehmen konnte (von 2008 - 2010 hat es dann aber doch gedauert damit - weil er eben auch so trödelig ist, was das song schreiben angeht - zumindest würde das passen zu seiner Geschichte ;-) ).

Und irgendwie besteht das Leben des David Ross (nicht Gale) irgendwie aus Zufälligkeiten und Entscheidungen, die andere für ihn treffen, denn auch hier war es wieder so, dass er in Australien (gleicher Trip?) ein Surfbrett besaß, nun aber irgendwie mal nach Hause musste und Entscheidungsfindungsschwierigkeiten hatte, das Brett zu verkaufen oder es nach Hause zu schicken (was ziemlich teuer gewesen wäre). Und was passiert? Es kommt eine Welle, haut das Brett in den Sand und bricht es durch. Ende vom Lied. Er hat das Surfbrett dann noch für 20 Dollar und einen Getränkehalter (?) verkaufen können - dafür, dass es 40 Dollar gekostet hatte und er damit drei Monate Spaß hatte, war es wohl nicht die schlechteste Entscheidung - zumal das Geld dann in besagte Gitarre angelegt wurde, die das Songschreiben und Singen ermöglicht hat. ;-) Der passende Song könnte Something in the water gewesen sein, bin aber nicht sicher. Könnte auch Let there be light gewesen sein; wer's weiß: bitte melden!

In der nächsten Geschichte (kann sein, dass die Reihenfolge nicht ganz passt, sorry, mitschreiben war nicht!) ging es um seinen Trip nach Hollywood und auf den Sunset Boulevard und das Treiben dort nachts: Transparent.

Zum Schluss noch eine tragische Geschichte darüber, wie schwer es doch ein englischer Songwriter hat, denn überall, wo man so ist und was man sich so ausdenkt: Lennon und McCartney waren schon da - daher der Wunsch an die Beatles: save a song for me (lasst mir bitte wenigstens einen übrig, den ihr noch nicht geschrieben oder gesungen oder überhaupt habt ;-) ). Sehr sehr nett!

Nach 10 Minuten Pause ging es weiter mit - jawohl, den Beatles. Ich glaube es war Blackbird. Zwischendrin hat er immer mal wieder erzählt, was ihm alles so begegnet ist an Leuten während der letzten Touren, insbesondere ein 92-jähriger Herr (der Opa des Enkels, dessen Gast er war), der einfach eine spannende Geschichte zu erzählen hatte - was solche Konzerte natürlich besonders macht, auch wenn ich verstehe, dass man als Künstler irgendwann dann doch mal lieber in etwas größeren Hallen spielen möchte ;-).

Die genaue Reihenfolge der Stories bekomm ich wie schon gesagt leider nicht mehr auf die Reihe, aber im zweiten Set war eine, die davon handelt, dass David ausnahmsweise mal schneller mit einem Song fertig war, nämlich hat er geträumt - und scheinbar science fiction. Was wäre oder was müsste man tun, wenn man wie bei einer Arche etwas in den Orbit schicken wollte, und war etwas, was bewahrt werden muss? Musik müsste es sein. Also ein Song, der im Text versteckt 13 Alben der letzten Jahre enthält, die David's Meinung nach unbedingt der Nachwelt überliefert werden müssen, auch wenn die Erde untergeht: Outer Space Heroes (gehört hab ich auf Anhieb vier: Dark side of the Moon, Nevermind, Heroes und Out of time, den Rest muss ich wohl mit Text nochmal suchen gehen). Danach wieder zurück zur Ex-Freundin und einem neuen Song, den er live noch nicht gespielt hat (oder zumindest selten), was immer ein bisschen schwierig ist... wenn man den Song erstmal aufgenommen hat (und ihn dafür -zig mal gehört, gesungen, gespielt und wieder von vorne gespielt hat), hat man eine Art Referenz, die man nicht hat, wenn man den Song zunächst mal live spielt. Zudem er sich dann auch noch laufend verändert. Dieser hier war jedenfalls toll, einen Namen hatte er leider noch nicht.

Danach glaub ich die unglaubliche Erfahrung mit der Song-Aufnahme mit Moira Brennan und Stars are made for the Sky, wirklich toll, auch ohne Moira.

