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Snow Patrol Philipshalle, Düsseldorf, 30.05.2009     

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Snow Patrol in der Philipshalle. Nach meinem letzten Abenteuer mit dieser Halle sind wir diesmal mit der S-Bahn gefahren: vor der Tür einsteigen, vor der Tür wieder aussteigen und fröhlich sein - und kein Geparke gefühlt irgendwo in der Nachbarstadt ;-).

Also dann. Start mit zwei Vorbands, nämlich Sweethead aus Los Angeles, danach Sometree. Insbesondere bei ersteren war der Sound verflixt schlecht, was uns schon befürchten ließ, dass das so bleibt. War aber nicht, Sound bei Snow Patrol war super. Das Publikum war übrigens sehr gemischt, alle Altersstufen durcheinander, auch diverse andere Nationalitäten, echt nett. Auch geschlechtertechnisch ganz gut gemischt. Wenn man sich aber den Gesang des Publikums oder die ersten Reihen vor der Bühne angeschaut hat, waren scheinbar doch nur Frauen da ;-). Die Jungs schienen in den meisten Fällen eher "mitgekommen" zu sein.... Ok, Snow Patrol starteten um 21:45 h. Geniale Bühne, im Hintergrund zunächst mit LED-Schrift die Begrüßung: Es wurden Städte aufgelistet, in denen Snow Patrol schon gespielt haben, natürlich auch Düsseldorf (weiß mit roten Herzchen als Ü-Punkte, sehr niedlich) und "every city feels like home". Sehr freundlich, wirklich. Im weiteren Konzertverlauf diente die Leinwand zum Teil dafür, live aufgenommene Bilder, Teilbilder, verfremdete Bilder, der Band selber einzuspielen - witzig zum Beispiel die Bilder vom Drummer aufgenommen von einer Kamera in der Trommel oder um LED-Sequenzen von Origami-Figuren (siehe Cover letzte CD), die sich immer wieder veränderten, einzuspielen. Sehr gelungen, hat mir gut gefallen, insbesondere natürlich das längere Video am Schluss des Konzerts. Was mir ebenfalls sehr positiv aufgefallen ist, ist, dass Gary Lightbody, der Sänger, echt ein Talent zum Reden, Unterhalten und Quatsch-Machen hat. Was allerdings auch zur Folge hatte, dass eine gerührte oder romantische Stimmung, wie sie ab und an nach einem song schon mal aufkommen kann, bei Gary, dem Faxenmacher, keine besonders lange Haltbarkeitsdauer hat ;-). Ab und an etwas nervig waren ein oder zwei Leute aus dem Publikum, die es witzig fanden, dazwischenzugrölen, insbesondere, als Gary um Ruhe bat bzw. um "Mitgesang" bei einem Song, weil sie das Konzert aufnehmen wollten. Dieser Typ jedenfalls redete dauernd dazwischen, bis Gary ihn mit einem Spruch - sinngemäß irgendwas mit exercising the right to be different - dann doch noch zum Schweigen gebracht hat, auch hier hat er echt gut reagiert ;-).

Also dann, es startete mit If there's a rocket tie me to it (neu) und Chocolat aus dem Album Final Straw.Weiter ging's mit Hands open (Album Eyes open), gefolgt von How to be dead (hab ich gelesen, daran kann ich mich nicht erinnern). Zwischendurch immer wieder Geschichten und Auffordern des Publikums mitzusingen - den Gefallen haben sie ihm natürlich auch getan. Danach The golden floor und You could be happy. Eine Gruppe "Followers" wünschte sich lautstark "alte" Songs, also gab es Olive grove facing the sea (als Solo-Auftritt von Gary, textlich etwas schwach, weil wohl schon lange nicht mehr gespielt - witzig ;-) ) und im Anschluss ging es weiter mit Run, supergenial, 2/3 des Songs solo (ob das geplant war oder Gary einfach mal angefangen hat ohne auf die Band zu warten? Wer weiss ;-) ), der Rest in voller Besetzung, ein echter Gänsehautsong. Die nächsten Songs mischten weiterhin alte und neue Alben durcheinander, zeigten ab und an mal eine kleine Unsicherheit im Text, aber der Charme und der Spaß der Jungs an der "Arbeit" machten das wieder wett - im Gegenteil, mir gefällt sowas viel besser als etwas auf Hochglanz poliertes, durchgestyltes, weil es viel indivueller, besonderer und einzigartiger ist als ein 08/15-Konzert, das in jeder Stadt exakt gleich abläuft (ja, ich geh trotzdem zu Depeche Mode, sind halt die Helden meiner Jugend ;-)) ). Danach Make this go on forever und dann die "hits" in Folge: Shut your eyes, Chasing cars, Crack the shutters, Take back the city und Open your eyes. Wirklich klasse! Damit Ende des Mainsets um 23:15 h. Das Zugabensetz bestand aus Lightning strike, allen drei Teilstücken. Mit LED-Videosequenz wie oben beschrieben und diesmal ohne Zwischengerede von Gary. Abschließend gab's noch You're all I have. Ende um 23:25 h. Doch, ein wirklich schönes Konzert, obwohl ich vielleicht die Songs oder die Band nicht gut genug gekannt habe, um wirklich abzutauchen, so wie es mir bei Army, Lakaien, Qntal oder anderen mir "näherstehenden" Bands gelingt. Dennoch: sehr schön, hat sich auf jeden Fall gelohnt und könnte durchaus nochmal wiederholt werden!

(c) bat 05/09

Hier gibt's auch nochmal einen Bericht und Fotos

Fotos gibts natürlich auch auf einslive


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