Hier ist der Link auf die offizielle Nozzle-Seite

Und unter http://thecure.rockmetal.art.pl/ gibt es irgendwo in den Tiefen der Tributes ein Cure-Cover von Dave Blomberg und Ania Zachar: Charlotte Sometimes mit polnischem Akzent, nicht schlecht ;-)

Zwei Konzerte habe ich bislang gesehen:

Nozzle und John Forrester, 22.01.2001, Dortmund, Subrosa

Nozzle, 31.10.2001, Essen, Grend


Nozzle und John Forrester, Subrosa, Dortmund, 22.01.2001

Das Subrosa, gelegen in der Nähe des Dortmunder Hafens, ist eine kleine, nette Studikneipe und spätestens als ich die 'Bühne' sah, wusste ich, warum dieser Spielort der einzige auf der Nozzle-Tour war, der unplugged stattfinden sollte: eine wirklich winzige Bühne stand den Jungs zur Verfügung. Aber unplugged muß ja nicht schlecht sein, im Gegenteil, ich hab eigentlich mit Justin Sullivan und Dave Blomberg unplugged oder auch mit Keith Caputo immer sehr gute Erfahrungen gemacht - bei letzterem gefallen mir die Songs unplugged sogar um Längen besser als die 'plugged' Versionen.

John Forrester von der Band Forrester, eröffnete den Abend mit einem Solo-Part: 6 Songs, meist schöne, ruhige Balladen, aber auch ein oder zwei etwas schnellere Stücke. Ein guter Einstieg. Er spielte etwa eine halbe Stunde von 20:00 - 20:30 h.

Danach wurde ein wenig umgeräumt und Dave Blomberg sowie der zweite Gitarrist Danny Vuckovic (mit Pudelmütze, dabei war es im rappelvollen Subrosa wirklich alles andere als kalt ;-) ) kämpften sich von hinten durch die 'Massen'. Massen meint im Falle des Subrosa ca. 50 Leute, aber es war wirklich richtig voll, auch wenn es sich nicht so anhört ;-). Dave nahm in der 'Bühnenmitte' Platz, Danny etwas tiefer zu seiner linken. Die beiden begannen mit einem song, der imho Kid oder auch King for a day geheißen haben könnte, nicht zu finden auf der neuen CD Winter, aber da ich mit Nozzle-Titeln nicht ganz so vertraut bin, kann ich mich hier durchaus irren und es handelte sich stattdessen um Bow to the king (das, wenn nicht hier, doch irgendwann später noch zu hören war, wenn ich nicht völlig falsch liege. Es kam mir auf der CD jedenfalls spontan bekannt vor...). Womit ich mich aber nicht irre ist, dass das Lied ein echt guter Einstieg war und die Stimmen der beiden haben mir auf Anhieb sehr gut gefallen, vor allem die zweistimmigen Parts in Songs wie This time fand ich klasse.

Der nächste Song war She lives for the sun, natürlich unplugged ganz anders als auf der CD, weil hier weder Bass noch Drums zu hören waren, die beiden blieben erst mal unter sich. Auch hier war Danny gesanglich zu hören, echt schön.

Auch die Stimmung war übrigens sehr gut, Leute kamen miteinander ins Gespräch, die sich nicht kannten, in jedem Fall einer der Vorteile von solch kleinen, netten Venues. Klar waren auch viele Leute da, die sich sonst bei Army-Konzerten aufhalten, aber warum auch nicht? Wann hat man schließlich schon mal die Gelegenheit, Dave und auch Michael Dean, so nah zu erleben? ;-) Und außerdem ist man ja auch neugierig, was die Bandmitglieder so machen, wenn sie mal selber werkeln dürfen ;-)

Danach kam ein Song, den ich vom Titel her nicht weiß, ich nehme jetzt einfach mal so an, dass es Keep falling down war. Dieser song ist auf jeden Fall gespielt worden, wann, kann ich allerdings nicht sagen. Ein echter Ohrwurm übrigens. Die beiden Jungs wurden hier verstärkt durch John Forrester am Bass, der netterweise bei dieser Tour eingesprungen ist für den Bassisten Matt Round, der noch auf der CD den Bass-Part übernommen hat, der aber zwischenzeitlich - wie auf der Nozzle-Homepage zu lesen ist - die Band wieder verlassen hat, ebenso wie Drummer James Davis. Und deshalb wurde die Band zusätzlich live verstärkt durch Michael Dean, wie oben schon erwähnt, normalerweise seit dem letzten Jahr Drummer bei New Model Army, als Nachfolger von Rob Heaton. Auch er schlich sich nun auf die Bühne und gab sein Debüt bei Sacred Ground. Ganz witzig, ich hörte nur 'Drag it down' und musste zwangsläufig an Army denken, obwohl das Lied langsam war und sich vollkommen anders angehört hat, sehr 'atmosphärisch'.

Manchmal ist es glaub ich ganz schön schwer, als Teil einer Band wie Army etwas Eigenständiges machen zu wollen, was Nozzle aber im Großen und Ganzen sehr gut gelungen ist. Viel macht hier natürlich die Stimme aus, Justins Stimme ist ja nun doch eine sehr charakteristische und mit Daves viel hellerer Stimme absolut nicht zu vergleichen - zum Glück für Nozzle ;-) Wenn sie so weitermachen - um mal ein Fazit vorwegzunehmen - bin ich sicher, dass auch sie über kurz oder lang große Hallen füllen werden - und wir werden uns denken: wisst Ihr noch, damals mit 50 Leuten im Subrosa?? ;-)

Dave erzählte zwischendrin auch immer ein wenig, wie sich das für solche kleinen Veranstaltungen gehört, doch, auch die Band war recht locker, insgesamt eine 'heimelige' Atmosphäre, anders kann ich es nicht nennen, familiär würde vielleicht auch noch passen.