Wie genau er dann auf das Thema Filme und Kino kam? Ich habe keine Ahnung. Jedenfalls waren es die Goonies und der Song ist über den Mann, der im Film zwar eine Rolle spielt, aber irgendwie nicht auftaucht (der einäugige Willie??): Astoria Dreams. Lied Nr. 9 (David sagte zuerst was von No. 9 und auch das wäre ja ein Film gewesen...aber darüber einen song zu machen? Schwierig ;-) ).

Danach Cover-Zeit: was er denn so spielen solle. Die drei Vorschläge irischer Künstler wurden abgelehnt, genauso wie der Wunsch, doch Nirvana zu spielen (schließlich kam die Nevermind im Song vor und David erzählte, dass Gun's'n Roses und Nirvana seine liebsten Künstler seien, auch wenn das in seiner Musik jetzt nicht sooo deutlich zu erkennen sei - man muss man selber sein und sich nicht wie jemand anders anhören war einer der Ratschläge der Künstler, mit denen zusammen er eine Compilation namens "Sanctuary" aufgenommen hat bzw. zu der er den o.g. Song Stars are made for the sky zusteuern durfte). Auch die Levellers, die immerhin aus der gleichen Stadt kamen, wurden abgelehnt, so dass wir - vermutlich wie geplant - aufgegeben haben und ihn haben machen lassen. Was also kam? Nein, kein Oasis ;-). Wonderwall hatte er schon vorher strikt verweigert und auch die guten Vorschläge, die wir als Publikum noch hatten wie "hit me baby one more time" wurden gnadenlos für Simon and Garfunkel und ihre Mrs Robinson abgelehnt. Ja, geht immer, ist aber auch ein bisschen langweilig, genau wie Stairway to heaven., was als nächstes kam. Hat David aber dennoch gut gemacht, auch wenn die Songs neuer hätten sein dürfen ;-). Der letzte Song war dann wieder ein Beatles-song, um das Ganze abzurunden. Als sing-a-long quasi: Hey Jude.

Fazit: ein wirklich gelungener Abend, toller Künstler, nette Leute; bisschen viel Cover, die eigenen songs aber durchweg schön und abwechselungsreich. Hoffenltich hören wir noch mehr von Dir, David. Alles Gute und viel Erfolg, gerne wieder, in größerer oder auch kleinerer Runde.

PS: vielen Dank auch nochmal an die Gastgeberin und an Chris, der die Tour so liebevoll organisiert und die Verbindung zwischen Wohnzimmerbesitzerin und Künstler hergestellt hat.

(c) bat 04/13

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Nassau Royal, Bochum, Living Room, 17.04.2014

Back in the living room, where Matthew de Zoete played about a year or so, we were able to meet Nassau Royal aka David Ross from Brighton, England. This time, the audience consisted of 13 people, mostly unknown to each other but chatting along very well. That's what makes concerts like this so nice and special. And that's - together with the great Chili ;-) - why the whole concert thing started at about 9:30 p.m. and not at 8:00 p.m. as originally planned. By the way, this is the first concert in a row of house-concerts and David's third tour in similar venues.

Nassau Royal's first song was a Beatles-Cover: Norwegian Woods. He then started to tell stories inbetween his songs, which is why I like this kind of concerts so much - even if I might not recall them all and definitely not in the correct order.

David's first story was about him travelling Australia, where he got to know (and love) a girl from Switzerland. They travelled together and she encouraged him to continue playing the guitar, writing songs and trying to sing, something he hadn't done before. To be honest, I cannot believe this. His voice is really fantastic and I can't imaginge that there was no one in his youth trying to get him into some sort of choir, church or school or whatever. Anyway, to listen to that girl was a really good idea ;-). After they finished travelling Australia, they returned to their respective countries but promised to put enough money aside to go to South America (maybe as teachers for English). And just as the relevant amount of money was reached and they were about to leave, David got the opportunity to start with the local Music School - which cost exactly the amount of money he just saved for the trip with his girlfriend. Well, he chose the music, girlfriend goodbye and the rest is history. But at least you write good songs after a breakup (even a whole album after a divorce or so he's been told ;-) ). The song could have been stargazing - at least it was part of the first set of songs (btw: the former girlfriend is married now with two kids; he met her some time ago).

Then David told us that he met some priest online while networking and this priest invited him to come to Ireland and play his music, he would be the one paying for the flight and the stay (strange thing.. not something you believe right away, but the priest was real and so was the offer): and again, David launched himself into this adventure, went to Ireland, found himself at a school for really rich kids in the Middle of Nowhere in Ireland, playing - and later recording - his music. You can't win the war was the song that made this priest contact David. The recording of his album took 2 years - from 2008 to 2010. Which may be not that strange as David told us some time before that he needs lots of time to write a song, months, even years... so, we asked him, when do you expect us to be able to listen to your next album, in 2020? ;-).