Im Anschluß folgte Nothing will change, das wieder ein bißchen schneller war, sehr eingängig war auch dieser Song. Hier hat mich zum ersten Mal das Schlagzeug doch ein wenig an NMA erinnert.. aber man neigt bei solchen Nebenprojekten ja auch dazu, besonders auf solche - vermeindlichen? - Parallelen zu achten. Micky konnte gar nicht richtig ausholen mit seinen Drumsticks, sonst hätte er den armen Dave verprügelt, der direkt vor ihm saß. Stehen war natürlich für alle Bandmitglieder auf dieser Mini-Bühne absolut utopisch ;-)

Dave spielte im übrigen - sofern ich richtig aufgepasst habe - die meiste Zeit eher die Rhythm-Guitar, während Danny den Part der Lead Guitar übernahm, zumindest bei diesem Song war dies ganz eindeutig der Fall.

Dieser Song, so Dave, sei auf ihrem aktuellen Album Winter zu finden, ebenso wie die meisten davor und danach, aber das folgende sei ein neues: Hidden Love. Auch wenn ich jetzt nicht mehr konkret sagen kann, wie dieser Song war, weiß ich noch, dass er mir gefallen hat, wie alle anderen auch, kein Ausfall, im Gegenteil, ich würde sofort wieder hingehen und würde auch nach Soest fahren - schon des Vergleiches plugged- unplugged wegen - wenn ich denn nur Zeit hätte. Und die CD, die es dann nach dem gig zu kaufen gab, kann ich mittlerweile (es ist Mittwoch und sie dudelt eigentlich fast ohne Unterbrechnung ;-) ) uneingeschränkt weiterempfehlen.

Danach ein sehr ruhiges Lied: Winter, Titelstück der neuen CD, gefolgt von einem schnellen, fröhlichen Ohrwurm: This time, sehr schön hier wieder die Doppelstimmen von Dave und Danny.

Das nächste Lied hieß Boring Game, startete mit einem relativ langen Gitarren-Intro. Schön, eher melancholisch, passend zu Herbst und Winter.

Vorn an der Bühne waren übrigens auch dieToiletten, auf die sich während des Konzerts eher weniger Leute getraut haben - was vielleicht auch daran lag, dass eine ganze Menge Leute vor der Bühne - und eben vor den Toilettentüren - einfach auf der Erde saß. Es war halt wirklich eher ein 'Wohnzimmer-Gig'. Im Internet wird das Subrosa auch so bezeichnet: als schön eingerichtetes Wohnzimmer, nicht ganz zu unrecht. Allerdings ist es ein Wohnzimmer mit verflixt viel Schnickschnack ;-)

Um in der Stimmung zu bleiben, gab's danach eine weitere Ballade: A way out, wunderschön.

Dann aber - zumWachwerden - gab's was heftigeres, richtig schöner Rock: Does he really love you.

Tja, und das sollte es gewesen sein. Natürlich gab's Geschrei nach Zugaben, die wir auch bekommen haben, und zwar schnell. Klar, sie hätten ja sonst auch quer durch das Publikum gemusst, um die Bühne längerfristig zu verlassen ;-)

Daher ging's fast ohne Verzögerung weiter mit einem ebenfalls schnellen Song: Perfect world. Und spätestens hier haben mich die Drums wirklich sehr, sehr stark an NMA erinnert ;-) Danach gab es leider nur noch einen Song, nämlich She's the only thing that matters to me, ein eher etwas langer Titel, aber seit "It's the end of the world as we know it and I feel fine" kann uns in dieser Hinsicht ja so schnell nichts mehr schocken ;-))) Das Lied jedenfalls war klasse. Das Konzert auch. Es war nur zu kurz, weil die Jungs nämlich tatsächlich nach einer Stunde um 21:50 h durch die Leute nach hinten verschwanden, begleitet von einer Menge Applaus.

Sehr, sehr schön. Immer wieder und ich bin sicher, dass diese Band noch eine größere Zukunft vor sich hat, was ihnen natürlich zu wünschen ist - auch wenn ich gerade diese kleinen, netten Konzerte so schön finde, ganz im Gegenteil zu Massenveranstaltungen in Hallen wie der Philipshalle.

Thanx for a nice gig und kommt bald wieder!

(c) bat, 01/2001

(c) des Logos liegt natürlich bei Nozzle


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Nozzle, Grend, Essen, 31.10.2001

Start um 21:15 mit This time, Boring game, Sacred ground, Wasted years (neu), Winter, Über die Stadt, in der Dave aufwuchs: Nothing will change, Song für die neue Tochter: Love (?, stimme war viel zu leise), Keep falling down, Wake up (neu), perfect world, Does he really love you bis 22:00.

Zugaben: a way out, For your beautiful eyes (Tourmanager, nichts getan, Halloween, Fussbaltrickots),

Zweite Zugabe: she is everything that matters to me, Revelations come (neu), bis 22:25.

(c) bat, 11/01


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