Somehow the life of David Ross (not Gale) seems to consist of things that just happen to him, fate or people's influences or whatever make his life take a twist that is completely unexpected. At least this is what the two former and this next story make us believe: he once again was in Australia (same trip I guess) and had to decide whether to sell his surfboard or to send it to England (not that cheap, exactly). But, what happened was a big wave, leaving the surfboard broken. So no selling and no sending home - or so it seemed. He tried to sell it to a surfshop anyway and - miracle! - he got 20 dollars. Good deal when taken into consideration that he only paid 40 dollars and had 3 months of fun ;-). The money was invested in a guitar and the rest again is history. The song that was following could have been Something in the water. I'm not sure though, could have been Let there be light either. If you know, please give me a hint!

The next story (maybe I mix it up, but at some point that evening David told us about this) was about his trip to Hollywood and the creatures of the night on Sunset Boulevard: Transparent.

After that some tragic story about the misery of being an English songwriter: everywhere you go and every idea you have for a song: Lennon and McCartney have already been there, done that. That's the reason for his next song, kind of a plea: save a song for me (something like: please, I'm a hard working songwriter, just leave me something, anything, that has not been done, sung, written, performed by you, I would be very grateful ). Good luck with that ;-).

After a 10-minute-break, David was back with a - yes: Beatles-song: Blackbird. Inbetween the songs David told stories of people he met on his house-concerts, one for example a 92-year old man, the grandfather of the guy who invited him and who had impressed him with the stories he was able to tell. I'm sure that these memories are what make these concerts so intimate and special - even if I can understand that - as a musician - you at some point of your career wish for fame, success and bigger venues ;-).

I cannot remember the exact order of the stories, but there was one in the second set about a song that was - quite untypical for him - very quickly written after a dream he had about sending things to space that need to be rescued and preserved for future generations or maybe some aliens - even long after the earth might have been destroyed: Music; the 13 best or most important recordings of the last decades. So David decided to put these 13 albums into one song: Outer Space Heroes (I discovered four at once: Dark side of the Moon, Nevermind, Heroes and Out of time, the others I still have to discover when reading the lyrics). After that back to former girlfriends and a new song, rarely played live and not recorded at all - it was great even if it does not have a name up to now. David said that it is a lot more difficult to play a song live that has not been recorded because the reference is somehow missing of how it should sound - so it might sound different from gig to gig.

The next song was the one he recorded with Moira Brennan in 2007 in Ireland (part of a compilation called Sanctuary): Stars are made for the Sky.

I can't remember how he was able to get from there to cinema and movies but the next song was about the Goonies or better someone that the movie refers to but is never shown: one-eyed Willy, the pirate: Astoria Dreams. It's song No 9 on the album - which was how David refered to at first - I thought of the film with the same name at first but writing a song #9 could at least be a challenge.

After that: time for cover-songs and requests - my guess: the thing about the request was just a means to get us talking. And when success is guaranteed playing what was planned anyway ;-). Well, it started with three requests for songs from Irish singer/songwriters (one Christie Moore, the others I can't remember) which were declined. As were requests for Nirvana (even though it's one of his favourite bands togehter with Gun's'Roses - but the voice of Kurt Cobain definitely is not similar to David's - I heard him mumble something about battery acid and whisky) and the Levellers (same city). After one last attempt (even though it was not really serious) of singing "hit me baby one more time" we gave up and let him choose. And David chose - no, not Oasis' Wonderwall - which he declined directly at the beginning of the concert but - Simon and Garfunkel: Mrs. Robinson. ok, but I would have perferred something a bit more... modern? Unusual? But anyway, it was ok as was the second one Stairway to heaven and the last one - Hey Jude as sing-a-long - again Beatles, closing the circle.

To sum it up: a really great evening, a great musician, interesting people. David's songs really are great, each one different, sung with a fantastic voice. I would have preferred more Nassau Royal songs and less covers but there has to be something that can still be better the next time he comes our way ;-). And anyway, it was fun!

Link to David's site

Thanks again to David and of course to our host. And last but not least to Chris who was the connecting link between David and the owner of the living room. I really appreciated this! So David, keep on writing and singing and good luck for the future.

(c) bat 04/13


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